Wühlmausfalle

Wühlmäuse gehören zu den Wühlern, von denen es mehr als 150 Arten gibt. Auch Feldmäuse, Bisamratten und Lemminge gehören zu den Wühlern. Die kleinen Tiere sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und können einen großen Schaden anrichten. Sie graben sich unterirdische Gänge in der Erde und können unter Umständen die ganze Ernte vernichten. Dabei verschonen die Tiere weder Blumen noch Obst. Gartenfreunde und Hobbygärtner sollten daher schnell handeln und schon bei den ersten Schäden eine Falle aufstellen.

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Beispiel einer Wühlmausfalle Quelle: Swissino


Fallen gegen Wühlmäuse

Im Kampf gegen den ungebetenen Gast bietet der Handel verschiedene Fallen an, mit denen sich Wühlmäuse fangen lassen. Neben Lebendfallen, mit denen sich die Tiere auch einfangen lassen, sind Tötungsfallen im Kampf gegen die Wühler jedoch die bessere Wahl. Mäusefraß, der durch die Tiere entsteht, kann Blumen, Obst und Gemüse im Garten völlig zerstören. Zudem machen die Tiere auch vor Wurzeln keinen Halt, sodass der Schaden enorm sein kann. Das Fangen mit einer Tötungsfalle bringt schnell Erfolg, sodass sich die Wühlmäuse in relativ kurzer Zeit vernichten lassen.

Drahtfallen gegen Wühlmäuse

Diese Fallen gehören im Kampf gegen die Wühlmaus zu den effektiven Fallentypen. Die Falle besteht aus Draht und kann mit ein wenig Kraftaufwand gespannt werden. Dazu werden die zwei Drahtarme zusammengedrückt, wodurch sich vorne die zwei Fangarme öffnen. So gespannt muss die Drahtfalle an der richtigen Stelle ca. 30 cm in die Erde eingelassen und schließlich mit einem Köder versehen werden. Das Besondere an diesem Fallentyp ist, dass Drahtfallen die Tiere von beiden Seiten fangen können.

Zangenfallen

Zangenfallen funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Die Zangenfalle wird an den Griffen zusammengedrückt, wodurch sich vorne zwei Greifarme öffnen. Zwischen diesen wird beim Einsetzen der Falle in Köder platziert. Versucht die Wühlmaus diesen zu greifen, löst sie den Mechanismus aus und die Greifarme schnappen zu. Zangenfallen können Wühlmäuse nur in eine Richtung fangen.

Schlagfallen

Genau wie die Drahtfalle gehört auch die Schlagfalle zu den sogenannten Tötungsfallen. Sie wird auch beim Fangen von Mäusen und/oder Ratten verwendet. Schlagfallen gegen Wühlmäuse bestehen aus einer Metallplatte und einem Metallbügel. Auf der Platte wird ein Köder befestigt und anschließend der Metallbügel gespannt. Sobald die Wühlmaus auf die Platte tritt, um sich den Köder zu holen, löst sich der gespannte Metallbügel und schlägt nach unten.

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Selbstschussfallen gegen Wühlmäuse

Diese Fallen töten die Wühlmäuse nicht durch einen Drahtbügel, sondern funktionieren mit Gaspatronen. Sie lassen sich leicht und mit einer Hand spannen und müssen an der richtigen Stelle platziert werden. Diese Fallen müssen zuerst mit dem Überwurfbügel gesichert und dann mit der Gaspatrone bestückt werden. Danach wird die geladene Schussfalle in den Gang der Wühlmaus gestellt und wird am hinteren Ende fixiert. Sobald sich die Wühlmaus im Gang der Falle nähert, wird der Auslöser aktiviert und die Maus durch den Druck der Gaspatrone getötet. Dazu reicht schon das Verschieben von Erde im Gangsystem aus.

