Bremsenstich

Bremsen sind blutsaugende Insekten aus der Familie der Fliegen. Die lästigen Blutsauger lassen sich aber nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Tieren nieder und genießen ihre Blutmahlzeit, die bei den Opfern zu starkem Juckreiz, Schmerzen und Schwellungen führen kann. Im Vergleich zu einem einfachen Mückenstich schwellen Bremsenstiche weitaus heftiger an und haben eine länger anhaltende Wirkung. Es ist daher nicht selten, dass der Stich einer Pferdebremse auch nach zwei Wochen noch zu erkennen ist. Es gibt jedoch gute Mittel, mit denen sich die Nebenwirkungen und Folgen bei einem Bremsenstich gut behandeln lassen.

bremsenstich

Bremsenstich auf der Haut


Wissenswertes über Bremsen

Bremsen gehören zu den großen bis mittelgroßen Fliegen und können bis zu 2,5 cm groß werden. Sie sind nicht nur durch ihre auffallende Größe, sondern auch durch das laute Brummen zu erkennen.

  • Von den etwas weltweit 4000 Arten kommen in Europa und Deutschland nur 60 Arten vor.
  • Von diesen 60 Arten bleiben schließlich drei übrig, die sich nicht nur die Blutmahlzeit am Menschen schmecken lassen, sondern auch Tiere stechen und deren Blut saugen.
  • In der Regel halten sich Bremsen bevorzugt dort auf, wo eine hohe Feuchtigkeit vorhanden ist.
  • Nicht selten sind sie in der Nähe von Sümpfen, am Waldrand, auf feuchten Wiesen oder an Bewässerungsgräben zu finden.

Besonders aktiv sind die Tiere von Mai bis in den Oktober, wobei nur die aktiven Weibchen auf der Suche nach Blut sind, während sich männliche Bremsen am Nektar von Blüten bedienen.

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Bremsenstich erkennen

Im Vergleich zu einem einfachen Mückenstich ist der Stich einer Bremse sehr viel schmerzhafter. An den Mundwerkzeugen der Bremse befinden sich fünf kleine Stechborsten, mit denen das Tier eine kleine Wunde in die Haut schneidet.

Dadurch werden bei einem Stich nicht nur die Blutgefäße, sondern auch Nervenenden verletzt, welche sofort zu Schmerzen führen. Beim Saugen sondern die Bremsen zugleich ein gerinnungshemmendes Mittel ab, wodurch ein Bremsenstich noch länger nachbluten kann.

Die Haut rötet sich rasch und genau dieser Bereich ist um einiges Größer als beim Mückenstich. Es bilden sich um die Bissstelle herum Quaddeln, die stark anschwellen und nicht nur einen Juckreiz auslösen, sondern durch die starke Schwellung auch zu Schmerzen führen können.

Bremsen sind schon beim Anflug deutlich zu erkennen und lassen auch dann nicht ab, wenn nach ihnen geschlagen wird. Auch das laute Brummen ist ein Zeichen dafür, dass es sich bei dem Stich um einen Bremsenstich handelt.

Entzündeter Bremsenstich

Wird ein Bremsenstich möglichst sofort und richtig behandelt, entzündet sich die betroffene Stelle in der Regel nicht. Wird durch den starken Juckreiz jedoch gekratzt, können kleinste Schmutzpartikel in die Haut gelangen und dort zu einer Entzündung führen.

In einigen Fällen kann es aber auch so nach einem Bremsenstich zu einer Entzündung kommen. Der Entzündungsherd begrenzt sich dann auf die Stichstelle. Durch diesen natürlichen Abwehrprozess sollen die von außen eingedrungenen Reize nicht nur abgewehrt, sondern auch bekämpft werden.

Antiseptische Salben: Hilfreich sind antiseptische Wundsalben und andere Maßnahmen, mit denen der Stich sauber gehalten werden kann. Auch Mittel zur Juckreizlinderung sind hilfreich.


Bremsenstiche behandeln

Sticht die Bremse zu, sollte möglichst schnell reagiert und mit der Behandlung begonnen werden. Während ihrer Blutmahlzeit sondert die Bremse Proteine ab. Diese reagieren empfindlich auf Hitze, und zersetzen sich bei Temperaturen ab 40° Grad.

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  • Daher hilft am besten Hitze, um die Beschwerden einzudämmen und weiteren Beschwerden vorzubeugen.
  • Möglich ist das mit einem sogenannten Stichheiler, der auf die betroffene Stelle gehalten wird und dann mit Hitze die Proteine zerstört, sodass diese sich nicht weiter unter der Haut verteilen können.
  • Ist kein Stichheiler zur Hand, kann alternativ ein erhitzter Teelöffel auf die Stichstelle gehalten werden.
  • Auch das Erhitzen der Haut durch eine Feuerzeugflamme ist im Notfall möglich – allerdings sollte dann ausreichend Abstand gehalten werden.

Auch ein Antiallergikum, in Form einer Salbe für die äußerliche Anwendung oder Tropfen zum Einnehmen können helfen. Ebenso lindern cortisonhaltige Salben die Beschwerden nach einem Bremsenstich.


