Woher kommen Motten?

Motten im Haus sind selten gern gesehene Gäste. Obwohl es in Europa Hunderte verschiedene Mottenarten gibt, sind es vor allem zwei Arten, welche als Schädlinge in unserem Wohnraum in Erscheinung treten. Vor allem Kleidermotten oder Lebensmittelmotten richten großen Schaden an, wenn sie einmal in die Wohnung gelangt sind.

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Motten können schnell ins Haus gelangen


Woran erkannt man und woher kommen Motten im Haus?

Während Kleidermotten vor allem daran erkannt werden, dass die eigene Kleidung plötzlich etliche Löcher aufweist, erkennt man einen Befall mit Lebensmittelmotten meist an verdächtigen Spuren in befallenen Lebensmitteln. Es gibt eine Vielzahl von Mitteln zur Bekämpfung von Motten, welche dies sind und welche am besten wirken, wird nachfolgend erläutert.

Zudem wird erklärt, wie Motten überhaupt erst in das Hausinnere gelangen und wie man eine Mottenbefall am besten vorbeugen kann. Doch woher kommen Motten eigentlich und wie erkennt man sie? Die häufigsten Motten in der Wohnung sind die Kleidermotte und die Lebensmittelmotte.

Kleidermotte erkennen:

Kleidermotten nisten sich – wie der Name bereits verrät – bevorzugt in Kleiderschränken ein und hinterlassen dort deutliche Schäden in Form von Löchern in der Kleidung. Dies ist meist das erste Anzeichen, da man die Tiere selbst eher selten entdeckt. Sie sind 6-9 mm groß und variieren in der Farbe ihrer Flügel von hellgelb bis dunkelbraun. Gehäuft treten sie von Mai bis September auf.

Tatsächlich richten nicht die Motten selbst den Schaden an, sondern deren Larven. Die kleinen gelb-weißen Raupen schlüpfen circa 14 Tage nach dem Auslegen der Eier und benötigen Keratin für ihre Entwicklung. In der freien Natur nehmen sie dies meist über Federn oder Tierhaare auf. Da Wollstoffe und andere Textilien jedoch genauso gerne als Nahrungsgrundlage genommen werden, finden die Kleidermotte in unseren Kleiderschränken die optimalen Lebensbedingungen vor. Auch Polstermöbel oder Teppiche sind durch Teppichmottenbefall gefährdet.

Lebensmittelmotte erkennen:

Im Gegensatz zu der Kleidermotte, ist die Wahrscheinlichkeit eine fliegende Motte zu entdecken bei Lebensmittelmotten deutlich höher, vereinzelt sieht man eines der Tiere durch die Küche fliegen. Meist passiert dies, wenn man sie in ihren Verstecken aufschreckt.

Bevorzugt nisten Lebensmittelmotten sich in Küchenschränken oder Vorratsräumen ein, vereinfacht gesagt überall dort, wo sie an Lebensmittel gelangen können. Besonders gefährdet sind trockene Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Getreide, Müsli oder auch Tee.

Abgesehen von den aufgeschreckt umherfliegenden Motten, erkennt man einen Befall mit Lebensmittelmotten vor allem an Gespinsten in den befallenen Lebensmitteln. Diese Gespinste erinnern an Spinnweben, sind jedoch deutlich dichter. Innerhalb dieser Gespinste kann man meist auch die verpuppte Larve erkennen, woraus sich schließlich eine weitere Motte entwickelt.

Oft entdeckt man auch die Larven im Inneren von Lebensmitteln bzw. Küchenschränken oder auch an der Zimmerdecke. Die Ecken zwischen Wand und Zimmerdecke werden zudem gerne von den Larven als Ort benutzt, wo sie sich verpuppen, bis ihre Entwicklung zur Motte abgeschlossen ist.

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Wie gelangen Motten ins Haus?

