Kellerasseln bekämpfen

Asseln sind äußerlich nicht die schönsten Tiere. Die kleinen Lästlinge gehören zu der Klasse der höheren Krebse und sind den Pflanzenfressern zuzuordnen. Die Gliederfüßer sind mit den Flohkrebsen verwandt und werden als Urzeit Tiere angesehen. Prinzipiell richtet die Kellerassel (Landassel) beim Menschen oder in der Wohnung keinen Schaden an. Gar werden die Krebstiere sogar als Nützlinge gefeiert, da sie Humus herstellen.

Wer die Tiere dennoch nicht in der Wohnung haben möchte – vor allem aus hygienischen Gründen nachvollziehbar, der kann die Kellerassel auf verschiedene Arten bekämpfen. Fest steht die Tiere sind für den Menschen völlig ungefährlich. Dennoch möchte man nicht gerne die Nacht mit ihnen verbringen, auch gehen sie gewisse Lebensmittel an. Es gibt diverse Möglichkeiten, um die Lästlinge zu vertreiben oder zu vernichten.

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Kellerassel – Das Tier aus der Urzeit


Wissenswertes zu den Kellerasseln

Die Kellerassel ist eine spezielle Assel. Sie gehört zu den Landasseln und wird in der Fachsprache als Porcellio scaber bezeichnet. Das Erscheinungsbild ist schiefergrau – sie erreicht eine Größe von bis zu 20 Millimetern. Der Rückenpanzer des Tieres ist leicht gezackt und halbringförmig gegliedert. Sie ähnelt vom Panzer her ein wenig der Kakerlake. Wie man diese bekämpft kann man hier weiterlesen: Kakerlaken bekämpfen

  • Warum der Pflanzenfresser als „Assel“ bezeichnet wird, wird ersichtlich, wenn man sich den lateinischen Ursprung des Wortes anschaut
  • Die Herkunft baut auf dem Wort „asellus“ auf, was „das Eselchen“ bedeutet.
  • Porcellio (Porcellio scaber) aus dem lateinischen „porcella“, was das Schweinchen bedeutet, scaber bedeutet rau, unsauber.

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Asseln im Keller

Vor allem im Keller, aber auch in anderen Bereichen des Hauses bis hin zur Wohnung und dem Schlafzimmer können die Asseln zum Vorschein treten und dort ihr Unwesen treiben. Generell sollten Kellerasseln nicht zerstört werden, wenn sie im Garten gesichtet werden. In der Natur übernehmen sie eine tragende Rolle, was abgestorbene Pflanzenreste angeht. Sie wirken hier als Destruenten und bauen diese Substanzen ab. Im ökologischen Kreislauf sind die Gliederfüßer deshalb wichtiger, als viele denken. In der Wohnung haben sie dennoch nichts zu suchen. Welche Bekämpfungsmethoden und Mittel es gegen Kellerasseln gibt soll hier ersichtlich werden. Zunächst ist es nötig einmal das Tier und dessen Gewohnheiten näher zu verstehen.

Ursachen erkennen

Herrscht ein Massenbefall vor ist Obacht geboten. Wenn Kellerasseln sich dort aufhalten, wo keine Vorräte vorhanden sind, die langsam zu modern beginnen, so muss irgendwo eine hohe Luftfeuchtigkeit gegeben sein. Erkennt man vermehrt Asseln in einem Raum, so muss dieser auch auf mögliche Schäden hin untersucht werden. Übermäßige Feuchtigkeitsbildung könnte auch ein Anzeichen für Bauschäden sein. In dem Fall gilt es zunächst die Ursache für die erhöhte Luftfeuchtigkeit oder das Eindringen der Krebstiere zu beseitigen und dann gegen die Kellerasseln vorzugehen.


Ernährung der Kellerasseln

Wichtig ist die Ernährungsweise der Kellerasseln zu kennen, um mögliche Nahrungsquellen zu eliminieren und so die Tiere loszuwerden, beziehungsweise fern zu halten. Sie ernähren sich hauptsächlich von organischer Substanz. Diese wird als Detritus bezeichnet. Sie sind deshalb den Destruenten, also Entsorgern zuzuordnen. Sie fressen dem Menschen prinzipiell also keine Vorräte weg und schaden demnach nicht vorrangig.

