Ohrmilben bei Katzen

Die kleinen Parasiten lassen sich in den äußeren Ohrmuscheln, aber auch im Gehörgang des Tieres nieder. Sie haben einen Durchmesser von knapp 0,4mm, besitzen lange Beine und sind längsoval. Ohrmilben leben immer an der Hautoberfläche. Beim genauen Hinsehen sind kleine Punkte im Katzenohr zu erkennen, die sich langsam bewegen.

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Typische Ohrräude – Quelle: Wikipedia – Uwe Gille – Eigenes Werk


Was sind Ohrmilben?

Die sogenannten Ohrmilben sind weiße Parasiten, die sich in den äußeren Ohrmuscheln der Katze und im Gehörgang ansiedeln. Eine bestimmte Gattung ist die Ohrräude. Die Ohrmilben nisten sich ein und durchstechen die Haut, mit ihren kleinen Klauen. Während des Aufenthalts ernähren sie sich von den Sekreten des Tieres. Ohrmilben sind zwar klein, aber die vermehren sich in rasender Geschwindigkeit. Sie leben insgesamt etwa drei Wochen. Diese Zeit verbringen sie komplett an einem Wirt. In feuchter Umgebung können Ohrmilben auch ohne einen Wirt mehrere Wochen überleben.

Wie werden Ohrmilben übertragen?

Die Ohrmilben oder Ohrräuden werden durch direkten Kontakt übertragen. Wenn ein befallenes Tier in die Nähe des geliebten Stubentigers kommt, dann können die Parasiten umsiedeln. Ein Befall kann auch von einem Hund stattfinden. Gerade Kitten sind häufig befallen, da sie den Kontakt zu anderen Tieren intensiver suchen. In einigen Fällen können die Parasiten auch auf den Menschen übersiedeln. Dann wird von Zoonose gesprochen. Das Ergebnis ist eine juckende Hauterkrankung, die unter Pseudoskabies bekannt ist.

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Ohrmilben erkennen leicht gemacht

Bei einem Befall der Katze entsteht eine Entzündung, die durch Symptome zu erkennen ist:

  • starker Juckreiz
  • braunes Ohrsekret
  • geröteter Gehörgang
  • Krustenbildung (bei langen Infektionen)
  • Ohrbefall auch beidseitig möglich

Bekannt sind auch Fälle, in denen die Katzen am gesamten Körper von Ohrmilben befallen waren. Sie haben sich einfach ausgebreitet und sich auch an den Genitalien abgesetzt. Die Folge waren Hautekzeme, die stark gejuckt haben. Kratzwunden waren das Ergebnis. In seltenen Fällen können Ohrmilben bei Katzen auch ohne Symptome von statten gehen. Am einfachsten sind Ohrmilben zu erkennen, wenn das Tier gut gekannt wird. Eine Veränderung im Verhalten, ein häufiges Kratzen oder Kopf schütteln können Anzeichen für Ohrmilben sein.


Ohrmilben bei Katzen behandeln

Die Behandlung von Ohrmilben wird mit Hilfe einer Ivermectin-haltigen Salbe durchgeführt. Diese kann direkt beim Tierarzt erhalten werden. Sie dient zum direkten Auftragen und kann ohne Probleme auf das Katzenohr gerieben werden. Bei der Anwendung muss allerdings einiges beachtet werden. Bevor die Salbe zum Einsatz kommt, muss das Ohr von Krusten und Dreck befreit werden. Dazu wird ein angefeuchtetes Wattestäbchen genommen. Ein leichtes Abtupfen sorgt für ein trockenes Ohr.

Die Salbe kann wahlweise mit einem Wattestäbchen oder mit dem Finger vorsichtig verrieben werden. Die Behandlung muss jeden Tag wiederholt werden. Im Prinzip teilt der Tierarzt die genaue Anwendungsdauer mit. Es kann aber gesagt werden, dass die Salbe benutzt werden muss, bis kein braunes Sekret mehr am Ohr vorhanden ist.

Grundsätzlich müssen alle im Haushalt lebenden Katzen behandelt werden, damit die Ansteckung gering ist. Auch Hunde müssen mit behandelt werden.

