Ameisenmittel zur Ameisenbekämpfung

Ameisen können nicht nur im Garten lästig werden, sondern sind besonders störend, wenn sie das Haus oder die Wohnung erobert haben. Im Handel sind verschiedene Produkte erhältlich, mit denen sich die kleinen Insekten drinnen und draußen wieder vertreiben lassen. Ameisenmittel werden jedoch überwiegend im Freien eingesetzt, um Ameisen aus dem Garten oder von der Terrasse und dem Balkon zu vertreiben. Im Inneren kommen diese Mittel nur in trockener Form zum Einsatz.

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Welches Ameisenmittel?


Ameisenmittel für den Außenbereich

Alle Produkte, die im Außenbereich gegen Ameisen eingesetzt werden, bezeichnet man allgemein als Ameisenmittel. Der Handel bietet diese Mittel zum Streuen oder als Gießwasser an. Dabei handelt es sich jedoch um ein Produkt, welches sich sowohl zum Streuen, als auch zum Gießen eignet. Als Träger und zum Locken wird in der Regel ein zuckerhaltiger Lockstoff verwendet.

Wird das Ameisenmittel zum Streuen verwendet, dann wirkt es nicht nur als Kontaktgift, sondern gleichzeitig auch als Fraßgift. Die Ameise kommt über ihren Körper mit dem Gift in Berührung, hat aber noch ausreichend Zeit, um das präparierte Futter in den Bau zu tragen, wo es auch anderen Ameisen als Futter dient.

Wird das gleiche Produkt als Gießmittel verwendet, wirkt es als reines Kontaktgift. Die Ameisen kommen über das Gießwasser direkt mit dem Gift in Kontakt und nehmen es über den gesamten Körper auf. Dort angelangt zeigt es seine Wirkung im Nervensystem der kleinen Insekten.

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Giftige Wirkstoffe im Ameisenmittel

Ameisenmittel wirken alle gleich, können aber dennoch unterschiedliche Wirkstoffe haben. Zu den am häufigsten verwendeten Stoffen gehören Fipronil oder Permethrin.

  • Fipronil: Der Wirkstoff wurde bereits 1987 entwickelt und kam kurz danach in den Handel. Fipronil erweist sich nicht nur im Kampf gegen Ameisen als erfolgreich, sondern wird auch gegen Flöhe und Haarlinge eingesetzt. Der Stoff wirkt als Kontaktgift und besitzt eine Langzeitwirkung. Fipronil wird als Kontaktgift über den Körper aufgenommen und wirkt auf das zentrale Nervensystem. Es kommt zu einer extremen Reizung der Nerven und einer Übererregung, an der die Ameisen sterben.
  • Permethrin: Der Wirstoff ist seit den 1970er Jahren auf dem Markt erhältlich. Dieses Mittel gehört zu den Pestiziden. Es wirkt nicht nur als Kontaktgift, sondern auch als Fraßgift. Seine Wirkung zeigt das Mittel durch den Kontakt mit dem Körper und bei der oralen Aufnahme. Wirksam ist Permethrin nicht nur gegen Ameisen, sondern auch Läuse, Flöhe und Zecken lassen sich mit dem Mittel bekämpfen. Es wirkt als Nervengift, wobei das Insekt zuerst gelähmt wird und anschließend stirbt.

Ameisenmittel richtig anwenden

Damit Ameisenmittel gut wirken können, müssen sie richtig angewendet werden. Das Mittel kann gestreut werden oder lässt sich, mit Wasser vermischt, zum Gießen verwenden. Je nachdem, welche Stellen im Garten von Ameisen befallen sind, muss das Ameisenmittel angewendet werden.


Ameisenmittel zum Streuen

Als sehr feines und staubfreies Granulat eignet sich ein Ameisenmittel zum Bekämpfen von Ameisen an verschiedenen Stellen. Das Mittel kann direkt auf die Laufwege der Ameisen gestreut werden. Ist der Ameisenbau zu sehen, wird auch dieser mit dem Mittel behandelt. Von dem zuckerhaltigen Trägerstoff angelockt, kommen die Ameisen mit dem Mittel in Körperkontakt und tragen die Ameisenköder zusätzlich in den Ameisenbau. Dort wird es an andere Ameisen verfüttert, sodass die Tiere in großen Mengen absterben.

