Schnake bekämpfen

Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Schnaken. Alleine in Deutschland sind 150 Arten bekannt. Diese haben im Volksmund unterschiedliche Namen, wie zum Beispiel Langbein, Hemel, Mückenhengst, Schneider und Kothammel. Während die ursprüngliche Heimat der Schnaken Nordafrika und weite Teile Europas war, haben sich die Insekten mittlerweile auf weiteren Kontinenten ausgebreitet. Als lästig werden die Tiere empfunden, die sich im Haus und Garten niederlassen und hierbei eine störende Quelle darstellen. Viele Menschen sind sich unsicher, ob diese Tiere stechen.

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Schnake im Wald


Stechen Schnaken?

Bezüglich der Zuordnung gehören diese Tiere zu den Zweiflüglern. Häufig werden die Schnaken den Mücken zugeordnet. Vor allem durch die Zuordnung zu den Mücken, wird noch mehr davon ausgegangen, dass diese Tiere stechen. Diese Vermutung entspricht allerdings nicht der Tatsache.

So sticht keine einzige Art der Schnaken. Sie ernähren sich von Wasser und Nektar und sind dementsprechend vegetarisch. Drei Arten der Schnaken sind großflächig bekannt.

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Arten der Schnaken

Es gibt verschiedene Arten von Schnaken. Darunter die Kohlschnake, die Wiesenschnake und die Riesenschnake. Die Zweiflügler sind in der Regel zwar harmlos, aber dennoch oft unerwünscht, sodass sie bekämpft werden wollen.

Kohlschnake: Diese Gattung erreicht eine Länge von ungefähr 25 Millimeter. Der Körper weist dunkle Streifen auf. Die Grundfärbung in Richtung Hinterlaib in einen grau- gelblichen Farbton. Die sehr langen Hinterbeine sind charakteristisch. Die Form des Körpers ist bei Männchen und Weibchen unterschiedlich.

Während die Form der Weibchen spitz zuläuft, sind die Körper der Männchen keulenförmig. Im Laufe eines Kalenderjahres durchleben die Kohlschnaken zwei Perioden. So fliegen sie im April bis Mai und nochmals von August bis Oktober. In den Monaten, in der die Kohlschnake eine Larve ist, können sie die Pflanzen, sowohl durch den Fraß der oberirdischen Blätter, wie auch Wurzeln, nachhaltig schädigen.

Wiesenschnake: Der Körper dieser Schnakenart erreicht eine Länge von 20 bis 25 Millimeter. Dabei sind die Körper der Weibchen etwas länger als die der Männchen. Bei dieser Gattung ist die Spannweite der Flügel generell sehr gering und beläuft sich auf lediglich 15 Millimeter. Im Laufe des Kalenderjahres fliegen die Wiesenschnaken nur einmal, was meist von August bis Oktober ist.

Die Eier werden auf die oberste Schicht des Bodens bei Äckern und Wiesen gelegt. Bereits nach 15 Tagen schlüpfen die Larven. Bei einem größeren Aufkommen sind die Fraßschäden schnell sicht- und spürbar. Dies zeigt sich sowohl im Grünland, wie auch bei Ackerflächen. Sie fressen die Blätter, die sich oberirdisch befinden.

Riesenschnake: Diese Art der Schnaken sind in vielen Wohnungen und Häusern vorzufinden. Sie wohnen überwiegend in der Nähe von Sümpfen, Gewässerrändern und generell in Feuchtgebieten. Die Körper erreichen eine Länge von etwa 40 Millimetern. Ihre Flügelspannweite misst bis zu 65 Millimeter. Sehr charakteristisch sind die langen Beine. Somit können die Tiere etwa die Größe eines Handtellers erreichen.

Die Weibchen haben einen Legestachel, der sich am Ende des Körpers befindet. Dieser dient ausschließlich zur Ablage der Eier und keinesfalls zum Stechen von Menschen oder anderen Tieren. Die Larven der Riesenschnarken können eine Länge von bis zu 5 Zentimeter erreichen. Zwischen Mai und Juli fliegen die Tiere und paaren sich, was nur einmal im Jahr geschieht. Die Eier werden auf feuchte und weiche Böden am Gewässerrand abgelegt. Die Anzahl der Eier und somit der Larven nimmt oftmals ein großes Ausmaß an. Dementsprechend groß sind die Fraßschäden, die die Riesenschnaken verursachen.

Larven der Schnarken: Die Größe der Larven ist von der Art und vom Entwicklungsstadium abhängig. Sie erreichen eine Größe zwischen 25 und 50 Millimeter. Die Färbung ist bräunlich. Der Bereich des Kopfes ist zusätzlich farblich abgehoben und ist durch die dunkelbraune Färbung zu erkennen. Am hinteren Ende befinden Fortsätze. Diese können auf dem ersten Blick einem Gesicht gleichsehen. Die hinteren Enden der Larven, unabhängig von der Art der Schnaken, werden bei den Gärtnern als Teufelsfratze bezeichnet.


Schnarken bekämpfen – Was tun?

