Hundeschreck – Ultraschall gegen Hunde

Fremde oder gar streunende Hunde sind im eigenen Garten meist unerwünscht, die Gründe hierfür können äußerst unterschiedlich sein. Während einige Menschen Angst vor Hunden haben, ärgern andere sich vor allem über die Hinterlassenschaften fremder Hunde, zumal Hundekot wiederum weitere Hunde anlocken kann. Auch im Hinblick auf Kleinkinder, welche im Garten spielen, ist das Eindringen unbekannter ­– und womöglich gefährlicher Hunde ­– meist nicht erwünscht. Zudem buddeln viele Hunde für ihr Leben gerne, sodass ein mühsam gestalteter Garten nach kürzester Zeit deutlich beschädigt werden kann.

Hundeschreck für den Garten


Was ist der Hundeschreck?

Die erste Maßnahme zur Abhilfe gegen das Eindringen fremder Hunde ist meist das Anbringen eines Gartenzaunes. Jedoch bietet auch ein Zaun nicht immer eine sichere Garantie, zudem ist das Errichten eines durchgehenden Zauns baulich nicht immer möglich. Eine Möglichkeit, welche der Abschreckung von Hunden dienen soll, sind sogenannte Hundeschreck-Geräte.

Unter „Hundeschreck“ werden verschiedene relativ schonende Abwehrsysteme gegen fremde Hunde im Garten bezeichnet. Diese Systeme arbeiten je nach Produkt mit Ultraschall oder mit Wasserstrahlen. Auch natürliche Abwehr-Sprays sind im Handel erhältlich, diese sprechen den ausgeprägten Geruchssinn des Hundes an.

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Hundeschreck mit Ultraschall – Hochfrequenz Hundeabwehr

Ein Hundeschreck mit Ultraschall verfügt in der Regel über einen Bewegungsmelder, welcher erst aktiviert wird, wenn eine Bewegung im Erfassungsbereich entdeckt wird. Zudem reagieren diese Geräte meist auf Körperwärme, sodass bei kleineren Tieren wie etwa Insekten oder Eidechsen nicht ausreichen, um das Gerät zu aktivieren.

Sobald der Bewegungsmelder einen Hund im Garten erkennt, wird ein Ultraschallgeräusch erzeugt. Dieser sehr hochfrequente Ton ist für den Menschen im Normalfall nicht wahrnehmbar, allerdings für Hunde sehr unangenehm.

Ziel hierbei ist es, dem Hund durch diesen Ton den Aufenthalt im heimischen Garten möglichst unangenehm zu gestalten, sodass der Hund den Garten wieder verlässt und spätestens nach einigen Wiederholungen nicht mehr erneut aufsucht.

Die Hochfrequenz Hundeabwehr wirkt somit auf zweierlei Arten: zum einen wird das empfindliche Gehör der Hunde ausgenutzt, zum anderen stellt sich nach mehrmaliger unangenehmer Erfahrung ein Lerneffekt bei dem Hund ein, sodass der Garten auf Dauer unattraktiv wird.

Der Einsatz von Ultraschall gegen Hunde birgt jedoch auch einige Nachteile. Hunde besitzen ein sehr sensibles Gehör und reagieren somit teils sehr empfindlich auf hochfrequente Töne. Diese Tatsache bildet die Grundlage für die Verwendung von Hundeschreck-Geräten mit Ultraschall, sorgt jedoch auch für einige Schwierigkeiten.

Gerade in eher kleineren, dicht nebeneinander liegenden Gärten, ist der ausgestoßene hochfrequente Ton auch in umliegenden Gärten zu hören. Leben in den umliegenden Haushalten Hunde, werden auch diese den Ton wahrnehmen, was dazu führen kann, dass diese Hunde sich im eigenen Garten nicht mehr wohlfühlen, obwohl sie gar nicht der Auslöser für den Bewegungsmelder waren.

Ist man selbst Hundebesitzer, sollte man sich bewusst sein, dass etwa bei nächtlicher Aktivierung auch der eigene Hund von den Tönen betroffen sein kann, selbst wenn der Hund sich nachts im Haus aufhält. Die Töne des Hundeschrecks können auch im Hausinneren zu hören sein, insbesondere wenn ein Fenster geöffnet ist oder der Garten direkt vor dem Schlafplatz des Hundes liegt.

