Zeckenschutz für Hunde

Zecken sind kleine Parasiten, die sich mit Blut vollsaugen und dann an Körperumfang zunehmen. Vorher sind die lästigen Blutsauger oft nicht zu erkennen, und können sich daher mehrere Tage unbemerkbar im Fell des Hundes aufhalten. Zecken sind Außenparasiten, die sich im Fell von Hunden und Katzen aufhalten können. Im Vergleich zu Endoparasiten, die sich im Inneren, zum Beispiel dem Darm aufhalten, bleiben Zecken nur außerhalb.

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Zecken beim Hund


Zecken beim Hund

Zecken ernähren sich von Blut. Das finden Sie bei Hunden, Katzen und anderen Wirtstieren. Sie halten sich im hohen Gras, auf Wiesen in Bäumen und Sträuchern auf. Haben Sie ein passendes Wirtstier gefunden, suchen sie sich eine geeignete Stelle für die Blutmahlzeit und saugen sich dabei in der Haut fest.

Die Parasiten haben einen kleinen Stechrüssel, der mit kleinen Widerhaken und einem Schneidewerkzeug ausgestattet ist. Die Zecke schneidet zuerst die Haut auf, setzt mit dem Stechrüssel an und verhakt sich dann an dieser Stelle. Aus diesem Grund muss sie besonders vorsichtig entfernt werden.

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Zeckenmittel aus dem Handel

Im Handel sind verschiedene Mittel erhältlich, mit denen sich Zecken bekämpfen und fernhalten lassen. Am besten ist es, wenn mit einem passenden Mittel vorgebeugt wird, denn so bleibt der Hund von den Blutsaugern verschont. Bei einem sehr starken Befall kann es nötig sein, die Behandlung mehrfach zu wiederholen. Die Anti-Zecken Mittel sind in den folgenden Formen erhältlich:

  • Shampoo
  • Spray
  • Puder
  • Spot On
  • Tropfen
  • Tabletten
  • Halsband

Shampoo: Mit einem Shampoo lassen sich Zecken beim Hund gut entfernen. Die meisten Mittel wirken dabei nicht nur gegen Zecken, sondern machen auch Flöhen und Milben den Garaus. Viele Mittel enthalten Wirkstoffe wie Lavendelöl oder Margosa Extrakt, die beide zu den natürlichen Wirkstoffen gehören.

Spray: Ein Spray gegen Zecken kann direkt auf dem Tier angebracht werden. Es kann leicht auf das Fell gesprüht und mit den Fingern oder einer Bürste verteilt werden. Dabei ist es wichtig, bis auf den Kopf alle Körperstellen gut zu benetzen. Als Wirkstoff wird auch bei Sprays oft Margosa verwendet oder ein chemischer Stoff wie zum Beispiel Fipronil oder Dimeticon.

Puder: Puder lässt sich sehr leicht in das Fell streuen und kann auch für die Behandlung der Umgebung genutzt werden. In der Regel wirkt Puder nicht nur gegen Zecken, sondern auch gegen Flöhe. Da er aber auch die Haut austrocknen kann, sollte die Behandlung mit Puder nicht zu lange durchgeführt werden.

Spot On: Mit einem Hunde Spot On kann ein direkter Befall behandelt werden. Die Mittel eignen sich aber auch als vorbeugende Maßnahme. Spot On ist ein flüssiges Mittel, das sich in einer kleinen Pipette auf Plastik befindet. Diese wird aufgeschraubt und das Mittel kann direkt aus der Pipette auf den Nacken aufgetragen werden. Spot On ist mit einem chemischen Wirkstoff, aber auch auf pflanzlicher Basis erhältlich.

Tropfen: In der Regel bestehen Tropfen gegen Zecken nicht aus chemischen Mitteln, sondern aus mehreren Düften, die aus Pflanzen und Gewürzen gewonnen werden. Sie können direkt aus der kleinen Flasche aufgetragen werden. Dabei werden Tropfen aber nicht wie ein Spot On nur im Nackenfell verteilt, sondern müssen gleichmäßig vom Nacken bis zum Schwanzansatz aufgetragen werden.