Vorbeugung gegen Ohrmilbenbefall

Wie bei jedem anderen Parasiten ist auch bei den Ohrmilben Vorbeugung eine gute Möglichkeit, um von einem Befall verschont zu bleiben. Allerdings muss auch gesagt werden, dass es keine 100%ige Möglichkeit gibt, um dauerhaft ohne einen Befall zu leben. Gerade Freigänger treffen häufig auf andere Katzen und können Ohrmilben bekommen. Aber es ist möglich, einige Maßnahmen zu treffen, um einem Befall gut vorzubeugen.

  • Decken und der Schlafplatz der Katze sollten regelmäßig gereinigt werden. Ohrmilben können einige Tage und sogar Wochen überleben. Am besten eignen sich sogenannte Desinfektionsmittel ohne Duftstoffe. Dadurch ist eine erneute Infektion sehr gering.
  • Die Sauberkeit der Umgebung ist genauso entscheidend. Regelmäßiges Saugen, auch von Polstermöbeln und allen Stofftextilien, die nicht gewaschen werden können, ist eine gute Maßnahme.
  • Der Kontakt zu betroffenen Tieren sollte eingeschränkt und wenn möglich sogar vermieden werden. Ohrmilben können schnell den Wirt wechseln, wenn der vorhandene Wirt mit Salben behandelt wird.
  • Der Kontakt zu verunreinigten Oberflächen muss unbedingt vermieden werden. Zudem ist Körperhygiene ein Muss. Kleinkinder sollten von infizierten Tieren abgeschirmt werden, um das Risiko zu vermindern, dass sie an einem Ohrmilbenbefall erkranken.

Ursachen von Ohrmilben

Die Ektoparasiten sorgen für einen Befall von Ohrmilben. Gerade Katzen sind sehr häufig betroffen, denn ihr Immunsystem ist nicht so ausgereift wie bei Hunden. In der Regel werden Ohrmilben von Tier zu Tier übertragen, also durch direkten Kontakt. Auch nach einigen Wochen nach dem Kontakt kann ein Befall von Ohrmilben auftreten. Freigänger sind somit am häufigsten befallen. 

Produkte zur Behandlung von Ohrmilben bei Katzen

Wird eine Veränderung bei der Katze deutlich, dann ist der Tierarzt eine gute Idee, um eine Diagnose zu stellen. Ein kurzer Blick ins Otoskop wird der Milbenbefall klar. Ist dann auch noch braunes Sekret vorhanden, dann muss es an die Behandlung gehen. Zur vollständigen Sicherheit kann der Ohrschmalz zudem im Labor untersucht werden. Bei einer Diagnose sind die richtigen Medikamente wichtig. Heute gibt es eine Vielzahl von Produkten, die bei Ohrmilben verwendet werden können.

Ohrmilbenöl

Das AntiForte Ohrmilbenöl ist ein natürliches Mittel gegen die lästigen Ohrmilben. Das Öl befreit zuverlässig und hat keinerlei Nebenwirkungen. Das Ohrmilbenöl besitzt einen praktischen Tropf- und Spritzverschluss. Dadurch wird die Dosierung und die Anwendung einfach. Das Öl ist komplett geruchslos und erstickt die Milben.

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Otimectin-Ohrgel

Das Octimectin-Ohrgel ist nur für den lokalen Gebrauch geeignet. Mit dem Gel muss der gesamte Gehörgang befüllt werden. Dabei ist wichtig, dass immer beide Ohren behandelt werden. Die Behandlung muss alle 7 bis 14 Tage wiederholt werden. Bei Kitten oder Katzen mit perforiertem Trommelfell darf Octimectin nicht angewendet werden. Dauerhafte Schädigungen am Gehörgang können die Folge sein.

