Teppichkäfer bekämpfen

Der Teppichkäfer – auch Braunwurz-Blütenkäfer genannt – gehört zu der Familie der Speckkäfer, zu diesen gehören zum Beispiel auch die Museumskäfer oder die Pelzkäfer. Sie alle gehören zu den häufigsten Schädlingen im Innenbereich. Der Teppichkäfer tritt weltweit auf, in kalten Regionen ist er allerdings eher selten anzutreffen. Als sogenannten Kulturfolger findet man ihn meist ganzjährig in der Umgebung von Menschen, weshalb er vermehrt in Häusern und Wohnungen auftritt.

Teppichkäfer

Teppichkäfer


Sind Teppichkäfer Schädlinge?

Bei vielen der unliebsamen Krabbeltiere im Haus handelt es sich lediglich um Lästlinge, deren Anwesenheit im Haus zwar meist unerwünscht, aber ungefährlich ist. Bei den Teppichkäfern hingegen handelt es sich um Schädlinge, da sie enormen Schaden verursachen können.

Während die Käfer sich hauptsächlich von pflanzlichen Bestandteilen ernähren, ernähren sich ihre Larven – aufgrund des darin enthaltenen Keratins – bevorzugt von Federn oder Haaren. Aus diesem Grund findet man sie besonders häufig in Betten, Sofas, Bettkästen oder auch Teppichen, wo sie ganze Federdecken, Daunenkissen, Wolldecken oder auch Pelze zerstören können. Des Weiteren verlieren die Larven kleine Haare, welche im Hausstaub verbleiben und Allergie auslösen können.

In der Natur erfüllen Teppichkäfer durchaus nützliche Aufgaben, so sorgen sie durch ihre Fressvorlieben dafür, dass Kadaver von Tieren mit Fell beseitigt werden. In Haus und Wohnung können sie durch ihr Verhalten jedoch enorme Material- und Hygieneschäden verursachen.

Aus diesen Gründen sollte ein Befall dringend behandelt werden, eine erfolgreiche Bekämpfung erfordert jedoch einiges an Geduld und Maßnahmen, oft ist die Hilfe eines Schädlingsbekämpfers unumgänglich, insbesondere bei starkem Befall.

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Teppichkäfer: Larven und Eier erkennen

Die Familie der Speckkäfer besteht aus verschiedenen Arten, von denen jede unterschiedliche körperliche Merkmale besitzt. Je nach Art werden die Käfer zwischen 3 – 4,5 mm groß, sind schwarz gefärbt und besitzen andersfarbige Schuppen. Ein auffälliges Merkmal stellt das ein rotes Band entlang der Flügeldecken dar. Der Halsschild ist je nach Art rot oder gelblich gefärbt. Einige Arten ähneln in ihrem Erscheinungsbild dem der bekannteren – und harmlosen – Marienkäfern.

Die Larven werden – abhängig von der Art – bis zu 6 mm groß, sind behaart und besitzen zusätzlich sogenannte Pfeilhaare. Diese sind mit Widerhaken versehen und brechen an den Spitzen oft ab. Diese sind es auch, die bei vielen Menschen Allergien auslösen können.

Aufgrund der vielen Arten, welche zur Familie der Speckkäfer gehören, ist es schwierig, diese genau zu erkennen. Da je nach Art die Bekämpfung entsprechend angepasst werden muss, ist eine genaue Definition, um welchen Schädling es sich handelt, jedoch äußerst wichtig.

Teppichkäfer – Befall erkennen

Teppichkäfer finden auf verschiedenste Weisen ihren Weg in menschliche Wohnungen. Oft werden sie durch Einkäufe – z.B. in Tierfutter – selbst eingeschleppt, sie können aber auch durch geöffnete Fenster in Wohnbereiche fliegen. Besonders gerne legen die Weibchen ihre Eier in Tierbauten oder Vogelnester, von wo aus diese ihren Weg in das Haus finden.

Erste Indizien für einen Befall sind oft kleine Löcher in Kleidung oder angefressene Teppiche. Meist wird dahinter die Kleidermotte vermutet, oft jedoch handelt es sich um Anzeichen für einen Befall durch Teppichkäfer.

Eine Möglichkeit der Kontrolle ist das regelmäßige Überprüfen der möglichen Verstecke. Teppichkäfer leben gerne unter Teppichböden, sodass man bei einem Verdacht unter den Ecken des Teppichs nachschauen sollte. Auch andere Textilien, bevorzugt solche, die in dunklen und warmen Umgebungen gelagert werden, sind ein beliebtes Versteck.

Hierzu gehören beispielsweise Geschirrtücher in dunklen Abstellkammern oder eingelagerte Kleidung oder Decken in warmen und dunklen Kellerräumen. Meist findet man an diesen Orten nicht nur die etwa stecknadelkopfgroßen Käfer, sondern auch deren Larven.