Tabletten: Wer Zecken beim Hund mit Tabletten bekämpfen möchte, bekommt chemische Mittel, von denen der Hund nicht mehr als vier Tabletten – alle drei Monate eine Tablette – nehmen muss. Damit wird ein durchgehender Schutz gewährleistet. Bei Tabletten ohne chemische Wirkstoffe bekommt das Tier zwei bis drei Tabletten am Tag verabreicht.

Halsband: Das Halsband gegen Zecken und Flöhe gehört zu den Klassikern im Kampf gegen Außenparasiten. Es gibt über einen längeren Zeitraum immer gleichbleibend einen Wirkstoff ab, mit dem sich Zecken vertreiben und fernhalten lassen.


Zeckenschutz für Hunde: Inhaltsstoffe

Zeckenmittel können unterschiedliche Wirkstoffe besitzen, die nicht immer chemisch sein müssen. Erhältlich sind auch pflanzliche Mittel mit verschiedenen Wirkstoffen. Unter anderem werden die folgenden Wirkstoffe im Kampf gegen Zecken bei Hunden eingesetzt: Imidacloprid, Flumethrin, Deltamethrin, Fipronil, Pyrethrum, Margosa und Diazinon/Dimpylat.

Imidacloprid: Der Stoff wirkt als Insektizid und wurde 1985 entwickelt. Das Mittel wirkt gegen Flöhe und Zecken und wird auch in Halsbändern verwendet. Vereinzelt kann es zu Juckreiz oder Fellverlust kommen.

Flumethrin: Der insektizide Wirkstoff eignen sich zur Bekämpfung von Flöhen und Zecken. Das Mittel wirkt auf die Nervenzellen. Die Folge ist eine anschließende Übererregung, die zum Tod der Schädlinge führt.


Deltamethrin: Das Mittel gehört zu den Insektiziden und eignet sich vorbeugend sowie bei einem direkten Befall. Es wird oft in Anti Zecken Halsbändern verwendet.

Fipronil: Der Stoff wirkt als Insektizid und Akarizid. Der Stoff wirkt gegen Flöhe und Zecken und tötet die kleinen Blutsauger nach spätestens 48 Stunden ab. In einzelnen Fällen sind lokale Hautreizungen und verstärkter Speichelfluss möglich. Bei einer Überdosierung kann es zur Vergiftung kommen.

Pyrethrum: Pyrethrum ist ein natürlicher Wirkstoff ohne Chemie. Das Mittel wird aus Chrysanthemen gewonnen. Der wirkende Stoff heißt Pyrethrin und ist als Insektizid wirksam. Das Mittel eignet sich zum Bekämpfen von bereits festgesaugten Zecken, kann aber auch vorbeugend verwendet werden.

Margosa: Margosa ist ein Extrakt, das aus Teilen des Niembaumes gewonnen wird. Es hilft bei einem akuten Befall und kann auch vorbeugend verabreicht werden. Margosa ist eine gute Alternative zu chemisch wirkenden Mitteln.

Diazion/Dimpylat: Das Mittel hat eine akarizide und insektizide Wirkung. Es wirkt gegen Zecken, Flöhe und Läuse und eignet sich für Hunde und Katzen. In einzelnen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen und/oder Hautreizungen kommen.


Anti-Zecken Mittel – Anwendung

Um den Hund so gut wie möglich vor Zecken zu schützen, oder einen Zeckenbefall schnell zu bekämpfen, muss das Zeckenmittel richtig benutzt werden. Um die richtige Dosis zu finden, sollten das Gewicht und das Alter des Hundes beachtet werden.

