Silberfischfalle

Silberfische sind flügellose Insekten und halten sich gerne dort auf, wo es feucht ist. Sie haben einen silbergrauen, schmalen Körper und können sich äußerst schnell bewegen. Haben sich Silberfischen in einem feuchtwarmen Raum niedergelassen, sollten sie schnell wieder entfernt werden. Für die Gesundheit stellen Silberfische keine Gefahr dar, können aber Tapeten, Bücher und andere Dinge beschädigen. Ist der Befall hoch und das Klima für die Tiere optimal, befallen sie auch Lebensmittel und Vorräte. Nicht selten findet man sie in den Ecken der Speisekammer oder in bereits angefressenen Verpackungen aus Pappe. Weitere hilfreiche Informationen zu anderen Insekten können hier gefunden werden.

Silberfisch

Silberfisch (Foto von Christian Fischer)


Klebefallen gegen Silberfischbefall

Im Kampf gegen Silberfische eignen sich Klebefallen sehr gut. Sie können bei wenigen Insekten, aber auch bei einem hohen Befall helfen und reduzieren die kleinen Parasiten ohne viel Aufwand. Die Fallen können in jedem Zimmer platziert werden und locken in kurzer Zeit viele Silberfische an. Die Klebefallen bestehen aus Papier oder Pappe und fallen optisch nicht auf. Sie sind mit einem speziellen Lockstoff versehen, der die Silberfische anzieht. Sobald diese die Falle betreten, bleiben sie an der Klebefläche hängen. Lockstoffe werden in Form eines Fraßköders genutzt oder kommen als Pheromon in den Fallen vor. Pheromone sind Sexuallockstoffe, die auf Silberfische abgestimmt sind und auch nur auf diese wirken.

Es ist wichtig, Klebefallen regelmäßig zu kontrollieren. Gerade bei einem hohen Befall kann die Klebefläche schnell voller Silberfischchen sein und die Falle muss ausgetauscht werden. Da die Tiere dem Klebstoff nicht mehr entkommen können, wirken viele Silberfischfallen ohne Chemie. Insektizidfreie Fallen bieten sich vor allem dann an, wenn im Haushalt Haustiere oder kleine Kinder leben. Werden keine speziellen Klebefallen gegen Silberfische, sondern einfache Ungezieferfallen verwendet, sollte darauf geachtet werden, dass sich diese auch für Feuchträume eignen.

Neben dieser ungiftigen Methode im Kampf gegen Silberfische kann ein Befall auch mit sogenannten Köderdosen bekämpft werden. Fallen gegen Silberfische werden einfach in den befallenen Räumen auf den Boden gestellt und wirken sofort. Volle Fallen lassen sich schnell und hygienisch entsorgen, sollten aber so lange erneuert werden, bis kein einziges Silberfischchen mehr in der Falle zu finden ist. Die Tiere gehören zu den nachtaktiven Insekten, sodass das Fangergebnis am besten in den Morgenstunden zu erkennen ist.

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Köderdosen gegen Silberfische

Köderdosen sind ebenfalls ein hilfreiches Mittel bei der Bekämpfung von Silberfischen. Der Handel bietet biologische Köderboxen ohne Giftstoffe an, aber auch Köderboxen, die mit einem Gift versehen sind. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Fraßgift, welches die Silberfische beim Fressen der Lockstoffe aufnehmen. Wissenswertes dazu:

  • Die Köderdose hat zwei oder mehrere kleine Öffnungen, sodass die Schädlinge an den Inhalt gelangen können.
  • Silberfische bevorzugen stärke- und zuckerhaltige Nahrung, sodass der Lockstoff genau darauf abgestimmt ist. Fressen die Schädlinge von dem in der Dose enthaltenen Lockstoff, nehmen sie dadurch auch das Gift auf und sterben schließlich.
  • Ein häufig verwendeter Giftstoff in Köderdosen gegen Silberfische ist Spinosad. Dabei handelt es sich um ein Insektizid, welches auch gegen Kopfläuse wirkt.
  • Das Mittel ist ein Nervengift, wodurch es die Silberfische erst lähmt und anschließend abtötet.
  • Die Silberfische nehmen das Gift auf, nachdem der Lockstoff sie angezogen hat. Anders als bei der Silberfischfalle sterben die kleinen Schädlinge aber nicht direkt in der Köderbox ab.

Sie haben noch ausreichend Zeit, um das Nest zu erreichen und sterben schließlich zeitverzögert nach der Nahrungsaufnahme. Köderdosen müssen regelmäßig erneuert werden, sodass durchgehend Lockstoff zur Verfügung steht. Sind keine Silberfische mehr zu entdecken und halten die Köderdosen immer länger, lässt das auf eine erfolgreiche Bekämpfung schließen. Dennoch sollten die Mittel für weitere zwei Wochen platziert werden.


