Ameisenfalle und Ameisenköder

Niemand möchte sich die Wohnung mit Ameisen teilen. Auch wenn die Tiere im Garten als ganz normal betrachtet werden, können sie nicht nur draußen, sondern auch in der Wohnung einen mehr oder weniger großen Schaden anrichten. Hilfreich sind bei einem Befall klassische Mittel aus dem Handel. Mit einer Ameisenfalle lassen sich Ameisen bekämpfen. Dabei werden Fallen vorzugsweise im Innenraum verwendet. Angeboten werden verschiedene Modelle, wobei nicht alle als Ameisenfalle, sondern viele auch als Köder dienen. Auch für den Außenbereich gibt es die passenden Mittel gegen einen Ameisenbefall.

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Ameisenfallen

Bei einer Ameisenplage muss schnell gehandelt werden, denn die kleinen Tiere können einen großen Schaden anrichten. Bei der Suche nach einer Ameisenfalle findet man im Handel verschiedene Fallen gegen Ameisen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um klassische Fallen, wie zum Beispiel bei der Mausefalle, sondern eher um Köder. Ameisenfallen, in denen die Insekten gefangen und getötet werden, können aber ganz einfach selber gebaut werden. Aus diesem Grund ist der Begriff Falle etwas verwirrend.

Zu finden sind die Bekämpfungsmittel auch unter dem Namen Ameisenköder oder Ameisen-Buffet. Auf der Suche nach einer klassischen Falle, in der die Ameisen zuerst gefangen und dann getötet werden, sollte man selbst aktiv werden und eine solche Ameisenfalle bauen.


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Ameisenfalle selber bauen

Benötigt wird ein möglichst süßer und nahrhafter Lockstoff, in dem die Tiere schließlich auch ertrinken. Gut geeignet ist ein flacher Behälter mit Zuckerwasser, einer Honig-Wasser-Mischung oder einer Bier-Zucker-Mischung. Diese Ameisenfallen locken schnell eine Vielzahl der kleinen Tiere an und sorgen dafür, dass diese der Falle nicht mehr entkommen können.

Selbst gebaute Fallen können im Haus, aber auch im Außenbereich aufgestellt werden. Sie lassen sich einfach leeren, indem der Inhalt einfach entleert wird. Eine derartige Falle setzt sich folgendermaßen zusammen:

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Skizze einer Ameisenfalle

Hierzu benötigt man nur einen Suppenteller, eine Tasse, ein Stück Holz oder Karton und Wasser mit Spülmittel. Die Tasse mit den Lockstoffen soll die Ameisen anlocken. Da Ameisen einer Straße blind folgen, wenn sie erst einmal Freude daran haben kann man den Weg dann umbauen und zum mit Spülmittel versetzten Wasser führen.

Wer jedoch Artikel aus dem Handel vorzieht, wird in der Regel sogenannte Ameisenköder finden, mit denen sich Ameisen bekämpfen und vernichten lassen. Neben diesen Köderboxen gibt es auch Gel zur Ameisenbekämpfung und Ameisenspray im Handel. Durch einen Ameisenköder werden die Tiere ebenso vergiftet, wie zum Beispiel Mäuse mit dem klassischen Mäusegift. Denn in der Ameisenfalle befindet sich nicht nur ein Lockstoff, der die kleinen Insekten anzieht, sondern auch ein Gift gegen Ameisen, das von den Tieren aufgenommen und bis in das Nest verteilt wird.

Um Ameisen in der Wohnung dauerhaft und bis auf das letzte Tier zu bekämpfen, reicht eine Ameisenfalle alleine nicht aus. Auch wenn Ameisen eine Kolonie bilden und gemeinsam in einem Bau wohnen, sind sie an unterschiedlichen Stellen aktiv. Als Minimum sollten zwei Ameisenfallen aufgestellt werden. Ist der Raum dem entsprechend groß, auch mehrere Fallen. Am besten werden diese an der Ameisenstraße und direkt an den Schlupflöchern platziert. Sind die genauen Stellen noch nicht bekannt, werden die Fallen in regelmäßigem Abstand der Wand entlang platziert.


Ameisenköder

Auch Ameisenköder lassen sich unter dem Sammelbegriff Ameisenfalle finden. Bei einem Ameisenköder handelt es sich um eine kleine Schachtel oder Box, die mit mehreren Löchern versehen ist. Die Löcher sind so klein, dass nur Ameisen in das Innere der Köderbox kommen können, und andere Tiere vor dem Gift geschützt sind. So werden nicht nur Vögel und andere Tiere im Freien geschützt, sondern auch die eigenen Haustiere und Kinder kommen nicht mit den Stoffen in Berührung.