Ein weiteres Zeichen, das für einen Befall spricht, ist das Auffinden von kleinen Kotkügelchen. Bei Berührung drehen Teppichkäfer sich auf den Rücken, hierdurch lassen sie sich gut von anderen, optisch ähnlichen Arten des Speckkäfers unterscheiden. Auch die Art der befallenen Gegenstände lässt Rückschlüsse auf den genauen Schädling zu.

Teppichkäfer bzw. hauptsächlich deren Larven befallen mit Vorliebe Textilien, so zählen beispielsweise Teppiche, Matratzen, Daunenkissen, Gardinen, Schlafsäcke, aber auch Lederwaren zu ihrer favorisierten Nahrung.


Teppichkäfer bekämpfen und loswerden

Die Bekämpfung von Teppichkäfern ist zwar an sich recht gut möglich, aber mit viel Aufwand verbunden. Zum einen müssen sämtliche befallene Stellen ausfindig gemacht werden, zum anderen müssen alle Entwicklungsstadien erfolgreich bekämpft werden.

Zwar sind es nur die Larven, die erheblichen Schaden anrichten, jedoch müssen auch die Käfer sowie die Eier abgetötet werden, da es ansonsten nach kürzester Zeit zu einem erneuten Ausbruch kommt.

Um alle Stadien zeitgleich zu bekämpfen, ist es ratsam verschiedene Maßnahmen zu kombinieren. Dies bedeutet, dass im besten Fall durch die Reinigung die Eier aufgesaugt und entfernt werden und zugleich die Nahrungsgrundlage der Käfer und Larven – in Form von Haaren, Fell, Federn oder Hautschuppen – beseitigt wird. Um zu garantieren, dass wirklich alle Lebenszyklen dabei erfolgreich bekämpft wurden, sollte dies mehrfach – in regelmäßigen Abständen – wiederholt werden.

Für eine möglichst erfolgreiche Behandlung, gilt es, zu allererst sämtliche Verstecke ausfindig zu machen, was mit einigem Aufwand verbunden sein kann. Mögliche Verstecke sind beispielsweise:

  • Kleiderschränke
  • Schwer zugängliche Stellen unter/hinter Betten und anderen Möbeln (Küchenzeile)
  • Polsterritzen & Matratzenritzen
  • Bettkästen
  • Unter Teppichen
  • Eingelagerte Kleidung
  • Staubsaugerbeutel
  • Tierbetten & – Käfige
  • Wäschekörbe
  • Kleidung mit Fellbesatz

Grundsätzlich gilt: Je stärker der Befall, umso größer der Aufwand bei der Bekämpfung. Nachdem alle Verstecke und Befallsorte ausfindig gemacht wurden, gilt es, diese schädlingsfrei zu machen. Je nachdem, wo die Käfer und Larven vorkommen, gibt es verschiedene Vorgehensweisen, um dies zu erreichen:

Befallene Lebensmittel und Tierfutter müssen vollständig entsorgt werden. Zum einen sind die dort hinterlassenen Haare und Kotreste gesundheitsgefährdend, zum anderen ist ohne vollständiges Entsorgen keine sichere Bekämpfung möglich.

Befallene Textilien sollten – sofern sie nicht ohnehin schon zu stark beschädigt sind – bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Bei Kleidung, die dies nicht überstehen würde, kann man auch mit Kälte arbeiten, hierfür werden die befallenen Kleidungsstücke nach einer vorherigen gründlichen Reinigung für einige Tage in die Tiefkühltruhe gelegt. Alternativ ist auch eine chemische Reinigung möglich.

Haben die Larven und Käfer schwer zugängliche Stellen befallen, gestaltet sich das Bekämpfen und Loswerden um einiges schwieriger. Zunächst müssen diese Stellen zugänglich gemacht werden.

Hierfür kann es unter Umständen nötig sein, Teppiche zu entfernen, Fußleisten abzumontieren oder bei Befall hinter der Küchenzeile, sogar die gesamte Küche abzubauen. Auch Ritzen in Dielenböden sind ein beliebter Ort, an dem die Weibchen ihre Eier ablegen. Diese Stellen müssen anschließend mit Insektiziden behandelt werden.

Die Stärke des Befalls

Je nach Befallsstärke und Zugänglichkeit der befallenen Stellen, ist es ratsam einen Fachmann zu beauftragen, der sich um das Loswerden der Teppichkäfer kümmert, da dieser bei starkem Befall meist noch weitere Verstecke ausfindig machen wird und nur eine hundertprozentige Ausrottung letztlich Erfolg bringt. Erwischt man nur einen Teil der Stellen, breiten sich die Schädlinge innerhalb kürzester Zeit erneut aus.

Bei weniger starkem Befall kann es bereits ausreichend sein, die entsprechenden Textilien gründlich zu reinigen, wenn möglich durch maschinelle Wäsche bei mindestens 60 Grad, Teppiche und Polstermöbel sollten täglich gründlich mit einem leistungsfähigen Staubsauger abgesaugt werden, auch die Ritzen und Zwischenräume müssen hierbei besonders gründlich gereinigt werden.