Woher kommen Motten, ist man zu „unsauber“? Motten im Haus sind keinesfalls als ein Hinweis auf mangelnde Hygiene oder Sauberkeit im Haushalt zu werten. Auch eine eher unsaubere Wohnung erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Befalls keineswegs.

Tatsächlich geraten Motten bzw. deren Eier oder Larven vor allem durch uns selbst in unsere Häuser, da wir sie unwissentlich von außen mit einschleppen. Vor allem Lebensmittelmotten werden fast ausschließlich durch bereits befallene Lebensmittel beim Einkauf in das Hausinnere gebracht. Der Grund hierfür liegt in der Verpackung vieler Nahrungsmittel begründet. Luftdicht verpackte Lebensmittel werden so gut wie nie befallen.

Besonders gefährdet sind jedoch Lebensmittel, welche in einer zusätzlichen Pappverpackung verkauft werden, so z.B. Müsli. Die Larven nisten sich in dem Inneren des Kartons ein. Da sich das Müsli meist in einer zusätzlichen Plastikverpackung befindet, ist das Nahrungsmittel an sich meist (noch) nicht befallen. Sobald sich die Packung jedoch im Haushalt befindet, verbreiten sich die Larven oder Motten von dort aus und befallen etliche weitere Lebensmittel.

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Lebensmittelmotten – Durch welche Nahrungsmittel gelangen sie in den Haushalt?

Lebensmittelmotten können durch verschiedene Nahrungsmittel aus dem Supermarkt, unwahrscheinlich schnell in den eigenen Haushalt kommen. Welche Nahrungsmittel oftmals davon befallen sind:

  • Mehl
  • Reis
  • Stärke: Maisstärke, Speisestärke, Saucenbinder
  • Nüsse
  • Tee
  • Schokolade & Kakao
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Erbsen, Bohnen
  • Gewürze
  • Müsli
  • Kekse
  • Nudeln
  • Tierfutter

Ähnlich verhält es sich bei Kleidermotten. Auch sie gelangen vor auch durch Einkäufe ins Haus. Dies können natürlich Kleidungsstücke sein, vor allem Second-Hand-Kleidung ist hierbei gefährdet. Ebenso können jedoch befallene Möbel der Grund für einen Befall sein.

Kleidermotten sind in folgenden Textilien oft zu finden:

  • Kleidung
  • Teppiche
  • Polstermöbel: Couch, Matratzen, Sessel, Polsterstühle
  • Federn: Kissen, Decken, Polster
  • Gardinen
  • Stoffdecken
  • Tierbetten aus Stoff

Zudem ist es auch möglich, dass Motten selbstständig in die Wohnung gelangen. „Man wird von etwas angezogen, wie die Motten vom Licht“ oder „Wie Motten, die das Licht umschwärmen“ sind verbreitete Redewendungen. Tatsächlich werden Motten stark von Licht angezogen.

Grundsätzlich ist es nicht sonderlich wahrscheinlich, dass Motten durch geöffnete Türen oder Fenster in das Hausinnere fliegen. Ist es jedoch draußen bereits dunkel und man hat bei geöffnetem Fenster oder Terrassentür das Licht im Hausinneren angeschaltet, ist das Risiko deutlich höher.


Motten bekämpfen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Befall von Motten im Haus zu bekämpfen und woher kommen Motten eigentlich? Einige davon sind jedoch eher zu empfehlen, als andere.

Die Motten an sich zu bekämpfen – z.B. mithilfe einer Fliegenklatsche –, reicht leider nicht aus.

Da sie ihre Eier sehr versteckt in den kleinsten Ritzen von Schränken und Ähnlichem ablegen, werden selbst bei erfolgreicher Tötung aller umherfliegenden Motten, regelmäßig neue Motten nachkommen, welche wiederum neue Eier ablegen. Diesen Kreislauf gilt es komplett zu unterbrechen und zu bekämpfen, um einen Mottenbefall im Haus dauerhaft zu beseitigen.


