Maulwurffalle

Maulwürfe sind Säugetiere und gehören zu den Insektenfressern. Im Garten vertilgen die kleinen Tiere zwar verschiedene Schädlinge und Insekten, werfen gleichzeitig aber auch Erdhaufen auf, die so manchen Gartenbesitzer stören. Obwohl sein Ruf nicht ganz so schlecht ist wie der der Wühlmaus, werden Maulwürfe in den meisten Fällen vertrieben. Der Handel bietet dazu verschiedene Produkte an. Es dürfen jedoch nur Fallen verwendet werden, in denen der Maulwurf lebend gefangen wird, da die Tiere besonders geschützt sind. Normalerweise bedarf der Fang aber einer behördlichen Genehmigung.

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Der Maulwurf


Falle zum Fangen

Erhältlich sind spezielle Maulwurffallen, mit denen sich die Insektenfresser fangen lassen. Dabei handelt es sich um sogenannte Lebendfallen. Maulwürfe sind geschützte Tiere, die weder gejagt noch verletzt oder getötet werden dürfen. Auf Schlagfallen, wie sie auch zur Bekämpfung von Wühlmäusen verwendet werden, muss daher verzichtet werden. Da sich Maulwürfe ein tiefes Tunnelsystem unter der Erde graben und dort zahlreiche Gänge anlegen, bestehen Lebendfallen in der Regel aus einer Röhre, die ins Erdreich eingegraben wird. Diese Röhrenfalle besteht aus Kunststoff und kann immer wieder verwendet werden.

Damit der Maulwurf in die Falle geht und schließlich aus dem Garten entfernt werden kann, muss die Falle mit einem passenden Köder versehen werden. Durch den Köder wird der Maulwurf angelockt und begibt sich in die Falle. Einmal in dieser Röhre gelandet, kann sich der kleine Insektenfresser nicht mehr befreien. Da Maulwürfe zu den geschützten Tieren gehören, müssen diese Lebendfallen mindestens einmal täglich, besser aber im Abstand von mehreren Stunden, kontrolliert werden. Gefangene Maulwürfe müssen dann in einer ausreichenden Entfernung wieder ausgesetzt werden.


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Waagerechte Rohrfallen

Neben einfachen Rohrfallen, die senkrecht in die Erde kommen, bietet der Handel auch Rohrfallen an, die waagerecht eingegraben werden. Dazu muss der Maulwurfshügel tiefer abgetragen werden, denn die Falle besteht aus einer waagerechten Röhre, die ins Erdreich kommt. Um zu sehen, ob sich ein Maulwurf in die Falle verirrt hat, haben diese Produkte am oberen Teil ein Sichtfenster angebracht. Häufig führen sich die Tiere jedoch gestört, wenn der Hügel abgetragen wird, sodass diese Fallen am besten zwischen den einzelnen Hügeln eingegraben werden.

Maulwurffalle aufstellen

Das richtige Aufstellen der Falle spielt eine große Rolle beim Fangen der Tiere. Damit der Maulwurf in seiner Umgebung nicht durch den menschlichen Geruch gestört wird, sollten beim Platzieren der Falle Gummihandschuhe getragen werden.

  • Die Lebendfalle wird direkt dort eingegraben, wo der Maulwurf aktiv ist.
  • Dazu wird die Erde vom Maulwurfshügel mit einer kleinen Schaufel so weit abgetragen, bis der Eingang deutlich zu erkennen ist.
  • Anschließend wird die Rohrfalle mit dem Köder gespickt und so weit wie möglich in den Gang am Maulwurfhügel geschoben.
  • Ist die Falle gut platziert, kann die vorher abgetragene Erde wieder angeschüttet werden.
  • Da in der Regel mehrere Hügel aufgeschüttet werden und es sich nicht nur um einen Maulwurf handelt, sollte jeder Maulwurfshügel mit einer Rohrfalle präpariert werden.

