Mäusefalle

Seit jeher versuchen Menschen, mit verschiedenen Fallen Mäuse zu fangen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn Mäuse sind nicht nur wahre Versteckungskünstler, sondern sie vermehren sich auch sehr schnell. Um einen Befall mit Mäusen zu bekämpfen, muss die richtige Falle am richtigen Ort platziert werden. Erhältlich sind Lebendfallen und Tötungsfallen. Auch elektronische Fallen oder Giftfallen sind eine Möglichkeit. Ganz anders hingegen wirken Ultraschallvertreiber im Kampf gegen einen Mäusebefall.

Mausefalle

Mausefalle


Verschiedene Fallentypen

Es gibt verschiedene Typen von Mausefallen. Dazu gehören sogenannte Lebendfallen. In diesen wird die Maus nur gefangen, bleibt in der Falle aber am Leben. Daher müssen Lebendfallen regelmäßig kontrolliert und gefangene Mäuse freigelassen werden. Der Handel bietet unterschiedliche Lebendfallen in verschiedenen Größen an. Viele der Modelle eignen sich zum Fang von einer Maus, mit anderen Lebendfallen lassen sich mehrere Tiere auf einmal einfangen. Lebendfallen gehören zu den humanen Mäusefallen und werden immer öfter gekauft.

Am ältesten sind jedoch Tötungsfallen für Mäuse. Diese Fallen sind der Klassiker und gehören zu den bekanntesten Modellen. In diesen Fallen wird die Maus nicht nur gefangen, sondern auch getötet. In der Regel handelt es sich dabei um sogenannte klassische Schlagfallen, die aus Holz und Metall gefertigt werden. Mittlerweile bietet der Handel aber auch Schlagfallen aus Kunststoff an. In einer Schlagfalle kann immer nur eine Maus gefangen und getötet werden. Danach muss das tote Tier aus der Falle entfernt und diese neu gespannt und mit einem Köder versehen werden.

Angebot
TwinterS - Profi-Mäusefalle zur Schädlingsbekämpfung, hygienisch...
  • ✓ BESTE MATERIALIEN UND VERARBEITUNG ✓ Durch den verwendeten Kunststoff und das Schlagmetall sind die Fallen besonders robust und wiederverwendbar.


Lebendfallen

Mausefalle lebendig

Mausefalle lebendig

Käfigfallen

Viele Lebendfallen bestehen aus einem kleinen Käfig. Sie besitzen einen Federmechanismus, der es möglich macht, die Mäuse lebend und unverletzt zu fangen. Sobald die Maus in die Käfigfalle geht und dort den hinterlegten Köder berührt, wird der Mechanismus ausgelöst und die Falle schnappt zu. So wird der Maus der Ausgang verschlossen und das Tier ist in der Falle gefangen.

  • Die meisten Fallen dieser Art bestehen aus einem kleinen Holzbrett, auf den ein Käfig aus Gitterstäben aufgebaut ist. Der Handel bietet unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Auslösern an.
  • Bei einigen Fallen schließt sich die Tür, sobald die Maus versucht, den Köder zu lösen. Andere Modelle funktionieren mit einer Wippfunktion.
  • Betritt die Maus das Wippbrett, um an den dahinterliegenden Köder zu kommen, löst sie damit den Mechanismus aus und die Falle schnappt zu.
  • Beide Fallen funktionieren gleich und müssen zum einen richtig aufgestellt, zum anderen aber auch mit einem passenden Köder bestückt werden.

Kippfallen

Auch Kippfallen gehören zu den Lebendfallen. Bekannt sind Kippfallen auch als Wippfallen oder Wipp-Rohr-Falle. In ihnen werden die Mäuse ebenfalls nur gefangen und nicht getötet. Diese bestehen aus einer Art Plastikröhre oder Plastikrohr. Wird die Maus von einem Köder angelockt und betritt die Kippfalle, verändert sich durch ihr Körpergewicht der Schwerpunkt der Mausefalle.

Dieser liegt vorher am Falleneingang und wird durch das Gewicht so verlagert, dass die Falle kippt und sich durch diesen Mechanismus der Ein- und Ausgang versperrt. Die Kippfalle hat nur einen Ein- bzw. Ausgang in Form eines Deckels. Zu Beginn wird dieser aufgestellt und gewährt der Maus den Zutritt. Verlagert sich der Schwerpunkt, klappt der Deckel zu und verschließt der Maus so den Ausgang. Wippfallen werden von Mäusen sehr gut angenommen, was unter anderem an der besonderen Röhrenform dieser Fallen liegt.