Doch sie fressen auch erntereife Kartoffeln. Wenn diese im Keller gelagert werden, wo die Tiere gerne von außen hinein kommen muss darauf geachtet werden, dass sie nicht einfach zugänglich sind. Es ist nicht immer einfach eine betroffene Kartoffel zu erkennen, da diese ein Eingangsloch von lediglich einem 3 mm Durchmesser etwa aufweist. Zudem kann die Kellerassel auch Obst und Gemüse, welches zu Hause gelagert wird befallen. Es macht also Sinn die Asseln zu bekämpfen und aus der Wohnung zu vertreiben. Nicht zuletzt, weil sich der Mensch in Gegenwart der Krabbeltiere oftmals unwohl fühlt.

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Ernährung der Kellerasseln


Bekämpfungsmittel und Methoden – Was tun gegen Kellerasseln?

Da die krabbelnden Tiere in der Wohnung nicht erwünscht sind gilt es diese zu beseitigen. Der natürliche Lebensraum der Tiere ist ähnlich wie bei den Silberfischen bevorzugt dunkel und feucht sowie kühl. Wenn sie sich zusätzlich an Holz und Lebensmitteln hermachen können ist das perfekte alternative Heim gefunden. Durch winzige Ritzen und Spalten kommen die Tiere in die Wohnung herein und verstecken sich dort auch vor dem Menschen. Übrigens gehören auch Hautschuppen zu deren Speiseplan. Auf Balkon, Terrasse, im Keller und in Bädern findet man die Assel besonders häufig.

Ungeziefer Köder: Mit einem Ungeziefer Köder kann man Kellerasseln ebenso wie Schaben und Silberfische bekämpfen. Derartige Köder sind für wenig Geld erhältlich und wirken wie ein Insektizid, jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg. Durch bestimmte Lockstoffe wird das Ungeziefer angelockt und anschließend durch ein tödliches Gift eliminiert. Wichtig ist auf eine kindersichere Bauweise der Falle oder des Köders zu achten. Ein Nachteil der meisten Giftköder ist, dass diese in Gewässern und der Kanalisation schäden anrichten könnten. Deshalb sollte der Umgang vorsichtig sein. Die Tiere fressen den Köder in der Falle und sterben.

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Assel-Sprüh Mittel: Es gibt unterschiedliche Anti-Assel Sprays, die eine gute Wirkung versprechen. Hier kommt es jedoch ganz auf die Qualität der eingesetzten Inhaltsstoffe an. Ähnlich wie der Köder zielt das Spray darauf ab die Kellerassel zu töten. Zusätzlich jedoch sorgt das Spray in den meisten Fällen auch dafür, dass keine neuen Schädlinge in das Haus kommen. Es gibt hier durchaus Wirkstoffformeln, die umweltfreundlich sind und zum Beispiel ohne Treibgas arbeiten.

Dadurch, dass die Asseln den Wirkstoff verschleppen sollen auch die Nester mit dem Kellerasselbekämpfungsmittel erreicht werden. In manchen Fällen wird die Wohnung durch ein minderwertiges Spray trotzdem nicht Asselfrei und die Tiere machen sich dennoch an die Vorräte.


Die natürlichen Feinde

Auch Kellerasseln habe natürliche Feinde. Aufzuzählen sind hier vor allem die Kröten und unterschiedliche Vogelarten. Einige Kröten sollen in der Lage sein ganze Kellerräume innerhalb eines kurzen Zeitraums von Asseln befreien zu können. Auch Singvögel lassen sich Kellerasseln schmecken und gehören zu den natürlichen Fressfeinden. Das Problem hierbei ist jedoch, dass sich beide Tierarten nur schwer davon überzeugen lassen als Kammerjäger in der eigenen Wohnung tätig zu werden. Im Garten jedoch, der von unzähligen Wildtieren besiedelt wird sind die genannten Tiere nützliche Helfer, die eine unkontrollierte Vermehrung der Asseln verhindern.


