Gelbsticker und Gelbtafeln

Gelbsticker sind auch als Gelbtafel bekannt. Im Volksmund werden sie auch Gelbfalle, Insektentafel, Farbtafel oder Leimtafel genannt. Gelbsticker werden zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt und eignen sich unter anderem, um damit fliegende Schadinsekten zu fangen. Sie werden erfolgreich gegen Fruchtfliegen, Trauermücken, Rapsglanzkäfer und andere Schädlinge eingesetzt. Auch gegen geflügelte Blattläuse und die weiße Fliege zeigen Gelbsticker ihre Wirkung.

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Gelbsticker an der Pflanze


Was sind Gelbsticker?

Bei Gelbstickern oder Gelbtafeln handelt es sich um gelbe Tafeln aus Pappe oder Kunststoff. Diese Tafeln werden mit einem bestimmten Klebstoff bestrichen, sodass sich damit fliegende Schädlinge fangen lassen.

Durch die gelbe Farbe werden die Schädlinge angezogen und können der Falle nicht mehr entkommen, sobald sie den Kleber berührt haben. Gelbsticker können direkt in die Blumenerde gesteckt, oder an einem Holzstab befestigt werden. Sie fangen das ganze Jahr über zuverlässig Schädlinge von Zimmerpflanzen ein und sorgen somit für ein gesundes Blumenwachstum.

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Gelbtafeln – Inhaltsstoffe

Bei Gelbstickern kommt es nicht so sehr auf die Inhaltsstoffe an, sondern auf eine möglichst klebrige Fläche der gelben Tafeln. Je nach Hersteller kommen dabei unterschiedliche Mittel zum Einsatz. Im Handel sind verschiedene Gelbtafeln erhältlich, die sich je nach Klebstoff auch ebenso unterschiedlich anfühlen.

Polyisobuten: Sticker, die mit Polyisobuten beschichtet sind, fühlen sich nass an. Das Mittel wurde 1931 zu ersten Mal hergestellt und hat eine klebende Eigenschaft. Unter anderem ist dieser Stoff auch in Dichtungsmassen und Sprühpflaster zu finden.

Schmelzklebstoff: Thermoplastische Kunststoffe werden oft in Kombination mit Polyisobuten als klebende Schicht für Leimfallen verwendet. Sie klebt jedoch nicht so stark wie die erste Variante, und erinnert an die Rückseite von Klebeetiketten.

Insektenleim: Einige Hersteller verwenden klassischen Insektenleim zum Bestreichen der Tafeln. Dieser Leim ist in der Regel farblos, ungiftig und hat zudem keinen Eigengeruch. Damit Gelbsticker, die mit Insektenleim behandelt sind, auch im Freien verwendet werden können, ist der Leim wetterbeständig.


Trauermücken erkennen

Trauermücken sind eine Unterordnung der Mücken und werden in Fachkreisen als Sciaridae bezeichnet. Im Volksmund nennt man sie auch Schwarze Fliegen. Die kleinen Schädlinge haben einen schmalen Körper und werden maximal bis zu 7 mm groß. Das Aussehen ähnelt stark den Obstfliegen, wodurch sie häufig mit diesen verwechselt werden. Trauermücken halten sich bevorzugt in der Nähe von Zimmerpflanzen auf.

Oft schwirren sie in direkter Nähe um die Pflanzen herum, oder wirbeln auf, wenn die Pflanze berührt wird. Trauermücken haben eine dunkle Farbe und ebenso dunkle Flügel. Die Lebenserwartung ist nur sehr gering, da Trauerfliegen in der Regel nicht länger als 5 Tage leben.

Innerhalb einer Woche kann ein Weibchen bis zu 150 Eier direkt in der Blumenerde ablegen. Nach bereits vier Tagen werden aus den Eiern kleine Larven, die sich dann zu neuen Trauermücken entwickeln. Unter anderem kann man Trauermücken auch am Flug erkennen, da diese bevorzugt im Zick-Zack fliegen.

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Fruchtfliegen erkennen

Fruchtfliegen werden auch als Obst- oder Taufliege bezeichnet. In manchen Regionen auch Essigfliege genannt, gibt es in Deutschland rund 50 Arten. Im Gegensatz zu Trauerfliegen halten sich Obstfliegen nicht in der Nähe von Zimmerpflanzen auf. Man findet sie überwiegend direkt auf dem Obst sitzend oder in der Nähe von Obst. Mit einer Fruchtfliegenfalle können sie am besten bekämpft werden.

