Bücherläuse bekämpfen

Bücherläuse sind Insekten, die zu der Familie der Staubläuse gehören. Sie sind mit den Läusen verwandt und treten häufig in Wohnräumen als Lästlinge auf. Bei Lästlingen handelt es sich um unerwünschte Tiere, welche jedoch nicht als gefährlich oder schadensauslösend eingestuft werden. Wie Bücherläuse erkannt und bekämpft werden, wird im Folgenden ausführlich erläutert.

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Bildquelle: Wikipedia.org – S.E. Thorpe – Eigenes WerkCC BY-SA 3.0


Bücherlaus: Aussehen und Vermehrung

In Getreidevorratslagern werden Staubläuse allerdings zu den Schädlingen gezählt, da sie hier als Vorratsschädling großen Schaden anrichten können. Ihren Namen verdanken sie der Tatsache, dass sie sich bevorzugt in alten und feuchten Büchern einnisten und ein Befall dort auch am besten zu entdecken ist.

Die – umgangssprachlich auch als Papierlaus bekannte – Bücherlaus ist ein sehr kleines Insekt mit einer maximalen Körperlänge von bis zu circa 1,5 mm, welches sich bevorzugt von Lebensmitteln wie Getreide und von Schimmel ernährt.

Aufgrund dieser Nahrungsvorlieben gelten Bücherläuse im Haus auch als Indikator für einen Schimmelbefall. Wie Bücherläuse zu bekämpfen sind und wie man diese loswird wird im folgenden Ratgeber erklärt.

Bücherläuse sind flügellose Insekten, welche maximal 1,5 mm groß werden können. Sie schlüpfen als Larven aus Eiern, diese Larven sind den fertig ausgewachsenen Läusen bereits sehr ähnlich, sie sind jedoch deutlich kleiner und für Menschen deshalb kaum zu erkennen.

Wie schnell Bücherläuse sich vermehren, hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Umgebung ihren perfekten Lebensbedingungen entspricht.

Bei besten Voraussetzungen im Hinblick auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit benötigen die Tiere circa 14 Tage, bis ihre Entwicklung abgeschlossen ist. Bei schlechten Bedingungen kann dieser Vorgang doppelt so lange andauern.

Auch die Lebensdauer einer Bücherlaus hängt stark von der Umgebung ab, weshalb diese zwischen 20 und 80 Tagen schwanken kann. Unter einer Grenze von 40% relativer Luftfeuchte ist die Staublaus nicht überlebensfähig.

Die Fortpflanzung erfolgt über Eier, welche von den Weibchen in kleinste Rillen in der Umgebung gelegt und umsponnen werden. Pro Jahr entwickeln sich auf diese Weise 6  bis 8 Generationen. Die Bücherlaus ist allerdings nicht zu verwechseln mit der Blattlaus. Diese unterscheiden sich durch ihr Aussehen.

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Bücherläuse – Gefährlich?

Für den Menschen sind sie – im Gegensatz zu den mit ihnen verwandten Läusen – nicht als gesundheitsschädigend anzusehen, da sie – anders als Läuse – kein Blut saugen. Bei Allergikern können sie dennoch gesundheitsschädigende Reaktion hervorrufen, welche –  ähnlich den Symptomen einer Hausstauballergie – von Atemproblem und starken Niesanfällen bis hin zu Hautausschlägen reichen kann.

Befällt die Bücherlaus Vorräte wie Getreide oder Mehl, ist es dem eigenen Ekelempfinden überlassen, ob man diese Lebensmittel entsorgt oder weiter verwendet.

Eine gesundheitsschädigende Wirkung infolge des Verzehrs befallener Lebensmittel ist nicht zu erwarten. Lebensmittel, die dies zulassen können auch mit Hitze (Backofen 70°) oder Kälte (mindestens eine Woche lang einfrieren) behandelt werden, um den Befall abzutöten.

Ein Befall ist keinesfalls als Hinweis auf hygienische Mängel in der Wohnung zu werten, kann aber ein Anzeichen für Schimmelbildung in der Wohnung sein. Auch wenn sich noch kein Schimmel gebildet hat, gelten Staubläuse als Indikator für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, da sie nur in warmen feuchten Umgebungen auftreten.

Zudem geht ein Befall mit Bücherläusen mit keinem großen Schäden einher, sodass ein Befall zwar bekämpft, aber vor allem als Hinweis auf weitere schimmelvorbeugende Maßnahmen betrachtet werden sollte. Bücherläuse bekämpfen ist also essenziell für die hygienischen Mängel.

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Bücherläuse erkennen – Verdacht auf Befall

Wie man ganz einfach Bücherläuse erkennen kann, sich über den Befall bewusst wird und wo man Bücherläuse findet, wird im Folgenden erklärt.

Wo findet man Bücherläuse?