Landasseln vom Haus fernhalten

Kellerasseln können auf natürlichem Wege zumindest teilweise durch Kröten und Singvögel vom Haus ferngehalten werden. Letztendlich hilft es jedoch nur die Luftfeuchtigkeit (70% ist für die Krebstiere ideale Lebensgrundlage) möglichst zu reduzieren und undichte Stellen in den Räumen abzudichten, die dazu beitragen könnten, dass die Asseln von außen in die Wohnung kommen. Es gibt unterschiedliche Maßnahmen, die man treffen kann um einen Befall von Vornherein zu vermeiden.

  • Hierbei können auch Insektengitter ein hilfreiches Instrument sein, welches gleichzeitig Ungeziefer wie Spinnen und Fliegen aus der Wohnung hält.
  • Hausmittel wie Salz in einer Schale auf dem Fensterbrett können die Luftfeuchtigkeit reduzieren. Alternativ gibt es auch fertige Luftentfeuchter im Handel zu kaufen.
  • Köderfallen in Garten oder Hof können dafür sorgen, dass die Kellerasseln nicht erst in das Haus kommen, sondern sofort draußen vernichtet werden. Auch andere Schädlinge werden hierdurch meist ferngehalten.
  • Vorräte, die nicht mehr ganz frisch sind sollten möglichst zeitnah verbraucht oder entsorgt werden. Kartoffeln, Obst und Gemüse am besten sicher verwahren und stets auf Frische kontrollieren.

Kellerasseln im Garten

Kellerasseln im Garten sind prinzipiell nicht schlecht, wenn sie nicht in die Wohnung eindringen. Wie eingangs erwähnt handelt es sich nämlich um nützliche Organismen, die im Garten nicht bekämpft werden sollten. Dennoch sollten sie nicht in zu großen Mengen vorhanden sein, da sie sonst in Gewächshäusern, bei Frühbeeten oder Pflanzgefäßen Schaden anrichten können. Keimlinge und Jungpflanzen könnten möglicherweise unter einem zu hohen Befall leiden. Fallen und Köder oder Sprays sind hier sicherlich die beste Gegenmaßnahme, um sie loszuwerden und die Verbreitung einzudämmen.

Auch künstliche Unterschlüpfe wie angefeuchtete Holzwolle oder umgestülpte Blumentöpfe können hilfreich sein. Dabei müssen genügend Einschlupfmöglichkeiten im Garten gegeben sein. Halbierte Möhren oder ausgehöhlte Kartoffeln stellen natürliche Köder dar, die meistens funktionieren. Auch Pflanzenschutzmittel gegen Asselbefall sind im Handel erhältlich und können eine geeignete Schutzmaßnahme darstellen.

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Hausmittel zur Bekämpfung

Wer von einer chemischen Bekämpfung absehen möchte, der kann sein Glück mit Hausmitteln versuchen. In vielen Fällen können diese gute Dienste verrichten. So dienen in erster Linie Fallen dazu die Kellerasseln einzufangen, um sie im Garten wieder aussetzen zu können. Derartige Fallen kann man kaufen oder selbst bauen. Die Tiere sammeln sich zum Beispiel oftmals gerne unter einem feuchten Handtuch auf dem Boden. Dann darf man allerdings keine Berührungsängste haben.

Ausgehöhlte Kartoffel: Eine ausgehöhlte Steckrübe, eine halbierte Möhre oder ausgehöhlte Kartoffel stellt einen guten natürlichen Köder dar. Auch eine flache Schüssel mit leicht moderndem Obst auf dem Boden kann dazu dienen die Asseln anzulocken. Anschließend kann man sie einfangen und vernichten oder als Nützlinge bevorzugt wieder in der Natur aussetzen.

Alkohol: Mit Alkohol hat man ebenfalls ein Hausmittel gegen Kellerasseln. Eine Flasche Weingeist ist die beste Basis zur Bekämpfung. Die Innenwände des Hauses werden mit etwas Alkohol benetzt, die Asseln sollen in die Flasche hineinkriechen können. Dementsprechend platziert man die Flasche. So können die Tiere anschließend aus dem Haus getragen werden.