Wurmkur Katze

Katzen und Hunde müssen bestenfalls einmal im Halbjahr einer Entwurmung unterzogen werden. Die Behandlung von Würmern als Parasiten bei Katzen erfolgt mit sogenannten Wurmkuren. Der Parasit kann jedes Säugetier befallen. Parasiteneier sind faktisch überall anzutreffen, weshalb eine Ansteckung überall stattfinden kann. Ein parasitärer Befall sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es gibt sehr viele unterschiedliche Wurmarten, die weit verbreitet sind. Selbst Wohnungskatzen sind nicht vor einem Befall sicher, denn die Darmparasiten gelangen über Schuhe, Kleider und Co häufig auch ins Haus.

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Gerade bei Freigängern häufiger notwendig


Wurmmittel für Katzen

Den Parasiten Wurm gibt es in verschiedenen Formen und Farben. Mittels eines Wurmmittels wird eine Entwurmung vorgenommen. Das Anthelminthikum als Wurmkur wird entweder ohne vorherigen Nachweis von Würmern verabreicht oder therapeutisch beim Vorliegen einer Erkrankung. Trotz Wurmkur wird kein anhaltender Schutz gegen neue Infektionen gewährleistet. Die vorhandenen adulten Stadien oder Larvenstadien werden durch ein Wurmmittel lediglich abgetötet. Aus diesem Grunde sollte eine Entwurmung mehrmals im Jahr stattfinden.

Verschiedene Würmer

Bandwürmer: Bandwürmer können eine Länge von 10 bis 80 Zentimetern erreichen. Ist ein Tier infiziert, so lebt der Bandwurm in der Lunge. Durch den Verzehr von Flöhen und Nagetieren können sich Katzen mit dem Parasiten anstecken. Im Fell oder Stuhl der Katze erkennt man die Würmer, denn sie sehen aus wie kleine Reiskörner.

Spülwürmer: Spülwürmer kommen bei Katzen mit am Häufigsten vor. Sie erreichen eine Länge von bis zu 5 Zentimetern und sind sehr dünn. Sie sind meist im Dünndarm zu finden und führen zu einer Gallenwege Verstopfung und zu einer Verstopfung des Darmes. Da sie zur Verstopfung essentieller Körperbahnen führen sind sie bei Katzen sehr gefährlich. Ihre Abfallprodukte können zudem zu allergischen Reaktionen führen. Eine rechtzeitige Entwurmung ist deshalb sehr wichtig.

Fadenwürmer: Bei Fadenwürmern handelt es sich um bis zu 2 Zentimeter lang werdende kleine, dünne Würmer. Diese werden in der Regel durch den Verzehr von befallenem Fleisch aufgenommen. Kitten können sich ebenfalls durch das Trinken von infizierter Muttermilch anstecken. Die Darmwand wird durch die Parasiten belagert. Sie ernähren sich vom Blut der Katze. Die Eier der Larven können durch den Stuhl der Tiere auch zum Menschen oder auf andere Tiere übertragen werden.

Gurkenkernbandwürmer: Auch der Gurkenkernbandwurm gehört zu den häufigen Parasitenarten bei Katzen. Er wird bis zu 30 Zentimeter lang oder größer. Durch die scharfen Haken machen sie sich an der Darmwand fest und schaden auf diese Weise den Schleimhäuten.


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Wurmbefall erkennen – Symptome

Wurm-Erkrankungen können unter Umständen auch unbemerkt ablaufen. Es gibt jedoch typische Symptome, die für einen Katzen Wurmbefall sprechen. Hierzu kann man zum einen auf die Verhaltensweise der Katze achten, zum anderen aber auch auf diverse äußerliche Merkmale. Wichtig ist es darauf zu achten, ob die Katze sich anders verhält als sonst. Darmparasiten können bei jüngeren Kitten und auch bei älteren Katzen auftreten. Folgende Symptome lassen sich bei einem Befall feststellen:

  • Juckreiz um den Anus. Die Katze leckt oder kratzt sich vermehrt an ihrem Hinterteil.
  • Auch bei Durchfall und Erbrechen kann eine Wurmkur unter Umständen von Nöten sein. Auch nur eines der beiden Symptome kann für einen Wurmbefall sprechen.
  • Schlechte Nährstoffversorgung und Mangelerscheinungen sprechen häufig ebenfalls für einen Wurmbefall. Nicht selten geht hier auch Gewichtsverlust oder Appetitverlust mit einher.
  • Ein stumpfes Fell deutet ebenfalls typischerweise auf einen Wurmbefall hin. Natürlich ist ein stumpfes Fell allein aber nicht sofort Grund zur Beunruhigung.
  • Bei massivem Befall kann auch ein aufgeblähter, sogenannter Wurmbauch auftreten.

Wurmkur – Wie oft bei Katzen?

