Silberfische bekämpfen

Silberfische sind kleine und flügellose Insekten. Sie haben eine Fisch ähnliche Körperform und eine silberne Farbe. Überwiegend siedeln sich die kleinen Schädlinge in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit an. Silberfische sollten so schnell wie möglich bekämpft werden. Genau genommen handelt es sich bei den Insekten nicht um Schädlinge, sondern um sogenannte Lästlinge. Auch wenn das Aussehen oft als ekelig bezeichnet wird, lassen sich Silberfische in der Regel schnell und sicher bekämpfen. Der Handel bietet dazu verschiedene Produkte an. Auch Hausmittel können sich als gute Alternative beweisen.

silberfisch

Silberfisch


Wissenswertes über Silberfische

Silberfische gehören zu den Insekten und heißen mit wissenschaftlichem Namen Lepisma saccharina. Seinen Namen verdankt das Insekt seiner Körperfarbe. Silberfischchen sind schnell und flink. Sie gehören zu den nachtaktiven Insekten und scheuen das Licht. Ausgewachsene Silberfische sind durchschnittlich 1 cm lang. Dazu kommen noch die Fühler am Kopf, die Beine und drei Schwanzanhänge.

Überwiegend bewohnen Silberfische feuchte Räume. Am häufigsten sind sie daher in Bädern, Küchen und Kellerräumen zu finden. Da sie tagsüber nicht aktiv sind, verstecken sie sich gerne in Ritzen und Fugen, hinter Teppichleisten oder loser Tapete. Die Insekten bevorzugen neben einer hohen Luftfeuchtigkeit auch Wärme, die optimal für die Tiere ist, wenn sie zwischen 20° und 30° Grad liegt.

Zu den bevorzugten Nahrungsquellen gehören Stärke, Zucker und Kohlenhydrate. Daher werden die winzig kleinen Insekten auch oft als Zuckergast bezeichnet. Bei der Fortpflanzung legen die männlichen Tiere ein kleines Spermapaket auf dem Boden ab, mit dem sich das Weibchen anschließend befruchtet. Liegen optimale Bedingungen vor, dann entwickelt sich das Silberfischchen innerhalb von 12 Monaten zum ausgewachsenen Tier. Die Insekten sind in der Lage, auch länger ohne Nahrung zu überleben, sodass ihnen Durststrecken von mehreren Monaten oft nichts schaden.

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Woran erkennt man einen Befall?

Silberfische sind winzig klein und verstecken sich tagsüber. Dadurch bleiben sie oft lange unentdeckt. Mit ein wenig Glück lassen sich die kleinen Tiere aber auch tagsüber entdecken, wenn sie schnell über die Kacheln im Badezimmer huschen oder in einer Bodenritze verschwinden. Wurde ein kleines, silbernes Etwas entdeckt, dann muss genauer hingeschaut werden. Oft entdeckt man die Tierchen dann hinter einem losen Stück Tapete oder hinter Fußleisten, sobald diese einige Millimeter von der Wand entfernt werden. Kann der Befall nicht mit Sicherheit bestätigt werden, eignen sich Klebefallen, mit denen sich ein Silberfischbefall bestätigen lässt.

Wurden Silberfische entdeckt, dann stellt sich oft die Frage, wo diese Lästlinge eigentlich herkommen. Silberfische leben überwiegend in oder an Wasser- und Rohrleitungen. Dort haben sie ein perfektes Klima, das nicht nur feucht, sondern auch warm ist. In der Regel verlassen die kleinen Insekten diese Stellen nur dann, wenn sie auch andere feuchte und warme Stellen finden, die ihnen tagsüber ausreichend Schutz bieten. Ist das nicht der Fall, breiten sich die Tiere auch nicht in der Wohnung aus.

Silberfische bekämpfen und vertreiben

Silberfischchen sind Schädlinge, die niemand gerne in seiner Wohnung haben möchte. Dennoch sind die kleinen Krabbeltiere in gewisser Weise auch hilfreich. Mit ihrem Vorhandensein zeigen sie häufig hohe Feuchtigkeit oder einen Schimmelbefall an. Zudem ernähren sie sich nicht nur von Tapeten, Haaren oder Zucker, sondern sie vertilgen auch Hausstaubmilben und fressen Schimmelpilze.

