Mottenfalle

Motten im Sommer oder am Abend können lästig sein. Die kleinen Tiere fühlen sich durch jegliches Licht angezogen und fliegen sehr schnell durch das offene Fenster hinein. Dies weist jedoch noch lange nicht auf einen Mottenbefall hin. Schwirren allerdings eine Handvoll Motten im Schlafzimmer oder in der Küche herum, sollte man sich bereits auf die Suche nach der Ursache machen. Ein Mottenbefall kann durchaus Schäden an der Kleidung oder an bestimmten Lebensmitteln hervorrufen. Sollte man den Befall daher feststellen, möchte man die lästigen Besucher schließlich schnell loswerden.

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Motten mit Mottenfallen bekämpfen


Lebensmittelmotten und Kleidermotten

Selbst bei den Motten, die man in der Wohnung finden kann gibt es einige Unterschiede in den Arten. Für alle Mottenarten gibt es aber bestimmte Hilfsmittel oder Fallen, die helfen können. Um die Motten aktiv bekämpfen zu können ist es wichtig, dass man im Vorfeld weiß, um welche Mottenart es sich handelt. Es ist daher wichtig, dass man die beiden häufigsten Mottenarten unterscheiden kann.

Der auffallende Unterschied ist demnach der Aufenthaltsort der Tiere. Die Lebensmittelmotten leben, wie der Name bereits sagt in unmittelbarer Nähe von Lebensmitteln. Kleidermotten lieben hingegen Kleidung und finden sich oftmals im Kleiderschrank oder in Kommoden wieder. Sogar Teppiche und Felle sind Orte, an denen man Kleidermotten finden kann.


Zudem gibt es weitere Unterschiede zwischen den beiden Mottenarten die sich wie folgt unterteilen lassen:

  • Kleidermotten als Schädlinge sind einfarbig und haben ein goldgelbes bis ockerfarbenes Erscheinungsbild.
  • Die Spannweite der Flügel beträgt 10 bis 15 Millimeter.
  • Lebensmittelmotten sind grau, braun gescheckt und haben eine Flügel-Spannweite von 28 Millimetern.
  • Meistens halten sie sich in der Nähe von Nahrung oder Mülleimern auf.
  • Oft tragen die Motten auf beiden Flügeln einen Punkt.

Mottenfallen und Bekämpfungsmittel

Hauptsächlich werden Repellents und Klebefallen (Pheromonfallen) gegen Motten verwendet. Auch das Mottenspray ist im Handel erhältlich und vernichtet die Plagegeister mit seinen Inhaltsstoffen. Mottenpapier und Mottenkugeln gehören zu den populärsten Bekämpfungsmitteln.

Mottenkugeln

Mottenkugeln gehören zur bekanntesten Motten-Bekämpfungsmethode. Es handelt sich dabei nicht um eine Mottenfalle in dem Sinne, sondern um ein Repellent auf Basis von Paradichlorbenzol. Die Motten legen oftmals ihre Eier in den Naturfasern von Kleidung ab. Mit den Mottenkugeln kann man die Schädlinge allerdings relativ einfach fernhalten.

Die Mottenkugeln werden Repellents genannt, weil sie die Motten mit ihrem Geruch vertreiben sollen. Hierbei handelt es sich um ein Mittel, welches eine starke Geruchsabsonderung aufweist und die unerwünschten Schädlinge vertreibt. Die Mottenkugeln geben den Geruch über einen langen Zeitraum ab, sodass die Wirkung ebenso lange anhält. Vorteilhaft ist, dass die Mottenkugeln nicht nur die eierlegenden Weibchen vertreiben, sondern manche Mittel auch die bereits geschlüpften Larven bekämpfen.

Man muss die Mottenkugeln lediglich in den Kleiderschrank hängen. Schließlich sorgt dieses Hilfsmittel für eine saubere und schädlingsfreie Kleidung. Als natürliche Alternative können Lavendel-Säckchen verwendet werden, da auch diese abschreckend wirken.

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Mottenpapier

Eine weitere gute Möglichkeit zur Bekämpfung ist das sogenannte Mottenpapier, welches bis zu 6 Monate lang wirkt. Dieses ist geruchslos und stoppt den Mottenbefall sofort. Als Wirkstoff kommt meist Transfluthrin zum Einsatz. Hinzu kommt, dass das Mottenpapier einen Schutz vor Neubefall über einen Zeitraum von 6 Monaten geben kann. Daher kann man es flexibel einsetzen. Die richtige Anwendung des Mottenpapiers ist allerdings sehr wichtig, damit es auch die volle Wirkung zeigen kann.