Hundeabwehr mit Ultraschall – Vorteile & Nachteile

Vorteile:

  • Für Menschen nicht wahrnehmbar
  • Wasserdicht
  • Recht gute Wirkung
  • Abwehrsystem erfordert keine zusätzlichen technischen Anschlüsse

Nachteile:

  • Kann Hunde im Umfeld beeinträchtigen

Hundeabwehr mit Wasserstrahl

Während ein Hundeschreck mit Ultraschall vor allem auf akustischer Ebene wirkt, setzen Hundeabwehr-Systeme mit Wasser vor allem darauf, den Hund durch Erschrecken mit Wasser dauerhaft von dem Garten fernzuhalten.

Im Regelfall werden die Geräte mit einem Wasserschlauch verbunden, somit müssen ein Gartenschlauch sowie ein passender Wasseranschluss vorhanden sein. Die Reichweite des abschreckenden Wasserstrahls variiert hierbei je nach Modell des Abwehrsystems, im Normalfall ist jedoch eine Reichweite von etwa 10 Metern angegeben, diese kann in kleineren Gärten jedoch auch individuell eingestellt und verringert werden.

Gerade in kleineren Gärten, welche von anderen Gärten umgeben sind, ist diese Einstellung sehr hilfreich, um zu verhindern, dass in den Nachbargärten beispielsweise Schäden durch den Wasserstrahl entstehen.

Wasserabwehr und Ultraschall – Unterschiede

Hundeabwehr mit Wasser funktioniert ansonsten ähnlich wie die Vertreibung fremder Hunde mittels Ultraschall. Auch diese Systeme besitzen einen integrierten Bewegungsmelder, welcher bei Eindringen eines Hundes ausgelöst wird. Anschließend wird ein Wasserstrahl ausgelöst, dieser wird nach wenigen Sekunden wieder abgestellt.

Auch dieses Abwehrsystem bietet nicht nur Vorteile. Zum einen lässt sich der automatisch aktivierte Wasserstrahl nicht zielgenau ausrichten, sodass der im Garten herum streunende Hund nicht zwangsweise von dem Wasserstrahl getroffen wird.

Für einige Hunde ist der Wasserstrahl dennoch Grund genug, den Garten wieder zu verlassen, andere Hunde wiederum zeigen sich hiervon recht unbeeindruckt. Vereinzelt gibt es unter Hunden sogar „Wasserratten“, die den Wasserstrahl eher als Spiel empfinden, statt als Abschreckung.


Zudem benötigt eine Hundeabwehr mit Wasser die Möglichkeit eines ständigen Wasseranschlusses und eines externen Stromanschlusses. Des Weiteren ist diese Art der Hundeabschreckung nur in den wärmeren Jahreszeiten zu empfehlen, im Winter verhindert Frost die sichere Verwendung.

Hundeschreck Wasserstrahl – Vorteile & Nachteile

Vorteile:

  • Auf bestimmten Bereich eingeschränkt, von daher schonend für Hunde in der Nachbarschaft
  • Wirkt auch gegen andere Tiere (Katzen, Füchse, Marder etc.)

Nachteile:

  • Nicht alle Hunde reagieren empfindlich auf Wasser
  • Wasserstrahl verfehlt das bewegliche Ziel oft
  • Benötigt Strom- und Wasseranschluss, zudem muss der Wasseranschluss stets aufgedreht sein
  • Im Winter wegen Frostgefahr kaum einsetzbar

Hundeschreck Spray & Hundeabwehr-Pulver

Eine weitere Möglichkeit zur Hundeabwehr im Garten ist der Einsatz von speziellen Hundeschreck Sprays oder Hundeschreck Pulvern. Diese basieren normalerweise auf natürlichen Inhaltsstoffen und bieten somit eine natürliche und schonende und vor allem aufwandsarme Möglichkeit der Hundeabwehr. Sie werden im Garten verteilt bzw. versprüht.

Diese Mittel – egal ob Spray oder Pulver – weisen entweder einen sehr bitteren, für Hunde unangenehmen Geruch auf oder sie ahmen den Uringeruch von Raubtieren nach. Beide Wirkweisen sorgen dafür, dass Hunde diesen Bereich meiden.

Zum einen besitzen Hunde einen deutlich stärker ausgeprägten Geruchssinn als Menschen und meiden daher – für sie – unangenehm riechende Bereiche. Zum anderen sorgen Mittel, welche Uringeruch nachahmen dafür, dass der behandelte Bereich aus Angst vor Feinden gemieden wird.