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Wühlmaus-Rohrfallen

Es gibt preiswerte Rohrfallen aus Kunststoff und etwas teurere Modelle aus Metall. Beide Fallentypen eignen sich gut, um Wühlmäuse zu bekämpfen. Damit die Falle richtig platziert werden kann, muss mit einem sogenannten Suchstab zuerst ein Gang der Wühlmaus gesucht werden. Sobald dieser gefunden ist, wird der Zugang geöffnet und die Falle in den Gang gesteckt. Sobald die Falle im Erdreich steckt, kann der Spannhebel gezogen werden. Am unteren Ende der Falle sitzt der Auslöser mit zwei Querdrähten, die den Schlagzylinder auslösen, sobald die Wühlmaus die Falle betritt.

Der Handel bietet auch Rohrfallen zum Fangen von Maulwürfen an, siehe Maulwurffalle. Diese gehören zu den Lebendfallen und können auch bei Wühlmäusen zum Einsatz kommen. Rohrfallen für Maulwürfe haben keinen Schlagzylinder, sondern bestehen aus einer Röhre mit Klappensystem. Ist die Wühlmaus in der Röhre, löst sie ebenfalls einen Mechanismus aus, wodurch sich die Einstiegsklappe schließt und die Maus in der Falle fängt.

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Passende Falle finden

Schlagfallen: Wühlmäuse gehören nicht zu den geschützten Tieren und dürfen mit verschiedenen Fallen gefangen und getötet werden. Bei einem hohen Befall ist es immer ratsam, mehrere Fallen und verschiedenen Stellen zu platzieren, um möglichst viele Wühlmäuse in kurzer Zeit zu fangen. Welche Fallen sich dazu am besten eignen, ist von der Befallsdichte und der Bodenbeschaffenheit abhängig. Viele Wühlmäuse auf einem größeren Feld lassen sich gut mit Schlagfallen fangen.

Sobald etwas Erde von dem Hügel der Wühlmaus abgetragen wurde und das Eingangsloch zu sehen ist, wird die gespannte und mit Köder versehene Falle genau vor diesem Loch platziert. Die gefangenen Wühlmäuse können dann einfach aus der Falle heraus entsorgt werden, und diese wieder neu aufgestellt werden.

Drahtfallen: Fangen die Wühlmäuse zuverlässig, eignen sich in der Regel aber nicht für Gemüse- oder Blumenbeete, da der Gang beim Setzen der Falle ca. 30 cm tief aufgegraben werden muss. In der Regel werden diese Fallen daher auch nicht auf Rasenflächen verwendet. Haben sich Wühlmäuse jedoch auf einem umgegrabenen Stück Erde breitgemacht, dann sind diese Fallen bestens geeignet.

Zangenfallen: Diese Fallen werden direkt vor bzw. oben in dem offenen Eingangsloch platziert und eignen sich daher für alle Flächen, da beim Aufstellen kein weiterer Schaden entsteht.

Selbstschussfallen: Die sogenannten Schussfallen lassen sich in der Regel an fast jeder Stelle gut platzieren. Da die Fallen sehr schmal gebaut sind, kann der Gang der Wühlmaus leicht und ohne großen Schaden geöffnet, und die Falle eingesetzt werden. Da diese Fallen zu den teuren Fallentypen gehören, eignen sie sich eher bei einem geringen Befall. Wird die Falle auf einer Rasenfläche verwendet, ist es ratsam, den abgestochenen Rasen beiseite zu lagen, und ihn nach dem erfolgreichen Fang wieder aufzulegen und neu anwachsen zu lassen.

Wühlmaus-Rohrfallen: Der Handel bietet verschiedene Rohrfallen gegen Wühlmäuse an, sodass auch sehr preiswerte Modelle zu haben sind. Rohrfallen lassen sich leicht ins Erdreich bringen und verursachen keinen großen Schaden an der Oberfläche. Die Wühlmaus-Rohrfallen werden in ein bestehendes Gangsystem eingesetzt und eignen sich für alle Flächen wie Felder, Rasen usw.


Wühlmäuse fangen

Bevor Fallen gegen Wühlmäuse aufgestellt werden, muss man sich versichern, dass es sich bei den ungebetenen Gästen wirklich um Wühlmäuse und nicht um Maulwürfe handelt. Im Vergleich zur Wühlmaus gehört der Maulwurf zu den geschützten Tierarten und darf weder verletzt, gejagt noch getötet werden. Fallen zur Bekämpfung von Wühlmäusen gehören jedoch zu den Tötungsfallen und dürfen daher im Kampf gegen Maulwürfe auf keinen Fall verwendet werden.

