Bremsenfalle

Bremsen bei Pferden sind ein gängiges Problem. Die Bekämpfung gelingt ohne Hilfsmittel wie eine Bremsenfalle kaum oder gar nicht. Einfach abzuwarten kann das Problem noch verschlimmern. Die Pferdebremsen sind nicht nur lästige Kletten, sondern können auch Krankheiten übertragen. Halter von Rindern oder Eseln kennen das Problem mit dem Ungeziefer ebenfalls. Die blutsaugenden Insekten können schmerzhafte und gefährliche Bisse hinterlassen. Die Wunden können sich entzünden und so für Tier und Mensch gefährlich werden. Pferde können sich so zum Beispiel mit dem EIA-Virus, Herpes oder Hasenpest infizieren. Eine wirkungsvolle Falle gegen Pferdebremsen kann man im Handel kaufen oder mit dem nötigen Etwas auch selber machen.

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Bremse auf einer Blume


Bremsen Abwehrmittel

Nun ist es an der Zeit die Pferde vor Bremsen zu schützen. Häufig liest man im Internet etwas über Lockenwickler. Dadurch erzielt man jedoch keinen gewinnbringenden Effekt. Zudem wäre diese Methode nicht sehr praktikabel. Es gibt im Handel diverse Bremsen Bekämpfungsmittel als Sprays, Fallen oder Lösungen. Diese sollen die Insekten fernhalten und vor Bremsenbefall schützen. Ein solches Repellent gibt es schon ab 15 Euro.

Der Bau einer Falle ist jedoch etwas komplizierter. Eine Anleitung dazu findet sich im zugehörigen Abschnitt auf dieser Seite. Am empfehlenswertesten ist ein Bremsenschutz mit Langzeitwirkung. Die darin enthaltenen ätherischen Öle schützen vor Fliegen, Mücken, Zecken und Bremsen gleichermaßen.

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  • Absolut giftfrei und umweltfreundlich

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Bremsenfallen Funktionsweise

Die meisten Bremsenfallen arbeiten nach demselben Prinzip. Preislich gesehen muss man hier ein wenig investieren, doch die Wirksamkeit der klassischen hängenden Falle spricht für sich. Für gewöhnlich arbeitet die Falle giftfrei und umweltfreundlich. Zudem bietet sie einen sehr langen Schutz, ohne dass Sprays nötig wären. Um den Effekt zu verstärken kann man jedoch beide Varianten miteinander kombinieren. Blutsaugende Fliegen, Kriebelmücken, Schnaken und Bremsen tappen so in die Falle und werden unschädlich gemacht.

  • Die Kugelfalle wird im Außenbereich aufgestellt. Sie funktioniert dabei ohne chemische Lockstoffe.
  • Die Idee, die hinter dem Funktionsprinzip steckt ist, dass die Bremsen den schwarzen Ball mit einem großen Tier verwechseln und einen Stechversuch wagen.
  • Das Stechen funktioniert nicht, weshalb die Bremse versucht nach oben hin zu fliehen.
  • Dies klappt aber nicht, da sie sich im trichterförmigen Netz verfängt. Somit kann das Fluginsekt nicht mehr entkommen und keinen Schaden mehr anrichten.
  • Die Bremsenfalle lässt sich auf der Weide, in Pferde- und Viehställen, im Garten oder auf dem Campingplatz am See aufstellen und schützt so Mensch und Tier vor Stichen.

Pferdebremsen als Problem

Insgesamt gibt es rund 4000 Bremsenarten. Dabei gilt, dass nur weibliche Bremsen Blut saugen. Die männliche Fliege ernährt sich lediglich vom Blütennektar. Auch in den Tropen kommen Arten vor, diese ernähren sich jedoch vorrangig von Aas. Der Bremsenstich wird in der Regel sofort wahrgenommen. Anders, als es also bei anderen Stechmücken der Fall ist. Etwas Natronpulver mit Wasser zu Brei vermischt auf der Haut aufgetragen gilt als gutes Hausmittel gegen den Stich.

Das Fresswerkzeug der Bremse dient dazu eine offene Wunde in die Haut zu reißen. Wie auch bei anderen Fliegen und Parasiten kommt dann ein gerinnungshemmendes Serum zum Einsatz, welches verhindert, dass das Blut sofort gerinnt. So kann das Insekt besser Blut saugen. Nach dem Stich bildet sich eine Quaddel, die mehrere Stunden anhält.


Wissenschaftlich wird die Pferdebremse als Tabanidae bezeichnet. Sie gehört zu den Fliegen und stellt ein blutsaugendes Insekt dar. Die Fliege beißt nicht nur Tiere, sondern auch Menschen. In Mitteleuropa sind die Bremsen besonders aktiv und treiben dort ihr Unwesen. Wenn es schwül und warm ist – zwischen April und August sind sie am häufigsten anzutreffen.

In der Nähe von Weihern oder Tümpeln und an besonders feuchten Orten halten sie sich gerne auf. So sind sie oft auch an Pferdestallungen und auf Weiden anzutreffen. Eben auch, weil sie dort ihre Beute wittern. Dabei haben sie kein ausgeprägtes Sehorgan, können jedoch hell und Dunkelkontraste unterscheiden. Diese Eigenschaft kommt der Falle gegen Bremsen zugute.

