Insektenspray (Insektizid)

Bei einem Insektizid oder auch Pestizid handelt es sich um einen Stoff zur Abtötung von Insekten und Ungeziefern. Unter den Insektensprays gibt es unzählige Hersteller. Die Wirksamkeit der Produkte unterscheidet sich mitunter enorm. Zudem gibt es je nach zu bekämpfendes Ungeziefer verschiedene Wirkstoffe. Raid oder ARDAP gehören zu den etablierten Marken – aber noch viele weitere Hersteller konnten sich mit wirksamen Mitteln durchsetzen. Welches Spray effektiv gegen Fliegen, Spinnen und Mücken eingesetzt werden kann, will geklärt sein. Zudem gilt es herauszufinden welche Inhaltsstoffe zur Wirkung beitragen und wie am besten die Anwendung vonstatten geht.

insektenspray

Insektenspray im Einsatz


Inhaltsstoffe und Wirkstoffe

Früher wurde mehrfach DDT oder Lindan eingesetzt. Heute sind diese bedenklichen Inhaltsstoffe in Deutschland jedoch verboten. Stattdessen werden meist Pyrethroide wie Prallethrin und Phenothrin genutzt. Es handelt sich dabei um synthetische Insektizide.

Diese sind an den Hauptwirkstoff des natürlichen Insektizids Pyrethrum angelehnt. Gewonnen wird der natürliche Stoff aus den Blüten diverser Tanacetum-Arten. Bereits im Jahre 1924 wurden die wirksamen Bestandteile von Pyrethrum durch Leopold Ružička und Hermann Staudinger erkannt. Insgesamt unterscheidet man insbesondere in der Landwirtschaft folgende Wirkstoffgruppen.

Insektizide:

  • Öle und Seifen
  • Carbamate
  • Chloronicotinyle
  • Pyrethroide
  • Chlorierte Kohlenwasserstoffe
  • Insektizide pflanzlicher Herkunft und synthetische Analoga
  • Organophosphorverbindungen
  • Benzoylharnstoffe
  • Alkenylester

Auch der Wirkmechanismus unterscheidet sich. So gibt es Nervengifte, Energieblocker, aber auch Häutungshemmer und Wachstumsregulatoren. Ein Großteil der zum Einsatz kommenden Insektizide wirkt auf das Nervensystem ein und beeinflusst die Übertragung von Informationen.

Im Idealfall werden in der Landwirtschaft natürlich nur Mittel eingesetzt, die nützliche Insekten wie Bienen, Hummeln und Marienkäfer verschonen. Hier werden die Insektizide auf die Blätter von Nutzpflanzen gesprüht. Auch im privaten Gebrauch unterscheidet man generell Kontaktgifte, Fraßgifte und Atemgifte. Um eine mögliche Resistenzbildung zu minimieren werden unterschiedliche Stoffe in der Landwirtschaft eingesetzt.

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Wogegen hilft das Insektenspray?

Fliegende, kriechende Insekten – Lebensmittelschädlinge und anderes Ungeziefer kann mit einem guten Spray gegen Insekten bekämpft werden. Des Weiteren können für einen größeren Erfolg zusätzlich Köderdosen, Fliegenfänger oder Fallen eingesetzt werden. Sprays werden als Insektizide im Raum versprüht oder direkt auf die Schädlinge verteilt. Hierzu können auch Elektroverdampfer hilfreich sein. Diese sind jedoch mit Bedacht einzusetzen.

  • In der Regel töten Insektensprays alle im behandelten Raum befindlichen Insekten – auch möglicherweise nützliche. Zu diesen gehören auch die eher unbeliebten Spinnen.
  • Bei Insektiziden handelt es sich meist um Nervengifte. Elektroverdampfer und Insektizide allgemein haben den Nachteil, dass sie bei regelmäßiger überdosierter Anwendung auch der menschlichen Gesundheit schaden können.
  • Deshalb gilt der Einsatz mit Bedacht – Räume sollten nach einer Sprüh-Behandlung stets für einige Minuten verlassen werden.
  • Gegen viele Insekten und Schädlinge gibt es auch umweltfreundlichere Fallen und Klebefallen.