Um dies zu gewährleisten, muss man den genauen Lebenszyklus der Motten verstehen:

Motteneier: Diese werden durch Einkäufe eingeschleppt oder von einzelnen weiblichen Motten in der Wohnung an Verstecken abgelegt.

Mottenlarven: Aus den Eiern schlüpfen schließlich Larven, welche sich je nach Art durch Lebensmittelvorräte oder Kleidung ernähren und wachsen.

Verpuppung: Sind die Larven groß genug, suchen sie sich ein sicheres Versteck – Schrankritzen, Bohrlöcher etc. – und verpuppen sich dort.

Mottenfalter: Nach einiger Zeit schlüpft aus jedem Kokon eine neue Motte. Weibliche und männliche Tiere paaren sich und es werden neue Eier ausgelegt.

Für eine dauerhaft erfolgreiche Bekämpfung ist es somit wichtig, alle Lebenszyklen der Motte abzutöten bzw. dafür zu sorgen, dass keine neue Generation nachfolgen kann.

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Motte in ihrem Kokon


Wie kann man Motten bekämpfen?

Zunächst gilt es, sämtliche Befallsherden auszumachen. Bei Lebensmittelmotten ist dies meist einfacher, da befallene Nahrungsmittel deutliche Anzeichen aufweisen. Alle befallenen Lebensmittel müssen entsorgt werden, da die Larven dort auch ihren Kot hinterlassen, dieser kann bei Verzehr gesundheitsschädigende Folgen für den Menschen haben.

Bei einem Befall mit Kleidermotten ist dies schon schwieriger, da man ungern alle Kleidung wegwerfen möchte. Zudem müsste man hierfür wohl den gesamten Inhalt des Kleiderschranks entsorgen.

Zunächst sollten alle vermutlichen Verstecke ausgeräumt und gründlichst gereinigt werden. Hierfür empfiehlt sich der Einsatz von Essig oder Essigsäure. Anschließend sollten sämtliche Schrankritzen und Ähnliches mit dem Föhn getrocknet werden, da Hitze dabei hilft, die Eier abzutöten.

Jedoch ist dieses Vorgehen in den wenigsten Fällen ausreichend, da meist nicht alle Eier abgetötet werden. Ebenso eine hilfreiche Idee Motten zu bekämpfen, sind die sogenannten Mottenkugeln.

Pheromonfallen als Bekämpfungsmittel

Im Handel findet man oft Pheromonfallen, diese enthalten bestimmte Duftstoffe, welche die Motten anlocken. Dennoch helfen diese Mottenfallen nicht wirklich bei der Bekämpfung von Motten, da sie deren Lebenszyklus nicht unterbrechen. Sie sind eher dazu gedacht, einen Befall nachzuweisen bzw. zu kontrollieren, ob nach sämtlichen Maßnahmen zur Bekämpfung noch Tiere überlebt haben.

Befallene Kleider können oft von Motten und deren Eiern befreit werden, indem man sie für einige Zeit starker Kälte aussetzt, hierfür eignet sich eine Gefriertruhe. Alternativ funktioniert auch eine Behandlung mit Hitze, so können waschbare Textilien bei 60° von Motten befreit werden.

Da dies jedoch bei Polstermöbeln und Ähnlichem nicht umsetzbar ist, stellt auch diese Variante keine sichere Art der Bekämpfung dar. Zudem werden mit dieser Methode nur einzelne Befallsherde, aber nicht sämtliche Verstecke von Mottenlarven und -Eiern befreit.

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Chemische und natürliche Mittel zur Bekämpfung

Im Handel sind zwar chemische Mittel erhältlich, jedoch ist die Wirkung umstritten. Zudem können sie auch für den Menschen schädigende Auswirkungen haben.

Als wirksamstes und zugleich vollkommen natürliches Mittel hat sich der Einsatz von Schlupfwespen erwiesen. Schlupfwespen sind ein natürlicher Feind von Motten bzw. vor allem von deren Eiern und werden somit als sogenannte Nützlinge zur Bekämpfung eingesetzt. Schlupfwespen erhält man unter anderem im Internet.

