Amerikanische Kiefernwanze bekämpfen

Die Amerikanische Kiefernwanze ist eine spezielle Wanzenart und scheint nicht jedermann bekannt zu sein. Der Mensch ist nicht ganz hilflos gegen die Stinkwanze. Je nach Schwere kann der Leidende auswählen, wie er am effektivsten gegen die Wanzen vorgehen möchte. Eines ist jedoch wichtig zu erkennen, dass die Amerikanische Kiefernwanze nicht für den Menschen gefährlich ist, sondern sich lediglich an Pflanzen bzw. Bäume als Nahrung heranmacht. Ein Bekämpfen ist in einigen Fällen erforderlich.

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Auf der Mauer, auf der Lauer


Was ist die Amerikanische Kiefernwanze?

Die Amerikanische Kiefernwanze wird auch Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis) oder Stinkwanze genannt. Sie entstammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie hat sich jedoch durch eigene Ausbreitung und menschlicher Verschleppung zunächst in ganz Amerika und auch seit 1999 in Europa verbreitet.

  • Im europäischen Kontinent ist sie nicht zu verwechseln.
  • In Nordamerika könnte sie hingegen fälschlicherweise mit der Kiefernnadelwanze (Leptoglossus corculus) vertauscht werden.
  • In Deutschland ist sie seit 2006 ansässig bzw. wurde in dieser Zeit erstmalig entdeckt.
  • Die Wanze hat charakteristisch gebogen abstehende Fühler und an den Hinterbeinen blattartig verbreiterte Tibien.
  • Sie ist bräunlich mit leicht ockerfarbenen und rötlichen Streifen.

Sie unterscheidet sich deutlich in ihrer Form von den anderen Wanzenarten. Ihre Größe ist allerdings vergleichbar mit den anderen Arten. Die Länge beträgt 15 bis 20 Millimeter und die Breite 5 bis 7 Millimeter.

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Wissenswertes über Wanzenarten

Die Amerikanische Kiefernwanze gehört generell zur Wanzenart. Diese (griechisch: Heteroptera) sind Insekten, die zur Gattung der Schnabelkerfe (Hemiptera) gehören. Es gibt circa 40.000 Arten von Wanzen weltweit.

In Europa gibt es ungefähr 3.000 unterschiedliche Arten. Sie weisen eine hohe Vielfalt auf, welches besonders die Lebensräume betrifft. In den unterschiedlichsten Biotopen treten sie auf.

Es gibt Pflanzensauger, eine Vielzahl von räuberischen Arten sowie Ektoparasiten wie beispielsweise die Bettwanze. In Deutschland kommen sie vorwiegend in Wäldern, auf Wiesen, Waldrändern und auch dem menschlichen Lebensraum wie Wohnungen oder Häusern vor.


Grüne Stinkwanze und Europa

Die bekannte Grüne Stinkwanze unterscheidet sich von der Amerikanischen Kiefernwanze in ihrem Aussehen grundlegend. Sie haben eine grüne Grundfarbe und einen ausgeprägteren Rückenpanzer bzw. ein Schildchen (Scutellum), welches dieselbe Farbe besitzt.

Den Namen hat das Insekt deshalb erhalten, da es bei Gefahr ein Sekret absondert, welches intensiv und langanhaltend stinken kann. Das Vorkommen ist vorwiegend auf Laubbäumen oder auch Gebüschen zu beobachten. Sie kommt zwar auch in der Landwirtschaft vor, stellt aber dort keine sonderlich große Gefahr dar.

Es gibt ähnliche Wanzenarten, die nachstehend aufgelistet werden und ebenso in Europa und Deutschland vorkommen:

  • Rotbeinige Baumwanze
  • Mamorierte Baumwanze
  • Raubwanzen
  • Lederwanze
  • Bunte Blattwanze
  • Grüne Reiswanze
  • Feuerwanze
  • Staubwanze
  • Psallus Varians

Ist die Amerikanische Wanze gefährlich oder schädlich?

Da sie Schäden in der Landwirtschaft verursacht, wird sie als Ungeziefer eingestuft. Sie legt bis zu achtzig Eier an den Nadeln von Koniferen ab und die erwachsenen Insekten ernähren sich von dem innenliegenden Saft der Pflanze, welchen sie aufsaugen.

So saugen sie an den Zapfen beim Koniferen-Saatgut und verursachen dadurch eine Ertragsminderung. Die Samen zeigen sich zunächst außerhalb intakt. Bei Röntgenaufnahmen zeigt sich allerdings, dass sie von innen durch das Saugen ausgehöhlt wurden.

Schäden gehen bis zu 5 bis 50% auf das Konto der amerikanischen Kiefernwanze. Sie lassen sich wie folgt stichpunktartig aufführen: Schäden an Pflanzen, starke Vermehrung und Einnistung auch zu Hause, beispielsweise zum Überwintern auf Dachböden

Es gibt jedoch keine Gefahr, dass die Wanzenart Menschen stechen oder gar beißen würde. Sie ist lediglich ein Pflanzenfresser.