Insektensprays im Handel

Verschiedene Bekämpfungsmittel sind im Handel erhältlich. Diese sind effektiver als Hausmittel – dafür aber nicht immer so ganz ungesund für den Menschen. Deshalb gilt es die Sicherheitshinweise der Produkte stets zu beachten und sie von Kindern fern zu halten. Es gibt sehr gute Sprays mit Langzeitwirkung, die bis zu 6 Wochen anhält. Auch Fernhaltesprays bzw. Fernhaltemittel gegen Mücken, Kakerlaken, Fliegen, Flöhe und Zecken für Mensch und Haustier sind käuflich erwerbbar. Hierzu zählen auch die Spot Ons für Hunde und die Spot Ons für Katzen.

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Kontaktgifte

Zu den Kontaktgiften zählt das klassische Insektenspray. Diese werden auf die Schädlinge oder im befallenen Raum verteilt. Meist bieten sie einen längeren Schutz über mehrere Tage oder Wochen. Insektizide sind sicher zu verwenden und werden der Gefahrenklasse 2 zugeordnet. Das klassische Ungezieferspray von ARDAP hat sich vielfach bewährt und lässt sich gegen verschiedenste Schädlinge einsetzen.

Es ist hoch giftig für Wasserorganismen und kann beim Menschen Hautreizungen auslösen, weshalb der fachgerechte Einsatz wichtig ist. Das Mittel kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Gegen Ameisen und Fliegen, Mücken, Wespen, Spinnen und Flöhe hilft das Spray als Universalpräparat zur Bekämpfung von Fliegen und Ungeziefer aller Art. Auch Schlafplätze von Haustieren können damit behandelt werden – in landwirtschaftlichen sowie privaten Räumen.

Es gibt auch biologische Floh-& Insektensprays für Hund und Katze. Diese bieten einen pflanzlichen Schutz vor Parasiten, Grasmilben und Zecken. Die pflanzlichen Wirkstoffe sind dementsprechend umweltfreundlich. Ein solches Spray ist das von Biocin zum Beispiel.

Fraßgifte

Hierzu zählen Fraßköder und Köderboxen. Die Insekten werden von einem Lockstoff angezogen und werden anschließend in der Falle entweder durch ein Gift getötet oder bleiben an einer Klebevorrichtung hängen. Derartige Klebefallen sind mit einem Köder und Klebstoff ausgestattet. Sie sind meist umweltfreundlicher – werden aber auch gerne in Kombination mit einem Insektenspray eingesetzt. Bedenken muss man zudem, dass Kinder und Haustiere nicht an die Falle oder den Köder kommen dürfen.

Atemgifte

Atemgifte haben einen Hemmeffekt auf die Atmung und führen zu Atemlähmung bei dem Schädling. In Gas- oder Dampfform wird ein solches starkes Gift häufig professionell durch Kammerjäger eingesetzt und erfordert Atemschutz. Das Gift wird über die Atemorgane von Insekten aufgenommen und übt dort seine Wirkung aus.

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Insektenspray Anwendung

Insektenspray wie das ARDAP oder das Raid Ungezieferspray werden, um schnelle Wirkung bei den Insekten selbst zu erzielen aus einer Entfernung von 0,5 m gesprüht. Wespen werden in der Regel einzeln besprüht – Wespennester sollten jedoch nicht eingesprüht werden. Nicht in Richtung des Gesichtes sprühen. Für eine Langzeitwirkung geht man folgendermaßen vor:

  • Möchte man einen ganzen Raum behandeln – so wird dieser 8 – 10 Sekunden ausgesprüht. Die Flasche wird hierzu senkrecht gehalten.
  • In der Mitte beginnend den Raum dabei gleichmäßig aussprühen.
  • Die Bereiche, durch die die Insekten ins Haus gelangen können wie Fenster und Türen werden aus einer Entfernung von 0,5 m besprüht.
  • Zuvor prüft man die Materialverträglichkeit an einer unauffälligen Stelle.