Bücherläuse treten grundsätzlich ganzjährig – mit einem erhöhten Befallsrisiko von Juli bis August – vor allem in Getreidespeichern oder Wohnräumen auf. Im Wohnbereich besiedeln sie warme, geheizte Räume, bevorzugt mit hoher Luftfeuchtigkeit, weshalb sie am häufigsten in Badezimmern auftreten.

Frisch tapezierte Räume oder noch feuchte Neubauten gelten ebenfalls als Risikobereiche. Auch Kellerräume sind aufgrund ihrer hohen Luftfeuchtigkeit – trotz der dort meist kühlen Temperaturen – oft befallen.

Ebenso gehören feucht gelagerte oder bereits verschimmelte Lebensmittel zu den potenziellen Befallsherden. Da sie sehr klein sind und sich tagsüber gerne in Ritzen verstecken, bleiben sie oft unentdeckt. Des sollte man Bücherläuse bekämpfen.

Bücherlausbefall erkennen – Anzeichen

Da Bücherläuse keine nennenswerten Schäden anrichten, sehr versteckt leben und schwer mit dem bloßen Auge zu entdecken sind, gibt es nahezu keine eindeutigen Anzeichen für einen Befall im Haus.

Hat man jedoch mit Schimmelbefall oder zu hoher Luftfeuchtigkeit zu kämpfen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass hierdurch auch ein Befall mit Staubläusen eingetreten ist.

Eines der wenigen sichtbaren Anzeichen, welches auf Befall hindeutet, ist feiner Papierstaub, welcher sich unterhalb von Tapeten ansammelt. Dieser entsteht dadurch, dass die Insekten den teils (noch) unsichtbaren Schimmelpilzrasen auf der Tapete fressen, wobei sie den Staub hinterlassen.

Bei Verdacht ist es deshalb ratsam, bestimmte typische Verstecke genauer zu untersuchen. Hierzu gehören:

  • Bücher: Vor allem feuchtgelagerte Bücher (z.B. in Kellerräumen oder Dachböden) sind gefährdet. In Bücher lassen sie sich beim Durchblättern am besten erkennen, da die Bewegung der Seiten sie aufschreckt. Die Bücher erleiden durch den Befall keinen wirklichen Schaden.
  • Feuchte, gewellte Tapeten: Meist im Badezimmer, Staubläuse siedeln sich sowohl an als auch unter der gelockerten Tapete an.
  • Pflanzen: Aufgrund ihrer Vorliebe für feuchte Lebensräume, nisten sich Bücherläuse gerne in feuchten Pflanzenkübeln an.
  • Vorräte: Vorräte gehören zwar nicht zu den häufigsten Befallsorten im Haushalt, können aber ebenfalls befallen werden. Um einen Befall zu prüfen, verteilt man kleine, mit Mehl befüllte Papierpäckchen an den eventuell betroffenen Vorräten. Das Mehl dient sowohl als Köder, als auch als Möglichkeit, die Bücherläuse auf dem weißen Mehl optisch besser erkennen zu können.

Zudem entdeckt man Staubläuse oft in Ritzen zwischen Papieren oder Büchern an schwer zugänglichen Stellen. Deshalb werden sie meist erst bei einem gründlichen Wohnungsputz entdeckt, da sie hierbei aufgeschreckt und leichter erkannt werden können.

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Bücherläuse verstecken sich in Büchern


 Bücherläuse bekämpfen – Insektizide & Hausmittel

Eine Bekämpfung der Bücherlaus als Vorratsschädling in Getreidespeichern ist äußerst schwierig. Ein Einsatz von Insektiziden ist zwar möglich, jedoch ist die Staublaus fähig, eine Immunität gegen die meisten Insektizide herzustellen, sodass die Wirkung von Insektengift meist nur gering ist.

Gleiches gilt für die Behandlung eines Befalls mit Bücherläusen in Wohnräumen. Es sind verschiedene Insektizide im Handel erhältlich, auch das Beauftragen eines Kammerjägers, welcher Insektizide einsetzt, ist möglich.

Zudem bekämpft man auf diese Weise lediglich die bestehende Population, solange jedoch die Ursachen, welche dem Befall zugrunde liegen, nicht beseitigt werden, ist nach kurzer Zeit mit einem erneuten Befall zu rechnen.

Es gibt keine Hausmittel im klassischen Sinne gegen Bücherläuse, dennoch ist eine Bekämpfung mit nicht-chemischen Mitteln möglich und sogar zu empfehlen, auch weil nur so eine dauerhafte Ausrottung erreicht werden kann.

Diese natürliche Maßnahme besteht in der Beseitigung der auslösenden Ursachen. Ein Befall mit Bücherläusen ist nahezu immer als Anzeichen für ein bestehendes Nässeproblem im Haus zu sehen.