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Natürliche Feinde der Amerikanischen Kiefernwanze

Es stellt sich die berechtigte Frage bezogen auf Deutschland, ob es hierzulande auch natürliche Feinde gibt, da sie ja ursprünglich aus Nordamerika stammt. Normalerweise zeigen verschleppte Parasiten, Insekten oder andere Tiere keinerlei natürliche Feinde. Dies passiert nur dann, wenn die Feinde ebenso eingeführt wurden.

Die wichtigsten natürlichen Feinde dieser Wanze sind:

  • Diverse Fressfeinde in der Natur
  • Eiparasitoide wie die Erzwespe Anastatus bifasciatus (zur Familie Eupelmidae gehörend)
  • Insbesondere der Hautflügler Gryon pennsylvanicum, der aus der Familie Scelionidae stammt

Die Erzwespe ist in Europa heimisch, die zu den Eiparasitoiden gehört. Der Hautflügler Gryon pennsylvanicum ist hingegen eher in Amerika beheimatet.


Problematische Erscheinung im Haus

Wie angedeutet ist die Amerikanische Kiefernwanze nicht für den Menschen an sich bedrohlich, Es wird allerdings unangenehm für ihn, wenn die Wanzen das Haus oder die Wohnung beispielsweise zum Überwintern befallen und sich zu Tausenden einnisten. Dann sollte man eine Bekämpfung vornehmen. Sie suchen sich dazu ähnlich wie die Asiatischen Marienkäfer ein warmes Plätzchen.

Meistens kommt dies auf Dachböden vor. Dies mag zunächst unentdeckt bleiben. Das ist meistens der Fall und Problem, da jene Orte weniger unter Aufsicht sind, sodass dies dadurch ermöglicht wird. Unangenehmer wird es zusätzlich, wenn Abneigung und Angst gegen die Insekten (Insektenphobie) vorhanden sind. Dann sollten sie auf jeden Fall entfernt werden.

Amerikanische Kiefernwanze bekämpfen: Was tun?

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Was hilft am besten gegen die Vertreibung?

Die Bekämpfung durch chemische Mittel hat natürlich zur Folge, dass die Tiere sterben. Das sollte bedacht werden, wenn der Nutzer ein Spray aus dem Baumarkt oder dem online Shop gegen Wanzen nutzt.

Die richtigen Mittel sind allerdings zu empfehlen, sodass die Eindringlinge, ohne lange zu leiden, bekämpft werden.

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Hausmittel und chemische Mittel zur Bekämpfung

Folgende Hausmittel können effektiv gegen die Amerikanische Kiefernwanze helfen:

Prophylaxe: Spätestens zum Herbst bzw. Winter sollte der Haus- oder Wohnungsbesitzer Fliegengitter einsetzen. Auf dem Dachboden empfiehlt es sich sogar ganzjährig diese zu belassen. Es hält auch anderes Ungeziefer und das Einnisten von Wespen oder Bienen fern.

Zusätzlich sind die Gitter ebenso in dem Wohnbereich interessant einzusetzen, um Mücken und Hausfliegen abzuhalten. Es sollte natürlich bei alten Gebäuden geschaut werden, ob es noch andere Luken und Löcher zum Eindringen gibt, die die Insekten nutzen könnten. Diese sollten dann ebenso verschlossen werden.

Marmeladenglas: Die Insekten lassen sich schnell mit einem Marmeladenglas einfangen. Sind sie also in kleiner Anzahl vorhanden, ist dies ein schnelles Mittel der Wahl.

Anschließend sollte der Fänger die Insekten an einem anderen Ort platzieren, der ähnliche Schutzwirkung zeigt, bei dem er die Wanzen gefangen hat. Wichtig ist es bei diesen, dass sie dort die Möglichkeit des Verkriechens haben. Dann fühlen sie sich am wohlsten.

Aufsaugen: Bei größerem Befall und Ekel – wenn der Befall größer ist und zusätzlich ein Ekel oder eine Phobie besteht, können die Wanzen auch aufgesaugt werden. Dies sollte mit einem Staubsauger mit Beutel geschehen, da es ansonsten ggf. zur Geruchsbildung kommen kann.

Die Insekten überleben allerdings oftmals bei diesem Vorgang. Sie sollten deshalb samt Beutel entsprechend an jenem Ort ersatzweise platziert werden.

Kontaktinsektizide: Kontaktinsektizide wie beispielsweise Pyrethrum und synthetische Pyrethroide wirken auf das Nervensystem der Wanzen.

Da dies allerdings auch für Menschen nicht unschädlich ist, sollten die Anwendungsmaßnahmen der Hersteller beachtet werden. Grundsätzlich werden die Sprays im Sprüh- oder Nebenverfahren aufgetragen.

Kammerjäger: Falls der Leidende Angst oder Ekel vor den Tieren verspürt und die Ausbreitung sehr intensiv erfolgte, kann er auch eine professionelle Firma hinzuziehen, die die Tiere entfernt. Sie ist normalerweise auf jedes Ungeziefer spezialisiert, welches die Amerikanische Kiefernwanze oder Stinkwanze einschließt.