Flohfalle

Flohfallen helfen einen Flohbefall zu bekämpfen, eignen sich aber auch, um diesen festzustellen. Der Handel bietet unterschiedliche Fallen an, mit denen man eine Flohplage bekämpfen kann. Oft reichen aber auch selbst gebaute Fallen im Kampf gegen die kleinen Blutsauger aus. Da Flöhe sich vom Blut ihrer Wirte ernähren und ein Flohstich zu starken allergischen Reaktionen führen kann, sollte eine effektive Bekämpfung der Parasiten immer so schnell wie möglich erfolgen.

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Flöhe können auch auf den Menschen übergehen


Flohfallen aus dem Handel

Der Handel bietet unterschiedliche Fallen zum Fangen und Töten von Flöhen an. Im Angebot befinden sich elektronische Flohfallen, Klebefallen, pestizidfreie Fallen und sogenannte Lichtfallen an. Je nach Größe fangen die Fallen eine Vielzahl Flöhe in sehr kurzer Zeit. Auch optisch sind die kleinen Helfer nicht zu verachten, denn Flohfallen gibt es in formschönen Designs und mehreren Farben im Handel zu kaufen. Im niedrigen zweistelligen Preisbereich zu kaufen, lassen sich Flöhe schnell und mühelos damit bekämpfen.


Elektronische Flohfallen

Es werden unterschiedliche elektrische Flohfallen angeboten, die jedoch alle nach dem gleichen Prinzip wirken. Elektrische Fallen nutzen ein Licht, welches Wärme abgibt und dadurch die Flöhe anzieht. Damit elektrische Fallen die Flöhe auch fangen können, sind sie zusätzlich mit einer klebenden Folie ausgestattet. Sobald sich die Flöhe von der Wärme angezogen fühlen, springen sie in die Lichtquelle und bleiben dort schließlich an der Klebefolie hängen.

Flöhe leben in der Regel auf einem Wirtstier, wie Hund oder Katze. Die elektrische Falle simuliert das Tier dadurch, dass sie ebenfalls Wärme abgibt. Das Licht zieht das Ungeziefer zusätzlich an. Flohfallen, die mit zwei Lichtquellen ausgestattet sind und abwechselnd leuchten, werden noch besser von Flöhen besucht, da diese ein sich bewegendes Tier nachahmen. Neben diesen klassischen Fallen gibt es auch elektronische Flohfallen mit Wärme und Infrarotlicht.

Klebefallen gegen Flöhe

Auch Klebefallen gegen Flöhe funktionieren in Kombination mit Licht und Wärme. Die Fallen werden mit Batterien oder einem Netzteil betrieben und können immer wieder verwendet werden. Der Handel bietet Fallen mit LEDs an und Fallen, die mit einem speziellen Lockstoff arbeiten. Damit möglichst viele Flöhe gefangen werden können, muss die Klebefolie regelmäßig erneuert werden. Zudem sollten Flohfallen möglichst in einer Ecke auf dem Boden platziert werden.

Flohlichtfallen

Eigentlich gehören sogenannte Flohlichtfallen auch zu den elektronischen Fallen. Bei diesen Fallen werden Flöhe durch das Licht einer Glühbirne und die davon abstrahlende Wärme angezogen. Sobald die Flöhe in diese Wärmequelle springen, landen sie in einer darunter angebrachten Schale, welche mit Klebefolie versehen ist. Flohlichtfallen müssen so zentral wie möglich aufgestellt werden, und können auch in der direkten Nähe zu dem Hundekörbchen oder dem Schlafplatz der Katze aufgestellt werden, um möglichst viele Parasiten in dem befallenen Raum zu fangen.

Pestizidfreie Flohfallen

Flohfallen sind in der Regel ohne Gift, denn Flöhe lassen sich am besten mit Licht und Wärme anlocken. Die Fallen sind mit einem speziellen Leimpapier oder einer Klebefolie versehen, sodass es für einmal gefangene Flöhe kein Entkommen mehr gibt. Sie bleiben einfach an dem Kleber hängen und können samt der Folie schnell, einfach und hygienisch entsorgt werden.


Flohfallen richtig aufstellen

Flöhe halten sich auf Wirtstieren wie Hunden oder Katzen auf. Zudem siedeln sie sich auf dem Teppich, in Bodenritzen oder zwischen den einzelnen Elementen der Couch an. Die Parasiten befinden sich also immer in der direkten Nähe zum Fußboden, sodass sie nur gefangen werden können, wenn die Fallen an der richtigen Stelle platziert werden.

