Feuerkäfer bekämpfen und vertreiben

Der Feuerkäfer, der auch unter dem Namen Kardinal bekannt ist, ist in Europa und in Deutschland weit verbreitet. In Deutschland gibt es drei verschiedene Arten dieses Insekts. Der Scharlachrote Feuerkäfer ist dabei der häufigste Vertreter. Sein Körper ist flach und langgestreckt und kann bis zu zwei Zentimeter lang werden. Insbesondere in Wäldern sowie an Waldrändern auf Blüten oder auf Totholz sind die kleinen Tierchen verbreitet.

Wie Feuerkäfer bekämpft werden können


Ist der Feuerkäfer giftig?

Aufgrund seiner auffälligen Rotfärbung fällt er direkt ins Auge und macht häufig einen gefährlichen Eindruck. Bekannterweise kann der erste Eindruck jedoch auch täuschen und es stellt sich die Frage, ob der Feuerkäfer tatsächlich so gefährlich ist wie es scheint. Grundsätzlich gibt es jedoch viele Möglichkeiten, die roten Insekten effektiv zu bekämpfen und aus dem heimischen Garten zu vertreiben.

  • Die Farbe Rot hat viele Bedeutungen: Sie ist die Farbe der Liebe und des Feuers, der Farbe des Körpers und des Blutes.
  • Sie wird assoziiert mit loderndem Feuer und Glut und steht für ein unerschöpfliches Kraftreservoir.
  • Im Tierreich gilt die Farbe Rot als Signal- und Warnfarbe vor giftigen Bissen und Stichen.
  • Krebse, Skorpione, Giftfrösche oder auch giftige Pflanzen haben oftmals die charakteristische rote Färbung.
  • Deswegen gehen einige Menschen davon aus, dass der rote Körper sowie der Kopf des Feuerkäfers ebenfalls ein Zeichen für Gefahr und Gift ist.
  • Ist dies nun auch beim Scharlachroten Feuerkäfer und seinen beiden Brüdern der Fall?

Es steht fest, dass alle drei in Deutschland vorkommenden Arten des Feuerkäfers die charakteristische rote Färbung besitzen. Man unterscheidet hierbei zwischen dem Scharlachroten Feuerkäfer, dem Rotköpfigen Feuerkäfer und dem Orangefarbenen Feuerkäfer. Während beim Scharlachroten Feuerkäfer und dem Orangefarbenen Feuerkäfer der Kopf schwarz ist, besitzt der Kopf des Rotköpfigen Feuerkäfers – wie der Name bereits vermuten lässt – ebenfalls eine rote Färbung.

Giftigkeit ist ein Irrglaube

Die Annahme, der Feuerkäfer sei giftig, ist jedoch ein weit verbreiteter Irrglaube, denn alle drei genannten Arten sind komplett ungefährlich und nicht giftig. Zudem sind die  Mundwerkzeuge des Feuerkäfers nicht darauf ausgerichtet, zu beißen. Deswegen sind sie auch grundsätzlich nicht in dazu in der Lage, menschliche Haut zu verletzen.

Da sie auch keinen Stachel oder Kneifzangen besitzen, können sie auch nicht stechen oder Angreifer auf diese Weise verletzen. Auch die Larven des Feuerkäfers sind gänzlich ungefährlich und nicht giftig. Einzig und allein untereinander stellen die Insekten füreinander manchmal eine Gefahr dar, da sie zu Kannibalismus neigen.

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Wie gefährlich ist das Insekt?

Fliegenpilze, Erdbeerfröschchen, Dornfingerspinne und Tollkirsche haben alle etwas gemeinsam. Ihre leuchtend rote Färbung soll Feinden und Angreifern symbolisieren: „Vorsicht giftig!“. Und das trifft bei den genannten Tieren und Pflanzen auch zu einhundert Prozent zu, da sie alle giftig und somit höchst gefährlich für den Menschen sind.

Allerdings gibt es auch Tiere und Insekten, die sich diese Warnwirkung zu Nutze machen, indem sie ihr Gegenüber täuschen. Sie schmücken sich sozusagen mit fremden Federn und irritieren damit vermeintliche Angreifer, die sich aufgrund der roten Färbung zweimal überlegen, ob sie das Insekt angreifen oder nicht.