Um den Silberfischen den Garaus zu machen, bietet der Handel verschiedene Fallen an, mit denen sich die silbernen Schädlinge in kurzer Zeit fangen und entsorgen lassen. Dennoch ist es wichtig, nach einer erfolgreichen Bekämpfung der Ursache für das Vorhandensein auf den Grund zu gehen.

Die Tierchen kommen nur in feuchten Räumen vor, und sind somit ein Anzeichen für Feuchtigkeit oder Schimmel. Daher sollten die Silberfische nicht nur als Schädling angesehen werden, denn durch sie kann versteckter Schimmel frühzeitig erkannt werden. Zudem gehören die schnellen und silbernen Insekten nicht zu den Schädlingen, sondern zu den Lästlingen. Sie richten beim Menschen nämlich keinen gesundheitlichen Schaden an.


Ungezieferspray / Insektenspray gegen den silbernen Schädling

Insektizide in Form von einem Ungezieferspray bzw. Silberfisch Spray sind eine einfache und schnelle Lösung im Kampf gegen Silberfische. Das Spray wirkt durch ein Kontaktgift, welches die Silberfische über den Körper aufnehmen, sobald sie mit dem Mittel in Berührung kommen. Unter anderem ist Cypermethrin solch ein Wirkstoff, der eine zeitverzögerte Wirkung besitzt. Das Insektenspray kann direkt auf die krabbelnden Tiere gesprüht werden und tötet diese innerhalb weniger Minuten ab. Hilfreich sind diese Bekämpfungsmittel auch, um Ritzen, Fugen und versteckte Schlupflöcher damit zu behandeln.

Der Handel bietet Insektensprays mit Langzeitwirkung an. Diese wirken, je nach Produkt, zwischen einem Monat und sechs Wochen. Danach sollten alle zuvor betroffenen Bereiche nochmals gründlich eingesprüht werden, um möglichst alle Entwicklungsstadien der Silbefische abzutöten. Das Entfernen von toten Silberfischen ist denkbar einfach, da diese einfach aufgekehrt werden können.

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Silberfische und Klebefallen

Klebefallen eignen sich nicht nur zur Bekämpfung, sondern können auch zur Feststellung von einem Befall benutzt werden. Klebefallen bestehen in der Regel aus Pappe oder Papier und werden direkt am Boden aufgestellt. Präpariert sind die Fallen mit einem Lockstoff, von dem die Silberfische angezogen werden. Daher sind Klebefallen gut geeignet, wenn ein Befall nicht richtig nachgewiesen werden kann. Bei dem Lockstoff in der Falle handelt es sich um Pheromone, die auch als Sexuallockstoffe bekannt sind. Andere Klebefallen besitzen einen Fraßköder, der ebenfalls mit einem Lockstoff versehen ist.

Ganz egal, ob der Befall hoch oder gering ist – es wird nicht lange dauern, bis sich die ersten Tiere von der Falle einfangen lassen. Sobald auch nur ein einzelner Silberfisch daran festklebt, ist der Befall sichergestellt und die Bekämpfung sollte beginnen. Dazu können nun weitere Klebefallen verwendet werden.

Diese werden am besten entlang der Fußbodenleiste und in den Ecken des Zimmers platziert. Klebefallen sollten regelmäßig kontrolliert werden, da sich binnen kurzer Zeit viele kleine Schädlinge darin sammeln können. Sobald die Tiere einmal mit der klebrigen Oberfläche in Berührung gekommen sind, können sie sich nicht mehr aus der Falle befreien. Ist die beschichtete Falle zu dicht mit Silberfischen besiedelt, können die restlichen Schädlinge nicht mehr damit gefangen werden.

Sobald die Fallen weniger dicht besiedelt sind, zeigt die Bekämpfung den ersten Erfolg. Silberfische durchlaufen jedoch verschiedene Entwicklungsstadien, sodass die Fallen über einen Zeitraum von mehreren Wochen immer wieder kontrolliert und erneuert werden sollten. Erst dann, wenn alle Fallen über Tage leer bleiben, ist davon auszugehen, dass alle Silberfische beseitigt wurden.

