Wadenstecher bekämpfen

Sobald die ersten warmen Temperaturen aufkommen, werden die T-Shirts und die kurzen Hosen aus dem Schrank geholt. Jede freie Minute wird an der frischen Luft verbracht, egal ob ein Federballspiel auf dem Rasen oder ein Spaziergang durch den Wald. Die warmen Temperaturen locken aber nicht nur die Menschen ins Freie, sondern auch die Insekten wie Wadenstecher haben zu dieser Zeit Hochkonjunktur.

Wadenstecher

Wadenstecher in der Natur


Was sind Wadenstecher?

Stiche durch Wadenstecher – Sie sind geschlüpft, wachsen heran und sind auf der Suche nach Nahrung. Schnell kann es passieren, dass ein kurzer Stich an Beinen, Armen oder am Hals auftauchen. Es gibt verschiedene Auslöser für einen schmerzhaften Stich. Nicht immer muss es eine Wespe, eine Mücke oder eine Zecke sein. Auch der Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) sorgt für eine schmerzhafte Stelle am Körper. Der nachfolgende Ratgeber gibt viele Informationen rund um den Wadenstecher, die Gefahren und die Bekämpfung und Behandlung nach Stichen.

  • Der sogenannte Wadenstecher ist eine Fliege, die auch unter den Namen Stechfliege, Stallfliege oder Wadenbeißer bekannt ist.
  • Sie ist weltweit vertreten und sieht der herkömmlichen Stubenfliege sehr ähnlich.
  • Der Wadenstecher ist eine stechende Fliege, die von der Größe her, deutlich kleiner als die normale Stubenfliege ist.
  • Das Hinterteil der Wadenstecher ist schmaler und viel flacher.

Am Kopf besitzt die Fliege einen Saugrüssel, der kurz und abstehend ist. Während die Stubenfliege eher rundlich ist, ist der Wadenstecher eher spitz. Der Wadenstecher gehört nicht nur zu den lästigen Insekten, sondern kann auch Keime, Bakterien sowie diverse Krankheitserreger übertragen. Der Wadenstecher befällt nicht nur Tiere, sondern auch den Menschen. Bei beiden Organismen fällt der Wadenstecher am liebsten über den Bauch oder die Beine her.

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Sind Wadenstecher gefährlich?

Sobald der Wadenstecher zugestochen hat, wird die Stelle sofort rot und beginnt zu schmerzen. Gerade dadurch, dass allein der Biss schmerzhaft ist, stellt man schnell fest, dass man gestochen wurde. Gefährlich ist der Biss des Wadenstechers auf jeden Fall, denn er kann Krankheiten übertragen. Darunter Listerien, Viren, Bakterien, Salmonellen, Borrelien, Fäkalkeime, Keime und noch andere Krankheitserreger.

Für die Übertragung der Krankheiten reicht der Stich eigentlich aus. Der Wadenstecher muss keine Weile auf der Haut sitzen, um die Krankheitserreger zu übertragen. Sobald die betroffene Stelle eine rötliche Färbung bekommt, die nicht wieder verschwindet, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Zudem sollte genau auf die körperliche Verfassung geachtet werden. Sobald Krankheitssymptome auftauchen ist der Rat eines Arztes sinnvoll.

Symptome behandeln

Die meisten Bakterien können mit einem Antibiotika behandelt werden. Sobald das Antibiotika eingenommen wird, werden die Bakterien umgehend abgetötet und die Gefahr ist gebannt. Allerdings kann es vorkommen, dass die abgetöteten Bakterien zu Herxheimer werden. Durch das absterben der Erreger wird ein Bakteriengift freigesetzt und das kann zu einer starken Färbung der Haut führen.

Zudem können die Krankheitssymptome verschlimmert werden. Zur Behandlung gibt es Salben, die mit einem Antiallergikum ausgestattet sind. Zu den bekanntesten Marken gehören Fenistil und Bepanthen. Sie sorgen gleichzeitig dafür, dass der Juckreiz gemindert wird.