Ist Insektenspray giftig?

Die Frage, ob Insektenspray für den Menschen gefährlich ist, ist durchaus berechtigt. Fachleute raten stets den Umgang mit Vorsicht zu genießen. Da die meisten Insektenschutzmittel Pyrethroide enthalten, bei denen es sich um Nervengifte handelt, sollte man gerade bei Kindern Vorsicht walten lassen.

Die Menschen besitzen jedoch Enzyme, welche die Pyrethroide abbauen. Somit ist das Insektizid für den Menschen kaum giftig. In zu großen Mengen sollte man es dennoch nicht einatmen. Bei Insekten hingegen ist das Kontaktgift sofort tödlich. Lediglich bei einer Überdosierung kann das Spray beim Menschen zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen. Beispiele sind:

  • Rötung der Haut. Die Augen beginnen zu brennen – die Nerven senden aufgrund der Reizung Signale wie Jucken und Kribbeln. Normalerweise verschwinden diese Empfindungen sehr rasch.
  • Kopfschmerzen und Schwindel. Ebenfalls möglich sind Reaktionen wie Kopfschmerzen und Schwindel, wenn der Mensch über einen längeren Zeitraum dem Insektenspray ausgesetzt ist. Auch Hörstörungen sowie Übelkeit wurden dokumentiert.
  • Vorsicht bei Säuglingen. Diese besitzen weniger körpereigene Enzyme für den Abbau der Insektizide. Hier sollte der Einsatz genau überlegt sein. Das Kind sollte sich zur Sicherheit auch eine längere Zeit nach der Behandlung immer in einem anderen Zimmer aufhalten.
  • Verdampfer sollten nicht zur Vorbeugung über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden. Vorrangig Schädlingsbekämpfer setzen Elektroverdampfer zur Bekämpfung von Ungezieferplagen ein.
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Mücke auf dem Arm


Insektenspray selber machen

Als gängiges Hausmittel gegen Insekten gilt zum Beispiel Zimtöl. Das Ätherische Öl kann sehr gut gegen Mücken eingesetzt werden. Es muss jedoch ein reines und nicht allzu sehr gestrecktes Zimtöl sein. Auf die Insekten wirkt das Öl abschreckend – diesen natürlichen Effekt kann man sich zunutze machen.

Indem man zum Beispiel ein paar Tropfen auf einen Teller gibt und diesen am Fenster platziert. In einer Sprühflasche kann das Öl zusammen mit Wasser zu einem selbstgemachten Fernhaltespray gegen Mücken werden. Es gibt noch weitere Methoden, um natürliches Insektenspray selbst herzustellen.

Zitrone pressen: Eine gepresste Zitrone wird im ersten Schritt in einer Flasche mit Wasser vermischt. Der Duft wirkt auf die Mücken abschreckend.

Zitronenöl: Um diesen Effekt zu verstärken ist noch Zitronenöl notwendig. 4-5 Tropfen werden zusammen mit einer Tüte Backpulver zusätzlich in die Sprühflasche gegeben.

Frische Kräuter: Eine Alternative zu oben genanntem Spray kann aus frischen oder trockenen Kräutern hergestellt werden. Der Geruch wirkt ebenfalls auf viele Insekten abschreckend. Eine Tasse Wasser wird gekocht – hinzu gibt man eine Mischung aus 3-4 Esslöffeln trockene Minze zusammen mit Zitronengras, Lavendel und Nelke. Das Ganze wird nach 5 Minuten abgegossen und in eine Flasche gegeben. Am besten wird sie im Kühlschrank gelagert.