Reusenfallen

Diese Fallen machen es möglich, mehrere Tiere damit auf einmal zu fangen. Der Handel bietet Reusenfallen in verschiedenen Größen und unterschiedlichen Formen an. Einige sehen aus wie Käseglocken, andere haben eine Flaschenform. Diese Massenfallen haben alle einen trichterförmigen Eingang und werden im hinteren Fallenbereich größer, sodass mehrere Mäuse in der Falle Platz haben.

Die Fallen werden aus Draht hergestellt und halten die Tiere sicher gefangen. Mäuse gelangen ohne Probleme durch den trichterförmigen Eingang, haben aber Probleme, diesen auf dem Rückweg aufgrund der spitzen Drahtenden wieder nach draußen zu passieren. Zudem sind die Drahtenden nach innen gebogen, sodass der Ausgang schmaler und enger erscheint, als der Eingang.

Theoretisch gesehen würden Mäuse aus dieser Falle wieder herauskommen, aufgrund dessen, dass den Tieren der Ausgang nun aber zu klein erscheint, bleiben sie in der Falle sitzen. Die Falle ist an einem Brett befestigt, sodass sie nach Gebrauch einfach davon gelöst und die gefangenen Mäuse entfernt werden können. Auch Reusenfallen können immer wieder verwendet werden.


Tötungsfallen

Schlagfallen aus Holz

Zu den Tötungsfallen gehören alle Fallen, in denen die Maus gefangen und getötet wird. Am bekanntesten sind dabei die Schlagfallen. Diese bestehen in der klassischen Form aus Holz und Metall. Der Köder wird an einem kleinen Metallstift befestigt. Versucht die Maus an den Köder zu kommen, wird dabei ein kleines bewegliches Holzbrettchen nach unten gedrückt und löst den gewünschten Mechanismus aus.

  • Dabei wird ein zuvor gespannter Metallbügel schlagartig gelöst und bricht der Maus das Genick. Allerdings ist nicht sofort jeder Bügelschlag tödlich, sodass einige Mäuse oft qualvoll in dieser Falle sterben müssen.
  • In Schlagfallen kann immer nur eine Maus nach der anderen gefangen werden.
  • Passt man nach dem Spannen des Bügels nicht auf, und gerät versehentlich an den Köder, kann der Bügel auch zu Verletzungen an Fingern und Händen führen.
  • Obwohl diese Fallen zuverlässig im Kampf gegen Mäuse helfen, muss der Bügel beim Entfernen toter Tiere immer wieder berührt werden.

Wird die Maus äußerlich verletzt und blutet das Tier, dann bleibt auch das Holz davon nicht verschont, sodass die Fallen immer wieder gut gereinigt werden müssen. Da Mäuse jedoch einen sehr guten Geruchssinn haben, nehmen sie im Laufe der Zeit auch den menschlichen Geruch und den Duft des Reinigungsmittels wahr, wodurch sich weniger Tiere fangen lassen. Schlagfallen aus Holz sollten daher nach einer gewissen Zeit einfach durch neue Modelle ersetzt werden.


Schlagfallen aus Kunststoff

Während die klassischen Schlagfallen noch immer aus Holz hergestellt werden, sind auch neuere Modelle aus Kunststoff erhältlich. Im Vergleich zu den hölzernen Modellen lassen sich Schlagfallen aus Kunststoff einfacher mit einem Köder bestücken. Auch das Entfernen toter Mäuse ist um einiges hygienischer. Dazu wird die Falle einfach an der Klemme mit zwei Fingern geöffnet, wodurch sie sich aufstellt.

Danach wird der Köder in die Falle gelegt und diese ist sofort einsatzbereit. Sobald die Maus den Köder berührt, löst sich die Klemme und die Falle schnappt zu. Das Entfernen von gefangenen Mäusen gelingt ebenfalls wieder über das Zusammendrücken der Klemme, sodass man mit toten Tieren gar nicht erst in Berührung kommt. Da die Fallen aus robustem Kunstsoff gefertigt sind, können sie leicht unter fließend heißem Wasser gereinigt werden.