Wer sich nicht sicher ist, ob es sich um Maulwürfe oder Wühlmäuse handelt, kann sich an den folgenden Unterschieden orientieren:

  • Die aufgeschüttete Erde auf einem Maulwurfshügel ist feiner als die von Wühlmäusen. Zudem bestehen die Erdhügel nur aus reiner Erde, während sich bei einem Wühlmaushügel auch Pflanzen- und Wurzelreste in der Erde befinden.
  • Handelt es sich um einen Maulwurfshügel, dann ist das Loch ziemlich genau in der Mitte des Hügels zu erkennen. Bei Wühlmäusen hingegen befindet sich das Eingangsloch immer etwas mehr seitlich gelagert.
  • Ein Erdhaufen, der von einer Wühlmaus stammt, ist relativ flach. Der Maulwurf hingegen wirft seinen Hügel höher mit Erde voll, sodass dieser nicht flach ist, sondern nach oben hin spitz zuläuft.
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Flinke Wühlmaus


Wühlmausfallen richtig aufstellen

Am besten lassen sich Wühlmäuse im Herbst einfangen. Zu dieser Jahreszeit wird die Nahrung in der Freien Natur knapper, und die Wühler lassen sich dem entsprechend gut von einem Köder in die Falle locken. Findet man einen aktuellen Gang, der von den Tieren noch genutzt wird, gehen sie auch zu dieser Jahreszeit oft ohne Köder in die Falle. Ein entsprechendes Lockmittel steigert aber den Erfolg beim Fangen und sorgt dafür, dass die Tiere schneller beseitigt werden können.

Jede Wühlmausfalle muss so nahe wie möglich am Eingangsloch oder direkt in einem Gang aufgestellt werden. Abhängig ist dies unter anderem von den verschiedenen Fallentypen. Ein unterirdischer Gang lässt sich ganz einfach mit einem Holzstab oder einer dünnen Metallstange ausfindig machen, indem man diese an verschiedenen Stellen in den Boden sticht.

Ist die richtige Stelle gefunden, wird die Erde vorsichtig abgetragen, bis der Gang sichtbar ist. Dann wird die Falle in den Gang gestellt und die Erde wieder locker aufgeschüttet. Verbindet ein Gang zwei eng zusammenliegende Erdhügel, dann sollten an beiden Eingängen Fallen aufgestellt werden.

Um die Fallen möglichst frei von fremden Gerüchen zu halten, können sie bis zum Eingraben in Wasser gelegt werden, oder sie werden vorher gründlich mit Erde abgerieben. Hilfreich sind auch Gummihandschuhe, die das Übertragen von menschlichem Geruch verhindern. Wühlmäuse haben einen guten Geruchssinn und könnten die Falle daher meiden, wenn dieser Fremdgeruch als zu stark von den Tieren empfunden wird.


Wühlmausfalle selber bauen

Wer keine Falle aus dem Handel kaufen möchte, kann sich selbst eine Wühlmausfalle bauen. Dazu werden entweder größere Glasflaschen, durch deren Öffnung die Wühlmaus passt, oder hohe Blechdosen mit einer großen Öffnung benötigt.

Die Flasche oder die Dose muss ebenfalls direkt an einem Gang eingegraben werden. Sie sollte möglichst tief und fast senkrecht sitzen, damit sich die Maus nicht mehr aus ihr befreien kann. Hilfreich ist ein Köder, der die Wühlmaus anlockt. Seitlich wird die abgetragene Erde wieder aufgeschüttet. Dabei darf die Erde aber nicht über die Flasche oder Dose geworfen werden, da diese sonst zugeschüttet wird. Ein umgestülpter Eimer oder ein anderes blickdichtes Gefäß eignet sich, um die verbleibende Öffnung zu schließen, sodass die Wühlmaus weiterhin ein dunkles Gangsystem vorfindet.