Wadenstecher Bekämpfung und Vertreibung

Die Wadenstecher gehören zu den Insekten, die Wärme lieben. Sie halten sich gerne in Tierställen, Gartenhäusern und in Wohnräumen auf. Um die Wadenstecher fernzuhalten bieten sich die Fliegengitter an. Sie können vor Fenster und Türen gespannt werden und verhindern das Eindringen des Wadenstechers. Zur Bekämpfung in den Räumlichkeiten gibt es Fliegenklatschen, Insektenfallen, UV-Insektenlampen und Insektensprays.

Auf der Terrasse und im Tierstall können die Wadenstecher mit UV-FLiegenlampen und anderen Bekämpfungsmethoden vertrieben werden. Der Wadenstecher hat aber auch natürliche Fressfeinde. Dazu gehören Vögel, Hornissen, Wespen und Schlupffliegen.

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Vorbeugende Maßnahmen

Zwischen Juni und Oktober sind die Wadenstecher zu finden. Es gibt einige Methoden, um die lästigen Insekten fernzuhalten.

  • Hygiene muss sein
  • Abfall- und Komposthaufen abdecken
  • Mülltonnen verschließen
  • Stark riechende Nahrungsmittel im Freien aufbewahren und abdecken
  • Mediterrane Kräuter verteilen
  • Ätherische Öle zur Abwehr nutzen
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Ätherische Öle gegen Wadenstecher


Stich behandeln

Trotz aller Maßnahmen kann es trotzdem vorkommen, dass der Wadenstecher zubeißt. Dann helfen Salben, die mit einem Antiallergikum ausgestattet sind. Zu den rezeptfreien Sorten gehören Bepanthen und Fenistil. Sie können in Apotheken und Drogeriemärkten gekauft werden.

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  • Der Stich sollte auf keinen Fall aufgekratzt werden. Durch die offene Wunde können Bakterien eintreten und für schwere Krankheiten sorgen.
  • Ideal ist auch eine zusätzliche Kühlung, damit keine Schwellung auftritt. Dazu bieten sich Eiswürfel oder kalte Umschläge an.
  • Das Gift darf nicht ausgedrückt werden. Zur optimalen Entfernung bieten sich sogenannte osmotisch wirkende Substanzen an. Sie ziehen das Gift aus dem Blut. Dazu eignet sich am besten Würfelzucker oder eine halbe Zwiebel. Sie gehören zu den wirksamsten Hausmittel. Die Zwiebel sorgt gleichzeitig für eine entzündungshemmende Wirkung.
  • Wasser mit angerührtem Natron oder Zitronensaft sind auch gute Sofortmaßnahmen. Essig, Spucke und Lavendelöl können nicht nur das Gift raus ziehen, sondern auch gegen das Brennen und den Juckreiz helfen.

In seltenen Fällen stechen die kleinen Biester in den Rachen, den Mund oder auf die Lippen. Grundsätzlich ist das erst mal nicht gefährlich, aber sehr unangenehm und schmerzhaft. Gerade bei einem Stich in den Rachenraum sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig ist in jedem Fall die Ruhe zu bewahren und nicht in Panik auszubrechen. Bei anderen Stichen im Mundbereich helfen Eiswürfel, die langsam gelutscht werden können.

Wichtig: Sollten dicke Schwellungen auftauchen oder die betroffenen Stellen eine extrem rote Färbung bekommen ist ein Arzt aufzusuchen. In diesen Fällen kann eine Kühlung oder eine anti allergene Salbe keine Hilfe sein. Dann ist ein, vom Arzt verschriebenes, Antibiotika notwendig, um Krankheitsausbrüche zu verhindern. Bei geschlossenen Arztpraxen ist das nächstliegende Krankenhaus anzusteuern.