Hundeflöhe loswerden

Ein Flohbefall ist nicht immer ein Zeichen für eine mangelhafte Pflege oder Hygiene. Sobald ein Hund Kontakt mit Artgenossen hat oder auch eine Katze im Haus ist, läuft er Gefahr, sich anzustecken. Flöhe sind blutsaugende Hautparasiten. Die erwachsenen Flöhe leben maximal sechs Monate in der Umgebung des Hundes. Sie befallen ihn etwa alle 48 Stunden, um Blut zu saugen.

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Flohkot bei Hundeflohbefall


Hundeflöhe erkennen

Ein Weibchen legt täglich bis zu 50 Eier, die in der Nähe des Hundes zu Boden fallen. Nach ungefähr zwei bis fünf Tagen schlüpft dann die Larve. Sie ernährt sich von unverdautem Blut, welches die erwachsenen Parasiten mit dem Kot ausscheiden.

Nach etwa zwei bis drei Wochen verpuppt sich dann die Larve und umgibt sich mit einem Kokon. Sie kann dann so bis zu 18 Monaten ausharren und schlüpft wenn ein neues Opfer gefunden ist. Haben sich Flöhe über den Vierbeiner hergemacht, ist dies wie folgt erkennbar:

  • Ständiges Kratzen. Der extreme Juckreiz ist das beste und häufigste Symptom für einen Flohbefall.
  • Flöhe im Kamm „fangen“. Mittels feinzinkigen speziellen Flohkamm kann dann der Verdacht bestätigt werden. Teilweise sind dann im Kamm die etwa zwei bis drei Millimeter großen, seitlich abgeflachten Flöhe sichtbar.
  • Ein weißes Tuch bringt Gewissheit. Dazu wird der Hund auf einer weißen Unterlage kräftig durchgekämmt und der heruntergefallene Staub leicht angefeuchtet.
  • Der hohe Gehalt an unverdautem Blut im Flohkot der erwachsenen Flöhe färbt dann die Unterlage deutlich rot.

Hinweis: Aufgepasst! In schlimmen Fällen können Hunde allergisch reagieren. Dies zeigt sich durch großflächige Hautrötungen und Selbstverstümmelungen durch intensives Kratzen und Lecken.


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Flöhe bei Hunden: Bekämpfung ist notwendig

Flöhe sollten immer schnellstens bekämpft werden, da der Hund sich zum einem nicht wohl fühlt. Er ist mehr oder weniger ständig damit beschäftigt, sich gegen die lästigen Hautparasiten zur Wehr zu setzen. Auf der anderen Seite sind Folgeerkrankungen möglich.

Flöhe stechen in der Regel mehrmals, bevor sie ein Blutgefäß erreichen. Bei einem schweren Befall kommt es zu einem unerträglichen Juckreiz. Tiere mit einem angegriffenen Immunsystem oder auch hellem Fell mit pigmentarmer Haut, können schwer allergisch reagieren.
Bei einem allergischen Hund genügt mitunter ein einziger Flohstich. Der von dem Parasiten in den Stich eingebrachte Speichel kann eine extreme allergische Reaktion bis zum anaphylaktischen Schock bewirken.

Daneben birgt ein Flohstich auch gesundheitliche Gefahren. Durch Flöhe können die Eier des Hundebandwurms übertragen werden, der auch für den Menschen eine Gefahr darstellt. Außerdem ist der Floh auch Überträger verschiedener Krankheiten, da an seinem Rüssel die unterschiedlichsten pathogenen (krank machenden) Keime haften, die mit jedem Biss verbreitet werden.

Flohbefall sofort behandeln

Sobald die ersten Flöhe auf dem Vierbeiner entdeckt werden, ist ein aktives Handeln angesagt. Gegen Flohbefall gibt es ein breites Spektrum von Mitteln. Der Tierarzt kann hier helfen und ein geeignetes Mittel verschreiben. Welches Mittel dabei zur Anwendung kommt, hängt immer vom Alter des Hundes und von der Schwere des Befalls ab.

Daneben ist es auch ganz wichtig, dass bei der Behandlung auch die Umgebung berücksichtigt wird, denn nur etwa zehn Prozent der Flohpopulation befindet sich tatsächlich auf dem Hund. Die Eier, Larven und Puppen hingegen findet man in der unmittelbaren Umgebung des Vierbeiners.