Diese Mittel zur Hundeabwehr sind in ihrer Wirkungsweise schonender, da sie den tierischen Eindringling nicht derart erschrecken wie die Abwehr mittels Wasserstrahl oder Ultraschall. Töne in hohen Frequenzen oder Wasser erschrecken die Hunde und vertreiben sie. Sprays oder Pulver hingegen gestalten den Aufenthalt im Garten als sehr unangenehm, da sie Duftstoffe enthalten, welche von dem Tier als sehr unangenehm empfunden werden.

Da Hunde oft sehr schreckhaft sind und bei akuter Panik auch Schäden im Garten anrichten können, gelten diese Abwehrtechniken als Mittel erster Wahl.

Jedoch gilt es hierbei zu beachten, dass man derartige Mittel nicht einsetzen sollte, wenn man den eigenen Hund weiterhin in den Garten lassen möchte, da auch dieser sich dort nicht mehr wohlfühlen wird. Sofern sich in den umliegenden Gärten regelmäßig Hunde aufhalten, sollten diese Mittel an den Grundstücksgrenzen nicht verwendet werden, es sei denn es handelt sich um den Nachbarshund, den man fernhalten möchte.

In diesem Fall ist es besonders ratsam, die Grundstücksgrenzen zu behandeln. Zudem wirken diese Mittel nur temporär, spätestens nach stärkerem Regenguss lässt die Wirkung nach.

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Ultraschall kann Hunde fernhalten


Hundeabwehr mit Spray oder Pulver – Vorteile & Nachteile

Vorteile:

  • Auf natürlicher Basis, umweltschonend
  • Besonders sanfte Methode

Nachteile:

  • Nur temporäre Wirkung, regelmäßige Auffrischung nötig
  • Nicht geeignet, wenn der Garten für den eigenen Hund attraktiv bleiben soll

Hundeschreck Ultraschall für die Hosentasche

Neben der Hundeabwehr im eigenen Garten, gibt es auch verschiedene Varianten, welche unterwegs unerwünschte oder gar aggressive Hunde vertreiben sollen. Ein häufiges Mittel hierbei ist der Einsatz von sogenannten Tierabwehr-Sprays, meist auf der Basis von Pfefferspray.

Diese sind jedoch nicht zu empfehlen, da sie langfristige Schäden verursachen können. Zudem kommt es bei falscher Handhabung passieren, dass nicht der Hund, sondern der Anwender des Sprays dessen Wirkung abbekommt.

Die bessere Variante hier bilden sogenannte Ultraschallgeräte für die Hosentasche. Hierbei handelt es sich um ein kleines Gerät, welches auf Knopfdruck einen hochfrequenten Ton abgibt und somit näher kommende Hunde abschreckt.

Ist Ultraschall schädlich für Hunde?

Als Ultraschall wird eine Frequenz bezeichnet, welche so hoch ist, dass sie von Menschen im Regelfall nicht wahrgenommen werden kann, in Einzelfällen wird ein leichtes Piepsen wahrgenommen. Menschen können Töne zwischen etwa 20 Hertz und 20 Kilohertz hören, Hunde hingegen sind in der Lage, Töne zwischen 15.000 – 50.000 Hertz zu hören, je nach Rasse sind sogar bis 100.000 Hertz wahrnehmbar.

Die Frage, ob Ultraschall für Hunde schädlich ist, kann von daher nicht allgemeingültig beantwortet werden, da dies davon abhängt, wie empfindlich das Gehör eines Hundes ist. Im Optimalfall, sollte ein Hund lediglich einen sehr unangenehmen Ton wahrnehmen – vergleichbar mit dem Geräusch eines Tinnitus –, im schlechtesten Fall kann dieser Ton bei Hunden mit besonders ausgeprägtem Gehör jedoch auch Schmerzen hervorrufen.


Hundeschreck Hausmittel

Auch einige Hausmittel können zur Hundeabwehr eingesetzt werden. Diese Mittel hat man meist daheim vorrätig und bieten somit eine gute Möglichkeit, ihre Wirkung auszutesten, bevor man auf stärkere und meist teurere Abwehrtechniken zurückgreift.

Pfeffer: Pfeffer wird von Hunden oft als unangenehm im Geruch empfunden, zumal reizt dieser die empfindliche Hundenase, sodass viele Hunde sich von den behandelten Bereichen fernhalten.

Essig: Auch der strenge und reizende Duft von Essig kann als erstes Mittel zur Hundeabwehr funktionieren. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass Essig aufgrund der enthaltenen Säure auch für Pflanzen schädlich sein kann.