Viele Bezeichnungen werden der Fliege zuteil. So wurde sie früher als Brämse bezeichnet und nennt sich auch heute noch in Norddeutschland Blinde Fliege oder Dase. Blinder Kuckuck wird die Bremse eher im Westen Deutschlands genannt. Des Weiteren gibt es noch die Bezeichnungen Bräme oder Brämer. Diese hört man vermehrt in Süddeutschland und Österreich. Besonders bei Pferden sind die Blutsauger ein Problem, da sie sich gerne in der Nähe aufhalten und dort ihr Unwesen treiben.

Wer den Einsatz einer professionellen Falle in Erwägung zieht, der sollte auch darauf achten, dass die Pferde diese nicht am Netz anknabbern. Dies kommt schonmal vor. Mit etwas Geschick und den richtigen Utensilien kann eine Bremsenfalle auch selber gemacht werden. Die Bauanleitung dazu folgt im nächsten Abschnitt.


Bremsenkleber

Den Bremsenkleber kann man online kaufen. Dieser gilt als effektiv zum Bau eigener Bremsenfallen, weshalb so auch die Kosten gesenkt werden können. Dasselfliegen und Bremsen können so bekämpft werden, indem ein transparenter Kleber mit einem ganz spezifischen Geruch zum Beispiel auf einem schwarzen Eimer angebracht wird.

  • Zusätzlich benötigt man eine Schnur, die an einer kleinen Metallstange befestigt wird.
  • Das andere Ende der Schnur kommt durch den Boden des Eimers, sodass er an der Stangen-Schnur Konstruktion hängt.
  • Das Ende der Stange wird an einen Holzzaun oder an einem Mast angebracht. Die Bremsen-Eimerfalle hängt einsatzbereit.

Umweltfreundlich und ohne Gift

Der Geruch sorgt dafür, dass andere nützliche Insekten wie Bienen, Wespen und Schmetterlinge auf Abstand gehalten werden. Der Bremsenkleber enthält keine Pestizide und ist damit umweltfreundlich – Bremsen verfangen sich jedoch darin und werden so getötet. Erfahrungen zeigen: Ein guter Kleber für Bremsen ist zudem Regenbeständig und hält rund 16-18 Wochen.

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Bremsenfalle selber bauen

Eine etwas aufwändigere Variante der Bremsenfalle lässt sich auch mit Hausmitteln selbst bauen. Hierzu benötigt es ein paar Utensilien und ein wenig Geschick. Die Erfolge einer Falle im Eigenbau stehen einer professionellen Bremsenfalle aus dem Handel kaum nach. Etwa 1-2 Stunden sollte man für die Konstruktion einplanen. Wer kein Stahlrohr besitzt, der kann die Falle auch an einen Baum hängen.

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Skizze des Flaschenbaus für den Fangbehälter

Benötigte Utensilien:

  • Schwarzer Ball (etwa 40-50 cm Durchmesser)
  • Helles Moskitonetz
  • PET Flasche
  • Großer Ring (80-120 cm Durchmesser)
  • Kleiner Ring mit Durchmesser der PET Flasche
  • Korken
  • Seil
  • Klebeband
  • Schwarzes Netz (muss den Ball umschließen können)
  • Stahlrohr (nach ca. 2 Metern im rechten Winkel um 50-100 cm gebogen)
  1. Wer keinen schwarzen Ball hat, der sollte den Ball mit einer schwarzen Folie bekleben oder ihn schwarz anmalen. Dieser lockt die Bremsen an. Der Ball wird in das Netz gegeben. Oben schnürt man das Netz zu und am oberen Ende wird das Seil angebracht. Mittels eines Befästigungsrings kann der Ball noch besser befestigt werden.

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    Seil und die Kugel (hier mit Befästigungsring)

  2. Der Fangbehälter wird aus der Flasche, einer Säge und einem Klebeband hergestellt. Im obigen Bild wird der Vorgang mittels einer Skizze verdeutlicht. Darin werden später die Bremsen gefangen und sollen dort ertrinken.
  3. Der Schutzschirm wäre in diesem Schritt dran. Das Moskitonetz und die zwei Ringe werden verwendet. Der Schutzschirm muss eine Trtichterform aufweisen (ca. 50-80 cm hoch). Der untere Teil des Netzes wird nun um den größeren Ring gespannt und mit Leim, Heißkleber oder einem Tacker fixiert.

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    Netz-Trichter mit 2 Ringen

  4. Das andere Netzende wird an dem kleinen Ring befestigt. Überschüssiges Netz wird mit einer Schere entfernt. Das Netz muss so dicht sein, dass keine Bremse fliehen kann.
  5. Der Lockball und die Plastikflasche werden nun wie in der finalen Skizze zu sehen zusammengefügt. Nach einem Drittel des Seiles wird ein Knoten gebunden, der durch das Eingangsloch für die Bremsen und das Bohrloch der Flasche geführt wird. Das Bremseneingangsloch wird dem Ball zugewendet.
  6. Anschließend wird der Schutzschirm über die gesamte Konstruktion geführt und am unteren Ende der Plastikflasche mit dieser vereint. Schrauben und Leim sind hier praktische Helfer.
  7. Der Ring muss dabei den Fangbehälter umschließen. Lücken werden mit Hilfe von Klebeband verschlossen.
  8. Mittels eines Ständers aus dem Rohr kann man die selbstgebaute Bremsenfalle nun überall aufstellen / in den Boden stecken und einsetzen. Ansonsten muss diese an einem Baum oder einem Pfeiler befestigt werden. Sie sollte möglichst in der Sonne hängen. Für den Einsatz wird der Korken abgenommen – ein paar Tropfen Wasser mit Spülmittel werden nun in den Fangbehälter gegeben und fertig.

Skizze der fertigen Bremsenfalle