Wespenfalle

Wespen gelten in der Regel als sehr angriffslustige, stechende Plagegeister. Allerdings sind sie doch friedlicher als gedacht. Im Sommer gesellen sie sich gern im Freien zu Kaffee und Kuchen. Hier ist dann doch etwas Vorsicht geboten, denn sie lassen sich nicht kampflos von der gedeckten Tafel vertreiben. Bei der Suche nach Futter können sie dann recht aufdringlich werden und auch schnell einmal zu stechen. Im Gegensatz zu einem Bienenstich bleibt der Stachel nicht in der Haut stecken, da er fester am Hinterlaib der Wespe verankert ist. Der Bau oder Kauf einer Wespenfalle kann als Schutzmaßnahme dienen.

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Wespenfalle aus Glas


Wespenfallen zur Abwehr

Ein Wespenstich sollte niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Da Wespen auch gern in Abfällen nach Nahrung suchen, können bei einem Stich auch Krankheitskeime, beispielsweise Bakterien übertragen werden. Schnelle Hilfe kann bei einem Wespenstich eine halbierte Zwiebel leisten. Diese wird dazu fest auf die betroffene Stelle gedrückt, durch die ätherischen Öle und der Verdunstungskälte kann der Schmerz und auch die Schwellung gelindert werden.

Schlimmer sieht es dann schon aus, wenn eine Wespe beim Essen verschluckt wird und sie dabei in die Mundhöhle sticht. Hier muss dann schnellstens gehandelt werden, da Erstickungsgefahr besteht. Es muss gekühlt und sofort ein Arzt aufgesucht werden. Möchte man die Wespe bekämpfen, so kann eine umweltfreundliche Wespenfalle durchaus ratsam sein.

  • Weltweit gibt es 61 Arten, davon leben 11 in Mitteleuropa.
  • Allerdings können für die Menschen nur zwei Arten lästig werden.
  • Und zwar die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und die Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris).
  • Die Wespen gehören zu der Ordnung der Hautflügler.
  • Es handelt sich hierbei um staatbildende Insekten. Sie leben entweder unterirdisch oder in Höhlen.

Nestbau der Tiere

Im Frühjahr begibt sich die Königin auf die Suche nach einem neuen Ort für den Nestbau. Dazu zerkaut sie morsches Holz, in Verbindung mit ihrem Speichel entsteht dann eine Art papierartige Masse, das Nest, welches in Zellen aufgeteilt ist. Darin legt sie nun die Eier ab. Über den Sommer hinweg sind dann genügend Arbeiterin vorhanden, welche sich nun um die Aufzucht der Brut kümmern. In einem Wespenstaat legt nur die Königin Eier ab und der restliche „Hofstaat“ kümmert sich dann um den Nachwuchs.

Im Spätherbst verlassen dann die Königin und Arbeiterinnen das Wespennest. Die Begattung erfolgt zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Nestes. Nur befruchtete Weibchen überstehen dann den Winter. Im Frühjahr machen diese sich dann wieder auf die Suche nach einem neuen Platz für den Nestbau. Im Garten sollte morsches Holz bis spätestens zum Frühjahr entfernt werden, da Wespen sich hier gern ansiedeln und ein Nest bauen.

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Wespen abwehren

Während der Sommermonate können Wespen dem Menschen richtig lästig und aufdringlich werden. Sie gelten gemeinhin als sehr stechwütig und angriffslustig. Allerdings setzen sie sich auch wie alle anderen Lebewesen nur zur Wehr, wenn sie sich bedroht fühlen oder angegriffen werden. Um einem Wespenstich zu entkommen, sollte nun allgemein einiges beachtet werden, um diesen Plagegeistern keinen Grund zum Angriff zu geben.

  • Heftige Bewegungen vermeiden.
  • Wespen nicht wegpusten, das im Atem enthaltene Kohlendioxid versetzt die Tiere in Alarmbereitschaft.
  • Nahrungsmittel im Freien immer abdecken.
  • Kindern den Mund abwischen, damit Wespen nicht angelockt werden.
  • Nicht direkt aus der Flasche trinken, lieber einen Strohhalm verwenden.
  • Eine Ablenkfütterung vornehmen. Dazu überreifes Obst 5 bis 10 m entfernt aufstellen.

Aufgepasst! Wespen lieben Gerüche von Parfüm, Cremes, aber auch Holzpolitur und Schweiß. Im Freien fliegen sie gern bunte Kleidung an. Für eine Ablenkfütterung bitte keine Marmelade oder Honig verwenden. Beides macht die Wespen aggressiv. Informationen zu Wespen in der Wohnung finden sich auf der Seite: Wespen im Haus

Wespenfallen zum Aufhängen

Diese Methode hat sich bewährt. Der Handel bietet dazu speziell präparierte Gefäße als Wespenfallen mit süßen Lockstoffen wie Obstsaft oder Bier an. Diese Fallen sind immer wieder befüllbar, allerdings üben sie aber auch eine Lockwirkung auf Stuben- und Fruchtfliegen (siehe auch Fruchtfliegenfalle) aus.

Laut Informationen des Naturschutzbundes (NABU) werden bei den meisten Wespenfallen jedoch meist nur alte Tiere angelockt, dass aktive Volk wird dadurch nicht wirklich reduziert. Wespenfallen sollten immer etwas abseits von der Terrasse, Balkon oder Nutzgarten aufgehängt werden. Die Wespen gelangen so gar nicht erst in eine bedrohliche Nähe des Menschen. Es gibt auch Attrappen, die den Bau eines Nestes verhindern sollen.