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Silberfischchen mit Köderdosen bekämpfen

Nicht nur Klebefallen, sondern auch Köderdosen haben sich im Kampf gegen die kleinen Schädlinge als wirksam erwiesen. Wer von den kleinen Parasiten heimgesucht wurde, hat die Wahl zwischen giftfreien Köderboxen und solchen, die mit einem Gift versehen sind. Bei dem Gift handelt es sich um ein Fraßgift. Dieses wird von den Insekten beim Fressen der Lockstoffe aufgenommen.

  • Da sich Silberfische überwiegend von zucker- und stärkehaltiger Nahrung angezogen fühlen, ist der Köder genau auf diese Bedürfnisse abgestimmt.
  • Sobald sich die silbernen Krabbler über den Köder hermachen, nehmen sie automatisch den Giftstoff auf und verenden nach kurzer Zeit.
  • In der Regel kommt ein Nervengift, wie zum Beispiel Spinosad, in den Silberfischfallen zum Einsatz.
  • Dieses Mittel ist auch durch den Kampf gegen Läuse bekannt und hat zuerst eine lähmende und dann eine tödliche Wirkung.

Anders als bei der Klebefalle können die Silberfische eine Köderdose nach der Nahrungsaufnahme noch verlassen. Sie verenden also nicht in der Falle, sondern erst ein wenig später. Das liegt daran, dass das verwendete Gift eine zeitverzögerte Wirkung hat. Damit möglichst alle Silberfische in relativ kurzer Zeit bekämpft werden können, müssen auch Köderboxen regelmäßig erneuert werden.

Dies ist wichtig, damit stets eine ausreichende Menge an Lockstoff vorhanden ist, ohne den sich die Silberfische nicht abtöten lassen. Bleiben die Köderboxen länger voll und neigt sich der Lockstoff nicht mehr so schnell dem Ende, hat sich der Bestand an Silberfischen bereits verringert. Sind keine toten Silberfische mehr zu entdecken, sollten die Köderboxen zur Sicherheit noch weitere zwei Wochen platziert bleiben.

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Kombifallen gegen Silberfische

Neben speziellen Silberfischfallen sind auch normale Ungezieferfallen erhältlich. Damit lassen sich verschiedene Insekten fangen. Mit ihnen werden Ameisen, Asseln und andere Kriechinsekten gefangen. Wichtig bei diesen allgemeinen Fallen ist der Wirkstoff. Nur wenn dieser für die Silberfische ansprechend ist, eignet sich die Ungezieferfalle.

Da sich Kakerlaken und auch Asseln mit dem gleichen Köder anlocken lassen, können diese Fallen auch im Kampf gegen Silberfische zum Einsatz kommen. Genau wie alle anderen Fallen, werden diese einfach auf den Boden gestellt und müssen regelmäßig kontrolliert und dem entsprechend durch neue Fallen ersetzt werden.


Silberfische aus Haus und Wohnung fernhalten

Es gibt viele vorbeugende Maßnahmen, um den Silberfischen den Aufenthalt so unangenehm wie möglich zu machen. Damit lassen sich die kleinen Insekten zwar nicht immer fernhalten, aber aufgrund der schlechten Voraussetzungen werden sie sich nicht ansiedeln. Hilfreich ist es, alle Schlupflöcher, Ritzen und Fugen so gut wie möglich zu schließen und abzudichten. Da sich Silberfische bevorzugt bei hoher Luftfeuchtigkeit und wärmeren Temperaturen wohlfühlen, können bereits das regelmäßige Lüften und das Absenken der Zimmertemperatur helfen.

Am besten ist es, wenn über Kreuz gelüftet wird. Dadurch kommt sehr viel frische Luft in den Raum und die warme, oft feuchte Luft, kann entweichen. Werden die Fenster zum Lüften nur gekippt, reicht das in der Regel nicht aus. Zudem ist es wichtig, auch im Keller für frische Luft zu sorgen. An besonders feuchten Stellen können Behälter mit Salz aufgestellt werden. Das Salz zieht die Feuchtigkeit an und ist in kleinen Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit ein gutes Hausmittel.


Entstehung von Silberfischchen

Woher kommen Silberfische überhaupt? Das fragen sich viele. Silberfischchen scheuen Tageslicht und sind deshalb normalerweise einfach nicht zu sehen. Sie lieben Dunkelheit und Feuchtigkeit und verstecken sich gerne hinter der Tapete und unter Blumentöpfen. Sie entstehen dort wo die besten Lebensbedingungen und ein gutes Nahrungsangebot herrschen.