Der Feuerkäfer gehört ebenfalls zu dieser Sorte, denn er ist, wie bereits erwähnt, komplett ungefährlich für Mensch und Tier. Die rote Signalfarbe ihres Körpers wird zwar als Warnsignal vor Gift aufgefasst, da dies auch bei Tieren wie bunten Pfeilgiftfröschen der Fall ist. Jedoch beißt oder sticht der Feuerkäfer nicht und ist nicht gefährlich.

Darüber hinaus versprühen sie auch keine ätzende Flüssigkeit. Wenn man sie berührt, können sie jedoch ein übelriechendes Sekret absondern, welches ungefährlich ist, allerdings nicht unbedingt angenehm riecht. Die charakteristische rote Färbung des Feuerkäfers dient also lediglich dazu, Angreifern zu signalisieren: Lasst mich in Ruhe!

Feuerwanzen bekämpfen mit verschiedenen Mitteln

Zuweilen wird der Feuerkäfer auch mit der Feuerwanze verwechselt – allerdings sind dies zwei völlig unterschiedliche Insekten. Zwar besitzen beide eine rote Färbung, jedoch kommen Feuerwanzen meistens nur am Fuße von Pflanzen und Bäumen wie der Linde, der Malve oder Robinie vor.

Dort leben sie von April bis Mai und von August bis September. Sie ernähren sich von Samen der Bäume sowie von anderen kleineren Insekten wie zum Beispiel Blattläusen oder von Pflanzenausscheidungen und toten Insekten.

Der äußerliche Unterschied zum Feuerkäfer besteht in ihrem ovalen Körper, der beim Feuerkäfer länglich ist. Zudem besitzen Feuerwanzen eine schwarze Zeichnung auf ihrem Rücken, die beim Feuerkäfer nicht vorhanden ist.

Da Feuerwanzen oftmals in sehr großer Anzahl vorkommen, werden sie von vielen Menschen als Plage angesehen. Dann stellt sich die Frage, wie man die kleinen Insekten am effizientesten und langfristig bekämpfen und aus dem heimischen Garten verbannen kann.

Feuerkaefer

Feuerkäfer treiben in fast allen Gärten ihr Unwesen


Feuerkäfer im Garten und in der Wohnung?

Ab und zu kommen die Feuerwanzen nicht nur in extrem großen Scharen vor, sondern suchen auch an kalten Tagen Zuflucht in der Wohnung. Wenn sie sich ins Haus verirrt haben, kann man sie ganz einfach mit einem kleinen Stück Stoff oder Papier fangen und wieder in den Garten setzen. Hierfür eignet sich auch ein umgestülptes Glas, in dem man die Feuerwanzen einfängt. Andere Möglichkeiten zur natürlichen Bekämpfung von großen Scharen sind:

  • Feuerwanzen mit Handbesen und Eimer einsammeln und dann an einer anderen Stelle aussetzen.
  • Häckselgut oder Reisig der Balsam-Tanne an befallenen Stellen ausstreuen.
  • Ein Gemisch aus einem halben Liter Wasser und ein bis zwei Esslöffel Spülmittel herstellen und damit die Ansammlungen besprühen, was die Insekten tötet (vorsichtig und gezielt einsetzen!).
  • Verblühte Fruchtstände aus dem Garten entfernen und dann im Biomüll und nicht im Kompost entsorgen.

Davor sollte man sich jedoch im Klaren darüber sein, dass Feuerwanzen im Grunde keinen Schaden im eigenen Garten anrichten und auch der Gesundheit von Pflanzen generell nicht schaden. Lediglich wenn sie in sehr großen Scharen auftreten, können Fraßschäden an den Knospen von beispielsweise Rosengewächsen auftreten, was jedoch die Ausnahme ist. Da sie auch sonst weder stechen, beißen oder sonstiges Unheil anrichten, ist es meistens nicht nötig sie zu bekämpfen und man kann die kleinen Tierchen ganz unbesorgt im Garten tolerieren.

Chemische Mittel zur Bekämpfung?

Wer Feuerkäfer und Feuerwanzen eklig findet und unbedingt bekämpfen will, denkt möglicherweise über den Einsatz von chemischen Mitteln nach. Mit deren Einsatz kann man die lästigen Insekten nämlich innerhalb kürzester Zeit vernichten und dem roten Treiben im Garten ein Ende bereiten. Hierfür eignen sich klassische Insektizide, die von den Kardinälen aufgenommen werden und dadurch sterben.