Weitere Bekämpfungsmethoden

Hier gibt es nun verschiedene Möglichkeiten neben der Wespenfalle den Tieren zu Leibe zu rücken. Um einen wirkungsvollen Erfolg zu erzielen, müssen alle handelsüblichen Bekämpfungsmittel sachgemäß angewendet werden. Das ist auch wichtig, damit der Mensch selbst keinen gesundheitlichen Schädigungen ausgesetzt wird. Sollte jedoch der Befall überhand nehmen, dann sollte nicht gezögert werden und professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Der Schädlingsbekämpfer schafft hier dann Abhilfe.

UV-Lampen begrenzt einsetzbar

Diese Methode ist ein recht umweltfreundlicher Insektenschutz. Jedoch ist hier eine sachgemäße Anwendung notwendig. Die Lampen sind mit einem unter Spannung stehendem Gitter versehen. Durch das UV-Licht werden die Wespen angelockt und bei Berührung des Gitters finden sie dann den Tod und bleiben auf der vorhandenen Klebefolie haften.

Tipp: Gemäß Bundesartenschutzverordnung ist der Gebrauch solcher Lampen im Freien nicht zu lässig. Es werden nicht nur Wespen angelockt, sondern auch andere Insekten. Bei Zuwiderhandlungen kann es zu Bußgeldern kommen.

Insektensprays für eine schnelle Wirkung

Der Handel bietet auch diverse Insektensprays gegen Wespen & Co an. Hierbei handelt es sich um Kontaktinsektizide auf der Grundlage entweder eines reinen pflanzlichen Pyrethrum- Extraktes oder auch synthetischer Pyrethroide. Diese Mittel wirken sofort. Die Wirkstoffe werden in die Raumluft abgegeben. Es wird dabei das Nervensystem geschädigt.

Anfangs treten Koordinationsstörungen auf, dann Lähmungen bis hin zum Tod in nur wenigen Minuten. Insektenstrips weisen ebenfalls die gleiche Wirkung auf.

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Wespenfalle selber bauen

Alternativ zu gekauften Wespenfallen besteht auch die Möglichkeit eine solche selbst zu bauen. Diese funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Fallen aus dem Handel. Auch hier werden die Wespen durch das enthaltene Lockmittel angelockt und kriechen in das Behältnis, wo sie dann in der Flüssigkeit ertrinken.

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Skizze des Flaschenbaus für den Fangbehälter

Für den Bau werden benötigt:

  • Eine PET- Flasche mit einem schmalen Hals
  • Klebeband
  • Lockmittel, beispielsweise Bier, Zuckerwasser, Fruchtsaft
  • Scharfe Schere oder Cuttermesser
  • Einige Tropfen Spülmittel

Der Bau der Wespenfalle ist verhältnismäßig einfach:

  1. Von der Flasche oben ein Drittel abschneiden.
  2. Den abgeschnitten Teil dann verkehrt herum in die Flasche stecken und mit Klebeband fixieren.
  3. Das Lockmittel einige Zentimeter hoch in die Flasche einfüllen und einige Spritzer Spülmittel dazugeben.
  4. Dadurch wird die Oberflächenspannung verringert und die Wespen können sich so nicht sehr lange an der Oberfläche halten.
  5. Wenn die Falle gefüllt ist, kann sie einfach im Müll entsorgt werden.
  6. Als Lockmittel hat sich in verschiedenen Versuchen auch Essig gut bewährt.
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Skizze der Wespenfalle


Hausmittel gegen Wespen

Neben den chemischen Bekämpfungsmitteln haben sich auch immer wieder verschiedene Hausmittel bei der Vertreibung von Wespen als hilfreich erwiesen. Hier nur einige zur Auswahl.

Zitrone: Eine Zitrone halbieren. Abgerundete Enden abschneiden. Dann einfach jede Fruchthälfte mit der aufgeschnittenen Mittelseite auf den Tisch stellen. Noch wirkungsvoller wird dieses Mittel, wenn die Zitronenhälften mit je 3 bis 4 Gewürznelken gespickt werden.

Knoblauch: Um einer Plage vorzubeugen, können bereits beim Anlegen des Gartens einige Knollen in der Nähe der Trasse oder des Grillplatzes zwischen die Zierpflanzen in die Erde gesteckt werden. Auch einige Zehen auf den Grilltellern vertreiben Wespen. Gleiche Wirkung wird auch durch Tomatenpflanzen erzielt.

Teebaumöl: Wespen mögen den Geruch nicht sonderlich. Schon einige Tropfen in den Haaren oder auf der Kleidung reichen aus.

Haarspray: Die Umgebung des Esstisches damit einsprühen soll hilfreich sein

Feuerschalen: Bei einer Grillparty sollten einige aufgestellt werden. Der aufsteigende Rauch schlägt die Wespen in die Flucht.

Kaffeepulver: Etwas Pulver in Schalen gefüllt und brennende Streichhölzer hineinstecken, bis das Pulver verglüht. Wespen mögen das Röstaroma nicht.

Überreifes Obst: 5 bis 10 m entfernt vom Tisch oder Terrasse einen Teller mit überreifen Obst wie Weintrauben, Pfirsich oder Birne hinstellen. Stets für Nachschub sorgen. Auch Zuckerwasser lockt die kleinen Biester an.

Weihrauch: Diesen Duft mögen die Tierchen gar nicht. Einfach eine Duftlampe aufstellen. Alternativ können auch Pflanzen in der Nähe der Terrasse eingesetzt werden. Die gleiche Wirkung haben auch Lavendel und Basilikum.

Daneben ist es auch wichtig, dass im Garten eine regelmäßige Bekämpfung von Blattläusen erfolgt, denn die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Schädlinge locken Wespen an.