An nicht windgeschützten Stellen kann das Granulat schnell verfliegen. Es sollte daher nicht zu sparsam aufgebracht werden. Nach wenigen Tagen sollten die betroffenen Stellen, sowie die Laufwege der Ameisen, nochmals mit dem Ameisenmittel behandelt werden. Durchschnittlich werden rund 10 Gramm des Pulvers für 2 Quadratmeter benötigt.


Ameisenmittel als Gießwasser

Das Ameisenmittel in Form von Gießwasser zu verwenden, macht vor allen Dingen bei großen Flächen Sinn. Dazu wird das gleiche Mittel wie beim Streuen verwendet. Das Pulver wird allerdings mit Wasser gemischt und schließlich zum Gießen der von Ameisen befallenen Stellen verwendet.

Ameisen verursachen oft kahle und sandige Stellen im Rasen. Auch gelbe Flecken deuten auf einen Ameisenbefall hin. Das Gießmittel eignet sich aber nicht nur für den Rasen, sondern kann auch zur Behandlung von anderen Flächen im Freien benutzt werden. Gartenwege, gepflasterte Sitzbereiche oder andere große Flächen lassen sich schnell damit behandeln.

Damit es als Gießmittel richtig wirken kann, darf weder zu wenig noch zu viel verwendet werden. Wer mit einer Gießkanne gießt, kann durchschnittlich 200 Gramm des Mittels auf 10 Liter Wasser geben. Sobald sich das Mittel im Wasser aufgelöst hat, ist das Ameisenmittel einsatzbereit. Auch hierbei sollte die Anwendung nach wenigen Tagen wiederholt werden.

Befindet sich bereits ein mehr oder weniger großer Ameisenhügel im Garten, kann dieser direkt mit dem Gießwasser begossen und durchnässt werden. Ameisen, die den Bau dann verlassen, werden ebenfalls nass gemacht.


In Innenräumen verwenden

Sofern keine anderen Personen, Haustiere oder Kinder mit dem Produkt in Berührung kommen können, kann das Ameisenmittel auch im Haus verwendet werden. Dann wird es in der reinen Form zum Streuen verwendet. Fußbodenleisten, enge Spalten und Ritzen und alle anderen schwer zugänglichen Stellen können mit dem Mittel behandelt werden. Da Permethrin auch Asseln oder Silbefische bekämpft, eignet sich ein Ameisenmittel mit diesem Wirkstoff auch für Feuchträume wie Badezimmer, in denen sich Silberfische angesiedelt haben.

Reste des Mittels lassen sich mit einem Staubsauger entfernen oder werden einfach mit dem Besen beseitigt. Oft finden Ameisen auch den Weg ins Innere und lassen sich dort in der Erde von Zimmerpflanzen nieder. Um die Ameisen auch dort zu bekämpfen, sollte das Mittel direkt in einer kleinen Menge gestreut werden. So lässt es sich bei kleinen Blumentöpfen besser dosieren und wirkt, sobald die Zimmerpflanzen wie gewohnt gegossen werden.

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Barrieren aus Ameisenmittel

Hat man es geschafft, und die Ameisen sind beseitig, lassen sich mit einem Ameisenmittel auch Barrieren errichten. Am besten bringt man diese an den Stellen an, die zuvor am schlimmsten befallen waren. Dazu wird das Mittel nicht als Gießwasser, sondern in der puren Form als Pulver oder Granulat verwendet.

Dazu wird das Granulat einfach auf die betroffene Stelle gestreut und wird so zur Barriere. Hilfreich ist diese Barriere auch dann, wenn sich bei einem Befall nicht alle betroffenen Stellen ausfindig machen lassen. Um das vermutete Nest oder den Bau der Ameisen wird ein Kreis aus Ameisenmittel gezogen, sodass die Tiere diese Barriere unweigerlich berühren, sobald sie den Ameisenbau verlassen.