Deshalb sollten bei Befall verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Lüften: Als kurzfristige Maßnahme empfiehlt es sich, den Innenbereich häufig und ausgiebig zu lüften, wobei dies nur geringfügige Besserung bewirkt.
  • Putzen: Regelmäßiges Staubsaugen in den Wohnräumen, insbesondere auch in den schwer zugänglichen Stellen hinter (Bücher-) Regalen oder Schränken.
  • Lebensmittel: Befallene Lebensmittel können unbedenklich weiter verzehrt werden. Wer sichergehen möchte, kann möglicherweise befallene Lebensmittel bei 70° im Ofen erhitzen oder für mindestens eine Woche einfrieren. Wem dies zu unsicher erscheint, der sollte die betroffenen Lebensmittel entsorgen.
  • Luftentfeuchter: In bereits befallenen Räumen oder in Zimmer, in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, kann ein Luftentfeuchter helfen, die Luftfeuchte soweit zu verringern, dass die Lebensbedingungen zerstört werden.

Die einzig dauerhaft wirksame Methode zur Bekämpfung, ist jedoch nur die Beseitigung des Grundproblems. Deshalb sollten Wohnung oder Haus auf Schimmelbefall und Luftfeuchte kontrolliert werden und anschließend an der Beseitigung der Probleme gearbeitet werden.

Die Folge hiervon können aufwendige und kostenintensive Renovierungen sein. Je nach Stärke des Schimmelbefalls oder der Zimmerfeuchtigkeit müssen Wände oder Böden trockengelegt und der Schimmel vollkommen beseitigt werden.

Zusätzlich können Insektizide eingesetzt werden, meist ist dies jedoch überflüssig, da die Beseitigung der Ursache ausreicht. Wer eine zusätzliche Bekämpfung mit Insektiziden wünscht, kann diese Mittel per Sprüh-, Spritz- oder Nebelverfahren anwenden.

Bei den ersten beiden Verfahren wird das Mittel selbst an der entsprechen Stelle – durch Aufsprühen oder Spritzen – aufgetragen. Bei der Nebelvariante kommt ein sogenannter Fogger zum Einsatz. Dieser verteilt nach Aktivierung selbstständig Nebel mit insektiziden Wirkstoffen im Raum.

Während der Behandlung und der Einwirkzeit darf das Zimmer nicht betreten werden. Im besten Fall, hat man damit Erfolg die Bücherläuse zu bekämpfen.


Wie gelangen Bücherläuse in die Wohnung?

Ein Befall durch Bücherläuse hängt nie mit mangelnder Hygiene und Sauberkeit in der Wohnung zusammen. Wie viele andere Lebensmittelschädlinge – z.B. Lebensmittelmotten – gelangen sie meist über den Einkauf befallener Lebensmittel in den eigenen Haushalt.

Auch geöffnete Fenster bieten ihnen die Möglichkeit, in das Innere eines Hauses zu gelangen. Zudem werden sie über getragene Kleidungsstücke oder gekaufte Pflanzen unbemerkt eingeschleppt. Auch in Möbeln oder gebrauchten Büchern vom Flohmarkt nisten sie sich gerne ein.

Da sie schwer erkennbar sind und nur bei genauester Betrachtung entdeckt werden, können sie somit auf zahlreichen Wegen unentdeckt in den Haushalt geraten.


Bücherläuse vorbeugen und loswerden

Die wirksamste Vorbeugung gegen Staubläuse ist, wie erläutert, die Regulierung der Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen. Auch eine hohe Raumtemperatur gilt als Faktor für eine erfolgreiche Vermehrung der Buchläuse.

Da die Zimmertemperatur jedoch schlecht stark gesenkt werden kann, wird die Bekämpfung der Luftfeuchte als wirksamste Vorbeugungsmaßnahme angesehen.

Hierfür sollte man regelmäßig Stoßlüften und die Räume in Heizperioden mithilfe der Heizung möglichst trocken halten. Gekippte Fenster sollte man im Winter vermeiden, der Luftaustausch hierbei ist sehr gering und die Räume kühlen aus.

Unter 40 Prozent relativer Luftfeuchte sind Bücherläuse kaum überlebensfähig. Neben regelmäßigem und ausdauerndem Lüften sollte somit auch über die Verwendung eines Luftentfeuchters nachgedacht werden.

Ein Befall von Lebensmitteln durch Bücherläuse ist an sich nicht schädlich, sondern ebenfalls lediglich als Hinweis für eine zu feuchte Umgebung zu sehen. Dennoch sollte man auch hier einem Befall vorbeugen, um den Lästlingen keinen Lebensraum zu bieten.

Besonders gefährdet sind Lebensmittel wie Mehl, Müsli Getreideprodukte aller Art sowie Teigwaren. Diese sollten deshalb in dicht verschlossenen Dosen oder Boxen aufbewahrt werden.

Zudem kann man in regelmäßigen Abstanden zur Kontrolle auf Befall, kleine Papiertüten, welche mit Mehl befüllt werden, in den Vorratsschränken verteilen. Besteht ein Befall, lassen sich nach einiger Zeit Staubläuse in dem Mehl erkennen.