Taubengift

Tauben können schnell zur Last oder Plage werden, wenn sich im Laufe der Zeit immer mehr Vögel einfinden, die nicht nur laut sind, sondern auch Mengen an Kot hinterlassen. Taubenkot kann zu gesundheitlichen Schäden führen, sodass der Wunsch – die Tauben endlich loszuwerden, nachvollziehbar ist. Taubengift ist für dieses Vorhaben aber nicht die beste Wahl, denn unter Umständen kann es schnell zu Problemen mit den Behörden kommen, wenn Privatpersonen im Kampf gegen Tauben zum Gift greifen.

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Kein Taubengift gegen Tauben einsetzen


Dürfen Tauben vergiftet werden?

Tauben sind Vögel, die nicht immer gerne gesehen sind. Sie werden oft als Ratten der Lüfte bezeichnet, da sie schnell zur wahren Plage werden können. Kann man den Tauben nicht mehr Herr werden, dann ist der Wunsch nach einer schnellen und endgültigen Lösung nicht selten. Ähnlich wie bei Ratten, entsteht auch bei Tauben der Wunsch, diese durch Gift zu töten und zu beseitigen.

  • Während Ratten durchaus mit Gift bekämpft und getötet werden dürfen, sieht die Rechtslage bei Tauben völlig anders aus.
  • Tauben gelten erst dann als Plage und somit als Schädling, wenn sich auf einer Fläche von 100 Quadratmetern mindestens zehn Tauben angesiedelt und niedergelassen haben.
  • Ist das nicht der Fall, ist die Taube nicht als Schädling, sondern als Vogel anzusehen und darf weder verletzt noch getötet werden.
  • Vorgeschrieben ist das im §17 des Tierschutzgesetzes.
  • In Ausnahmefällen dürfen Tauben nur durch einen Fachmann getötet werden, der zudem im Besitz einer behördlichen Genehmigung ist.

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Blausäure

Cyanwasserstoff ist eine wasserlösliche Flüssigkeit, die fast farblos und leicht brennbar ist. Blausäure ist extrem giftig und führt zuerst zum Atemstillstand, danach folgt die Bewusstlosigkeit und in der Regel hört nach wenigen Minuten das Herz auf zu schlagen.

Als Biozid wird Blausäure im Kampf gegen Ungeziefer eingesetzt. Dabei werden verschiedene Grundstoffe, wie zum Beispiel Kieselgur, mit dem Gift getränkt. Der Trägerstoff dient dann als Gift im Kampf gegen Ungeziefer und Schädlinge.

Blausäure wurde vor vielen Jahren auch in Deutschland verwendet, um Tauben zu bekämpfen. In der EU ist dieses Mittel aber nicht mehr zugelassen. Als Avizid darf Blausäure weder registriert, noch zugelassen werden. Avizide sind chemische Mittel, die genutzt werden, um Schadvögel zu töten. Mittel aus anderen Ländern, die Blausäure als Wirkstoff enthalten, dürfen ebenfalls nicht verwendet werden.

Giftweizen

Tauben gehören zu den Samen- und Körnerfressern. Daher ist der Gedanke, den unliebsamen Vögeln mit Giftweizen den Garaus zu machen, verständlich. Bei Giftweizen handelt es sich um einen Köderweizen, der mit einem giftigen Wirkstoff versehen ist. In der Regel wird dieses Giftgetreide aber nur zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen eingesetzt.

Der Wirkstoff, durch den die Tiere verenden, heißt Zinkphosphid. Einmal von den Tieren aufgenommen, kommt der Giftweizen mit der Magensäure in Kontakt und bildet im Körper Phosphorwasserstoff.

Über die Blutbahn gelangt der giftige Stoff schließlich zu den Organen. Die Folge sind Atemlähmung, blutiges Erbrechen und schließlich der Tod. Da nach dem Gesetz her Tauben aber weder verletzt noch getötet werden dürfen, darf auch Giftweizen nicht im Kampf gegen Tauben verwendet werden.


Natürliches Taubengift

Wer mit dem Gedanken spielt, die Tauben töten zu wollen, denkt zuerst oft an Gift. Im Handel ist jedoch kein Gift speziell gegen Tauben erhältlich. In vielen Fällen wird dann zum Giftweizen gegriffen, da Tauben gerne Samen und Körner fressen.