Fallen und Köderdosen richtig platzieren

Silberfische bevorzugen ein feuchtes und warmes Umfeld. Daher findet man die kleinen Schädlinge auch überwiegend im Badezimmer oder in der Küche. Allerdings können auch andere Zimmer von den Tieren befallen werden. Silberfische sind nachtaktiv, können bei einem hohen Befall aber auch tagsüber entdeckt werden. Dann laufen sie an Bodenleisten entlang oder an gekachelten Wänden, wo sie aufgrund ihrer Silber schimmernden Farbe deutlich zu erkennen sind. Damit man mit der Köderbox oder der Falle möglichst viele Exemplare fangen kann, müssen die Lockmittel richtig platziert werden.

Der größte Teil der Schädlinge befindet sich jedoch auf dem Boden, in kleinen Spalten und Ritzen. Daher ist es wichtig, die Fallen immer direkt auf dem Boden aufzustellen. Klebefallen, die aus einer dünnen Schicht Pappe oder Papier bestehen, sammeln laufende Silberfische sofort ein und halten sie in der Falle gefangen. Oft reicht eine Falle alleine nicht aus, sodass zu Beginn der Bekämpfung besser zwei Fallen aufgestellt werden. Diese werden an den gegenüberliegenden Wänden oder in den gegenüberliegenden Ecken platziert, sodass eine möglichst große Fläche abgedeckt werden kann.


Ungezieferfallen zur Bekämpfung von Silberfischen

Neben spezifischen Fallen gegen Silberfische bietet der Handel auch Ungezieferfallen an, mit denen sich verschiedene kriechende Insekten fangen lassen. Diese Fallen wirken allgemein und helfen gegen Asseln, Kakerlaken, Silberfische, Ameisen und anderes Getier. Ein Vorteil dieser Fallen ist, dass sich damit auch gleichzeitig andere Schädlinge fangen und bekämpfen lassen. Da nicht alle Tiere auf den gleichen Lockstoff reagieren, gibt es im Handel verschiedene Fallen. Kakerlaken und Asseln hingegen lassen sich mit dem gleichen Stoff wie Silberfische locken, und verursachen zudem auch ähnliche Schäden an Tapeten, Büchern oder Lebensmitteln. Die Fallen werden auf dem Boden aufgestellt und müssen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden.

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Silberfische richtig bekämpfen

Neben der Möglichkeit, Silberfische mit Fallen und Ködern zu fangen, muss auch der Lebensraum der kleinen Krabbeltiere so gestaltet werden, dass sich nach einer erfolgreichen Bekämpfung keine weiteren Tiere mehr ansiedeln, denn dann kann es schnell zu einem erneuten Befall kommen.

  • Silberfische richten zwar keinen gesundheitlichen Schaden an, dennoch möchte man die Wohnung nicht mit ihnen teilen.
  • Werden die flügellosen Insekten zu spät oder gar nicht bekämpft, kann sich der Bestand deutlich vergrößern und es kommt zu einer wahren Plage, sodass man die silbernen Tierchen überall laufen sieht.
  • Silberfische bringen aber auch einen Vorteil, denn neben stärke- und zuckerhaltigen Substanzen verspeisen die kleinen Insekten Milben.
  • Die kleinen Insekten können sich überall zu Hause fühlen, denn ein Befall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Überall dort, wo es warm und feucht ist, haben sie ein ideales Klima.
  • Daher werden sie auch überwiegend im Badezimmer angetroffen. Aber auch in dunklen und feuchten Ecken, wie hinter schweren Möbeln, lassen sich vereinzelte Exemplare finden.
Tipp: Bei der Bekämpfung ist es also wichtig, die Tiere nicht nur zu vernichten, sondern auch die Wohnung dem entsprechend zu behandeln. Hilfreich ist es, die Luftfeuchtigkeit zu senken und die befallenen Zimmer mehrmals täglich über Kreuz zu lüften. Zusätzlich wird den Silberfischen ihr Lebensraum genommen, indem alle kleinen Ritzen, Spalten und Fugen gut verschlossen werden. Dazu eignen sich verschiedene Baumaterialien wie Silikon, Fugenmörtel und Ähnliches. Diese Maßnahmen müssen in jedem Zimmer, das von Silberfischen befallen ist, getroffen werden.

Sprays und Pulver gegen Silberfischchen

Nicht nur Fallen und Köderboxen, sondern auch andere Produkte aus dem Handel helfen gegen einen Silberfischbefall. Dazu gehört auch das Insektenspray. Viele Produkte haben eine allgemeine Wirkung und können auch gegen andere Schädlinge eingesetzt werden. Neben diesen klassischen Insektensprays bietet der Handel aber auch gezielt Sprays gegen Silberfische an, mit denen sich vorwiegend Silberfische beseitigen lassen.


Ungezieferspray gegen Silberfische

Die Sprays wirken, je nach Produkt, sofort oder zeitverzögert. Unter anderem werden Insektizide wie Cypermethrin verwendet, welche von den Silberfischen über den Körperkontakt aufgenommen werden. Überall dort, wo die Tiere mit dem Spray in Berührung kommen, nehmen sie das Gift auf und sterben binnen weniger Minuten ab. Natürlich kann das Mittel auch direkt auf die krabbelnden Insekten gesprüht werden, denn es wirkt als Kontaktgift und soll möglichst viele Silberfische in kürzester Zeit ausrotten.