  • Je nach Befallsstärke erhält man regelmäßig eine neue Sendung mit Schlupfwespen, diese sind meist in kleinen Pappkärtchen und mit bloßem Auge kaum zu sehen.
  • Diese Kärtchen verteilt man in sämtlichen befallen Schränken, je nach Schweregrad des Befalls können einige Packungen nötig sein.
  • Ordert man online Schlupfwespen, erhält man entsprechend der ungefähren Lebensdauer der Wespen, regelmäßig eine neue Lieferung.

Dies erfolgt solange, bis der Lebenszyklus der Motten komplett abgedeckt ist, sprich bis das zuletzt gelegte Ei bereits eine fertig entwickelte Motte sein müsste. Nur so kann gesichert werden, dass alle Lebensstadien behandelt wurden.

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Motten bekämpfen – Bekämpfung mit Schlupfwespen

Schlupfwespen bekämpfen Motten, indem sie ihre eigenen Eier in die Eier der Motten ablegt. Auf diese Weise wird das Ei zerstört und es schlüpft keine Larve mehr, hierdurch entwickelt sich keine Motte, welche erneut Eier legen könnte.

Wird diese Behandlung solange durchgeführt, bis alle Motten aufgrund ihrer eigenen Lebensdauer gestorben sind und alle Eier vernichtet sind, findet die Schlupfwespe keine Nahrungsquelle mehr und stirbt somit ebenfalls.

Nach erfolgreich durchgeführter Behandlung sollte mithilfe von Motten-Klebefallen überprüft werden, ob Tiere überlebt haben. Findet man Motten an dieser Falle, muss die Behandlung mit Nützlingen fortgesetzt werden, da sich die Population der Motten ansonsten innerhalb kürzester Zeit wieder vermehrt.


Motten vorbeugen

Am besten ist es, einen Mottenbefall von Vornherein zu verhindern. Auch nach erfolgreicher Bekämpfung sollte darauf geachtet werden.

Da es meist nicht zu verhindern ist, dass man Motten bzw. deren Eier oder Larven unwissend mit ins Haus bringt, sollten im Haushalt einige Vorkehrungen getroffen werden.

  • Lebensmittel-Motten vorbeugen:

Potenziell gefährdete Lebensmittel sollten zu Hause in dicht verschlossen Vorratsdosen aufbewahrt werden. Ist ein gekauftes Lebensmittel befallen, beschränkt sich die Ausbreitung somit nur auf dieses Lebensmittel.

Entdeckt man verdächtige Anzeichen sollte das entsprechende Nahrungsmittel umgehend entsorgen. Die richtigen Aufbewahrungsbehälter sind hierbei entscheiden, bewährt haben sich Behälter mit sogenannten Klick-Verschlüssen und einer zusätzlichen Gummiabdichtung am Rand. Deckel mit Schraubverschluss bieten hingegen keinen zuverlässigen Schutz.

  • Kleidermotten vorbeugen:

Neu gekaufte Kleidung sollte vor Aufbewahrung im Kleiderschrank bei mindestens 60° gewaschen werden. Lässt das Kleidungsstück dies nicht zu, ist alternativ auch ein vorübergehendes Einfrieren möglich.

Kleidung, welche saisonweise eingelagert wird, sollte vorher ebenfalls gründlich gereinigt werden, da getragener Kleidung oft Hautschuppen oder Haare anhaften, was von Motten wiederum gerne als Nahrung genutzt wird.

Zudem können sie sich in eingelagerter Kleidung ungestört vermehren und der Schaden wird meist viel zu spät entdeckt.

Lavendelsäckchen im Kleiderschrank können vorbeugend ebenfalls helfen, da Motten diesen Geruch meiden. Zudem sollte man an Fenstern, welche man oft öffnet, im Idealfall ein Fliegengitter anbringen. Beachtet man diese Hinweise, ist ein Befall mit Motten jeglicher Art äußerst unwahrscheinlich.