Frontline

Von Frontline gibt es das Frontline-Spray oder die Frontline-Pipette gegen Ohrmilben. Die Produkte von Frontline können nicht nur bei Ohrmilben eingesetzt werden, sondern helfen auch bei Flöhen, Zecken und Haarlingen. Das Produkt laut Anweisung benutzen und die Parasiten haben keine Chance. Frontline ist ein Antiparasitikum, das mit dem Wirkstoff Fipronil ausgestattet ist. Das Fipronil greift bei den Parasiten das Nervensystem an und sie sterben ab. Die einfache Handhabung spricht ebenfalls für Frontline.

MilbenEx Ohrreiniger

Zu den Naturprodukten gehört der MilbenEx Ohrreiniger. Er kann nicht nur zur direkten Bekämpfung, sondern auch zur Vorbeugung verwendet werden. Er wehrt die lästigen Milben ab, ohne den Organismus der Katze zu beeinträchtigen. Die Anwendungsweise ist ganz einfach. Ein bis drei Spritzer des Ohrreinigers wird in den äußeren Gehörgang gegeben. Mit leichten Massagebewegungen wird er in die Ohren einmassiert.

Der Schmutz und das Ohrenschmalz entfernt sich dann von allein. Empfohlen wird eine Anwendung von 1x täglich, über einen Zeitraum von knapp drei Wochen. Zur Vorbeugung sollte die Prozedur einmal in der Woche durchgeführt werden.

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Advantage für Katzen

Advantage für Katzen kann auch für Zierkaninchen verwendet werden. Das Präparat ist für Katzen ab 8 Wochen geeignet und ist zum Auftropfen. Mit Hilfe der Pipette wird das Mittel auf die betroffenen Stellen geträufelt und kann leicht einmassiert werden. Durch die Inhaltsstoffe werden nicht nur die Milben vernichtet, sondern auch Flöhe, Läuse und Zecken. Die Behandlung mit Advantage muss alle drei bis vier Wochen wiederholt werden. Durch diese Weiterführung kann ein erneuter Befall von Parasiten vermieden werden.

Parasitenschreck

Eher zur Vorbeugung dient der Parasitenschreck. Er kann nicht nur für Katzen angewendet werden, sondern auch bei allen anderen Haustieren. Der Parasitenschreck besteht aus einer Mischung von ätherischen Ölen, darunter Lavendel, Teebaum und Rosengeranie. Diese Zusammensetzung soll dabei helfen, Zecken, Milben und Flöhe fernzuhalten. Durch den Pumpzerstäuber ist die Anwendung einfach.

 

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Kokosöl gegen Ohrmilben bei Katzen


Hausmittel gegen Ohrmilben & Ohrräude

Nur mit Vorsicht! Das Internet ist voll von Tipps und Tricks, die deutlich machen sollen, dass auch Hausmittel gut gegen Ohrmilben und Ohrräude helfen. Allerdings sind sie keine gute Alternative zu den bekannten Mitteln vom Tierarzt. Gerade Mittel wie Öl sollten mit Vorsicht behandelt werden. Die Kratzwunden und auch der Milbenbefall ist beim beträufeln mit Öl kaum zu erkennen. Durch eine falsche Anwendung können die Hausmittel zu Problemen führen, dazu können Entzündungen gehören.

Paraffinöl: Paraffinöl gibt es in Tropfenform und in Sprayform. Die Tropfen werden mit Hilfe einer Pipette auf die betroffenen Stellen getropft und sollen dann wirken. Bei dem Spray ist die Behandlung einfacher. Die betroffenen Stellen werden einfach mit einer Sprühvorrichtung hinter die Ohren gesprüht. Für den Vierbeiner ist die Behandlung recht unangenehm. Sie schütteln sich einmal kurz und dann ist die Behandlung schon vergessen. Das Paraffinöl soll die Milben ersticken und das Ohr trocknen.

Olivenöl: Olivenöl soll die gleiche Wirkungsweise wie Paraffinöl haben. Es soll die Milben ersticken und das Ohr trocknen. Ohrmilben lieben eine feuchte Umgebung. Ein trockenes Ohr ist kein guter Ort. Olivenöl kann ganz einfach mit dem Finger auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Sinnvoll ist das Nutzen eines Handschuhs, um eine eigene Infektion zu vermeiden. Die Prozedur muss täglich durchgeführt werden.