Maulwurfköder: Schokolade & Co.

Der Erfolg beim Fangen stellt sich erst mit dem richtigen Köder ein. Wird die Falle ohne Lockstoff oder Köder eingegraben, dann wird der Maulwurf das Fangrohr meiden und die Falle bleibt leer. Stattdessen häufen sich seine Erdhügel. Um das zu vermeiden, muss ein Lockstoff in die Falle, von dem sich die Maulwürfe angezogen fühlen. Da die kleinen Tiere zu den Insektenfressern gehören, eignen sich unter anderem diese tierischen Köder zum Anlocken:

  • Engerlinge
  • Regenwürmer
  • Mehlwürmer

In vielen Fällen lassen sich Maulwürfe auch mit Schokolade in die Falle locken. Dazu kann entweder ein Stück Schokolade in die Rohrfalle gelegt werden, oder man gibt ein bisschen Schokoladencreme in die Falle.


Maulwurf bekämpfen

Wer sich von den Tieren gestört fühlt und endlich einen Garten ohne kleine Erdhügel haben möchte, wird um eine Falle nicht herumkommen. Die kleinen Tiere ohne Falle zu fangen, ist eine schwere Aufgabe, die Zeit, Geduld und Schnelligkeit erfordert. Zu Gesicht bekommt man die Tiere, wenn überhaupt, in den frühen Morgenstunden.

Maulwurf töten verboten

Im Gegensatz zur Wühlmaus ist der Maulwurf geschützt und darf nicht getötet werden. Um den Maulwurf dann ohne Falle zu fangen, benötigt man einen Spaten, Gummihandschuhe und einen Karton. Sobald sich der Maulwurf blicken lässt, muss er zusammen mit ausreichend Erde (um ihn nicht zu verletzen) mit dem Spaten hochgehoben und in den Karton gesetzt werden. Alternativ kann man auch Handschuhe anziehen und versuchen, den Maulwurf direkt zu packen.

Kombifallen aus dem Handel

Maulwurffallen werden oft als kombinierte Fallen angeboten. Bezeichnet werden diese dann als Maulwurf- und Wühlmausfalle. Bei Fallen für Wühlmäuse handelt es sich aber um sogenannte Tötungsfallen. Es sind Schlagfallen, die sich zwar in der Form und Bauweise unterscheiden, aber alle eine tödliche Wirkung haben. Beim Kauf einer Maulwurffalle sollte man daher unbedingt darauf achten, dass Maulwürfe nur mit Lebendfallen gefangen werden dürfen.

Da die Wühlmaus nicht zu den geschützten Tieren gehört, darf sie sowohl gefangen, als auch getötet werden. Verschiedene Anbieter verkaufen ihre Fallen auch unter der Bezeichnung „Schussfalle“. So wird schnell deutlich, dass diese Fallen zur Bekämpfung von Wühlmäusen dienen und eine tödliche Wirkung haben. Maulwürfe mit einer Schussfalle zu fangen, ist ebenfalls verboten.

Maulwurffalle kaufen

Am besten wird eine Falle für Maulwürfe in einem Fachhandel gekauft. Gute Händler sind mit den Gesetzen vertraut und werden zur Bekämpfung von Maulwürfen ausdrücklich Lebendfallen anbieten. Diese sind in Baumärkten erhältlich oder werden auch von vielen Gartenshops angeboten. Oft ist es möglich, Lebendfallen auch im nächsten Gartenbaubetrieb zu erwerben. Dort bekommt man gleichzeitig eine gute Beratung und Tipps zum richtigen Aufstellen der Falle.

Einfache Rohrfallen sind bereits zu einem Preis in einstelligen Bereich erhältlich. Im Vergleich dazu werden Wühlmausfallen angeboten, deren Preis sich fast im dreistelligen Bereich befindet. Wer den Maulwurf nicht fangen, sondern ihn nur vertreiben möchte, der benötigt einen Maulwurfschreck. Diese Geräte senden akustische Signale, mit denen sich viele Maulwürfe vertreiben lassen.