Gerade in den Sommer- und Wintermonaten ist es sehr wichtig, dass die Kleidungsstücke gereinigt werden und trocken sind. Erst dann sollte man die Kleidung in den Kleiderschrank hängen. Die Dosierung des Mottenpapiers richtet sich immer nach der Größe des Kleiderschrankes, der Schublade oder auch dem betroffenen Kleidersack. Für einen normal großen Kleiderschrank werden meistens 10 Blatt Mottenpapier empfohlen, die man einfach in den Schrank legt oder hängt.

Das Mottenpapier zeigt seine optimale Wirkung genau dann, wenn es zwischen der Garderobe hängen kann. Bei einer Einlagerung von einzelnen Kleidungsstücken kann man das Mottenpapier sogar in Streifen trennen und den Stoff darüberlegen.

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Klebefallen gegen Motten

Klebefallen gibt es gegen Kleidermotten und gegen Lebensmittelmotten wie die Dörrobstmotte. Ein Pheromon-Lockstoff in der Pheromonfalle lockt die Motten. Durch den Klebstoff bleiben die Motten dann haften und verenden an der Mottenfalle. Paarungswillige, männliche Motten bleiben so kleben und man hat einen besseren Überblick über den Mottenbefall. Für gewöhnlich wirkt eine solche Falle ohne Gift und relativ geruchslos.


Hausmittel gegen Mottenbefall

Wer nicht sofort auf die Mottenfallen zurückgreifen möchte kann einige Hausmittel in Anspruch nehmen, die ebenfalls leicht anwendbar sind:

Lavendel: Schon seit vielen Jahrhunderten hilft Lavendel gegen Motten. Der Geruch verscheucht die Tiere ohne jegliche Nebenwirkungen. Am besten steckt man kleine Lavendelblüten in Säcke und legt sie in den Kleiderschrank oder den Mülleimer. Der Geruch ist zwar nicht für jeden angenehm, allerdings kann Lavendel wahre Wunder bewirken.

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Zedern Öl: Auch Zedern Öl kann gegen die Motten helfen. Es gehört zu den ätherischen Ölen, die wie das bereits genannte Lavendel abschreckend auf Motten wirkt. Man kann das Zedern Öl einfach auf ein Tuch oder ein Stück Holz tropfen und in den Schrank legen.

Niemöl: Das Niemöl ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um gegen die Motten vorzugehen. Die Samen des subtropischen Gewächses stellen ein gutes Hausmittel dar. Das natürliche Insektizid hilft daher ebenso bei einem Mottenbefall im Kleiderschrank.

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Motten sind häufig in Kleiderschränken


Mottenfalle selber bauen – Schritt für Schritt Anleitung

Wer mit den oben genannten Hausmitteln nicht zurechtkommt oder lieber selbst Hand anlegt, kann eine Mottenfalle auch selbst bauen. Die Mottenfallen gegen Lebensmittelmotten und Kleidermotten sind einfach nachzubauen, ohne dass man viel Utensilien benötigt. Schnell und günstig kann man die Fallen folgendermaßen herstellen:

  1. Zuerst gilt es sich das Material anzuschaffen. Ein Schuhkarton, eine Schere und Lockmittel sollte man sich beiseitelegen. Als Lockmittel kann ein Stück Stoff oder auch Lebensmittel wie Müsli oder Mehl dienen.
  2. Danach sollte man in den Schuhkarton oder eine andere Pappschachtel Löcher schneiden. Die Löcher sollten einen Durchmesser von rund zwei Zentimeter haben.
  3. Nun legt man den Köder, sprich das Stück Stoff oder die Lebensmittel in die Falle.
  4. Anschließend werden die Motten nach und nach in die Schachtel fliegen, um an dem Köder zu beißen.
  5. Die Motten legen dann ihre Eier an die Lockmittel.
  6. Aufgrund dessen, dass Motten nachts besonders aktiv sind, sollte man die Fallen am besten morgens aufstellen.
  7. Wichtig ist, die Falle für ein bis drei Tage stehen zu lassen und danach auszuwechseln. Nur so können die Eier abgetötet werden.
  8. Sollte die Falle nicht bald funktionieren, einfach einen anderen Köder ausprobieren. Ein Stück anderer Stoff oder ein anderes Lebensmittel können hierbei wahre Wunder bewirken.

Mit einer eigen gebauten Mottenfalle kann man den Plagegeistern ebenfalls Herr werden. Natürlich ist es nicht immer einfach, einen Mottenbefall in den Griff zu bekommen. Jedoch muss man nicht sofort auf chemische Mittel setzen. Die selbstgebaute Mottenfalle funktioniert relativ gut. Schonend und effektiv vertreiben kann man die Schädlinge aber auch mit einer giftfreien Klebefalle in Kombination mit Lavendel.