Schneckenfalle für Aquarium

Wer ein eigenes Aquarium besitzt, steht meist rasch vor dem Problem, dass sich in diesem Schnecken vermehren. Handelt es sich anfangs meist noch um einige wenige Schnecken, kann sich innerhalb kurzer Zeit eine regelrechte Schneckenplage entwickeln. An sich sind Wasserschnecken für die Bewohner des Aquariums zwar nicht schädlich, jedoch besteht bei vermehrter Schneckenanzahl die Gefahr, dass das Wasser im Aquarium aus dem Gleichgewicht gerät, worunter letztlich auch die Fische leiden.

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Schneckenfalle fürs Aquarium


Schneckenfalle für Aquarium: Woher kommen die Schnecken?

Um das Problem der Schnecken im Aquarium in den Griff zu kriegen, gibt es verschiedene Ansätze. Der Einsatz einer Schneckenfalle für Aquarium ist nicht nur die einfachste, sondern meist auch die effektivste Methode um Schnecken zu bekämpfen.

Vereinfacht gesagt gelangen Schnecken über zusätzliche Wasserpflanzen ins Aquarium. Wer seine Fische in einem nahezu leeren Aquarium – sprich nur Wasser und Fische – hält, wird mit dem Problem der Schneckenplage nicht konfrontiert werden. Jedoch ist diese Haltung nicht ratsam.

Zum einen sollen sich die Fische innerhalb des Aquariums wohlfühlen, hierfür sind Pflanzen unabdingbar, da Fische – egal ob Süßwasser- oder Salzwasserfische – in freier Natur nie in einer völlig pflanzenfreien Umgebung leben.

Zum anderen tragen Wasserpflanzen dazu bei, die Wasserqualität zu verbessern. Des Weiteren werden Pflanzen im Aquarium gerne als Versteckmöglichkeiten genutzt. Ein Verzicht auf Wasserpflanzen ist von daher keine Option.

Da Aquariumspflanzen im Handel in großen Wasserbecken gezüchtet werden, in welchen sich auch Schnecken wohlfühlen, kauft man meist unabsichtlich ein oder mehrere Schnecken mit.

Diese gelangen in Form winzig kleiner Eier, welche zuvor an den Pflanzen abgelegt wurden letztlich in das eigene Aquarium. Da diese Eier mikroskopisch klein sind, schützt auch eine gründliche Voruntersuchung der gekauften Pflanze meist nicht vor einem späteren Befall.

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Schnecken im Aquarium bekämpfen – Schneckenfalle

Die gängigste und einfachste Art der Schneckenbekämpfung ist der Einsatz einer hierfür vorgesehenen Schneckenfalle. Diese sind fertig im Handel erhältlich und werden in dem Aquarium platziert, nachdem sie vorab mit einem geeigneten Futterköder befüllt wurden.

Die Funktionsweise dieser Schneckenfalle für’s Aquarium ist recht simpel. Vereinfacht betrachtet besitzen diese Fallen eine Tür – ähnlich einer Falltür –, welche nur in eine Richtung funktioniert, von außen nach innen. Sind die Schnecken mithilfe des eingefüllten Futters erst einmal in das Innere der Falle gelangt, können sie diese nicht mehr verlassen und können schließlich mitsamt der Falle entfernt werden.


Schneckenfalle für Aquarium selber bauen

Wer keine fertige Schneckenfalle für Aquarium kaufen möchte, für den gibt es auch die Option, eine solche Falle mit wenig Aufwand selbst zu bauen. Es mag im ersten Moment merkwürdig klingen, jedoch benötigt man für den Bau einer solchen Falle lediglich ein etwa 5 cm großes Stück Gurke sowie einen Spieß, zum Beispiel einen Schaschlikspieß.

Schnecken werden von der Gurke angezogen und besiedeln diese, sodass man nach erfolgtem Schneckenfang nur noch die Gurke samt der Schnecken wieder entfernen muss. Obwohl diese Methode sehr einfach klingt, gilt es hierbei einige kleine Details zu beachten:

  • Vor Verwendung muss die Gurke geschält werden, um einen Übergang von Spritzmitteln in das Wasser zu verhindern.
  • Die Gurke sollte erst nach Ausschalten des Aquariumlichtes in das Becken gelegt werden, da Schnecken vor allem in der Dunkelheit aktiv werden.
  • Die Gurke sollte keinesfalls mithilfe einer Schnur an dem Deckel des Aquariums befestigt werden, da es den Schnecken ansonsten ermöglicht wird, das Aquarium über diese Schnur zu verlassen und gegebenenfalls andere Aquarien zu befallen oder sich im Zimmer zu verbreiten.

Diese Methode eignet sich vor allem bei leichterem Schneckenbefall in einem Aquarium, für stärkeren Befall ist sie weniger geeignet. Alternativ kann diese Variante einige Zeit nach dem Einsetzen neuer Wasserpflanzen vorbeugend eingesetzt werden, um zu verhindern, dass eventuell versehentliche eingeschleppte Schnecken, die Gelegenheit erhalten, sich zu vermehren.

Diese selbstgebaute Schneckenfalle birgt – richtig angewandt – keinerlei Risiken für die restlichen Aquariumsbewohner, da Gurken nahezu vollständig aus Wasser bestehen. Eine Schneckenfalle selber zu machen ist somit mit wenigen Handgriffen und einfachsten Hausmitteln möglich.