Köder für Wühlmausfallen

Wühlmäuse sind keine Fleischfresser, sondern ernähren sich rein vegetarisch. Während sich Mäuse noch mit Speck fangen lassen, benötigt man als Lockstoff für Wühlmäuse pflanzliche Köder. Orientiert man sich am natürlichen Futter der Tiere, ist der passende Köder schnell gefunden. Unter anderem eignen sich kleine Stückchen von:

  • Möhren
  • Sellerie
  • Apfel
  • Kartoffel oder
  • Zuckerrübe

Wem die natürlichen Lockstoffe nicht sicher genug sind, kann auch Köder im Handel kaufen. Diese werden in Form von Pellets, Granulat, Riegeln und Ähnlichem als Fraßköder gegen Wühlmäuse angeboten.


Wühlmäuse ohne Falle bekämpfen

Ähnlich wie Maulwürfe haben auch Wühlmäuse ein feines Gehör, sodass sie sich unter Umständen auch durch Geräusche vertreiben lassen. Wer auf Fallen und Chemie verzichten, und die Tiere einfach nur aus dem Garten vertreiben und fernhalten möchte, kann diese Methode versuchen. Anstatt eine Falle im Gang zu platzieren, wird ein mechanischer Wecker in der Gangnähe vergraben. Das dauerhafte Ticken wird durch das Erdreich noch lauter übertragen und kann von den Wühlern nicht überhört werden. Zudem kann Wühlmausgift eingesetzt werden.

Geflechte aus Draht haben sich ebenfalls als wirksam erwiesen. Sie können direkt in das Erdreich gelegt werden, sodass die Wühlmäuse die Pflanzen von unten nicht mehr anfressen und schädigen können. Der Handel bietet dazu auch passend verschieden große Drahtkörbe zum Bepflanzen an. Je weniger Nahrung die Tiere im Garten finden, desto schneller werden sie sich entfernen und auf die Suche nach größeren Nahrungsangeboten machen. Weitere Tipps zur Wühlmausbekämpfung finden sich unter: Wühlmäuse vertreiben.


Fallen gegen Wühlmäuse kaufen

Wühlmausfallen sind in einer riesigen Auswahl im Handel erhältlich. Jeder Baumarkt führt sie, und auch im Gartencenter sind die Angebote an verschiedenen Fallen groß. Passend dazu sind Wühlmausköder erhältlich, mit denen sich die Fallen bestücken lassen. Hilfreich ist eine Beratung vor dem Kauf, die in jedem Ladegeschäft vor Ort möglich ist. Wer seine Wühlmausfalle im Internet kauft, hat natürlich eine viel größere Auswahl.

Zudem ist der Vergleich einzelner Fallenarten viel leichter, und auch Preisunterschiede sind schnell gefunden. Einfache Fallen werden bereits für unter 5 € angeboten. Es gibt aber auch Fallen, die sich dem dreistelligen Preisbereich nähern. Bei diesen hochpreisigen Wühlmausfallen handelt es sich in der Regel um Selbstschussfallen, denen weiteres Zubehör beiliegt. Dazu gehören Köder zum Anlocken, Pflegeöl für die Falle oder auch Gaskartuschen.


Wühlmausfallen im Test

Stiftung Warentest hat bisher keinen Test von Wühlmausfallen durchgeführt. Überzeugend und effektiv sind jedoch Tötungsfallen im Kampf gegen Wühlmäuse. Lebendfallen haben den Nachteil, dass die Tiere in ausreichender Entfernung ausgesetzt werden müssen. Besonders erfolgreich sind Selbstschussfallen, die mit einer Gaskartusche bestückt werden und die Lunge der Wühlmaus durch den entstehenden Überdruck platzen lassen. Zangenfallen bringen nur denn den gewünschten Erfolg, wenn sie fest genug am Eingangsloch befestigt werden.

Ist das nicht der Fall, kippen die Fallen um und die Wühlmaus kommt ohne Schaden davon. Gute Erfolge erzielen auch die Rohrfallen, welche sich einfach einsetzen lassen und die Tiere zuverlässig fangen. Es ist wichtig, eine gute Falle zu finden, und diese nicht nur nach dem Preis auszuwählen. Da es viele verschiedene Wühlmausarten gibt, muss die Falle die richtige Größe haben und sollte zum Beispiel auf einem gepflegten Rasen ohne viel Aufwand eingesetzt werden können.