Wespennest im Boden entfernen

Wespen gehören durch die möglichen Stiche zu den unbeliebten Mitbewohnern. Vor allem im Gartenboden angesiedelte Wespen sind eine Gefahr. Ob Kinder, Erwachsene oder Haustiere, Verletzungen sind vorprogrammiert. Aus diesem Grund sollten Wespennester im Boden aufgespürt und vollständig entfernt werden. Dabei darf kein Risiko für die eigene Gesundheit entstehen. Die Wespen, die im Erdreich leben, werden als Erdwespen bezeichnet. Dies beschränkt sich überwiegend auf die gemeine- und die deutsche Wespe.

Nest im Inneren


Wespennest im Boden erkennen

Wird ein Nest im Erdreich entdeckt, ist zu überprüfen, ob es sich wirklich um Wespen handelt. Es könnten ebenfalls Bienen oder Hummeln sein. Zumeist suchen diese Tiere im Boden lediglich ein Versteck. Sie gelten als friedlich, wenn nicht aus Versehen darauf getreten wird. Um die Tiere zu finden, ist es sinnvoll, die Verhaltensweisen zu kennen:

  • Wochenlanges Beobachten des geeignet Platzes vor dem Nestbau.
  • Öffnungen im Erdreich werden bevorzugt, wie Mauslöcher und Erdnischen.
  • Standort in der Nähe von Terrassen.
  • Nach Entscheidung durch die Tiere kommt ein schneller Bau.
  • Beherbergt etwa 5000 Wespen.

Durch ein erhöhtes Vorkommen von Wespen ist die Vermutung anzustellen, dass sich in der direkten Umgebung ein Wespennest befindet. Um es zu finden, bietet es sich an, dass die Tiere und deren Flugrichtung beobachtet werden. Auf diese Weise ist die ungefähre Region im Garten, Terrasse oder am Haus einzuordnen. Dabei sollte man sich nicht irritieren lassen, wenn die Tiere zum Boden fliegen. Mit genauem Hinsehen lassen sich die Nester erkennen, die in den Boden gebaut wurden. Auf den ersten Blick sind sie unauffällig.

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Erdwespen – Was tun?

Bei Wespen aller Art ist wichtig, dass die Tiere nicht angegriffen werden. Dazu gehört ebenfalls, dass die Tiere nicht verscheucht werden. Bei Wespen gilt, dass sie normalerweise keine Menschen angreifen. Allerdings verteidigen sich die Tiere, wenn sie sich bedroht fühlen. Außerdem sollte man Erdwespen nicht mit Erdbienen, welche sehr harmlos sind aber unter Artenschutz stehen, verwechseln.

Vor allem im Herbst, wenn Fallobst am Boden liegt, kann es in der Umgebung des Nestes vorkommen, dass auf die Tiere getreten wird. Aus diesem Grund sollte keinesfalls barfuß auf dem Rasen gegangen werden. Kommt es zur Verletzung eines einzelnen Tieres ist zu beobachten, dass schnell andere Wespen zur Hilfe eilen. Dies erfolgt über Geruchsstoffe, die automatisch freigesetzt werden.

Wespen lassen sich von süßen Gerüchen anlocken. Aus diesem Grund sollten Türen und Fenster stets geschlossen gehalten oder mit einem Fliegengitter abgesichert werden. Werden Lebensmittel im Freien verzehrt, ist vor jedem Biss oder Schluck ein Blick auf die Flasche oder das Essen zu werfen.

Stiche im Bereich des Halses und Gesichts sind schmerzhaft und mit einer längeren Heilungszeit verbunden. Bei allergischen Reaktionen kann der Stich im schlimmsten Fall tödlich enden. Aus diesem Grund sollte ein ausreichender Abstand gehalten werden.

Mit speziellen Gerüchen lassen sich die Wespen von der eigenen Terrasse ablenken. Im Handel werden spezielle Wespensprays angeboten. Alternativ bieten sich Pflanzen an, die über entsprechende Gerüche verfügen. Dies bezieht sich vor allem auf die unterschiedlichsten Kräuter. Basilikum auf dem Tisch kann eine zusätzliche Abschreckung bewirken.


Darf das Wespennest im Boden selbst entfernt werden?

