Milben bekämpfen

Milben, beziehungsweise Hausstaubmilben gehören zu den häufigsten Ungeziefern im eigenen Haus. Bei den Milben handelt es sich um kleine Arthropoden der Unterklasse Acari (auch bekannt als Acarina) und der Klasse der Arachnida (Spinnentiere). Es gibt eine wissenschaftliche Bezeichnung für die Zecken und Milben Forschung – sie heißt Akarologie. Zu Deutsch auch Milbenkunde. Viele Arten des Spinnentiers leben im Boden als Zersetzer. Andere sind räuberisch oder parasitär. Einschließlich der „Varroa-Milben“ von Honigbienen und die Krätze Milben beim Menschen.

Milben gehören zu den vielfältigsten aller wirbellosen Gruppen. Sie nutzen eine breite Palette von Lebensräumen aus. Wegen ihrer geringen Größe (die mit Abstand meisten sind Mikro-Tiere), bleibt ihr Treiben weitgehend unbemerkt. Manche der Spinnentiere leben frei im Boden oder Wasser, viele andere wiederum leben als Parasiten an Pflanzen, Tieren und einige sogar ernähren sich von Schimmel. Es werden in der Literatur etwa 48.200 Arten von Milben beschrieben. Hausstaubmilben ernähren sich vorrangig von Hautschuppen und Pollen, weshalb Milben im Bett ein perfektes zu Hause gefunden haben – ähnlich ist es bei Bettwanzen. Es gibt effektive Mittel und Tipps, zum Milben Bekämpfen – gerade Hausstaubmilbenallergiker sollten schnell handeln.

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Milbe unter dem Mikroskop


Wissenswertes zu den Milben

Hausstaubmilben führen bei vielen Menschen zu Husten, Niesen und Tränen. Eine Vielzahl der Deutschen leidet unter einer Hausstauballergie. Die mikroskopisch kleinen Spinnentiere werden zu ständigen Begleitern beim Schlaf. Ein Gramm Staub kann bis zu 15.000 Milben enthalten. Mit bis zu 2,5 Mio Parasiten schläft man im Durchschnitt Nacht für Nacht – so viele können sich in einer Matratze befinden. Selbst Fabrikneue Matratzen dienen als Lebensunterlage für die Arachnida. Ihr Kot gilt als Auslöser von Husten und diversen Allergien. Doch es gibt genügend Mittel zum Milben vertreiben.

Doch nicht alle Milben sind in der freien Natur als Ungeziefer anzusehen. Die Oribatida-Milben zum Beispiel sind ein wichtiger Zersetzer in vielen Lebensräumen. Sie essen eine Vielzahl von organischem Material einschließlich lebende und tote Pflanzen, beziehungsweise Pilzmaterial, Flechten und Aas. Einige der Milben wie auch Hühnermilben sind räuberisch, wobei jedoch keine der Oribatida-Milben parasitär sind.

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Milben im Bett etc. erkennen

Wie bereits beschrieben können mehrere hundert tausend Milben in einer Matratze leben. Das Milbenproblem ist inzwischen allgemein und zu einer Art Volksseuche geworden. Besonders alte Matratzen, aber eben auch nagelneue sind Staub- und Hautschuppen kontaminiert, dementsprechend kann man getrost davon ausgehen, dass jede Matratze Milben enthält, wenn man nicht gezielt Maßnahmen zur Vorbeugung getroffen hat. Auch Bakterien fühlen sich in alten Matratzen wohl – häufig ein zusätzliches Problem. Neben Hausstaubmilben können aber auch Kratzmilben und Grasmilben ein Problem für den Menschen darstellen.