Zudem kann eine solche Schneckenfalle auch als Test für einen möglichen Schneckenbefall eingesetzt werden. Gerade wenn es sich um einige vereinzelte Schnecken handelt, werden diese zunächst leicht übersehen.

Erfahrungen zeigen, dass diese Art der Schneckenfalle für Aquarium sehr gut funktioniert, sofern es sich um einen schwachen Befall handelt. Hat sich bereits eine Vielzahl Schnecken angesiedelt, sollte man besser zu Schneckenfallen und entsprechenden Ködern aus dem Fachhandel zurückgreifen.

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Schneckenfalle für Aquarium kaufen

Wer in seinem Aquarium bereits eine Vielzahl von Schnecken entdeckt, der ist mit einer professionellen Schneckenfalle aus dem Fachhandel besser beraten. Diese Fallen funktionieren mittels einer „Eingangstür“, die nur in eine Richtung funktioniert, das heißt die Schnecken gelangen zwar in das Innere der Falle, jedoch nicht mehr hinaus. Hierfür gibt es unterschiedliche Fallen zu kaufen.

Da diese nach dem gleichen Prinzip funktionieren, liegt der Hauptunterschied in der Größe der Falle. Hierbei sollte man sich zum einen an der Größe des Aquariums sowie an der Stärke des Schneckenvorkommens orientieren.

Wichtig bei der Verwendung einer fertigen Schneckenfalle ist es, auch diese erst bei ausgeschalteter Beleuchtung in dem Becken zu platzieren, da Wasserschnecken im Dunkeln besonders aktiv werden. Zudem können kleinere Fische, wie etwa Neonfische versehentlich in das Innere der Falle gelangen. Da deren Aktivität im Dunklen deutlich nachlässt, sollte eine Schneckenfalle nur bei ausgeschalteter Beleuchtung verwendet werden.

Auch die Wahl des richtigen Köders ist wichtig, damit die Schnecken überhaupt erst dazu animiert werden, in das Innere der Falle zu gelangen.

Die meisten dieser Fallen wirken zudem nicht nur gegen Schnecken, sondern helfen auch dabei, unerwünschte Garnelen oder Krebse zu fangen und entfernen zu können.

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Schneckenfallen können Abhilfe verschaffen


Köder für Schneckenfalle

Zusätzlich zu Schneckenfallen sind im Handel fertige Köder erhältlich. Diese werden meist in Form von Futtertabletten im Inneren der Falle platziert. Gute Erfahrungen wurden hierbei mit speziellen Futtertabletten für Zierfische gemacht.

Die Menge der beigefügten Futtertablette sollte von der Menge der Schnecken abhängig gemacht werden, bei schwachem Befall sollte keine ganze Futtertablette als Köder für die Schneckenfalle gewählt werden. Verwendet man eine zu große Menge, können Teile davon in das Wasser gelangen und dessen Qualität negativ beeinflussen.

Auch Flockenfutter für Fische kann als Köder für die Schneckenfalle verwendet werden. Wie Tests zeigten, sollte man lieber mit einer geringen Menge an Köder starten und diese Menge bei Bedarf erhöhen.


Schnecken im Aquarium bekämpfen – Alternative zur Schneckenfalle

Wer nicht zu einer Schneckenfalle greifen möchte, für den gibt es weitere natürliche Möglichkeiten der Bekämpfung.

  • Vorbeugend empfiehlt es sich neue Wasserpflanzen kalt abzubrausen, bevor man diese in das Aquarium setzt. Auf diese Weise werden eventuelle Schneckeneier abgespült oder zumindest die Menge der Eier verringert, sodass eine nachfolgende Bekämpfung erleichtert wird.
  • Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, neue Pflanzen zunächst in ein separates Becken zu setzen, um zu beobachten, ob sich nach einiger Zeit Schnecken in diesem Becken entwickeln. Diese Maßnahme erfordert jedoch etwas Geduld sowie ein zusätzliches Becken. Zudem kann die Pflanze bei positivem Befund nicht weiter verwendet werden, sodass diese Variante durchaus ins Geld gehen kann.
  • Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf sogenannter In-Vitro Pflanzen. Diese Pflanzen werden separat in sterilen Behältern gezüchtet, sodass eine Ablagerung von Schneckeneiern nahezu ausgeschlossen ist.

Auch eine manuelle Entfernung der Schnecken per Hand ist denkbar, jedoch erfordert diese Vorgehensweise einiges an Geduld und bringt meist keinen hundertprozentigen Erfolg.

Des Weiteren gibt es Fische, welche sich von Wasserschnecken ernähren, hierzu zählen etwa die Prachtschmerlen. Dies klingt zunächst nach einer sehr einfachen und natürlichen Methode, stellt den Aquariumsbesitzer jedoch auch vor einige Schwierigkeiten. Diese Fische ernähren sich ausschließlich von Schnecken, was bedeutet, dass nach erfolgreicher Bekämpfung keine Nahrungsgrundlage mehr gegeben ist.

Aus diesem Grund müssen nachträglich weitere Schnecken gezielt in das Aquarium gesetzt werden. Dank der schneckenfressenden Fische wird es zwar zu keiner Schneckenplage mehr kommen, der Wunsch nach einem schneckenfreien Becken ist bei dieser Option jedoch nicht umsetzbar.