Ratten fangen

Zum Ratten Einfangen gibt es im Handel praktische Rattenfallen und Köder. Ratten zählen zu den Schädlingen, sie werden der Nagetiergattung zugeordnet und befallen die Lebensmittelvorräte des Menschen. Gefährlich sind sie vor allem aufgrunddessen, dass sie Krankheiten übertragen können. Einige Menschen ekeln sich zudem vor den Tieren und wollen diese weder im Haus, noch im Garten haben. Effektive Bekämpfungsmaßnahmen erfordern nicht immer gleich einen professionellen Schädlingsbekämpfer.

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Rattenfalle zum Einfangen


Rattenbefall erkennen

Zur Identifizierung eines Rattenbefalls muss zuerst der Kot identifiziert werden. Besteht der Verdacht, dass sich Ratten in der Wohnung oder im Keller aufhalten, so deuten diverse Symptome auf einen solchen Befall hin. Insbesondere der typische Rattenkot.

  • Bei einer Rattenplage werden nur selten lebende Ratten gesichtet. Es gilt also Spuren zu finden, die auf den Nager hindeuten.
  • Nagespuren sind der erste Anhaltspunkt für einen Rattenbefall. Die starken Schneidezähne der Tiere sorgen für Spuren in Form kleiner Rillen – sie liegen typischerweise etwa 4 mm auseinander.
  • Rattenkot lässt sich typischerweise in seinem Erscheinungsbild erkennen. Spindelförmiger, in Gruppen zusammenliegender Kot spricht für Wanderratten – Hausratten produzieren bananenförmigen Kot, der weiter verstreut ist.
  • 40 Kotballen werden etwa von einer Ratte am Tag produziert. So kann in etwa abgeschätzt werden wie umfangreich der Rattenbefall ist.

Zum Ratten fangen eignet sich eine klassische Falle am besten. Ist eine Ratte einmal gefangen, so ist der Befall gewiss. Neben den genannten Punkten erkennt man häufig auch Schmierspuren, da Ratten meist die gleichen Laufwege verwenden. Berühren sie auf diesen wegen bestimmte Flächen mit ihren Körpern, so hinterlassen sie Fettspuren.

Schmierspuren entstehen dann, wenn das Körperfett der Ratten mit Schmutzablagerungen zusammenkommt – ein klassisches Symptom für Rattenbefall. Es handelt sich vorrangig um bohnenförmige Spuren, die beispielsweise im Dachbodenbereich oder um Balkonkonstruktionen auftreten. Die Nistplätze von Ratten sind nicht selten in der Nähe.

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Rattennester

Die Nester und Bauten sind ebenfalls ein wichtiger Anhaltspunkt und lassen sich meist in oberen Hausbereichen ausfindig machen. Manchmal befinden sich die Nester aber nicht einmal im selben Haus, in dem die restlichen Anzeichen für eine Rattenplage zu erkennen sind. Bevorzugt werden warme Verstecke, für den Bau eines Nests werden gerne zerfetzte Materialien verwendet. Hausratten bauen ihre Nester am liebsten jedoch außerhalb des Hauses in Erdbauten.

Der Durchmesser des Eingangs eines Gartenbaus beläuft sich auf 5 cm. Große Mengen an Staub und Spinnweben sind allerdings ein Anzeichen dafür, dass die Bauten nicht mehr im Einsatz sind. Häufig lassen sich die Nester auch bei Komposthaufen oder in der Nähe von Gartenlauben finden. Hier kann man dann auch Rattenfallen zum Einfangen aufstellen.

Bei einem Verdacht sollten auch Laufspuren beachtet werden. Natürlich sprechen ebenfalls Sichtungen von lebenden Ratten für eine Plage. Nicht zuletzt sollte der Geruch nach Ammoniak für einen Rattenbefall sprechen. Die Nager erzeugen diesen Geruch durch ihren Urin und Rattenkot sowie durch Drüsen im Körper.


Ratten fangen: Köder und Mittel

Am effektivsten funktionieren Rattenfallen, um die Tiere zu fangen. Eine Bekämpfung sollte möglichst rasch nach Erkennung eines Befalls begonnen werden, da sich die Tiere sonst unkontrolliert vermehren. Die schnelle Fortpflanzung, aber auch die große Anpassungsfähigkeit der Nagetiere macht die Bekämpfung so schwer.