Das Prinzip einer solchen Ameisenfalle ist denkbar einfach. Die Ameisen werden von dem Duftstoff angelockt und tragen das angebliche Futter in den eigenen Bau, bzw. zum Ameisennest. Da es sich bei einem Ameisenbefall in den meisten Fällen um mehrere Hundert oder gar Tausend Tiere handelt, rotten sich diese genau genommen selber aus, indem sie das präparierte Mittel selber ins Nest tragen, wo es schließlich von anderen Ameisen gefressen wird.

 
In Deutschland können Ameisen in zwei Klassen eingeteilt werden. Das sind einmal die Tiere, die zuckerhaltige Nahrung fressen, und die Ameisen, die eine auf Eiweiß basierende Nahrung bevorzugen. Für beide gibt es die genannten Fallen, die mit dem jeweils passenden Lockstoff versehen sind.


Ameisengift

Neben Ameisenfallen und Ködern gibt es im Handel auch Ameisengift gegen einen Befall. In Form von Pulver, Spray oder Gel lassen sich mit Ameisengift auch Plagen schnell in den Griff kriegen. Neben einem Lockstoff enthalten die Mittel ebenfalls ein Gift, welches zum Absterben der Ameisen führt. Pulver hat allerdings den Nachteil, dass es schnell verweht und daher für die Anwendung im Freien eher ungeeignet ist. Im Innenbereich stellt es jedoch eine Gefahr für Kinder und Haustiere dar. Ameisengel hingegen ist stabiler und kann genauer aufgebracht werden.

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Ameisenspray

Ein Spray gegen Ameisen kann auf die Laufstraßen, in das Nest oder direkt auf die Ameisen gesprüht werden. Es enthält ein Kontaktgift, welches von den Ameisen über den Körper aufgenommen wird. Dadurch werden die Ameisen zuerst gelähmt und sterben danach ab. Sprays wirken in der Regel sofort und ohne Zeitverzögerung. Um auch kleine Ritzen oder Löcher im Mauerwerk zu erreichen, haben viele Ameisensprays eine sogenannte Schlauchverlängerung, mit der auch kleinste Löcher direkt eingesprüht werden können. Viele Sprays gegen Ameisen haben eine klebende Wirkung, wodurch sich auch Barrieren errichten, bzw. Ameisen fernhalten lassen.

Ein häufig benutzter Wirkstoff in Sprays gegen Ameisen ist Deltamethrin. Dabei handelt es sich um ein Nervengift, welches von den Ameisen durch den direkten Körperkontakt aufgenommen wird. Das Gift zerstört die Nervenzellen der Ameisen, wodurch es zu Lähmungen und Krämpfen kommt. Danach sterben die Ameisen ab.

Ameisenpulver

Ameisenpulver zur Bekämpfung von Ameisen besitzt neben einem Lockstoff auch einen für Ameisen giftigen und tödlichen Stoff. Bei Pulver handelt es sich um Bekämpfungsmittel, welches als Kontaktgift wirkt. Sobald die Ameisen mit dem Pulver in Berührung kommen, nehmen sie den Giftstoff über den Körper auf. Zusätzlich hat das Pulver eine austrocknende Wirkung und vernichtet so zuverlässig auch einen großen Ameisenbefall. Da Pulver jedoch leicht verfliegt, eignet sich diese Maßnahme nur für die Anwendung im Innenbereich oder an gut geschützten Stellen.

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Köderboxen gegen Ameisen

Ameisenköder sind komplett fertige Produkte und können sofort eingesetzt werden. Viele dieser Köder haben bereits vorgefertigte Einschlupflöcher, andere müssen erst mit einem spitzen Gegenstand aufgestochen werden. In der Köderbox sind sowohl der Lockstoff als auch das Gift enthalten. Der Ameisenköder muss lediglich aufgestellt werden, und zeigt relativ schnell seine Wirkung.

Vom Lockstoff angezogen, versammeln sich immer mehr Ameisen an der Box. Nach und nach nehmen sie den Köder, der mit dem Giftstoff versehen ist, auf und tragen ihn in das Ameisennest. Dort wird das giftige Futter von den anderen Artgenossen verspeist. Die Ameisen vergiften sich also selbst. Aufgenommen wird das Mittel aber nicht nur als Fraßgift, sondern auch als Kontaktgift über den Körper. Dabei wirkt es zeitverzögert und beeinträchtig später das Nervensystem der Insekten.