In der Regel reicht eine Falle für ein Zimmer nicht aus. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn mindestens zwei Fallen in den gegenüberliegenden Ecken des Zimmers platziert werden. Die Fallen können direkt auf den Boden oder eine Erhöhung, wie einem kleinen Beistelltisch, aufgestellt werden. Ist der Flohbefall extrem hoch, dann sollten auch drei oder vier Fallen zum Bekämpfen platziert werden. Um möglichst viele Parasiten zu erwischen, die sich an schwer zugänglichen Stellen aufhalten, können die Fallen auch hinter der Couch oder unter dem Bett aufgestellt werden.

Je nach Größe der Falle reicht eine Klebefolie aus, um damit bis zu 10.000 Flöhe zu fangen. Allerdings sieht die Falle schon nach mehreren Hundert Flöhen voll aus und kann je nach Empfinden auch schon früher geleert werden. Beim Aufstellen sollten die folgenden Punkte beachtet werden:

  • Mit nur einer Falle wird man einem Flohbefall nicht richtig entgegenwirken können, sodass mindestens zwei Fallen nötig sind. Flohfallen immer mit einem ausreichenden Abstand zueinander und am besten über Kreuz im Zimmer verteilt aufstellen – so lassen sich die meisten Flöhe fangen.
  • Die Fallen müssen in Bodennähe platziert werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die eigenen Haustiere nicht mit der Falle spielen oder mit dem Trägerpapier in Berührung kommen können. Auch Kinder sollten von ihr ferngehalten werden.
  • Flohfallen können nur dann wirken, wenn in der Falle noch ausreichend Platz ist und das Trägerpapier noch ausreichend Wirkung entfalten kann. Die meisten Klebefolien halten bis zu sechs Wochen und müssen dann durch neues Leimpapier ersetzt werden.

Selbst gebaute Flohfallen

Eine selbst gebaute Flohfalle funktioniert ähnlich. Auch bei einer Falle im Eigenbau werden Licht und Wärme genutzt, um die kleinen Schmarotzer anzulocken, einzufangen und schließlich zu töten. Zum Bau einer solchen Falle werden nur wenige Utensilien benötigt, die sich meist in jedem Haushalt finden lassen. Dazu gehören ein Teller, ein Teelicht, etwas Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel. Die Kerze wird einfach in die Mitte des Teller gestellt. Dann wird Wasser in den Teller gegossen und mit ein paar Tropfen Spülmittel gemischt.

Sobald die Kerze angezündet ist, gibt sie Licht und Wärme ab. Genau wie bei den elektrischen Fallen, fühlen sich die Parasiten davon angezogen und versuchen, in diese Lichtquelle zu springen. Dabei landen sie jedoch in dem Teller bzw. in der Wassermischung. Das zuvor hinzugefügte Spülmittel zerstört aber die Oberflächenspannung des Wassers, wodurch die Flöhe direkt auf den Tellerboden sinken und dort schließlich ertrinken.

Haben sich in der selbst gebauten Flohfalle ausreichend Flöhe angesammelt, wird die gesamte Mischung einfach ausgegossen und durch eine neue Mischung ersetzt. Als Nachteil dieser selbst gebauten Falle lässt sich die offene Flamme der Kerze ansehen. Während sich elektronische Flohfallen überall aufstellen lassen, muss man bei der Falle mit brennender Kerze immer einen ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen halten. Zudem muss die Kerzenfalle so aufgestellt werden, dass das Haustier sie nicht erreichen kann.
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Skizze der Flohfalle


Flohbekämpfung – das ist wichtig

Flohfallen eignen sich, um die Umgebung von den blutsaugenden Parasiten zu befreien. Sie können und sollten in jedem Zimmer aufgestellt werden, da Flöhe in der Regel nicht nur ein Zimmer, sondern schnell die gesamte Wohnung befallen. Auch wenn die Falle die Parasiten von dem Wirtstier weglockt und einfängt, gelangt nicht jeder Floh schnell genug in die Falle. Viele Parasiten bleiben weiterhin auf dem Hund oder der Katze und saugen sich dort mit Blut voll. Um der Flohplage möglichst schnell ein Ende zu bereiten, muss auch das Haustier mit einem entsprechenden Mittel gegen Außenparasiten behandelt werden.

Ist das geschehen, sollte zusätzlich eine Flohfalle dort aufgestellt werden, wo sich das Haustier überwiegend aufhält. Das kann das Hundekörbchen im Wohnzimmer sein oder auch die Kuscheldecke im Schlafzimmer. Die Falle kann mit einem Anstand von einem bis zwei Meter zu dem Schlafplatz des Tieres aufgestellt werden, sollte sich dabei aber möglichst in Bodennähe befinden. Sammeln sich schnell viel Parasiten in der Falle, sollte diese nicht mehr umgestellt, sondern nur regelmäßig mit neuer Klebefolie bestückt werden.