Ratten bekämpfen

Ratten sind Schädlinge, die sich rasend schnell vermehren und verbreiten. Wird ein Rattenbefall entdeckt, müssen die Tiere so schnell wie möglich bekämpft werden. Ratten gelten als Material- und Vorratsschädling. Aber auch für den Menschen können die Nager eine Gefahr darstellen. Vor Rattenkot und Rattendreck sollte man große Vorsicht walten lassen. Gleiches gilt für Mäusekot. Die Ausscheidungen beider Tiere können Krankheitserreger enthalten.

Ratte

Ratte


Wissenswertes über Ratten

Ratten gehören zur Gruppe der Altweltmäuse und sind Nagetiere. Je nach Art unterscheiden sich die Tiere deutlich. Ratten können eine Kopfrumpflänge von bis zu 40 cm erreichen. Dazu kommt der Schwanz, der ebenso lang sein kann. Große Exemplare wiegen bis zu 500 Gramm. Die Fellfärbung kann von verschiedenen Grautönen, über Brauntöne bis hin zu einer gelblichen Färbung reichen. Ratten gehören zu den Allesfressern und verschmähen weder tierische noch pflanzliche Nahrung.

Die Tiere können sich durchgehend fortpflanzen und rasch vermehren. Die Tragzeit liegt zwischen 19 und 25 Tagen. Durchschnittlich verlassen die Jungtiere nach etwas drei Wochen das Nest und werden im Alter von zwei Monaten ebenfalls geschlechtsreif. Ratten können einen großen Schaden anrichten und gelten auch als Überträger verschiedener Krankheiten auf den Menschen.

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Welche Arten gibt es?

Insgesamt gibt es 65 verschiedene Arten. In Deutschland kommen jedoch nur zwei davon vor. Dazu gehören die Wanderratten und die Hausratten. Am häufigsten lässt sich die Wanderratte finden, welche die einfache Hausratte immer mehr verdrängt. Weitere Nagetiere finden Sie hier.


Woran erkennt man einen Befall?

Auch wenn Ratten relativ groß sind, bekommt man bei einem Befall nicht immer sofort ein Tier zu sehen. Ratten sind schlaue Tiere und wissen sich gut zu verstecken. Nicht zu übersehen ist aber der Rattenkot, den die Tiere hinterlassen. Die spindelförmigen Kotballen liegen in Gruppen zusammen. Merkmale dazu:

  • Ein Kotballen kann bis zu zwei Zentimeter groß sein. Ist dieser glänzend und weich, handelt es sich sehr wahrscheinlich um frischen Kot und somit um einen aktiven Befall.
  • Eine einzelne Ratte legt durchschnittlich 40 Kotballen am Tag. Unterscheiden sich diese deutlich in der Größe, deutet dies auf Ratten unterschiedlichen Alters hin und zeigt an, dass sich die Ratten bereits vermehren.
  • Nagespuren sind ebenfalls ein deutliches Anzeichen für einen Rattenbefall. Da die Nagezähne der Ratten immer wieder nachwachsen, hinterlassen sie damit eine deutliche Kennzeichnung.
  • Zu erkennen sind angenagte Gegenstände an zwei senkrechten Rillen, die ca. 4 mm auseinander liegen.
  • Ratten nagen nicht nur Holz an, sondern auch Bleche und das Mauerwerk. Auch Lebensmittel oder Müllsäcke werden von Ratten kaputt gemacht, um an den Inhalt zu kommen, der dann weit verteilt wiederzufinden ist.

Auch am Geruch lässt sich ein Rattenbefall feststellen. Der Urin der Tiere, aber auch der Kot, hinterlassen einen Gestank, der an Ammoniak erinnert. Dieser Geruch dient den Tieren als Orientierungshilfe, ist für den Menschen aber sehr unangenehm und besonders in geschlossenen Räumen sehr gut wahrzunehmen.


Rattenkot in Haus und Garten entfernen

Beim Entfernen von Rattenkot müssen besondere Schutzmaßnahmen getroffen werden. Bevor die Reinigung beginnt, muss der Raum gut gelüftet werden. Da der Kot von Ratten Krankheiten, wie zum Beispiel das Hantavirus, übertragen kann, müssen Einmalhandschuhe und eine Atemschutzmaske getragen werden. Es ist wichtig, dass aufgewirbelter Kotstaub nicht eingeatmet wird. Weiterhin ist ein großer und stabiler Kunststoffsack nötig, in de alle Hinterlassenschaften gegeben werden.