Zu beachten ist, das chemische Gift ausschließlich auf die Käfer und deren Nester zu sprühen. Wird das Gift hingegen breitflächiger gesprüht, kann es auch anderen Pflanzen und Tieren schaden.

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Der Einsatz von chemischen Mitteln ist allerdings generell nicht zu empfehlen, da durch Chemikalien nicht nur Feuerwanzen, sondern auch andere Nützlinge vernichtet werden können. Durch den Einsatz von chemischen Mitteln erfolgt zudem ein erheblicher Eingriff in den natürlichen Nahrungskreislauf, wodurch auch andere Tiere wie Igel, Spitzmäuse und verschiedene Vogelarten gefährdet werden können. Da weder Feuerwanzen noch Feuerkäfer gefährlich sind, sollte man keine chemischen Keulen verwenden, denn dann würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Feuerwanzen mit Spülmittel als Hausmittel bekämpfen

Große Scharen von Feuerwanzen kann man auch ganz einfach mit dem Handbesen aufsammeln und umsiedeln. Wer dies allerdings ablehnt und sich gleichzeitig gegen den Einsatz von chemischen Mitteln entschieden hat, Feuerwanzen allerdings trotzdem bekämpfen will, kann auch zu handelsüblichem Spülmittel greifen. Dies ist günstig und unkompliziert, da Spülmittel fast immer in jedem Haushalt vorhanden ist.

Spülmittelgemisch: Mit einem Gemisch aus Wasser und Spülmittel können Feuerwanzen effektiv bekämpft werden. Es sorgt dafür, dass die Insekten innerhalb kürzester Zeit verenden. Am besten benutzt man hierfür ein biologisch abbaubares Spülmittel, da so keine Chemikalien in den Garten gelangen.

Sprühflasche einsetzen: Das Gemisch aus Wasser und Spülmittel (etwa ein Schuss oder ungefähr zwei Esslöffel) füllt man dann in eine Sprühflasche und sprüht es auf die von den Feuerwanzen befallene Stelle. Die Wanzen sterben daraufhin innerhalb kurzer Zeit, allerdings kann es danach zur erneuten Ansiedlung von Feuerwanzen kommen.

Feuerwanze: Ist ein Biss möglich?

Feuerwanzen treten häufig in großen Scharen auf, weswegen sie deutlich ins Auge fallen und oft einen gefährlichen Eindruck machen. Aufgrund ihrer roten Färbung haben viele Menschen Angst vor einem vermeintlichen Biss der Feuerwanze. In Wahrheit können die kleinen Tierchen zwar fürchterlich stinken und sehen vielleicht auch nicht gerade ansehnlich aus, allerdings beißen sie generell nicht.

Wenn man sie berührt oder sie sonstige Gefahr wittern, kann es dazu kommen, dass die kleinen Krabbler ein übelriechendes Sekret absondern. Dieses stinkt zwar extrem, ist jedoch absolut ungefährlich. Ein Biss ist in der Regel ausgeschlossen, da Feuerwanzen keine Kauwerkzeuge, sondern nur einen Saugrüssel besitzen.

Rotköpfiger Feuerkäfer – Merkmale dieser Art

Der Rotköpfige Feuerkäfer gehört zu der Familie der Feuerkäfer und kommen genau wie ihre Verwandten in Europa und Mitteleuropa vor. Er ist fast identisch mit dem Scharlachroten Feuerkäfer, jedoch besitzt er eine geringere Körpergröße (10 – 14 mm) als sein Bruder.

  • Auch farblich unterscheidet er sich vom Scharlachroten Feuerkäfer, da er einen roten Kopf und nicht wie sein Bruder einen schwarzen Kopf besitzt.
  • Neben dem Rotköpfigen Feuerkäfer gibt es noch den Orangefarbenen Feuerkäfer.
  • Da diese Exemplare lediglich 8 – 9 mm groß werden, werden sie zuweilen auch als Kleine Feuerkäfer bezeichnet.
  • Auch ihr Kopf weist eine sehr geringe Größe auf und ist kleiner als bei den beiden anderen Arten des Feuerkäfers.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu seinen Brüdern besteht in seiner Färbung: Er besitzt nämlich einen hellorangenen Oberkörper und hat dadurch nicht so eine auffällige Färbung wie der Scharlachrote Feuerkäfer und der Rotköpfige Feuerkäfer.