Wühlmausschreck

Viele kennen es, sobald im Garten Erderhebungen erscheinen – die Wühlmausplage. Wühlmäuse, auch Schermäuse genannt sind Nager, die in Gärten, Obstbaumpflanzungen oder auch in Baumschulen leben und dort ihr Unwesen treiben. Sie sind Tag- und Nachtaktiv, werden bis zu 23 Zentimetern lang und wiegen ca. 80 – 200g. Anders als bei anderen Nagetieren ist es erlaubt Wühlmäuse zu fangen und zu töten.

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Wühlmaus mit Regenwurm


Wühlmaus oder Maulwurf?

Jedoch sind Lebendfallen ebenso effektiv und somit auch tierfreundlicher. Wühlmäuse sind leicht mit Maulwürfen zu verwechseln, da ihre Erdhügel fast identisch aussehen. Der Unterschied besteht vor allem in der Ernährung. Maulwürfe sind Insektenfresser im Gegensatz zu Wühlmäusen, welche sich ausschließlich von Pflanzen ernähren.

Aufgrund der pflanzlichen Ernährung der Wühlmäuse sind deren Hügel nicht so tief gebaut wie die der Maulwürfe. An der Erdoberfläche befinden sich keine Insekten sondern nur rein pflanzliche Nahrung. Um vor ungewollten Wühlmäusen, geschützt zu sein, gibt es den Wühlmausschreck.

Was ist ein Wühlmausschreck?

Um die kleinen Nagetiere schonend zu vertreiben reicht im Normalfall ein handelsüblicher Wühlmausschreck aus.

  • Zumeist sehen diese aus wie lange Stäbe, die man in den Boden steckt damit die Geräusche auch unter der Erde ausgestrahlt werden.
  • Sie haben eine verschieden große Reichweite, im Durchschnitt sind es um die 800m² Signalstärke.
  • Um den Wühlmausschreck Einsatzbereit zu bekommen, müssen Batterien eingesetzt werden, diese sind zumeist im Lieferumfang nicht enthalten.
  • Oftmals gibt es die Fallen auch in verschiedenen Designs und dienen somit ebenfalls als Zierde im Garten.

Der Wühlmausschreck sendet in verschiedenen Intervallen Töne, die nur die Nager hören kann. Der Ton wird für sie als unangenehm empfunden und die Tiere suchen sich einen anderen Ort zum Wühlen. Neben den anderen Fallenarten ist diese die umweltschonendste Bekämpfungsmethode, da keine giftigen Substanzen eingesetzt werden.


Solar Wühlmausschreck

Dank unserer geliebten Sonne, gibt es auch umweltfreundliche solarbetriebene Wühlmausschrecks. Diese werden auch im Boden verankert und verfügen auf der Oberfläche, hin zur Sonne, über eine Solartechnologie. Die Geräte senden seismische Schwingungen in unterschiedlichen Abständen zwischen 5 und 20 Sekunden, selbst unter der Erde. Die Geräusche, welche als sehr unangenehm für Mäuseohren gelten, vertreibt die Nager.

Die Fallen werden über die Sonne tagsüber aufgeladen und gewähren dann bei Nachtanbruch ebenso über mehrere Stunden Schutz.

Andere Arten Wühlmäuse fernzuhalten

Ärgerlich ist, wenn das optische Bild des Gartens durch Schädlinge versaut wird. Die nervigen Haufen ähneln denen des Maulwurfs. Auch Pflanzen werden durch Wühlmäuse und Co. angegriffen. Die Mäuse fressen Wurzeln an und dies führt zum Untergang der Pflanze, noch bevor sie zu blühen beginnt.

Neben dem Wühlmausschreck gibt es auch andere Varianten sich die Nager vom Hals zu halten. Jedoch sollte man, dem Tier zu Liebe, nicht zu rabiat vorgehen.


Biologische Bekämpfungen

„Jagen und gejagt werden“ lautet hier das Motto. Um auf biologische Bekämpfungstour zu gehen ist es sinnvoll, andere Tiere einzusetzen. Katzen, Greifvögel oder auch Mauswiesel sind von Natur aus mit einer Jagdaffinität gesegnet, mit der problemlos die Wühlmäuse gefangen werden können.

Wühlmausgift

Im Onlineshop oder in der Zoohandlung bekommt man Köder extra ausgelegt für Wühlmäuse. Darin enthalten sind giftige Substanzen wie beispielsweise, Rodentizid (Nagetiergift) oder Zinkphosphid kombiniert mit attraktiven Lockködern, die das Tier sterben lassen.