  • Zuerst werden große Kotansammlungen mit einer Schaufel entfernt. Danach werden die betroffenen Stellen gründlich mit dem Straßenbesen abgekehrt.
  • Die feinen Reste entfernt man mit einem Handfeger und der passenden Schaufel. Nach der Trockenreinigung sind noch deutliche Kotspuren zu erkennen, die nun bei der Nassreinigung entfernt werden müssen.
  • Dazu verwendet man am besten ein chlorhaltiges Reinigungsmittel. Dazu wird der Boden zuerst mit dem Mittel gut befeuchtet und nach einer Einwirkzeit von mindestens 20 Minuten gereinigt. Anschließend wird der gesamte Bereich mit einem Desinfektionsmittel geputzt.
  • Ist dieses getrocknet, wird die gesamte Fläche mit Allzweckreiniger feucht gewischt.
  • Nach der Beseitigung aller Kotspuren sollten die benutzen Utensilien ebenfalls gründlich gereinigt werden. Handschuhe und Atemschutzmaske kommen in den Müllsack, der gut zugebunden, über die Restmülltonne mit dem Haushaltsmüll entsorgt werden kann.

Rattenkot im Garten lässt sich einfacher entfernen. Dazu benötigt man nur einen Spaten und sticht damit die betroffenen Stellen ab. Sind gepflasterte Stellen betroffen, dann erfolgt auch dort eine Reinigung mit Chlorbleiche und Desinfektionsmittel. Um die grobe Struktur der Platten richtig sauber zu kriegen, kann die Fläche mit einer Wurzelbürste behandelt werden. Übrigens wird Rattenkot häufig mit Igelkot verwechselt.


Bekämpfungsmittel gegen Ratten

Ratte in der Falle

Ratte in der Falle

Ratten machen sich nicht nur in den Gebäuden breit, sondern siedeln sich auch in Gärten. Gartenhäusern, Scheunen, Garagen und Schuppen an. Da sich die Schädlinge rasend schnell vermehren, sollte umgehend mit der Bekämpfung begonnen werden. Ist die Rattenplage beseitig, müssen natürlich auch die Hinterlassenschaften der Schädlinge beseitigt und entsorgt werden.


Rattenfallen gegen eine Plage

Der Handel bietet verschiedene Modelle an, mit denen sich Ratten fangen lassen. Dazu gehören Schlag- und Lebendfallen. In einer Schlagfalle kann immer nur eine Ratte nach der anderen gefangen werden. Die Falle besteht aus einem kleinen Brett und einem Metallbügel, der gespannt werden muss. Versucht die Ratte den Futterköder von der Falle zu lösen, schlägt der Metallbügel um und tötet das Tier.

Bei einer Lebendfalle wird die Ratte nicht getötet. Sie wird in der Falle nur gefangen und muss danach wieder ins Freie gelassen werden. Allerdings ist diese Methode bei einem Rattenbefall nicht anzuraten, da sich die Tiere immer weiter vermehren und immer wieder ausgesetzt werden müssen. Ratten sind nicht dumm und finden oft den Weg nach Hause zurück. Viele Tiere gewöhnen sich sogar an diesen Vorgang.

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Rattengift und Rattenköder

Bei einer echten Rattenplage ist Gift die beste Wahl. Der Handel bietet dieses in Form von Granulat oder Köderbrocken an. Das Gift tötet die Tiere schnell und zuverlässig ab, sodass sich der Bestand binnen kurzer Zeit deutlich verringern lässt. Rattengift wirkt in der Regel zeitverzögert, sodass die Tiere nicht direkt unmittelbar nach der Giftaufnahme, sondern ca. zwei bis drei Tage danach sterben. Das Gift hemmt die Blutgerinnung, wodurch die Ratten innerlich verbluten.

