Waldschabe bekämpfen

Schaben und Kakerlaken sind zumeist unter dem Begriff „Küchenschabe“ bekannt. Gemeint sind hiermit Vertreter der Blattidae Familie. Die Waldschabe wird sehr häufig mit der deutschen Schabe verwechselt. Sie stammt aus Südeuropa und gehört nicht zu den Vorratsschädlingen. Sie ist somit auch weniger schädlich, aber nicht weniger lästig. Eine Bekämpfung ist vergleichsweise einfach.

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Tote Bernstein Waldschabe


Was sind Waldschaben?

Bernstein Waldschaben heißen eigentlich Ectobius vittiventris. Das Ungeziefer ist auch in Deutschland heimisch. Es handelt sich um eine Schabenart, die dem Menschen nicht gefährlich werden kann. Ihre Hauptnahrung bezieht die Bernstein-Waldschabe anders als die Kakerlake nicht aus dem Vorratsschrank des Menschen. Abgestorbenes Pflanzenmaterial dient besagtem Tier nämlich als Nahrungsquelle.

2 Jahre braucht die Waldschabe, um sich voll zu entwickeln. Da sie in den Behausungen des Menschen keine geeignete Nahrung findet, verendet sie in der Regel bereits nach wenigen Tagen. Normalerweise ist die Natur der bevorzugte Lebensraum dieses Tieres. 2002 wurde die Bernstein Waldschabe erstmalig in Süddeutschland gesichtet. Zuvor beschränkte sich ihr Verbreitungsgebiet vor allem auf Gebiete um den Mittelmeerraum.

Auch, wenn der Lästling keine Vorräte schädigt, so kann er zusammen mit seinen Artgenossen in größeren Massen auftreten und Ekel hervorrufen. Die Erkennung und Unterscheidung ist im ersten Schritt wichtig. Anschließend kann eine Bekämpfung erfolgen.

In unseren Gärten erscheint die Schabenart häufig in niedrigen Gebüschen oder unter Töpfen. Handelt es sich um einen besonders warmen und trockenen Sommer, so herrschen ideale Bedingungen für die Vermehrung. Dann sind die Lästlinge häufig auch in Häusern anzutreffen.

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Bernstein Waldschabe erkennen

Die Waldschabe wird jedoch häufig mit der Küchenschabe verwechselt, die als Vorratsschädling bekannt ist und Krankheiten auf den Menschen übertragen kann. Obwohl die harmlosere Variante weniger gefährlich ist, hat sie in den Wohnungen nichts zu suchen.

Eine Unterscheidung kann aufgrund der fehlenden schwarzen Längsstreifen auf dem Rücken der Schaben erfolgen. Verirrt sich einmal eine Schabe im Haus, die nicht identifiziert werden kann, so dienen folgende Punkte als Erkennungsmerkmale:

  • Die Waldschabe tritt als vergleichsweise schlankere Schabe in Erscheinung, die häufig auch fliegt.
  • Ihr Körper ist hellbraun gefärbt und kann im erwachsenen Zustand eine Länge von 9–14 mm erreichen.
  • Die beiden Fühler am Ende des Kopfes sind in etwa so lang wie der Körper.
  • Im Gegensatz zur Gemeinen Küchenschabe sind die Beine deutlich bedornt.
  • Zudem fällt der Halsschild durch eine hellbraune Färbung auf, die von einheitlichem Charakter ist. Am Rand ist er durchscheinend.

Vermehrung und Lebensweise

Bekanntlich heißt es, dass die die Eikapseln durch die Ectobius vittiventris insbesondere im Sommer von den Weibchen abgelegt werden. Aber auch in den Herbstmonaten kann es zu einer Eiablage kommen. Im darauf folgenden Frühjahr schlüpfen dann die Nymphen nach einer erfolgreichen Überwinterung. Vor der zweiten Überwinterung findet noch im Nymphenstadium eine Häutung statt. 1-2 mal häuten sich die Nymphen.

Im Sommer des zweiten Jahres kommt es dann zu einer Häutung zur erwachsenen Schabe. Die genaue Lebensdauer ist bis heute nicht bekannt. Angenommen wird jedoch eine ähnliche Lebenserwartung wie bei der Gemeinen Küchenschabe.


Vorbeugung eines Bernsteinschaben Befalls

Da Bernstein Waldschaben gute Kletterer sind, haben sie es nicht schwer in die Wohnungen zu gelangen. Zudem fliegen Bernsteinschaben bei warmem Wetter – sowohl die Männchen als auch die Weibchen, wie Landau et al. (2003) bestätigt. Insbesondere nachts werden die Waldschaben von Lichtquellen angelockt. Vor allem in der Nacht sollte man deshalb wachsam sein und potentielle Eintrittsmöglichkeiten eliminieren.

Fliegengitter und Fliegennetze an Türen und Fenstern können einen Befall möglicherweise verhindern. So kann in der Nacht ohne Probleme gelüftet werden. Die Bekämpfung beschränkt sich also vor allem, aber nicht ausschließlich auf das Verhindern des Eindringens in die Wohnung. Waldschaben werden jedoch häufig auch als Futtertiere gehalten und dementsprechend gezüchtet.


Bernstein Waldschaben bekämpfen

Eine Bekämpfung der Waldschaben im Garten oder Haus sollte mit der Gestaltung des Innenbereichs beginnen. Wie erwähnt sollte deshalb bei vermehrtem Auftreten der Waldschabe ein Fliegengitter oder ein Insektennetz herangezogen werden. Im nächsten Schritt gibt es zudem einige im Handel erhältliche Mittel, die hilfreich sind. Kakerlakenfallen zum Anlocken der Tiere helfen in dem Fall jedoch nicht.

  • Normalerweise sterben wenige Bernstein Waldschaben bereits nach ein paar Tagen von selbst ab.
  • Möchte man Waldschaben anlocken, so können herabgefallene, teils zersetzte Blätter als Lockmittel dienen.
  • Ungeziefersprays und Insektenvernichtungsmittel mit Pyrethrum bzw. Permethrin, die auch gegen Kakerlaken eine Wirkung zeigen dienen bei Bernsteinschaben ebenfalls als Abwehrmaßnahme.
  • Kontaktinsektizide sollten nur durch Fachpersonal zum Einsatz kommen.
  • Bekommt man den Befall nicht in den Griff, so muss ein Schädlingsbekämpfer das Problem in die Hand nehmen.
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Blätter dienen als Nahrungsquelle und Unterschlüpfe


Kakerlaken vertreiben

Für gewöhnliche Kakerlaken sind eine Vielzahl anderer Hilfsmittel im Handel erhältlich. So gibt es Lockstofffallen, Ungezieferköder und sogar Ultraschallgeräte. Da die Vorratsschädlinge einen deutlich höheren Schaden anrichten können und zudem Krankheiten auf den Menschen übertragen muss eine rasche Bekämpfung erfolgen.

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Ein Schädlingsbekämpfer sollte bei einem großen Befall immer zurate gezogen werden. Kommen die Kakerlaken in einer Mietwohnung vor, so kann man möglicherweise mit einer Mietminderung rechnen. Hier hilft auch die Verbraucherzentrale.