Es gibt mehrere Gründe, die gegen eine eigenständige Entfernung des Wespennestes im Boden sprechen:


  • Wespen stehen unter Naturschutz – eine Zerstörung des Nestes oder Tötung der Tiere ist mit einem Ordnungsgeld verbunden.
  • Bei Beginn der Entfernung werden die Wespen aufgescheucht und aggressiv.
  • Dementsprechend muss mit Stichen gerechnet werden.
  • Privatpersonen verfügen nicht über die notwendige Ausrüstung, die eine Umsiedlung möglich macht.
  • Fehlendes Wissen erschwert die Arbeit und den Umgang mit den Tieren.

Aus diesen Gründen erfordert das Vorhaben sehr viel Mut. Wesentlich sinnvoller und sicherer ist es einen Fachmann damit zu beauftragen. Dieser hat die Kenntnisse und die Ausrüstung, die für eine Umsiedelung notwendig sind. Zudem wissen Experten, wo sie das Nest hinbringen können und dürfen.

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Wespennest ausbrennen oder ausrotten?

Sowohl beim Ausbrennen, wie auch beim Ausrotten würde es zu einer Beschädigung des Nestes und der Tiere kommen. Dementsprechend kann dies zu einer Strafe führen. § 39 Absatz 14 im Bundesnaturschutzgesetz beschreibt, dass diese Tiere nicht in ihrer Entwicklung gestört werden dürfen.

Um mit dem Gesetz nicht in Konflikt zu geraten, wird bei größeren Entfernungen empfohlen, dass das Nest umgangen wird. Dabei sollte bekannt sein, dass Wespen sich jedes Jahr ein neues Nest bauen. Dementsprechend ist es absehbar, wie lange Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen bestehen.

Eine Umsiedlung bietet sich an, wenn das Wespennest im Boden eine deutliche Beeinträchtigung im Leben und der Sicherheit mit sich bringt. Dies bezieht sich vor allem auf Kinder. Wer doch auf die Idee kommt, mit einem heißen Gegenstand oder einer Flamme in das Nest zu gehen, muss mit unzähligen Stichen rechnen. Der Überlebenskampf der Wespen zeigt sich rasch durch Verteidigungsmaßnahmen.

Erdwespe


Wespennest im Boden fluten

Ebenfalls verlockend klingt die Idee, dass das Wespennest geflutet werden kann. In diesem Fall sollte ebenfalls auf die Reaktion der kleinen Tiere geachtet werden. Zu bedenken ist, wie auch bei den anderen Methoden, dass die Umsetzung gegen das Naturschutzgesetz verstößt. Aus diesem Grund sollte von dieser Idee Abstand gehalten werden.

Wer übernimmt die Umsiedlung?

Befindet sich das Erdwespennest in einem unpraktischen Bereich und es kann nicht damit umgegangen werden, wenn es nach dem Sommer weiterhin besteht, ist eine Umsiedelung zu organisieren. Hierfür bieten sich unterschiedliche Personenkreise an:

  • Geschultes Fachpersonal
  • Imker
  • Feuerwehr

Mit der Situation arrangieren

Am besten ist es, wenn sich – zum eigenen Schutz und dem Schutz der Wespen – Hausbewohner mit der Situation des Wespennestes im Boden arrangieren können. Mit einigen Veränderungen der Gewohnheiten können Wespen und Menschen oftmals problemlos nebeneinander und miteinander leben

Der Rasen darf in dem betreffenden Sommer ausschließlich mit Schuhen betreten werden. Die Region um das Erdnest ist zu meiden. Um die Tiere aus dem gewöhnlichen Lebensbereich, wie vom Tisch und der Terrasse fernhalten zu können, sind Ablenkdüfte einsetzbar. Zusätzlich bietet sich eine Ablenkfütterung an. Hierfür können Obst und Krümmel in der Nähe des Nestes abgelegt werden. Damit sind die Tiere für einige Zeit versorgt.

Durch eine Aufklärung aller Hausbewohner, vor allem von Kindern, lässt sich eine gewisse Akzeptanz für die Wespen erreichen. Die Natur braucht alle Tiere, da sie für eine Säuberung sorgen. Sinnvoller als die Entfernung ist die Verhinderung der Ansiedelung, die im Frühjahr stattfindet.