  • Die kleinen Schädlinge fliegen im Gegensatz zur schwarzen Fliege geradeaus und legen legen ihre Eier in weichem oder bereits faulem Obst ab.
  • Die kleinen Insekten werden zwischen zwei und sechs Millimeter groß und haben eine rötlich braune Färbung.
  • Nicht selten vermehren sie sich explosionsartig und fliegen in Schwärmen hoch, sobald die Obstschale berührt wird.
  • Fruchtfliegen haben eine höhere Lebenserwartung als Trauerfliegen, denn sie werden durchschnittlich zwischen zwei und acht Wochen alt.

Gelbsticker – Anwendung

Fliegende Schädlinge, wie zum Beispiel Weiße Fliegen, Trauerfliegen oder Obstfliegen lassen sich sehr gut mit Gelbtafeln bekämpfen. Die kleinen gelben Karten können an Pflanzen, Blumen, auf den Fensterbänken oder auch im Wintergarten zur Schädlingsbekämpfung genutzt werden.

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Die Karten haben eine gelbe Farbe, welche die kleinen Fluginsekten anlockt. Sobald diese auf der Karte landen oder mit ihr in Berührung kommen, bleiben sie an der Klebefläche hängen und sitzen in der Falle.

Damit der Gelbsticker richtig funktionieren kann, sollte er am besten direkt in die Blumenerde gesteckt werden. Bei größeren Pflanzen kann die Karte auch mit einem kleinen Stock befestigt oder direkt in der Blume aufgehangen werden. Um die Schädlinge möglichst effektiv und schnell zu beseitigen, sollte ein Sticker pro befallener Pflanze verwendet werden.

Da sich Gelbsticker zur ganzjährigen Anwendung eignen, können Trauerfliegen und andere Schädlinge durchgehend bekämpft werden. Die Tafeln sollten gewechselt und bei Bedarf erneuert werden, wenn sie stark voller Schädlinge sind.


Wo kommen schwarze Fliegen her?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die einen Befall auslösen oder verursachen können. In sehr vielen Fällen werden Trauerfliegen zusammen mit Pflanzen oder Blumenerde ins Haus getragen. Die Trauerfliege legt ihre Eier in der Blumenerde ab, sodass diese beim Kauf kaum zu erkennen sind. Ist die Pflanze nicht nur von Larven, sondern auch von Trauerfliegen befallen, lassen sich diese gut erkennen, wenn die Pflanze kurz geschüttelt wird.

Die kleinen Fliegen schwirren dann plötzlich um die Pflanze herum – von einem Kauf sollte dann abgesehen werden. Ebenfalls ist ein Blick auf die oberste Schicht Blumenerde im Pflanztopf hilfreich, denn oft lassen sich die Nachkommen der Trauerfliege bei genauem Hinsehen erkennen.

Schäden durch Trauerfliegen

Die ausgewachsene Trauerfliege ist genau genommen kein Fraßschädling, sondern nur ein Lästling. Sie selbst richtet an den befallenen Pflanzen keinen Schaden an, sondern wird nur als störend empfunden. Obwohl sie offiziell zu den Mücken gehören, können Trauermücken nicht stechen, und stellen auch in dieser Richtung keine Gefahr dar.

Anders ist das jedoch bei den Eiern, welche die weiblichen Tiere direkt in der Erde ablegen. In sehr kurzer Zeit entwickeln sich aus den Eiern kleine Larven, die ihre Nahrung in der Blumenerde finden. Dort ernähren sie sich bevorzugt von den Wurzeln der Pflanze. Sind besonders kleine oder junge Pflanzen betroffen, kann die Wurzel so stark beschädigt werden, dass die Pflanze nicht mehr gesund wachsen kann.

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Zimmerpflanzen als beliebtes Ziel von Trauerfliegen


Gelbsticker selber machen

Mit wenigen Mitteln und ein wenig Geschick können die kleinen gelben Karten auch selber gemacht werden. Benötigt werden dazu:

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Und so geht’s:

  1. Mit der Schere werden aus der gelben Pappe kleine Tafeln ausgeschnitten.
  2. Mit dem Pinsel wird anschließend eine Seite mit Leim bestrichen.
  3. Dann wird die Karte direkt in die Blumenerde gesteckt.