In Rodentizid sind zwei Wirkstoffe enthalten die zum Tod des Tieres durch Blutgerinnung führen. Zinkphosphid wirkt tödlich aufgrund einer chemischen Reaktion, wobei sich Phosphorwasserstoff im Körper des Tieres bildet.

Auch oftmals in Giftködern enthalten – Coumatetralyl als Wirkstoff. Dieser ist auf Pflanzenbasis hergestellt und ausgelegt extra für Wühlmäuse. Die Köder können beispielsweise in der Falle ausgelegt/verteilt werden.

Sie werden in den verschiedensten Formen angeboten.

Beispielsweise:

  • Giftkörner
  • Giftgetreide
  • Pasten
  • Riegel
  • Pulver
  • Brocken

Eine tierunfreundliche Methode, aber dennoch nicht verboten in Deutschland. Es ist nicht ratsam für Hobbygärtner das Gift für Wühlmäuse selbst herzustellen. Weitere Informationen zum Thema: Wühlmausgift

Wühlmausgas als Alternative für Wühlmausschreck

Im Internet oder in größeren Zoohandlungen gibt es das sogenannte Wühlmausgas. Das Gift, welches nicht tödlich ist, besteht aus Karbidbrocken. Das Karbid entfaltet sich, nachdem es mit Wasser in Berührung kommt. Durch die Reaktion mit der feuchten Erde verbreitet sich der Geruch und im Umkreis werden alle Wühlmäuse abgeschreckt.


Euphorbia Lathyris Pflanze als Bekämpfung der Nager

Diese Pflanze ist bekannt für ihre Giftigkeit und soll Wühlmäuse fernhalten. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Sie können im Frühjahr als auch im Herbst gepflanzt werden und werden ca. 1,50m hoch.

Sie sind aufgrund ihrer Giftigkeit nicht anfällig für Schädlinge wie beispielsweise Schnecken oder Blattläuse. Die Pflanze benötigt nicht viel Pflege und ist somit sehr widerstandsfähig.

Fallen für die Wühlmaus

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Wühlmaus in freier Wildbahn

Wenn Tierliebhaber nicht wollen dass ein Tier zu Schaden kommt, gibt es extra Lebendfallen für Nager in der Größe einer Wühlmaus. Die Fallen verfügen über eine Klappe, die das Tier einsperrt – es aber nicht umbringt. Es gibt verschiedene Arten von Lebendfallen:

  • Zangenfalle (Fangen nach beiden Richtungen)
  • Drahtfalle (Fangen nur in eine Richtung)
  • Schlagfallen (Fangen nur in eine Richtung)
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Wühlmausfalle selber bauen

Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, hat im Nu eine Wühlmausfalle selbst gebaut. Man benötigt dafür:

  • Kunststoffrohr (Mindestbreite einer Wühlmaus)
  • Holzkasten mit Deckel, der von außen versperrt werden kann
  • Rundes Stück Kunststoff (Durchmesser vom Rohr mindestens)
  • Werkzeug
  • Köder

Anleitung:

  1. Kunststoffstück am Ende des Rohres anbringen, sodass sie nach innen geöffnet werden kann. Das heißt, wenn die Maus drin ist, kann sie nicht mehr zurück.
  2. Danach ein rundes Loch in den Holzkasten mit Durchmesser des Rohres bohren.
  3. Anschließend das Rohr durchschieben mit dem offenen Ende voraus.
  4. Als Abschluss Luftlöcher bohren und Köder auslegen.

Da Wühlmäuse ausschließlich nur Pflanzen fressen, können als Köder zum Beispiel geschälte Karottenscheiben, Apfelschnitze oder frische Selleriestückchen ausgelegt werden, um die Wühlmaus zu fangen.

Beim Aufstellen der selbstgebauten Falle gibt es ebenso Punkte, die beachtet werden müssen. Um die Falle richtig zu platzieren muss der Wühlmausgang gefunden werden. Dieser befindet sich im Normalfall 15 Zentimeter unter der Erde. Es ist essenziell, 30 Zentimeter des Ganges freizulegen.

Solange dieser keine Kurve macht, ist dieser Platz perfekt, um die Falle zu platzieren. Einfach mit der Öffnung zum Gang zeigend hineinlegen und mit Erde bedecken. Damit das Tier nicht unnötig gequält wird, ist es wichtig stündlich nach der Falle zu schauen.