Mit einem Spray lassen sich auch die kleinsten Schlupfwinkel behandeln. Es empfiehlt sich, die Mittel entlang der Bodenleiste, aber auch auf große Flächen, wie gekachelte Wände, aufzusprühen. Hat das verwendet Mittel eine Langzeitwirkung, reicht eine Anwendung für durchschnittlich vier bis sechs Wochen. Erst danach muss das Spray erneut verwendet werden. Tote Silberfische werden einfach aufgekehrt oder mit dem Staubsauger entfernt.

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Insektenpulver zur Bekämpfung

Insektenpulver ist ebenfalls ein gutes Mittel zur Bekämpfung von Silberfischen. Es kann zudem ergänzend zur Falle verwendet werden. Bei Kieselgur handelt es sich um ein natürliches Produkt ohne chemische oder giftige Stoffe. Das Pulver zerstört die Außenhaut der Silberfische und trocknet sie schließlich aus. Es kann großflächig aufgetragen werden und beginnt zu wirken, sobald die Krabbeltiere mit dem Produkt in Berührung kommen.

Damit das Pulver alle Schädlinge beseitigen kann, sollte es über einen Zeitraum von mindestens vier bis sechs Wochen verwendet werden. Ist an den behandelten Stellen nur noch wenig Pulverstaub zu erkennen, wird das Produkt erneut aufgetragen. Da es sich bei Kieselgur um ein reines Naturprodukt handelt, ist das Mittel für Menschen und Haustiere ungefährlich. Beim Stäuben entstehen jedoch kleinste Partikel, welche für ein unangenehmes Gefühl sorgen, wenn diese eingeatmet werden. Eine einfache Staubmaske schützt vor diesem Gefühl.


Natürliche Fallen gegen Silberfische

Der süße Honig dient als Lockstoff, um möglichst viele Silberfische in die Falle zu locken.

Der süße Honig dient als Lockstoff, um möglichst viele Silberfische in die Falle zu locken.

Da Silberfische sich vorzugsweise von zucker- und stärkehaltigen Nahrungsmitteln ernähren, eignen sich einfach Zutaten, um daraus eine wirksame Silberfischfalle zu bauen. Diese Fallen wirken wie fertige Produkte aus dem Handel, da ein besonderer Lockstoff die Parasiten anzieht und dafür sorgt, dass die Plage abnimmt. Je geringer der Befall ist, desto schneller lassen sich mit einer eigenen Falle alle Silberfische beseitigen.

Silberfischfalle mit Honig: Der süße Honig dient als Lockstoff, um möglichst viele Silberfische in die Falle zu locken. In eine flache Schale werden zwei bis drei Esslöffel Honig mit etwas Wasser vermischt. Danach wird die Schale direkt auf den Boden gestellt. Über Nacht werden sich viele der nachtaktiven Schädlinge in die Falle begeben, bleiben in der süßen Flüssigkeit kleben und verenden dort auch.

Haferflockenfalle: Haferflocken sind ein gutes Lockmittel. Für solch eine Falle wird ein hohes Glas ca. zwei bis drei Zentimeter hoch mit Haferflocken gefüllt. Als Leiter wird ein Streifen Pappe am oberen Glasrand befestigt, der bis auf den Boden reicht. Die Falle mit Haferflocken wird ebenfalls direkt auf den Boden im befallenen Zimmer aufgestellt.

Klebefallen aus Honig: Ein einfacher Pappstreifen, der mit Honig bestrichen wird, eignet sich als Klebefalle im Kampf gegen Silberfische. Der Streifen wird mit der klebrigen Fläche nach oben direkt auf den Boden an die Wand gelegt. Je mehr Streifen ausgelegt werden, desto mehr Silberfische lassen sich damit fangen.

Um einem erneuten Befall vorzubeugen, sollte in unregelmäßigen Abständen, aber mindestens halbjährlich, eine Köderbox oder eine Falle gegen Silberfische in den zuvor befallenen Räumen aufgestellt werden. Bleiben diese leer, haben sich keine neuen Tiere angesiedelt. Finden sich einzelne Exemplare darin wieder, ist es Zeit für weitere Fallen gegen Silberfische.


Biologische Silberfischfalle selber machen

Diese Silberfischfalle ist relativ wirkungsvoll und kann selbst hergestellt werden. Sie wird aus natürlichen Stoffen gebaut. Hierzu benötigt man:

  • Eine Kartoffel
  • Eine Tasse oder eine Schale
  • Dicker Karton oder Holzbrett
Silberfischfalle

Skizze der Silberfischfalle

Die Kartoffel wird als Köder auf das Brett gerieben. Die eingeriebene Stelle wird nun mit einer Schale oder Tasse bedeckt. Jedoch sollte man keine Bereiche außerhalb des Brettes einreiben. Es sollten bei Karton und Holz kleine Öffnungen vorhanden sein, durch die sich die Fischchen quetschen können. Am nächsten Tag kann die Falle draußen geleert werden. Nachteil an dieser Methode: Die Tiere können unter Umständen wieder fliehen.