Angebot
TwinterS - Profi-Mäusefalle zur Schädlingsbekämpfung, hygienisch...
  • ✓ BESTE MATERIALIEN UND VERARBEITUNG ✓ Durch den verwendeten Kunststoff und das Schlagmetall sind die Fallen besonders robust und wiederverwendbar.

Elektrische Mausefallen

Noch wirkungsvoller, zuverlässiger und absolut hygienisch im Gebrauch sind elektrische Mäusefallen. Der Handel bietet verschiedene Typen an. Erhältlich sind elektronische Fallen, mit denen jeweils eine einzelne Maus gefangen werden kann, und Modelle, mit denen sich bis zu zehn Mäuse pro Einstellung fangen und töten lassen. Die Fallen bieten unterschiedliche Zusatzfunktionen an, sodass sich immer ein passendes Modell finden lässt. Einfache Modelle melden den Fang einer Maus durch ein grün blinkendes Licht, andere geben zusätzlich ein akustisches Signal ab und zeigen bei niedrigem Batteriestand ein rotes Warnlicht an.

Modelle, in denen sich bis zu zehn Mäuse pro Einstellung fangen lassen, besitzen zusätzlich einen speziellen Behälter für getötete Tiere. In diesem Sammelbehälter können bis zu zehn tote Mäuse gesammelt werden – erst dann ist eine Leerung nötig. Getötet werden die Tiere durch einen Elektroschock. Da die ganze Falle komplett von einem stabilen Gehäuse bzw. Kasten umgeben ist, stellt sie keine Gefahr für Haustiere oder Kinder dar.

Procter Pest-Stop Mehrfach-Mausefalle
  • Für bis zu 10 Mäuse auf einmal, wird häufig zur professionellen Schädlingsbekämpfung eingesetzt

Verbotene Klebefallen

Bekannt sich auch sogenannte Klebefallen im Kampf gegen Mäuse. Diese Fallen bestehen aus zwei Komponenten – einer klebrigen Paste und einer kleinen Schale. Der Kleber wird auf die Kunststoffschale gestrichen und kann zusätzlich mit einem Duftstoff versetzt sein. Der Duftstoff dient als Lockstoff, sodass die Maus schneller angezogen wird. Einmal in die Falle, bzw. auf den Kleber getappt, sitzt die Maus fest.

Sie bleibt an dem Mittel kleben und kann sich nicht mehr befreien. Die Maus kommt jedoch durch ihre Befreiungsversuche immer mehr mit dem Kleber in Kontakt und verfängt sich immer mehr. Die Tiere verenden qualvoll, erfrieren oder sterben schließlich an Erschöpfung. Aus diesen Gründen ist sowohl der Vertrieb, als auch der Gebrauch von Klebefallen in Deutschland streng verboten. Alternativ kann man auch den Selbstbau versuchen.

Mehr Informationen zum Thema: Mausefalle selber bauen


Ultraschall gegen Mäuse

Ultraschall Geräte sind keine direkten Mausefallen, sondern eignen sich, um die Mäuse zu vertreiben und dauerhaft fernzuhalten. Es handelt sich dabei um akustische Geräte, mit denen sich Mäuse nicht nur im Keller, sondern auch aus der Wohnung oder vom Dachboden wieder vertreiben lassen.

  • Bei der Verwendung von Ultraschall werden in der Regel keine zusätzlichen Fallen aufgestellt.
  • Ultraschall arbeitet jedoch nicht so schnell wie Fallen, sodass es ungefähr zwischen sechs und zehn Tagen dauert, bis sich ein erster Erfolg einstellt.
  • Wer das als Nachteil ansieht, sollte die Vorteile jedoch nicht vergessen: Es werden keine Fallen benötigt, keine Chemie und kein Gift, um die Mäuse wieder los zu werden.
  • Zudem müssen keine toten Tiere mehr entsorgt werden.
  • Die Geräte funktionieren mit Hochfrequenz-Schallwellen und vertreiben die Mäuse.

Damit sich die ungebetenen Nager nicht an die Töne gewöhnen, arbeiten die meisten Ultraschall Vertreiber mit verschiedenen Frequenzen und unterschiedlichen Schwingungen. Ultraschall kann vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Damit man jedoch kontrollieren kann, ob das Gerät einwandfrei funktioniert, orientiert man sich an einer kleinen Kontrollleuchte.