Ameisenköder und Ameisen-Köderboxen im Handel

Der Handel bietet eine gute Auswahl an Ameisenködern und Köderboxen an. Artikel, die zum Aufstellen direkt fertig sind, können in der Regel nur einmal verwendet und nicht wieder nachgefüllt werden. Andere Fallen lassen sich bei Bedarf neu mit Ködern bestücken. Während die ersten Fallen einfach über den Hausmüll entsorgt werden können, lassen sich nachfüllbare Ameisenfallen immer wieder verwenden. Es muss lediglich neuer Lockstoff nachgekauft werden.

Ameisenköder sind leicht in der Handhabung und können hygienisch entsorgt werden. Ein direkter Kontakt mit dem Giftstoff oder den toten Ameisen findet in der Regel nicht statt. Um eine möglichst gute Wirkung zu erzielen, sollten jedoch mindestens zwei Ameisenköder aufgestellt werden.


Wirkstoffe in Ameisenfallen

Neben dem Lockstoff, der möglichst viele Ameisen anziehen soll, ist in den Fallen auch ein Ameisengift enthalten. Zu den bekannten und oft verwendeten Stoffen gehören unter anderem:

  • Permethrin
  • Spinosad
  • Fipronil

Permethrin gehört zu den Insektiziden. Es ist ein Kontaktgift und ein Fraßgift, was es im Kampf gegen Ameisen besonders wirksam macht. Zuerst wird das Gift durch Kontakt über den Körper aufgenommen. Da es eine zeitverzögernde Wirkung hat, bleibt den Ameisen ausreichend Zeit, um die Fraßköder in das Nest zu tragen. Dort kommen auch andere Ameisen mit ihm in Kontakt und verspeisen den Köder.

Spinosad gehört ebenfalls in die Gruppe der Insektizide. Das Mittel wirkt als lähmendes Gift, ist allerdings nicht sofort tödlich. Spinosad wirkt erst einige Stunden nach der Aufnahme, wodurch alle Ameisen, die mit dem Gift in Kontakt gekommen sind, noch ausreichend Zeit haben, um die Futterköder in das Nest zu tragen, wo sie schließlich an andere Ameisen verfüttert werden.

Fipronil wirkt als Kontaktgift und wird auch im Kampf gegen Flöhe, Zecken und Milben eingesetzt. Das Gift gelangt durch den Kontakt in den Körper der Ameise und wirkt sich dort extrem auf das Nervensystem aus. Die Insekten sterben an einer Übererregung. Fipronil wirkt nur bei wirbellosen Tieren und hat eine zeitverzögerte Wirkung.


Ameisenfalle für fliegende Ameisen

Bei fliegenden Ameisen handelt es sich um keine spezielle Art, sondern um geschlechtsreife weibliche und männliche Tiere. Diese sind durchschnittlich von Mai bis in den Hochsommer aktiv. Im Vergleich zu den krabbelnden Artgenossen finden fliegende Ameisen den Weg in die Wohnung aber noch schneller, denn sie nutzen zusätzliche offene Fenster und Türen. Im handelsüblichen Ameisen-Buffet landen sie allerdings weitaus seltener als die anderen Ameisen. Am besten werden fliegende Ameisen mit einem Fliegengitter ferngehalten. Diese Gitter lassen sich an allen Fenstern und Türen schnell und sicher anbringen.

Zusätzlich helfen Fliegenfänger im Kampf gegen diese Ameisen. Neben Fliegen und fliegenden Ameisen lassen sich mit Fliegenfängern auch Mücken und andere Fluginsekten fangen. Reicht das alleine nicht aus, kann Fliegenspray gegen fliegende Ameisen eingesetzt werden. Das Spray kann direkt auf die Tiere gesprüht werden und wirkt als Kontaktgift. Die Insekten nehmen den Giftstoff durch das Einsprühen über den Körper auf und verenden nach kurzer Zeit.

Ameisenmittel für den Außenbereich

Ameisen können nicht nur in der Wohnung einen Schaden anrichten, sondern auch im Freien siedeln sie sich in Gärten an. Wer keinen Ameisenhügel im Rasen oder neben der Terrasse haben möchte, kann im Handel sogenannte Ameisenmittel bekommen. Als Ameisenmittel werden in der Regel alle Mittel gegen Ameisen bezeichnet, die im Außenbereich angewendet werden.