Je nach Mittel wirken die Gifte als Fraß- oder Kontaktgift. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich. Um Tiere und andere Menschen vor dem Gift zu schützen, sollten immer sogenannte Köderboxen verwendet werden. Einige Modelle bieten einen zusätzlichen Schutz durch ein kleines Schloss. Sobald der Köder leer ist, muss er durch einen neuen Köder ersetzt werden. Auch tote Ratten, die sich in der Nähe befinden, müssen eingesammelt und entsorgt werden. Dabei sollten Einmalhandschuhe zum eigenen Schutz getragen werden.


Ratten von Haus und Wohnung fernhalten

Ratten fernzuhalten ist nicht leicht, aber auch nicht unmöglich. Die Tiere werden in erster Linie von Nahrung angezogen. Deswegen ist es wichtig, auf Sauberkeit und Hygiene zu achten. Lebensmittel- und Essensreste sollten immer in der Biotonne, die gut geschlossen werden muss, entsorgt werden. Gelbe Müllsäcke sollten besser im Keller bis zur nächsten Abholung oder in einem speziellen Umbau für Müll gelagert werden.

Scheunen, Garagen und andere Außengebäude ziehen die Tiere ebenfalls an. Da sich im Laufe der Zeit dort einiges an Dingen ansammelt, sollten die Bereiche regelmäßig gesäubert und leer geräumt werden. Dadurch nimmt man Ratten die Möglichkeit, sich auf Dauer ein Nest anzulegen.

Freiliegende Rohre, alte Gullis oder andere Zugänge, über die Ratten ins Haus gelangen können, müssen sorgfältig verschlossen werden. Dazu eignen sich große und schwere Steinplatten oder ein besonders stabiles Gitter.


Bau einer Rattenfalle

Eine einfache Rattenfalle lässt sich komplett ohne Werkzeug und ohne handwerkliches Geschick bauen. Benötigt werden nur die folgenden Dinge:

  • 1 großes schweres Gefäß (z. B. Kochtopf, Blecheimer o. ä.)
  • 1 Stück stabiler Karton oder eine Holzplatte
  • 1 Rundholz (Bleistiftlänge)
  • Köder (Fleisch, Speck, Brot o. ä.)
  1. Zuerst wird die Holzplatte auf den Boden direkt an die Wand grenzend gelegt.
  2. Nun wird der Köder auf das Rundholz gesteckt und schräg gegen die Wand gelehnt. Der Köder befindet sich dabei kurz über der Platte am Boden.
  3. Anschließend wird das Gefäß schräg darüber gestellt, sodass es von dem Rundholz gestützt wird.

Sobald die Ratte versucht den Köder zu nehmen, fällt das Rundholz um und das Gefäß kippt über die Ratte. Zusammen mit der Platte kann die Ratte in dem Gefäß wieder ausgesetzt werden. Damit sie den Rückweg nicht findet, muss die Entfernung mindestens 1 Kilometer betragen.

Rattenfalle selber bauen

Skizze der Rattenfalle


Hausmittel gegen Ratten

Wer weder Fallen noch Gift im Kampf gegen Ratten einsetzen möchte, kann ein paar verschiedene Hausmittel verwenden. Bei einer echten Rattenplage sollte jedoch die klassische Falle oder der Kammerjäger zum Einsatz kommen. Im Kampf gegen Ratten zeigen sich Hausmittel nicht immer als wirksam. Handelt es sich jedoch nur um ein oder zwei Ratten, dann kann sich der Verzicht auf chemische Mittel und Fallen jedoch lohnen.

Essigessenz: Essigessenz sorgt dafür, dass sich die Ratten nicht mehr am Geruch orientieren können. Zudem ist dieser extrem scharf für die Tiere und mehr als unangenehm. Am besten werden alte Tücher in Essig getränkt und an den Laufstraßen und rund um die Schlupflöcher herum verteilt.

Nelkenöl: Der Geruch von Nelkenöl wirkt ähnlich wie Essig. Zusätzlich hat das Öl eine betäubende Wirkung und erschwert den Ratten das Atmen. Das Öl kann direkt auf die Laufstraßen und rund um den Bau der Ratten verteilt werden, sodass diese vertrieben werden.

Chili: Chili ist ein sehr scharfes Gewürz, dass zu Atemnot und Herz-Kreislauf-Problemen führen kann. Das Pulver wird an den Laufstraßen der Ratten verteilt. Diese nehmen es zuerst durch die Berührung mit dem Körper auf und anschließend bei der Fellpflege.