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Maulwurf – Lebendfalle selber bauen

Wer keine Falle aus dem Handel kaufen möchte, kann sich eine einfache Röhrenfalle selber bauen. An dieser Stelle sei jedoch nochmals gesagt, es ist aufgrund des Artenschutzes verboten Maulwürfe zu quälen oder zu töten. Fallen aus dem Handel und selbstgebaute Maulwurfsfallen sind deshalb nur dazu gedacht die Tiere zu fangen und Auszusetzen. Dazu werden die folgenden Utensilien benötigt:

  • 1 Plastikrohr
  • 1 Klappe
  • Köder
  • Spaten oder Schaufel
  1. Zuerst wird die Klappe so an dem Rohr angebracht, dass sie sich nur nach innen öffnet.
  2. Dann wird der Hügel abgetragen und der Gang freigelegt.
  3. Nun kommt der Köder in die Falle.
  4. Mit dem Deckel nach unten wird die Falle so weit wie möglich in den Gang eingelassen und die zuvor abgetragene Erde oben wieder angeschüttet.

Das Rohr für den Fallenbau muss so groß sein, dass der Maulwurf gut hineinpasst. Als Köder eignen sich Mehlwürmer oder Regenwürmer, die den Maulwurf anlocken.


Akustische Maulwurffallen

Bei akustischen Fallen handelt es sich nicht um klassische Fallen, sondern um Geräte, mit denen sich Maulwürfe vertreiben lassen. Die Tiere werden also nicht gefangen, sondern durch verschiedene Geräusche in ihrem Umfeld gestört und somit verjagt. Dabei werden verschiedene Vibrationen oder Schall genutzt. Maulwürfe sind so gut wie blind und orientieren sich nicht nur am Geruch, sondern nutzen auch den Hörsinn. Eine Abwehr mit Vibration und Schall gelingt daher in vielen Fällen sehr gut. Auch diese Geräte werden oft als Maulwurf- und Wühlmaus-Schreck angeboten, und dürfen im Vergleich zu Schlagfallen, auch bei beiden Tierarten benutzt werden.

Da Schallwellen keine Mauern oder andere großen Gegenstände durchdringen können, müssen bei größeren Grundstücken immer mehrere dieser Geräte aufgestellt werden. Ist zum Beispiel der Boden stark verwurzelt oder sehr dicht bewachsen, dann ist die Reichweite geringer. Optisch fallen die kleinen Bodenstecker nicht auf. Es handelt sich beim Maulwurfschreck und kleine Geräte, die wie ein Erdspieß in den Boden kommen. Das Einzige, was dann noch sichtbar bleibt, ist ein kleiner runder Teller.

Je nach Modell bietet der Handel den Maulwurfschreck mit Solar oder Batteriebetrieb ab. Letztere haben zusätzlich einen Ein-/Ausschalter. In der Regel werden 400 Hz Schallwellen über den Erdspieß geleitet, welche eine Reichweite von bis zu 20 Metern und mehr im Radius haben. Um eine möglichst große Fläche abzudecken, kann das Anbringen mehrerer Erdspieße erforderlich sein. Hilfreich ist es, sich an der Anzahl und dem Abstand der einzelnen Maulwurfshügel zu orientieren, denn nicht alle Tiere lassen sich von diesen Produkten beeindrucken.

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Alternativen, um den Maulwurf zu vertreiben – Klangspiele

Maulwürfe müssen nicht immer bekämpft werden. Oft reicht es aus, die Tiere zügig zu vertreiben, um sie dann dauerhaft vom Rasen fernzuhalten. Neben den akustischen Geräten aus dem Handel gibt es viele andere Basics, die für den Maulwurf unangenehme Geräusche machen, im Garten aber dekorativ aussehen und nicht als Maulwurfschreck zu erkennen sind.