Allergische Reaktionen durch Bremsenstiche

In der Regel ist fast jeder Insektenstich schmerzhaft oder mit einem Juckreiz verbunden. Allerdings stellen die Stiche bei den meisten Personen keine Gefahr dar. Anders ist das bei einer Insektenstichallergie. Betroffene reagieren auf das Gift oder den Stoff, der in die Haut abgesondert wird, allergisch und zeigen Reaktionen, die bis zum anaphylaktischen Schock reichen können.

Unter anderem bilden sich Rötungen und Schwellungen, die sich auf dem ganzen Körper zeigen können, Schwellungen im Gesicht, dem Hals und an den Ohren treten auf. Aber auch Schüttelfrost, Hitzewallungen und Atemnot können bei einer Allergie sofort nach dem Stich auftreten.

Anaphylaktischer Schock

Zeigt sich ein starker Juckreiz in Mund und Rachen sowie an den Fußsohlen ist ein anaphylaktischer Schock sehr wahrscheinlich. In diesem Fall muss sofort ein Notarzt gerufen werden. Personen, die unter einer Allergie leiden, sollten zudem immer ein Notfall-Set griffbereit haben.

Bremsen als Krankheitsüberträger – Borreliose

Zecken verursachen nicht nur einen juckenden und schmerzenden Stich, sondern können auch Krankheiten übertragen. Ähnlich wie bei Zecken, kann Borreliose auch von Bremsen und Pferdebremsen auf den Menschen übertragen werden. Borreliose entsteht durch ein Bakterium, das von der Bremse beim Stich auf den Menschen übertragen wird.

Ob die Bremse mit dem Borreliose Erreger infiziert ist und ihn übertragen hat, kann nicht sofort nach dem Stich erkannt werden. Liegt aber keine Allergie vor, und wandert die Röte dennoch von der Stichstelle weg, ist der Besuch bei einem Arzt anzuraten, da diese Wanderröte ein Hinweis auf eine mögliche Infektion sein kann.

Weiter Symptome, die auf eine Borreliose hinweisen können, sind unter anderem:

  • Fieber
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Abgeschlagenheit

Im weiteren Verlauf kommt es zu Entzündungen der Nerven und zu neurologischen Beschwerden.

bremse-insekt

Bremse


Pferdebremsen bekämpfen

Es gibt verschiedene Mittel, mit denen sich Bremsen bekämpfen und/oder fernhalten lassen. Je nachdem, wo die Fliegen sich aufhalten, helfen die einzelnen Mittel nicht immer sofort oder zufriedenstellend. Hilfreich sind unter anderem Lotionen oder Sprays gegen Bremsen, die bequem in jede Tasche passen und sich auch unterwegs schnell anwenden lassen.

Eine Kombination aus beiden Mitteln eignet sich am besten, sodass die Haut mit einer Lotion gegen Bremsen eingecremt werden kann, während ein Spray auch auf die Haare oder die Kleidung gesprüht werden kann.

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Bremsenfalle einsetzen

Um gegen Bremsen im Freien vorzugehen, zum Beispiel am Stall oder auf der Koppel, eignet sich eine sogenannte Bremsenfalle. Diese funktioniert ohne Gift und nutzt die natürlichen Instinkte der kleinen blutsaugenden Insekten. Bremsen reagieren in der Regel auf Wärme und können zudem nur Kontraste zwischen hell und dunkel gut wahrnehmen.

Daher bestehen Bremsenfallen aus einer großen dunklen Kugel, die sich in der Sonne erwärmt und die Bremsen anzieht. Einmal auf der Kugel gelandet, fliegen und klettern die Bremsen automatisch weiter nach oben, wo sie schließlich in einem weißen Trichter gefangen werden.

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Hausmittel gegen Bremsenstiche

Bremsenstiche können nicht nur mit chemischen Produkten, sondern auch mit Hausmitteln behandelt werden. Besonders gut eignen sich Hausmittel, wenn keine anderen Mittel vorhanden sind, oder wenn auch die Behandlung mit chemischen Mitteln lieber verzichtet werden soll.

Backpulver: Backpulver ist in fast jedem Haushalt vorhanden und kann als Erste-Hilfe-Maßnahme gegen Bremsenstiche sehr gut helfen. Dazu wird ein Päckchen Backpulver mit etwas Wasser zu einem dicken Brei angerührt und auf die Stichstelle aufgetragen. Alternativ kann auch aus einem Glas Wasser und Backpulver eine Lauge für einen Wickel hergestellt werden, der dann mindestens 30 Minuten auf der Stelle aufgelegt werden muss.

Weinessig: Auf einen kleinen Lappen oder einen Waschlappen wird etwas Weinessig gegeben, und dieser auf die Stichstelle gedrückt. Der Essig lindert den Juckreiz, hat eine kühlende Wirkung und desinfiziert zugleich.

Zwiebeln: Zwiebeln können die Schwellung lindern und den Juckreiz stoppen. Sie haben eine beruhigende Wirkung auf die betroffene Stelle und können als Zwiebelbrei direkt auf den Stich aufgetragen werden und müssen mindestens eine halbe Stunde auf der Haut bleiben.