Antiparasitenmittel allein helfen nicht

Daher ist es absolut sinnlos nur den Hund mit Antiparasitenmitteln zu behandeln. Sobald er dann wieder auf seiner Decke, im Körbchen oder in der Hütte ist, wird er bereits wieder von der nächsten Generation der Flöhe befallen.


Daher ist es auch unbedingt notwendig, dass alle Decken, Kissen, Teppiche und eventuell auch Bezüge im Auto einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Im Fachhandel gibt es dafür spezielle Mittel.

Wichtig ist, dass keine Verstecke übersehen werden. Alle Ecken und Winkel, wo sich der Hund gern aufhält, müssen desinfiziert werden. Dabei sollte auf alle Fälle die Dosierungsanleitung eingehalten werden, sonst sind die Insektizide auch für den Menschen giftig. Am besten ist es, nach der Sprühaktion zwölf Stunden zu lüften.

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Hund kratzt sich


Besser Hundeflöhe vorbeugen als heilen

Das beste Mittel den Hund auf längere Sicht vor den Hautparasiten zu schützen ist eine systematische Prophylaxe. Hierbei geht es darum, zu verhindern, dass die Blutsauger den Vierbeiner überhaupt befallen.

Halsbänder und Puder

Als geeignete Mittel zur Verhinderung eines Flohbefalls kommen Halsbänder, Injektionen, Puder oder Sprays und so genannte Spot-on-Präparate in Frage. All diese Präparate bewirken, dass die Haut des Hundes für Flöhe ungenießbar, sogar giftig wird. Sie unterscheiden sich lediglich hinsichtlich ihrer Wirkdauer und der Häufigkeit der Anwendung.

Halsbänder sollten nur bei kleinen Hunden Verwendung finden. Dabei ist zu beachten, dass sie etwa vier Wochen Vorlaufzeit benötigen. Auch sollten sich Kinder immer die Hände waschen, nachdem sie mit dem Hund Kontakt hatten.

Spot-on-Präparate

Hunde Spot-on-Präparate haben den Vorteil, dass sie sich im Gegensatz zu Puder und Sprays sehr gut auftragen lassen. Einmal im Monat wird dabei einen kleine Menge des Präparates zwischen die Schulternblätter des Hundes direkt auf die Haut aufgebracht. Das Mittel verteilt sich dann über die Talgdrüsen der Haut. Für alle mit dem Vierbeiner in Kontakt kommenden Menschen besteht schon nach 30 Minuten keine Gefahr mehr.

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Hausmittel gegen Hundeflöhe

Wer nicht unbedingt gleich zu chemischen Mitteln greifen möchte, kann es auch mit bewährten Hausmitteln versuchen. Allerdings ist die Wirkung hier auch von der Stärke des Befalls abhängig. Beliebte Hausmittel gegen Flöhe sind die folgenden.

Zitrone: Sie ist hier am effektivsten. Dazu wird eine Zitrone in Stücke geschnitten und in Wasser gekocht. Die Stücke müssen über Nacht dann im Sud verbleiben. Am nächsten Tag wird die Lösung in eine Sprühflasche gefüllt und der Hund kann damit besprüht werden. Anstelle von Zitrone können auch Orangenschalen verwendet werden.

Essig: Um eine Sprühlösung herzustellen werden Essig und Wasser zu gleichen Teilen vermischt und anschließend in eine Sprühflasche gefüllt.

Ätherische Öle: Zur Herstellung eines Anti-Floh-Sprays werden hier 1 bis 2 Tropfen ätherische Öle aus Lavendel und Zedernholz mit 500 ml Wasser gemischt. Der Hund kann damit besprüht werden, dabei die Augen aussparen. Alternativ kann Kokosöl genutzt werden.

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Knoblauch: Dazu werden einige Knoblauchzehen zerdrückt und mit heißem Öl versehen. Diese Mischung kann dann auf den Körper aufgetragen werden und muss einige Zeit einwirken. Anschließend wird alles mit klarem Wasser abgespült. Knoblauch kann auch einfach unter das Futter gemischt werden. Vorsicht! Manche Hunde weisen eine Unverträglichkeit gegenüber Knoblauch auf.

Niemöl: Das Öl wird sorgfältig in das Fell eingerieben. Es tötet Flöhe ab und hat daneben auch eine antiseptische Wirkung und kann so auch entstandene Hautreizungen heilen.