Bei diesen Alternativen ist es wichtig, auf eine gute Weiterleitung der Töne bzw. Wellen im Boden zu achten. Daher sollten Metallstangen als Bodenspieße verwendet werden. Dazu eignen sich schöne Windräder aus Metall, welche im Handel in zahlreichen Ausführungen erhältlich sind. Natürlich lassen sich diese Klangspiele auch aus einfachen Mitteln selber bauen. Viele kurze Metallstangen oder Stücke von Kupferrohren, die zusammengebunden werden, können im Wind gegen eine Metallplatte schlagen und unangenehme Töne ins Erdreich senden.

Leere Flaschen aus Glas, die schräg in die Erde eingebuddelt werden, können dem Maulwurf ebenfalls das Leben schwer machen. Sobald der Flaschenhals nur noch wenige Zentimeter aus dem Boden guckt, und der Wind weht, entsteht ein pfeifender Ton, der für Maulwürfe und Wühlmäuse unangenehm ist. In den Sommermonaten machen sich Gärtner gleichzeitig den Rasenmäher zunutze. Dieser dient dann nicht nur der Rasenpflege, sondern beseitigt gleichzeitig die Hügel des Maulwurfs und verstört das Tier durch Geräusche.

maulwurfshuegel

Maulwurfshügel


Maulwurf fangen – Erfahrungen mit der Lebendfalle

Da der Maulwurf geschützt ist, bleibt zum Fangen nur eine Lebendfalle als Lösung im Kampf gegen den kleinen Gartenbewohner. Je weniger Maulwürfe sich angesiedelt haben, und je schneller diese bekämpft werden, desto höher ist auch der Erfolg. Werden Lebendfallen jedoch richtig aufgestellt und mit dem passenden Köder bestückt, lässt sich der Maulwurf relativ schnell und zuverlässig aus dem eigenen Garten beseitigen.

Maulwürfe sehen zwar schlecht, können sich dafür aber gut am Geruch orientieren. Deswegen ist es wichtig, das gefangene Tier möglichst weit entfernt wieder freizulassen. Am besten eignet sich eine Wiese oder der Wald. Ist das nicht der Fall und wird der Maulwurf nur einige Meter entfernt wieder freigelassen, dann dauert es nicht lange, und das Tier ist wieder zurück.

Mit einer gut platzierten und richtig bestückten Rohrfalle kann sich schon in den ersten Stunden ein Maulwurf in der Falle befinden. Beim Entfernen und erneuten Setzen der Falle ist es wichtig, Handschuhe zu tragen, um möglichst wenig fremden Geruch zu hinterlassen. Werden diese Punkte beachtet, lassen sich die Maulwürfe in relativ kurzer Zeit fangen. Im Vergleich zu Ultraschallgeräten gegen Maulwürfe schneiden Lebendfallen deutlich besser ab, da anscheinend nicht alle Tiere negativ auf Schall reagieren.

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Maulwürfe von Wühlmäusen unterscheiden

Bevor eine Falle aufgestellt wird, sollte man sicher sein, ob es sich wirklich um einen Maulwurf, oder nicht doch vielleicht um eine Wühlmaus handelt. Auf den ersten Blick lässt sich das nicht immer sofort unterscheiden. Wird jedoch genau hingeschaut, sind die Unterschiede deutlich zu erkennen. Maulwürfe werfen einen höheren Hügel auf, als Wühlmäuse. Auch in der aufgeschütteten Erde lassen sich Unterschiede feststellen, denn bei Wühlmäusen finden sich auch Wurzelteile oder Pflanzenreste in der Erde, bei Maulwürfen nicht. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist auch das Loch, welches in den Gang führt. Bei Wühlmäusen ist das Loch eher etwas seitlich zu finden, während es bei einem Maulwurfshügel in der Mitte zu erkennen ist.