Wühlmausgift

Wühlmäuse und Maulwürfe im Garten sind für jeden Gärtner eine mittlere Katastrophe. Schließlich sind die Tierchen besonders hartnäckig. Haben die Vierbeiner erst einmal ihr Gebiet gefunden und besteht ausreichend Nahrung ist es nur schwer, die Tiere wieder loszuwerden. Die Wühlmäuse und Maulwürfe zu bekämpfen ist eine schwierige Aufgabe. Allerdings gibt es einige Tipps und sogar Hausmittel, die dabei helfen, die Plage in den Griff zu bekommen. Wühlmausgift darf ebenfalls eingesetzt werden.

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Wühlmausgift Köder nutzen


Darf man Wühlmäuse vergiften?

Auf dem eigenen Gelände darf Gift gegen Wühlmäuse bedenkenlos eingesetzt werden. Bei Maulwürfen ist dies jedoch anders. In den 20er und 30er Jahren wurde bereits Jagd auf Maulwürfe gemacht. Das Fell der Tiere war zu dieser Zeit sehr beliebt in der Modebranche. Seit dem Jahr 1988 jedoch ist das Töten von Maulwürfen allerdings verboten, da sie unter Natur- und Artenschutz stehen.

Gift gegen Maulwürfe strafbar

Wer die Tiere dennoch mit Gift oder ähnlichem tötet macht sich strafbar. Eine hohe Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren kann bei der Tötung der Tiere anfallen. Es ist daher wichtig auf Methoden zurückzugreifen, die nicht tödlich für Maulwürfe sind. Hierfür gibt es spezielle Wühlmausgifte und Wühlmausfallen, die für Maulwürfe unbedenklich sind.

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Wühlmaus erkennen

Im Vorfeld ist es wichtig zu erkennen, ob sich Wühlmäuse oder Maulwürfe im Garten befinden. Eine einfache Lösung dazu ist, die Hügel im Garten genauer zu inspizieren.

Wühlmäuse haben im Vergleich zu Maulwürfen deutlich kleinere Hügel, da die Tiere auch kleiner als Maulwürfe sind. Das Loch der Maulwürfe ist in der Mitte des Hügels zu erkennen. Die Wühlmaus geht hingegen neben dem Wühlhaufen in den Boden.

Bei Unsicherheiten kann man die Verwühlprobe anwenden, um den Täter letztendlich zu entlarven. Bei der Verwendung von Wühlmausgift ist sicherzustellen, dass das Gift nicht bei Maulwürfen wirkt. Denn dort ist der Einsatz von Giften und Tötungsfallen verboten. Bei der Verwühlprobe geht man folgendermaßen vor:

  • Sobald man einen Hügel im Garten entdeckt und nicht genau weiß, von welchem Tier dieser stammt einfach eine Schaufel nehmen und umgraben.
  • Nachdem der Hügel umgegraben wurde heißt es nur noch abwarten.
  • Sollte der Gang innerhalb von wenigen Stunden zugeschüttet sein, handelt es sich um eine Wühlmaus.
  • Sollte nichts passieren handelt es sich um einen Maulwurf. Die Tiere betreten keine beschädigten Gänge und bauen stattdessen einen neuen.

Eine weitere Möglichkeit um herauszufinden, welche Bewohner sich im Garten befinden ist die Nutzung einer Karotte. Die Karotte wird einfach in die Öffnung des Gangsystems gesteckt. Nach einiger Zeit kann man diese wieder herausnehmen und schauen, ob sie angeknabbert wurde. Sollte dies der Fall sein, kann man ebenfalls sicher sein, dass es sich um Wühlmäuse handelt.

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Wühlmäuse vertreiben

Es gibt verschiedene Wege, die Wühlmäuse zu vertreiben. Die folgenden sind die bekanntesten Methoden:

  • Wühlmausfallen, die speziell für das Einfangen der Tiere entwickelt wurden.
  • Giftköder, bei denen die Tiere mit Hilfe eines Gifts getötet werden.
  • Buttersäure, die bis heute als echter Geheimtipp gilt.

Eine tierliebe Variante ist, wenn man die Wühlmäuse mit Hilfe einer Lebendfalle einfängt. Die Tiere werden dann schließlich lebendig in die Falle gelockt und können an einem anderen Ort freigelassen werden. Mit Hilfe einer Möhre oder anderem Gemüse als Köder kann man die Tiere in die Fallen locken. Wühlmäuse haben einen ausgeprägten Geruchssinn und können das leckere Gemüse Kilometerweit riechen.

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Gift oder Gas gegen Wühlmäuse ist auch weit verbreitet und denkbar einfach einzusetzen. Die Giftköder werden einfach in den Gängen der Wühlmäuse verteilt. Anschließend heißt es nur noch abwarten und beobachten. Das Gas wird ebenfalls in die Gänge der Tiere gesprüht.

Doch auch Hausmittel können eine gute Hilfe sein. Hierzu empfiehlt es sich den Flaschentrick zu nutzen, der auch bei einem Maulwurf angewandt werden kann. Wühlmäuse mögen die Geräusche durch Flaschen mit der Öffnung nach oben eingegraben überhaupt nicht und ergreifen dann die Flucht. Es gibt auch einige Geräte, wie unter anderem die Ultraschallgeräte, die bestimmte Töne abgeben und die Mäuse dann auf diese Weise vertreiben.


Wühlmausgift und Köder anwenden

Wühlmaus Giftköder arbeiten meist mit Coumatetralyl als Wirkstoff. Dieser wirkt nur bei Wühlmäusen. Dieser auf Pflanzenbasis hergestellte Köder ist für Wühlmäuse sehr attraktiv. Einfach die Wühlmausbauten aufgraben und je einen Beutel pro 8 – 10 m Ganglänge auslegen.


Wühlmausgift selbst herstellen

Wer die Wühlmäuse im Garten mit Gift bekämpfen möchte sollte vorsichtig sein und mit großer Sorgfalt vorgehen. Es kann schließlich passieren, dass auch andere in Mitleidenschaft gezogen werden oder sogar die eigenen Haustiere oder Kinder etwas von dem Gift abbekommen. Hinzu kommt, dass die Giftköder im Herbst oder Winter ausgebracht werden sollten, da sich die Schädlinge zu dieser Zeit weniger Nahrung versprechen und deutlich schneller auf die Giftköder anspringen.

Hobbygärtner sollten die Giftköder auf keinen Fall selber herstellen. Es ist wichtig, dass man diese im Fachhandel bezieht. Das sogenannte Giftweizen kann man nach Herstellerangaben einfach nutzen und im Garten einsetzen. Es gibt jedoch auch genannte Lebendfallen, bei denen die Tiere in keinem Fall zu Schaden kommen.