Wichtig hierbei ist, den Staubsaugerbeutel unbedingt zu entfernen, bzw. den Behälter gründlich zu leeren und auszuwaschen, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern. Zudem sollte der Müll, in den der Staubsauger entleert wird, zügig entsorgt werden. Auch der Einsatz eines Dampfreinigers kann helfen. Waren alle diese Methoden nicht erfolgreich, ist der Griff zu Insektiziden jedoch unumgänglich.

Teppichkaefer

Teppichkäferbefall aufhalten und bekämpfen


Mittel gegen Teppichkäfer aus dem Handel

Im Handel sind verschiedene Mittel auf chemischer oder natürlicher Basis gegen Teppichkäfer erhältlich.

Vernebler/ Fogger: Die sogenannten Vernebler sind auch als Fogger bekannt (engl.: fog = Nebel). Diese Maßnahme ist bei starkem Befall zu empfehlen, da sie äußerst wirksam ist und der Nebel auch schwer zugängliche Stellen erreicht.

Da der Nebel jedoch gesundheitsschädigend ist, darf sich während der Anwendung niemand in Haus oder Wohnung aufhalten. Auch Haustiere dürfen diesem Nebel keinesfalls ausgesetzt werden. Die Behandlung dauert einige Stunden, anschließend muss sehr gründlich gelüftet werden.

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Ungeziefer-Spray: Permanent Ungeziefersprays auf Basis von Natur-Pyrethrum sind besonders praktisch für schwer zugängliche Ritzen in Holzböden oder hinter Möbeln. Das Insektizid wird aus den Blüten der Wucherblumen gewonnen und ist für Menschen und Haustiere weitestgehend unschädlich, direkter Kontakt oder Einatmen sollte jedoch vermieden werden.

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Teppichkäfer Falle aufstellen

Pheromonfallen: Pheromonfallen werden zwar oft als Behandlung von Teppichkäfer-Befall empfohlen, es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Bekämpfung im eigentlichen Sinne. Sie dienen lediglich dem Nachweis eines Befalls. Sie sollten nach der eigentlichen Behandlung eingesetzt werden, um zu testen, ob diese erfolgreich war.

Auch vor der eigentlichen Behandlung können sie verwendet werden. Hierfür verteilt man mehrere Fallen in den unterschiedlichen Zimmern oder Schränken, um zu überprüfen, ob sich dort Käfer und Larven angesiedelt haben. Auch zum Fangen und der anschließenden genauen Bestimmung der Schädlingsart eignen sie sich. Die Fallen wirken jedoch nicht bei allen Arten, der Australische Teppichkäfer ist gegen die enthaltenen Lockstoffe immun. Ähnliche Schädlinge sind  Speckkäfer, die ebenfalls zu den häufigsten Ungeziefern in Kleiderschränken gehören.

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Befall vorbeugen

Es gibt einige vorbeugende Maßnahmen, welche getätigt werden sollten, um einen erneuten bzw. einen erstmaligen Befall zu verhindern.

  • Eine Methode zur Vorbeugung besteht darin, zu verhindern, dass die Larven die zur Entwicklung benötigte Nahrung erhalten.
  • Da diese Keratin benötigen, was sie hauptsächlich in Haaren vorfinden, ist eine gründliche Reinigung wichtig.
  • Dementsprechend sollten Teppiche, Bettbezüge, Tierbetten, Kleidung usw. regelmäßig gründlich abgesaugt oder falls möglich bei Heißwäsche gewaschen werden.
  • Den Inhalt des Staubsaugerbeutels anschließend entsorgen.
  • Eingelagerte Kleidung sollte möglichst verpackt verstaut werden, entweder in Plastikhüllen oder in verschließbaren Kisten.

Vorbeugend kann auch Schutzspray mit Neemöl eingesetzt werden. Dieses schützt bis zu 4 Monaten vor Befall und eignet sich sowohl für Kleidung als auch Möbel. Um ein Eindringen der Schädlinge von außen zu erschweren und somit das Risiko eines Befalls deutlich zu verringern, empfehlen sich Insektengitter an Fenster und Türen während der warmen Jahreszeit.


Hausmittel gegen Teppichkäfer

Wie auch so oft, kann man auch beim Teppichkäfer zu Hausmitteln greifen. Zu diesen gehören unter anderem Teebaumöl, Lavendel oder auch Neemöl, welcher auch als Niemöl bekannt ist. Besonders effektiv sind Produkte mit fossilem Plankton, dies ist vielen unbekannt, empfiehlt sich jedoch zur Behandlung. Der pudrige Wirkstoff setzt sich in den Schädlingen fest und trocknet diese aus.

Das Neemöl wirkt sich auf den Hormonhaushalt der Käfer aus und verhindert so, dass sich die Ungeziefer häuten und verpuppen können. Zur erfolgreichen Bekämpfung kann auch Teebaumöl in warmem Wasser aufgelöst und über die befallenen Stellen verteilt werden. Hilfreich kann es auch sein, Lavendelbündel und Sträuße im Raum aufzuhängen, so siedeln sich die Teppichkäfer meist gar nicht erst an.