Nehmen die Tauben diesen Köder auf, werden sie kurz danach zwar verenden, die Plage lässt sich aber nicht bekämpfen. Da Tauben sich nur im Freien aufhalten besteht die Gefahr, dass auch andere Vögel von dem Gift fressen und daran ebenfalls sterben.

Oft wird dazu geraten, Tauben mit rohem Reis zu füttern. Dieser quillt laut einige Angaben im Magen so stark auf, dass die Tauben platzen. Die gleiche Wirkung wird Backpulver nachgesagt. Allerdings entsprechend diese Angaben nicht der Wahrheit, denn Tauben sind unter anderem in der Lage, eine ganze Menge an Futter einfach wieder hoch zu würgen.

Hefe, die ebenfalls stark aufgeht, schadet den Vögeln auch nicht. Vielen Futtersorten für Tauben ist sogar Hefe zugesetzt, sodass es kein natürliches Mittel gibt, mit dem sich Tauben töten bzw. vergiften lassen. Zudem ist auch der Versuch, Tauben mit natürlichen Mitteln zu vergiften, strafbar.

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Taube am Boden


Rezepte für natürliche Taubenmittel

Zu den natürlichen Mitteln im Kampf gegen Tauben gehören keine Gifte, sondern vielmehr verschiedene Mittel, die in jedem Haushalt vorhanden sind oder leicht erworben werden können. Die Schadvögel werden also nicht getötet, sondern ferngehalten oder vertrieben.

Hilfreich bei diesen Maßnahmen sind chemische oder biologische Repellentien. Dabei handelt es sich um ätherische Öle oder andere Duftstoffe, die von den Tauben als unangenehmen empfunden werden, und die Vögel nur alleine durch den Geruch fernhalten und somit auf Dauer vertreiben sollen. Je stärker und intensiver dieser Duft ist, desto besser ist auch seine Wirkung.

Nelkenöl: Nelkenöl ist besonders reich an ätherischen Duftstoffen und hat einen intensiven und scharfen Geruch. Es wird den Vögeln aber nicht über einen Lockstoff als Gift angeboten, sondern wird zur Umgebungsbehandlung verwendet. Dabei wird das pure Öl zum Beispiel tropfenweise auf dem Balkongeländer, in Ecken, auf Fensterbänken und ähnlichen Stellen aufgetragen. Am besten werden einige Tropfen des Öls überall dort verteilt, wo sich die Tauben immer wieder niederlassen. Damit das Öl seine Wirksamkeit nicht verliert, sollte die Anwendung alle drei bis vier Tage wiederholt werden.

Essig: Auch Essig hat einen starken Geruch und kann die Vögel dadurch abschrecken. Hilfreich ist in diesem Fall aber nur Essigessenz. Essigessenz hat einen scharfen Geruch und kann in seiner puren Form ätzend sein. Dadurch eignet sich Essigessenz nicht für jeden Untergrund. Zudem verfliegt der Essiggeruch an der Luft sehr schnell, sodass täglich eine neue Behandlung der Oberflächen damit nötig ist. Alternativ kann in einer Ecke eine kleine Schale mit dem Abwehrmittel aufgestellt werden (auf Haustiere und Kinder achten!)


Schadvögel mit Paste statt Taubengift vergrämen

Im Handel sind verschiedene Pasten erhältlich, mit denen sich die Schadvögel zuverlässig vergrämen lassen. Einige dieser Produkte besitzen chemische Wirkstoffe, andere natürliche Substanzen. Allerdings sind in allen angebotenen Pasten gegen Tauben ätherische Öle enthalten, die zusätzlich durch den intensiven Duft beim Fernhalten helfen.

Die Pasten lassen sich in einem kleinen Behälter leicht anbringen, und beeinflussen die Sinne der Tauben. Betroffen davon sind der Geruchssinn, der Sehsinn und der Tastsinn. Die Tauben nehmen den starken Geruch als unangenehm wahr. Da Tauben über ein ultraviolettes Sehen verfügen, wird die Paste als Feuer wahrgenommen. Zudem ist sie sehr zäh, sodass die Tiere nicht landen werden.

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