  • Spot On ist gebrauchsfertig in einer kleinen Pipette erhältlich. Um das Mittel aufzutragen, muss das Fell im Nacken des Hundes gescheitelt werden.
  • Dort wird der Inhalt einer Pipette auf die Haut im Nacken aufgetragen.
  • Tropfen werden ebenfalls auf das gescheitelte Fell direkt auf die Haut gegeben.
  • Allerdings nicht nur in den Nacken, sondern vom Nacken bis zum Schwanzansatz im Abstand von mehreren Zentimetern jeweils zwei bis drei Tropfen.
  • Puder lässt sich mithilfe einer Hundebürste leicht gegen den Strich in das Fell streuen. Der Kopf wird bei der Behandlung ausgespart.
  • Spray wird ebenfalls gegen den Strich ins Fell gebracht. Anschließend wird der Hund gut mit einer Bürste gekämmt, wodurch das Spray richtig eingearbeitet wird.

Shampoo ist ein gutes und schnell wirkendes Mittel. Der Hund wird komplett eingeschäumt, wobei kein Schaum in die Augen oder Maul und Nase kommen darf. Die Anwendung sollte nach einigen Tagen wiederholt werden.

Tabletten werden dem Hund oral verabreicht. Je nach Mittel reichen vier Tabletten im Jahr aus, sodass der Hund alle drei Monate eine Tablette bekommt. Bei Tabletten mit einem pflanzlichen Wirkstoff ist eine tägliche Gabe vorgesehen.


Homöopathische Zeckenmittel für Hunde

Homöopathische Mittel, mit denen sich Zecken fernhalten oder bekämpfen lassen gibt es nicht. Es gibt aber ein Mittel aus der Homöopathie, welches sich nach einem Zeckenbiss eignet. Sobald die Zecke entfernt wurde, bekommt der Hund eine Gabe Ledum.

Das Mittel wird aus Sumpfporst gewonnen und kann nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch Entzündungen und Infektionen hemmen.

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Hund im Garten


Hausmittel gegen Zecken

Obwohl Hausmittel nicht immer sofort und auch nicht so stark wie chemische Produkte wirken, eignen sich sich bei einem leichten Befall sehr gut im Kampf gegen Zecken und andere Außenparasiten.

Kokosöl: Im Vergleich zu chemischen Mitteln hat das Öl einen angenehmen Duft und lässt sich durch seinen festen Zustand optimal in das Fell und auf die Haut auftragen. Im Öl enthalten ist Laurinsäure, mit der sich Zecken vertreiben und fernhalten lassen. Auch die Pfoten und Beine des Hundes können vor einem Spaziergang dünn mit dem Öl eingerieben werden. Das Öl kann auch am Kopf verwendet werden, da sich Zecken auch gerne dort festsaugen. Am Unterbauch kann das Öl direkt in die Haut einmassiert werden.

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Kieselerdepulver: Das Pulver wirkt ohne Gift und hat dabei eine ähnliche Wirkung wie Puder gegen Flöhe und Zecken. Kieselerde trocknet die äußere Hautschicht des Parasiten aus und wirkt sich zudem auf die Atemwege der Parasiten aus. Das Pulver sollte zweimal wöchentlich gegen den Strich in das Fell gegeben werden. Da es aber auch die Haut der Vierbeiners austrocknen kann, sollte die Behandlung maximal zwei Wochen durchgeführt werden.

Babypuder: Ein handelsüblicher Babypuder kann im Kampf gegen die kleinen Blutsauger ebenfalls helfen. Im Vergleich zur Kieselerde trocknet Babypuder die Haut des Hundes nicht aus. Allerdings wirkt sich der Puder trotzdem negativ auf die Atmung von Zecken aus und trocknet deren oberste Hautschicht aus.

Bierhefe: Bierhefe gibt es in Form von Tabletten in jedem Reformhaus, der Apotheke und im gut sortierten Discounter zu kaufen. Die Tabletten sind reich an verschiedenen Vitaminen der B-Gruppe. Diese B-Vitamine haben einen für Zecken abschreckenden Geruch. Dadurch kann Bierhefe vorbeugend, aber auch bei einem akuten Befall als einfaches Hausmittel genutzt werden.

Neemöl: Neemöl wird aus dem Niembaum gewonnen und ist ein natürliches Mittel gegen Zecken. Das Öl kann erhitzt und mit Wasser vermischt werden, In eine Sprühflasche umgefüllt, kann das Spray direkt in das Hundefell gegeben, oder für die Umgebungsbehandlung genutzt werden.