Sinnvoll ist es deshalb auch, das Mauerwerk auf undichte Stellen und Schäden zu kontrollieren. In Ritzen und Fugen kann sich Wasser sammeln, welches mit der Zeit in das Mauerwerk eindringt und dieses kontinuierlich feucht hält. So entsteht ein optimaler Lebensraum für die kleinen Schädlinge. Werden diese Mängel beseitigt, nimmt man gleichzeitig den Silberfischen ihren bevorzugten Lebensraum. Dazu eignen sich Mittel wie Fugenmörtel, um das Mauwerk auszubessern, und Silikon, um Ritzen und Fugen in Bad und Küche abzudichten.


Bau einer Silberfischfalle mit Kartoffeln

Zum Bekämpfen sind nicht zwingend Fallen aus dem Handel nötig. Eine Falle, mit der sich Silberfische fangen lassen, kann leicht selber gebaut werden. Auch ohne handwerkliches Geschick und mit nur wenigen Utensilien ist eine zuverlässige und gut funktionierende Silberfischfalle schnell fertig.

Benötigt wird:

  • 1 Kartoffel
  • 1 kleiner Plastikbeutel
  • 1 Küchenmesser

Und so wird die Falle gebaut:

  1. Die Kartoffel mit dem Messer halbieren.
  2. Beide Hälften in den Plastikbeutel geben.
  3. Den Beutel offen auf den Boden legen.

Die Silberfische werden diese Falle in der Dunkelheit aufsuchen und können am nächsten Morgen mitsamt dem Beutel entsorgt werden. Danach muss die Falle wieder erneuert werden.

kartoffeln-silberfischfalle

Kartoffeln gegen Silberfische

Honigfalle gegen Silberfische

Eine einfache Klebefalle lässt sich binnen weniger Minuten leicht selber bauen und ist ebenfalls gut wirksam, um damit viele Silberfische einzufangen.

Benötigt wird:

  • Pappe
  • Schere
  • Honig

Und so wird die Klebefalle gebaut:

  1. Mit der Schere wird ein breiter und ca. 30 cm lange Streifen Pappe abgeschnitten.
  2. Danach wird dieser so dick mit Honig bestrichen, dass sich eine deutliche Schicht gebildet hat.
  3. Nun muss der Streifen nur noch auf dem Boden platziert werden und ist sofort einsatzbereit.

Die Silberfische werden von dem süßen Honig angelockt und können der Klebefalle nicht mehr entkommen, sobald sie Kontakt mit dem klebrigen Honig hatte. Der Klebestreifen kann am nächsten Morgen samt der Tierchen entsorgt werden.


Hausmittel gegen Silberfische

Wer keine klassischen Fallen aus dem Handel nutzen möchte, kann verschiedene Hausmittel verwenden, um gegen die kleinen Insekten vorzugehen. Hausmittel wirken in der Regel jedoch ohne Chemie, sodass diese etwas länger brauchen, bis sie schließlich zum Erfolg führen. Oft kann es auch nötig sein, die Maßnahmen mehrmals zu wiederholen. Dennoch eignen sich einige Mittel sehr gut – besonders bei einem geringen Befall.

Backpulver: Backpulver ist in jedem Haushalt vorhanden. Das Pulver wird einfach mit ein wenig Zucker gemischt und entlang der Fußbodenleiste und in diverse Ritzen der befallenen Räume gestreut. Die Tiere nehmen den Fraßköder auf und sterben schließlich durch die im Backpulver enthaltenen Wirkstoffe.

Kieselerde: Kieselerde ist ein natürliches Mittel und im Kampf gegen Silberfische wirksam. Das Pulver wird überall dort ausgestreut, wo Silberfische vermutet werden. Die Kieselerde verletzt die äußere Hülle der Silberfische und trocknet sie schließlich aus.

Gips: Gips ist in jedem Baumarkt erhältlich und fängt die Silberfische zuverlässig ein. Dazu wird das Pulver einfach auf ein nasses Tuch gestreut und mit ein paar Krümeln Zucker gespickt. Die Silberfische bleiben an dem dann feuchten Gipspulver kleben und können entfernt werden.