Buttersäure gegen Wühlmäuse

Bisweilen beginnen ungebetene Gäste im eigenen Garten aufzutauchen, die Blumenbeete zu durchwühlen, den Rasen zu zerstören oder anderweitig Schaden anzurichten. Ein Graus für viele (Hobby-)Gärtner geht von den Wühlmäusen aus. Eine effektive Methode, um die kleinen Biester zu vertrei­ben, ist der Einsatz von Buttersäure gegen Wühlmäuse. Dieser Einsatz ist jedoch nicht unumstritten und auch der Einsatz der gefährlichen Flüssigkeit sollte im Vorfeld genauestens überlegt werden, denn Buttersäure (eigentlich Butansäure) ist ein chemi­sches Mittel und in einer breiten Varianz erhältlich, was Qualität, Zusammensetzung und Wirkung betrifft.

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Die Wühlmaus kann ganze Gärten durchgraben


Buttersäure gegen Wühlmäuse einsetzen?

Neben vielen weiteren Fallen und Einsatzmitteln gegen den Schädling hat sich die Buttersäure als probates Mittel bewährt. Die Wühlmaus agiert wie viele ihrer Artgenossen, während ihrer Grabun­gen in der Dunkelheit, über ihren feinen Geruchssinn, den sie zur Navigation nutzt.

  • Einsatz von Buttersäure: Das legal erhältliche Mittel ist nicht nur im Schulunterricht als Demonstrationsmittel für Geruchsentwicklung bei Chemikalien beliebt, sondern gerade auf­grund dieser Eigenschaft eine optimale Methode um den feinen Geruchssinn der Tiere mas­siv zu stören. Der Gestank der Buttersäure „kriecht“ durch alle Tunnel, die die Wühlmaus angelegt hat und kontaminiert diese mit Fäulnisgasen, die auf die Mäuse noch abstoßender wirken, als auf die Nase des Menschen.
  • Vorgehensweise: Die Buttersäure wird in einen geöffneten Gang der Wühlmaus gegeben und durchzieht dann automatisch das Kammer- und Tunnelsystem der Nagetiere mit seinem penetranten Geruch. Wird der Eingang daraufhin zugeschüttet, kann die äußere Geruchsent­wicklung entsprechend reduziert werden. Die Tiere verlassen daraufhin ihre Höhlen, um dem Gestank zu entkommen.
  • Buttersäure kontra Wühlmausgift: Der Einsatz von Buttersäure gegen Wühlmäuse hat ge­genüber dem Wühlmausgift diverse Vorteile, insbesondere die verringerte Gefahr für andere Lebewesen sowie Haustiere. Die Gefahr besteht darin, dass diese den vermeintlichen Snack verzehren und am Wühlmausgift zu verenden. Gerade Katzen und Hunde werden bisweilen Giftopfer, wenn der Köder im Garten oder auf dem Feld an der Erdoberfläche liegen bleibt. Das Gift tötet zudem auch nützliche Insekten und andere Kleintiere, die in den Gängen der Wühl­maus leben.

Wühlmaus Tötung – Legal?

Wühlmäuse zerfressen die Wurzeln sowie Knollen von Pflanzen und bringen dadurch sogar Bäume zu Fall. Sie durchwühlen den gesamten Garten, verzehren die Saat und destabilisieren Felder und Äcker. Die Wühlmaus ist ein anerkannter Schädling und wird somit nicht durch das Artenschutzge­setz geschützt. Damit ist nicht nur der Einsatz von Buttersäure, sondern auch viele weitere Tötungs­methoden sowie Wühlmausfallen rechtlich ge­stattet.

Wie lange stinkt Buttersäure im Garten?

Buttersäure gegen Wühlmäuse einzusetzen, ist kein konstanter Anschlag auf den eigenen Geruchssinn, denn die Säure ist im geschlossenen Zustand farb- sowie geruchslos. Erst der Kontakt mit Wasser oder Sauerstoff führt zur rapiden Entwicklung der Fäulnisgase, die an verdorbene Butter erinnern (daher auch die Bezeichnung „Buttersäure“).

Buttersäure entwickelt seinen starken Geruch fast schlagartig im Kontakt mit dem feuchten Erdbo­den und verbreitet abhängig von der benutzen Menge seinen penetranten Geruch. Beim Einsatz von Buttersäure gegen Wühlmäuse sollte man jedoch darauf achten, die Flüssigkeit nicht durch die Zu­gabe von weiterem Wasser entfernen zu wollen. Dieser Vorgang verstärkt lediglich die Geruchswir­kung und erneuert die Entstehung der Fäulnisgase. Sinnvoller ist daher der Einsatz von Säureneutra­lisierern bzw. Warten.


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Beim Einsatz von Säure sind Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, um Gefahren zu vermeiden.