Gerade in der Landwirtschaft, aber auch Gartenbesitzer können unter den Schäden, den die Schnakenlarven verursachen, leiden. Daher bietet es sich an, dass diese Regionen für die Tiere uninteressant gemacht werden. Mit einigen Mitteln kann man die Anzahl der Larven und somit der Schnaken regional erheblich reduzieren. Dementsprechend verringern sich auch die Fraßschäden. Oftmals werden die Probleme lediglich verlagert und nicht beseitigt. Daher sollte die Wahl des Mittels auf die jeweilige Fläche angepasst werden.

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  • Schnaken nisten sich auf die oberste Bodenschicht ein. Dabei wird ein weicher Boden bevorzugt.
  • Durch die Verdichtung des Bodens sind die Vorzüge nicht mehr gegeben, wodurch das Vorkommen verringert wird.
  • Eine endgültige Bekämpfung dieser Region ist damit keinesfalls gegeben.
  • Eine weitere erhebliche Reduzierung, die sich auf 50 bis 70 Prozent des Vorkommens bezieht, wird durch die Ausbringung von Stickstoffdünger erzielt.
  • Dieser ist ebenfalls unter dem Namen Caliumcyanamid bekannt.

Nematoden zur Schnakenabwehr

Nematoden gegen Larven: Um das Vorkommen zu verringern ist die Bekämpfung beziehungsweise Vernichtung der Larven notwendig. Dieses Mittel ist effektiv gegen Wiesenschnaken. So werden die Nematoden ausgebracht. Dieses Mittel gelangt auf die Larven, die sich auf der Erdoberfläche befinden und dringt durch die Beschichtung in das Innere ein.

Nach und nach werden die Larven von Innen zerstört. Die Verringerung des Bestands beläuft sich auf 80 Prozent. Eine hohe Effizienz haben die Nematoden bei einer Ausbringung im frühen Entwicklungsstadium der Larven. Somit wird empfohlen, dass das Mittel im September bis Anfang Oktober auf den Wiesen ausgebracht wird.

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Schnake aus der Nähe


Hausmittel gegen Schnaken

Mit einigen Tipps und Tricks lässt sich die Anzahl der Schnarken, die sich in der Wohnung oder auf der Terrasse befinden, verringern. Die tatsächlichen Erfolge sind unter anderem von der Intensität und Gründlichkeit der Umsetzung abhängig. Da es mehrere Möglichkeiten gibt, die je nach individuellen Begebenheiten zutreffen, sollte auf die gesamte Vielfalt geachtet werden und die Umsetzung bestenfalls erfolgen.

Komposthaufen umsetzen: Sowohl die Nutzbeete, wie auch der Komposthaufen sollten so weit wie möglich vom Haus entfernt angesetzt werden. Dies reduziert den Zuflug der Schnaken in die Wohnung.

Fliegengitter an Fenster und Türen: Eine effektive Methode, um die Tiere von der Wohnung fernzuhalten, ist ihnen den Zugang zur Wohnung zu versperren. An Türen bieten sich Fliegengitterlamellen an, während Fenster mit klassischen Insektenschutzgitter versehen werden können.

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Ätherische Öle: Nicht alle Schnaken lassen sich mit ätherischen Ölen vertreiben. Zum Ausprobieren bieten sich Düfte, wie zum Beispiel Geranie, Sandelholz, Lavendel und Zitronenmelisse an.

Räucherspiralen: Aerosolverdampfer und Räucherspiralen können ähnliche Effekte bringen, wie die ätherischen Öle. Hierbei gibt es ebenfalls keine Erfolgsgarantie. Bei der Nutzung in geschlossenen Räumen sollte generell die Nutzung mit Vorsicht genossen werden. Einige Produkte können über giftige Stoffe verfügen, die letztendlich eine Gefährdung für die Gesundheit darstellen.

UV-Licht: Bei diesen Fallen werden durch das Licht die Insekten, Schnaken und weitere Tiere angelockt. Je nach Gerät kleben die Tiere fest oder werden direkt durch eine hohe Spannung getötet.

Insektensprays: Auch wenn der Einsatz in der Wohnung mit Vorsicht zu genießen ist, sind die Inhaltsstoffe der Insektensprays sehr effektiv. So können ganze Räumlichkeiten von Insekten aller Art befreit werden. Nach der Nutzung sind die toten Tiere zu entfernen und ausgiebig zu lüften. Im Vorfeld sind Tiere, Kinder und Lebensmittel aus den betreffenden Räumen zu entfernen.

Gläser: Es ist nicht jedermanns Sache, die Tiere zu töten. Daher lassen sie sich mit einem breiten Glas und einem Blatt Papier einfangen und im Freien aussetzen. Dies kann allerdings einen nur kurzfristigen Erfolg mit sich bringen.

Sollten alle Mittel erfolglos oder ein schneller Erfolg notwendig sein, kann mit der Fliegenklatsche auf die Tiere eingeschlagen werden. Hierbei ist allerdings zu bedenken, dass es passieren kann, dass Reste der Schnaken an der Wand oder Decke bleiben, die separat zu entfernen sind.