  • Hausstaubmilben zu erkennen ist für den Menschen mit dem bloßen Auge nicht möglich. Die geringe Größe von durchschnittlich 0,5 mm erklärt wieso.
  • Es gibt praktisch keinen Haushalt, der völlig Milbenfrei ist. Aus diesem Grunde kann jeder davon ausgehen Milben im Haus und im Bett zu haben. Man kann die Anzahl jedoch drastisch minimieren.
  • Es gibt auch Grabmilben oder Grasmilben, die Bisse bei Mensch und Hund verursachen. Schwarze, krümelige Rückstände in den Ohren von Hunden, zum Beispiel deuten auf Ohrmilbenbefall hin.
  • Kratzmilben können zu krankhaften Veränderungen auf der Haut führen. Solche Milbenbisse lassen sich durch Rötung, Schwellung und Jucken um die Einstichstelle erkennen.

Hausstaubmilben in der Wohnung

Selbst diejenigen, die glauben einen sauberen Haushalt zu haben werden überrascht sein wie viele Milben sich dennoch Nacht für Nacht im Bett tummeln. Jede Menge Staub lässt sich mit einem Sauger aus den deutschen Matratzen ziehen. Der Dreck aus der Matratze sieht in der Vergrößerung noch schlimmer aus als mit dem bloßen Auge.

Wichtig ist es grundsätzlich morgens die Zudecke bei der Matratze wegzulassen, damit diese auslüften kann. Auch ist es von Vorteil das Schlafzimmer nicht allzu sehr zu heizen. Eine tägliche Durchlüftung der gesamten Wohnung ist essentiell. 18-20 ° C sollte die Temperatur in der Wohnung sein, um die optimalen Lebensverhältnisse für Milben zu umgehen. Milbendreck befindet sich überall, Spuren können auch auf dem Körper von Erwachsenen und Kindern übrig bleiben. Dieser führt zu unangenehmen Hautrötungen und Juckreiz.

Der Gesundheit zuliebe sollte man deshalb Vorbeugungsmaßnahmen treffen. Selbst Matratzen aus dem Handel sind aufgrund zu langer Lagerung und schlampiger Produktion häufig bereits verseucht. Milbendreck – also Staub aus der Matratze sagt noch nichts über die Milbenkonzentration aus. Der Milbenanteil wird mittels eines Stäbchens in einem Labor ausgemacht. Die Milbenkonzentration wird beim Schnelltest durch schwach, mittel und stark beziffert.

Im Handel erhältlich ist das Anti-Milbenspray oder der Antimilben-Staubsaugeraufsatz, beziehungsweise der Matratzensauger. Beide Hilfen eignen sich gut als Bekämpfungsmittel. Besser schlafen können Allergiker zum Beispiel durch spezielle Milbenbezüge (sehr dichte Bettbezüge). Sie schützen vor Milbenallergenen, die sich in Matratzen, Decken und Kissen wiederfinden.

Bitterstoffe aus der Natur: Auch Bitterstoffe können gegen Milben angewendet werden. Anti Milben Ungeziefersprays auf pflanzlicher Basis enthalten diese Bitterstoffe. Milbopax zum Beispiel. Die Matratze wird mit dem Spray eingesprüht. Etwa 4 bis 6 Wochen später wird der Vorgang wiederholt. 6 Monate lang hält ein solches Spray.

Richtige Reinigung: Gute Staubsauger mit TÜV-Siegel für Allergiker sollten erste Wahl sein, wenn es einem ernst ist. Diese können zudem mit speziellen Filtern aus dem Handel nachgerüstet werden. Diese heißen HEPA-Filter. Staubfänger wie Teppiche, Plastikpflanzen und Polstermöbel sollte man entfernen. Andernfalls müssen diese 1-2 mal pro Jahr gründlich mit den im Handel erhältlichen Mitteln gereinigt werden.

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Staubsauger gegen Hausstaubmilben


Milben beim Menschen und Hund bekämpfen

Milben, die Haustiere wie Katzen und Hunde befallen sind keine Hausstaubmilben. Die obigen Tipps helfen sehr gut, um den hausüblichen Milben Herr zu werden. Grasmilben oder Krätzmilben können ebenfalls selbst bekämpft werden. Ein spezieller Waschmittelzusatz gegen Milben kann Abhilfe schaffen. Bei Grasmilben gibt es spezielle Konzentrate, die als Extrakte im Handel erhältlich sind.