Vorsichtsmaßnahmen beim Einsatz von Buttersäure gegen Wühlmäuse

Buttersäure lässt sich zwar sogar im Eigenheim herstellen, aber die Flüssigkeit besitzt dennoch Ge­fahrenpotenzial, welches bei unsachgemäßer Ausführung Mensch und Tier große Schäden zufügen kann. Eine zu hohe Dosis, des bei Nutzung entstehenden Gases, kann zu Schäden in den Atemwegen sowie Ohnmachtsanfällen führen. Daher ist bei Unwohlsein nach dem Einsatz der Gang zum Arzt zu empfehlen.

Deswegen ist die Nutzung von Handschuhen (Empfohlen sind herbei Stoff- oder Lederhandschuhe), Mundschutz, Schutzbrille während des Einsatzes nachdrücklich zu empfehlen. Des Weiteren ist davon abzuraten, das Mittel im Haus selbst zu produzieren, da es insbesondere bei Kontakt mit großer Wärme, wie beispielsweise Flammen, äußerst gefährlich wird. Daher sollte man Buttersäure als Nichtchemiker stets bei vertrauenswürdigen Händlern kaufen.

Buttersäure kaufen gegen Wühlmäuse – Worauf ist zu achten?

Wie bei allen Käufen von Chemikalien ist ein falsches, unsauberes oder beschädigtes Mittel mit hohen Schäden für die eigene Gesundheit verbunden, weswegen man sehr vorsichtig beim Kauf agieren sollte. Sparen kann im Nachhinein zu hohen Folgekosten führen, wenn die benutzten Che­mikalien mehr Schaden als Nutzen angerichtet haben.

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Darf man Buttersäure auch gegen Maulwürfe einsetzen?

Die Antwort darauf ist nicht eindeutig mit Ja oder Nein zu beantworten. Anders als Wühlmäuse un­terliegen die Maulwürfe dem Artenschutzgesetz und dürfen somit nicht getötet werden. Auch dürfen die Maulwürfe keinem zu hohen Stress ausgesetzt werden, da sie darauf sehr stark reagieren. Sollte der Einsatz gegen den Maulwurf daher erfolgen, ohne ihn direkt zu stressen, ist der Einsatz gegen Maulwürfe erlaubt.

Maulwürfe graben sich wie die Wühlmäuse durch den Garten und schichten kleine Hügel auf. Zu­nächst sollte man bei einem Befall im Garten also herausfinden, ob es sich um einen Maulwurf oder tatsächlich um eine Wühlmaus handelt. Zwar errichten beide Arten Hügel, die Löcher liegen aber an unterschiedlichen Stellen. Maulwurfshügel besitzen ein Loch in der Mitte, die Hügel von Wühlmäu­sen hingegen haben seitliche Löcher.


Hausmittel gegen Wühlmäuse

Neben dem oben beschriebenen Vorgang des Einsatzes von Buttersäure gegen Wühlmäuse existieren noch viele weitere Mittel wie der Wühlmausschreck, die genutzt werden können, um die Störenfriede entweder zu töten oder zu vertreiben. So lassen sich die Wühlmäuse auch lebendig fangen, um sie dann auszusiedeln. Eine Rückkehr ist in diesem Fall jedoch weiterhin möglich.

  • Alkoholgeruch: Einige weitere Möglichkeit liegt in der Verwendung von hochprozentigem Alkohol, beispielsweise Brennspiritus, der ebenfalls die feinen Nasen der Nager attackiert. Dazu muss dieser in regelmäßigen Abständen in die Tunnel der Wühlmaus eingeführt wer­den.
  • Bepflanzung: Es gibt einige Knollenpflanzen wie Knoblauch, Topinambur bzw. Gewächse wie Kreuzblättrige Wolfsmilch oder Kaiserkrone, die als Ablenkung dienen können. Diese Pflanzen ziehen die Wühlmäuse stark an, wodurch die wertvolleren Gewächse verschont bleiben.
  • Tierische Unterstützung: Im Einsatz gegen Wühlmäuse kann man auf tierische Hilfe setz­ten. Viele einheimische Tierarten sind natürliche Fressfeinde der Nagetiere und machen be­sonders in dörflichen Regionen Jagd auf die Erdratten. Mauswiesel und Füchse suchen ge­zielt auf dem Boden nach ihren Spuren, um sie zu verschlingen. Das Aufstellen eines Querriegels kann dabei helfen Mäusebussarde oder Eulen anzulocken, die ebenfalls die Nager erlegen. Die Natur kann das Problem dadurch alleine lösen.

Lohnt sich der Einsatz von Buttersäure gegen Wühlmäuse?

Der Einsatz von Buttersäure gegen Wühlmäuse ist also nicht die einzige, aber eine effektive Methode um einer Bedrohung des eigenen Gartens durch die Schädlinge Herr zu werden. Bei vielen Anwendern erzielte die Nutze gute Resultate bei der Vertreibung; gegebenenfalls muss die Prozedur mehrfach wiederholt werden.

Ob man seinem Garten bzw. seiner eigenen Nase diese Prozedur antun möchte, dass muss jeder Gärtner selbst entscheiden. Der Einsatz hat sich jedoch bewährt und schon auch die übrige Tierwelt im Vergleich zu Giftködern oder anderen Fallen.