Wie bereits eingangs erwähnt sollten Katzen mindestens einmal im Halbjahr selbst oder vom Tierarzt entwurmt werden. Tierärzte empfehlen jedoch generell eine quartalsweise Entwurmung, die auch selbst durchgeführt werden kann. Gerade bei Katzen, die Freigänger sind empfiehlt die ESCAAP für einen maximalen Schutz jedoch eine monatliche Entwurmung – allerdings sollte man hier dennoch auf Indikationen achten und sich bei Unsicherheiten mit dem Tierarzt absprechen.


Nicht selten fressen sie nämlich Aas, Kot oder Beutetiere – die Ansteckungsgefahr ist hier besonders hoch. Eine monatliche Wurmkur gegen Spülwürmer und Bandwürmer ist vor allem bei einer Haltung mit mehreren Katzen empfehlenswert. Bei reinen Hauskatzen sollte eine halbjährliche Entwurmung ausreichen.


Entwurmung bei Katzen – Anwendung

Online oder in Tierzubehör Geschäften kann man Wurmkuren teilweise auch rezeptfrei kaufen – auch ohne, dass ein Tierarzt sie anordnet. Es gibt spezielle Bandwurmmittel, Wurmmittel gegen Spülwürmer und Kuren, die gegen verschiedene Parasiten wirken. Meist sind diese jedoch apothekenpflichtig. Wurmkuren gibt es üblicherweise in Tablettenform oder als Pasten. Die Anwendung ist denkbar einfach.

Tabletten werden einfach weit hinten in die Zunge gelegt, damit die Katze diese nicht mehr ausspucken kann. Pasten und Gels – meist in Spritzenform werden der Katze seitlich in den Mund gespritzt. Die genaue Menge wird auf der Packung angegeben. Auch hier gilt: Tief genug in den Mund rein damit. Spot On Präparate werden der Katze hingegen einfach in den Nacken geträufelt. Für die richtige Dosierung sollte man das Gewicht der Katze kennen. Laut Packungsbeilage wird die Katzen Wurmkur dann vorbereitet.

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Wurmkur im Futter manchmal möglich


Wurmkuren aus dem Handel

Wurmkuren müssen nicht durch den Tierarzt verabreicht werden. Sie können zudem woanders gekauft werden. Bei einem intensiveren konkreten Befall sollte jedoch immer ein Tierarzt besucht werden, der ein passendes Medikament verabreicht und eine Entwurmung durchführt. Gerade bei herannahendem Frühjahr sollte man immer rechtzeitig handeln und Entwurmungen anwenden. Wurmkuren wirken jedoch nicht vorbeugend und sollten nicht zu übermäßig angewendet werden, denn es handelt sich dennoch um Chemie.

Entwurmungstabletten

Entwurmungstabletten gibt es für Hunde und Katzen. Meist arbeiten diese mit Praziquantel, Pyrantelembonat und Febantel als Wirkstoffe. Bei der Anwendung gilt die Beachtung der Verpackungsbeilage. Starke Kombipräparate gibt es nur beim Tierarzt. Auch online sind die meisten Präparate allerdings apothekenpflichtig. Dies steht in der Beschreibung immer mit dabei. Die Dosierung richtet sich immer nach dem Gewicht des Tieres. Es gibt auch Naturprodukte wie Aniforte, die keine Medikamente, sondern Heilmittel darstellen.

Natürliche Präparate

Natürliche Präparate aus dem Handel gelten als pflanzliche, chemiefreie Vorbeugung, indem ein wurmunfreundliches Darmmilieu geschaffen wird. Durch Kräuterauszüge und einer speziellen Nahrung in Form von Pallets zum Beispiel soll die Gesundheit der Katze stabilisiert werden. Die Wirksamkeit ist zwar umstritten, dafür kommt aber keine belastende Chemie zum Einsatz.


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Spot On Präparate: Wurmkur für den Nacken

Kuren, die zum Auftropfen auf die Haut des Tieres hergestellt wurden heißen Spot Ons. Sie wirken beim Kontakt der Parasiten mit dem entsprechenden Wirkstoff. Es gibt auch nicht apothekenpflichtige Präparate und Spot Ons für den Nacken, die man online oder im Geschäft kaufen kann. Spot On Präparate werden einfach in den Nacken der Katze geträufelt. Einige Wurmmittel – egal, ob Pasten oder Tabletten können auch ganz ohne Rezept bestellt werden. Manche Apotheken bieten derartige Katzen Wurmmittel ebenfalls an.


Entwurmung bei Kitten

Für Katzenwelpen gibt es je nach Lebensmonat unterschiedliche Entwurmungspläne, die man vom Tierarzt bekommt. Bereits im Mutterleib werden Kitten über das Blut oder über die Muttermilch mit Hakenwürmern, beziehungsweise Spülwürmern infiziert. Dementsprechend sollte man sich an die Vorgaben des Tierarztes halten.