Effektive Bekämpfungsmittel und Symptome für Milben bei Haustieren

Es gibt vier Hauptarten von Milben, die Hunde befallen: Sarcoptes scabiei (Grabmilben), Demodex canis (Demodex-Milben), Cheyletiella yasguri (Oberflächenmilben) und Otodectes cynosis (Ohrmilben). Andere Milben, einschließlich der Pneumonyssoides caninium (Nasalmilben), können Hunde infizieren, aber sie treten nicht so häufig auf. Der allgemeine Begriff für einen Krätzen-Milbenbefall ist Skabies (Krätzebefall).

  • Einige Milben, einschließlich Demodex canis, verursachen leichten bis schweren Haarausfall, rote Flecken , trockene Haut (Hyperkeratose), Hautrötung (Erythem) und / oder Produktion von öligen, übelriechenden Substanzen der betroffenen Gebiete (Seborrhoe).
  • Milben sind schwerer zu erkennen als andere Parasiten, weil sie im Gegensatz zu Flöhen, Fliegen, Zecken und Läuse nicht ohne Mikroskop gesehen werden können. Allerdings sind die Auswirkungen von Milben in der Regel ziemlich offensichtlich: hektische Versuche bei Hund und Katze den Juckreiz zu lindern, fleckige Bereiche – Haarausfall, Haut Rötung und Haut Reizung, Hautwunden und Infektion, krustige Haut.

Milbensprays für Mensch und Haustier

Milbensprays dienen in aller Erster Linie dazu Milben zu töten, also die Ursache zu bekämpfen. Derartige Sprays wie das Envira Milben Spray oder Milbopax wirken vorbeugend, aber vernichten auch einen Großteil der Milben in Haus und Bett. Es empfiehlt sich auf Mittel ohne Lösungsmittel und Treibgase oder Verstärker zurückzugreifen. Es gibt auch wirksame Sprays extra für Haustiere, wie zum Beispiel Aniforte.

Befallene Gegenstände einfrieren

Befallene Gegenstände wie Kuscheltiere, Decken oder Matratzen können nahezu Milbenfrei gemacht werden, indem man diese 24 Stunden in der Kühltruhe lagert. Dies tötet allerdings nur die Hausstaubmilben und befreit den Gegenstand nicht vom Kot. Hier sollte man das Ganze regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius waschen.

Grasmilben Konzentrat

Das Grasmilben Konzentrat wird in der Regel zusätzlich noch gegen Zecken eingesetzt. Vor allem aber soll es gegen Grasmilben und Herbstmilben zum Einsatz kommen. Igel und Wespen gelten als natürliche Feinde der Schädlinge. Für gewöhnlich wird das Konzentrat von März-bis Oktober eingesetzt. Die Wirkungsweise hängt jedoch ganz von der Herstellerqualität ab.

Etwa eine Woche nach der ersten Anwendung wird die Prozedur wiederholt. Der Rasen wird bestenfalls vorher gemäht und dann mit dem Mittel benetzt. Getroffene Tiere sterben bereits nach kurzer Zeit.


Hausmittel gegen Milben

Teebaumöl: Teebaumöl als Alternative zum Ohrmilbenöl gilt als bewährtes Mittel gegen Milben, Spinnen und Zecken. Wichtig ist jedoch auf ein hochwertiges, nicht zu stark verdünntes Produkt zurückzugreifen. Und so geht’s: Eine leere Sprühflasche wird mit Wasser befüllt. Anschließend gießt man dreißig Milliliter Teebaumöl hinein und besprüht damit alle betroffenen Stellen in der Wohnung, einschließlich Textilien.

Luftfeuchtigkeit reduzieren: Hier helfen entweder Luftentfeuchter aus dem Handel oder tägliches Lüften. Am besten 2 mal am Tag. Außerdem kann man Topfpflanzen aus den Wohnräumen entfernen. Auch mit Salz kann man sich helfen. Haushaltssalz wird auf circa vier Zentimetern in eine Schüssel gefüllt. Mehre dieser Schüsseln werden im Raum verteilt. Eine Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent sollte nicht unterschritten werden.