Um die Mäuse zuverlässig mit Ultraschall Geräten zu vertreiben, werden mehrere Geräte benötigt. Ultraschall kann keine Wände durchdringen, wodurch ein einziges Gerät auch nicht für eine ganze Wohnung ausreicht. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn in jedem Raum ein Ultraschall Vertreiber platziert wird.

Ultraschall Schädlingsbekämpfer, AngLink 2-Stücke...
  • Erweitertes Schädlingsbekämpfungssystem: Dieses Gerät arbeitet mit elektromagnetischen und Ultraschall Wellen. Elektromagnetische Wellen tragen transversale...

Mehr Informationen zum Thema: Ultraschall gegen Mäuse


Köder- und Giftfallen

Giftfallen sind immer dann anzuraten, wenn der Befall sehr hoch ist und sich die Tiere schon überall breitgemacht haben. In den meisten Fallen wird ein sogenannter Fraßköder verwendet. Es gibt auch Gifte, die zusätzlich als Kontaktgift wirken. In diesem Fall nimmt die Maus das Gift über den Körper auf und auch dann, wenn sie es frisst. Mäusegift ist jedoch auch für Haustiere und Menschen nicht ganz ungefährlich.

Es sollte daher nie lose gestreut werden, sondern wird am besten in speziellen Köderboxen ausgelegt. Diese Behälter haben eine sehr kleine Öffnung, die jedoch den Mäusen problemlos zuschlupf gewährt. Neben dem giftig wirkenden Stoff werden Giftköder auch mit einem speziellen Lockstoff versehen, der die Mäuse anzieht und ihnen den Köder schmackhaft macht. Als Giftstoff sind Mittel enthalten, welche die Blutgerinnung hemmen, sodass die Mäuse nach der Kontaktaufnahme mit dem Gift innerhalb von zwei bis drei Tagen innerlich verbluten.

Bevor zu einer Köderfalle gegriffen wird, sollte man jedoch versuchen, die Mäuse mit anderen Fallen zu fangen oder zu töten. Gift sollte immer die letzte Wahl sein, wenn sich alle anderen Fallen als wirkungslos im Kampf gegen die Mäuseplage erwiesen haben. Der Handel bietet Mausegift als Granulat oder kleinen Köder an. Erhältlich sind dazu passend auch Köderboxen und Köderkästen. Diese werden mit dem Gift bestückt und bieten nur der Maus Zugang zu diesem.

Um durchgehend Erfolg zu haben, müssen die Boxen regelmäßig kontrolliert und neu bestückt werden. Tote Mäuse, die sich in der Regel nicht direkt in dem Kasten, sondern in der direkten Umgebung entdecken lassen, müssen umgehend entsorgt werden. Sobald keine verendeten Tiere mehr zu entdecken sind, und auch die ausgelegten Köder nicht mehr angerührt werden, ist davon auszugehen, dass alle Mäuse erfolgreich bekämpft wurden.


Giftiger Schaum gegen Mäuse

Keine Falle, aber auch hilfreich im Kampf gegen Mäuse ist der sogenannte Mäuse- und Rattenschaum. Mäuse können durch enge Spalten, kleine Ritzen und winzig kleine Löcher in das Haus kommen. Der Schaum ist eine gute Möglichkeit, um genau diese Stellen damit zu behandeln. Auch die Laufstraßen der Schädlinge können mit dem Schaum eingesprüht werden. Das Mittel eignet sich aber nicht nur für die direkte Umgebung, sondern kann auch um einen Köder herum gesprüht werden. Sobald die Maus dann versucht an den Köder zu kommen, muss sie die Barriere aus Schaum durchbrechen, wobei sie unweigerlich mit dem Giftstoff in Kontakt kommt.

Es handelt sich dabei um einen klebrigen und weichen Haftschaum, der mit dem Wirkstoff Coumatetralyl, bekannt auch als Rattengift, versehen ist. Sobald die Maus mit dem Schaum in Berührung kommt, bleibt dieser im Fell und an den Pfoten hängen. Putzt sich die Maus, nimmt sie den Wirkstoff oral auf und verendet schließlich an inneren Blutungen, da der Giftstoff die Blutgerinnung unterbindet. Die ungebetenen Gäste sterben jedoch nicht unmittelbar nach der Giftaufnahme, sondern verenden, je nach Menge, innerhalb von zwei bis fünf Tagen.