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Köderfallen aus dem Handel wirken mit einem Gift. Das Rodentizid gehört zu den Blutgerinnungshemmern und hebt die Blutgerinnung auf, wodurch die Ratten zeitversetzt sterben. Es gibt allerdings unterschiedliche Wirkstoffe.

Insbesondere bei der Bekämpfung von Mäusen sind auch Giftweizen beliebt, die als schnellwirkende Getreideköder fungieren und mit dem Wirkstoff Zinkphosphid arbeiten. Solche Köder lassen sich in der Regel auch gegen Ratten einsetzen.

Lebendfallen zum Einfangen

Wer Ratten mit einer Lebendfalle fangen möchte, der findet hierzu im Handel spezielle Gitterfallen oder Kastenfallen. Derartige Metallfallen werden auch als Marderfallen eingesetzt.

Sie lassen sich also auch für andere Tiere verwenden, wenn der richtige Köder vorhanden ist. Eine solche drahtverstärkte Metallfalle lässt sich einfach einsetzen und tötet das Tier nicht. Die Falle kann im Innenbereich, aber auch im Garten oder Hof einsatzbereit gemacht werden. Auf diese Weise kann man auch Mäusen habhaft werden.

Mehr zum Thema: Mäuse fangen

Als Köder eignen sich entweder spezielle Rattenköder aus dem Handel oder Käse bzw. Cornflakes. Der Köder wird einfach in den Fangbehälter gelegt und lockt die Tiere an. Wenn der Köder gefressen wird, schließt sich die Falle automatisch. Nach dem Einfangen kann die Ratte entweder ausgesetzt oder unschädlich gemacht werden.

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Tötungsfallen einsetzen

Schlagfallen werden gegen Ratten wahrscheinlich am häufigsten eingesetzt. Sie sind entweder aus Kunststoff oder Holz gefertigt und weisen einen Metallbügel auf.

  • Im ersten Schritt wird die Falle zum Beispiel mit Leberwurst oder Nutella bestückt.
  • Anschließend wird die Falle gespannt, hierfür drückt man den Metallbügel nach hinten.
  • Beißt die Ratte in den Köder, so schlägt der Bügel um und tötet den Schädling.
  • Der Aufstellungsort sollte klug gewählt werden, am besten in der Nähe eines Rattenbaus oder auf Laufwegen.

Darf man Ratten töten?

Nicht alle Fallen dürfen eingesetzt werden, um die Tiere zu töten. Wichtig ist, dass sie nicht unnötig gequält werden und sofort ableben. Klebefallen oder Ertränkungsfallen sind nicht erlaubt. Gift- und Köderboxen dürfen nicht ohne Genehmigung oder Hilfe durch Experten ausgelegt werden.

Klassische Gifte wirken so, dass die Ratten erst ein bis zwei Tagen nach einer Vergiftung sterben, sonst werden Artgenossen häufig durch den Tod vorgewarnt und fressen dann nicht mehr von dem Köder.

Massive Rattenplage


Ratten mit Hausmitteln bekämpfen

Es gibt zahlreiche Anleitungen zum Eigenbau von Rattenfallen. Diese erfordern oftmals ein wenig handwerkliches Geschick. Einfache Hausmittel sind manchmal aber eben so effektiv zur Vertreibung der Schädlinge.

Nelkenöl: Essigessenz und Nelkenöl sollen aufgrund ihres Geruchs gegen Ratten eingesetzt werden können. Die beiden Substanzen werden von den Tieren verabscheut, weshalb sie sich von ihnen fernhalten.

Ultraschall: Ultraschall ist zwar kein direktes Hausmittel, wird aber ebenfalls häufig zur Bekämpfung von Ratten eingesetzt. Die Töne im Hochfrequenzbereich sollen diverse Tiere vertreiben.

Lebensmittelvorräte schützen: Um eine Rattenplage erst gar nicht aufkommen zu lassen, sollten Lebensmittelvorräte immer gut verschlossen und geschützt werden. Auch gilt es Baumängel und Löcher in Wänden zu beseitigen. So wird die Notwendigkeit eines Einfangens hinfällig.