Diese Mittel gibt es zum Streuen als Granulat oder in Form eines Gießmittels. Sie enthalten den gleichen Wirkstoff wie das Ameisen-Buffet, sind aber zusätzlich mit einem speziellen Bitterstoff versehen. Dieser soll andere Tiere an einer Aufnahme hindern. Ameisenmittel wirken als Fraß- und/oder Kontaktgift.

Ob der Ameisenköder als Fraßgift oder als Kontaktgift wirkt, hängt von der Art der Verwendung ab. Wird ein Granulat zum Streuen verwendet, dient es als Fraßgift. Das Mittel kann direkt auf den Ameisenhügel, die Laufstraßen und andere Stellen gegeben werden. Die Ameise frisst den Köder und trägt einige Lockmittel in das Nest, sodass auch andere Ameisen davon fressen und sich vergiften.

Wird das Mittel mit Wasser verdünnt und zum Gießen verwendet, wirkt es als reines Kontaktgift. Das Granulat löst sich im Wasser komplett auf und dient daher nicht mehr der Nahrungsaufnahme. Ähnlich wie Granulat, kann das Gießwasser direkt auf den Bau und die Ameisenstraße gegossen werden. Die Ameisen nehmen das Gift über den Körper auf und verenden. Ist der Ameisenbefall extrem hoch, kann auch eine Kombination erfolgen. Dabei werden die betroffenen Bereiche zuerst mit einem Gießwasser und kurze Zeit danach zusätzlich mit dem reinen Granulat behandelt.

In wenigen Fällen eignen sich auch Köderboxen aus Kunststoff für den Außenbereich. Eine einfache Ameisenfalle aus einer Verpackung aus Pappe sollte jedoch nicht ins Freie gestellt werden. Ein Ameisen-Buffet aus Plastik kann zum Beispiel an überdachten Stellen, direkt vor der Terrassentür oder an der Gartentreppe aufgestellt werden. Ist kein Schutz vorhanden, kann die Falle auch ein einen kleinen umgekippten Kasten oder liegenden Eimer gestellt werden.

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Ameisenköder und Ameisenfallen für den Garten


Ameisenabwehr

Neben Ameisenfallen und Ameisenködern bietet der Handel auch Geräte zur Abwehr von Ameisen an. Dabei handelt es sich um sogenannte Ameisenvertreiber, die auch als Ameisenschreck bekannt sind. Mit ihnen sollen nicht nur bereits vorhandene Ameisen vertrieben, sondern auch ein neuer Befall verhindert werden. Möglich wird das durch Ultraschall. Ultraschall wird auch im Kampf gegen Ratten, Mäuse oder Marder mit mehr oder weniger Erfolg eingesetzt.

Je nach Modell haben die Geräte einen Wirkungsbereich von 25 bis 250 m². Der Frequenzbereich liegt zwischen 30-65 Khz, sodass sich Ameisen gut vertreiben lassen. Ultraschallgeräte gegen Ameisen gibt es in einfachen Ausführungen, aber auch mit zwei oder mehreren Lautsprechern, sodass durchgehend eine gute Wirkung erzielt werden kann.

Ultraschallgeräte gegen Ameisen werden mit Strom betrieben, wobei sich einfache Ameisenstecker direkt in der Steckdose anbringen lassen. Ultraschall zur Ameisenabwehr oder zum Fernhalten hat den Vorteil, dass die kleinen Tiere ganz ohne Gift und ohne Chemie vertrieben werden. Auch das Aufstellen oder leeren von Köderboxen entfällt bei dieser Alternative.


Ungiftige natürliche Ameisenköder aus dem Haushalt

Wer komplett auf den Einsatz von Gift und chemischen Mitteln verzichten möchte, kann ungiftige Ameisenköder leicht selber machen.

Fleischköder: Ameisen lassen sich auch mit Ködern aus Fleisch fangen. Einfach ein wenig Hunde- oder Katzennassfutter auf einen kleinen Teller geben und in die Nähe der Ameisenstraße stellen.

Zuckerköder: Ameisen fühlen sich von süßen und nahrhaften Lebensmitteln angezogen. Zwei Würfel Zucker auf einen kleinen Teller gegeben, und mit ein wenig Bier angegossen, locken die Tiere schnell an.

Ungiftige Ameisenbarrieren

Barrieren gegen Ameisen lassen sich nicht nur mit einem giftigen Spray aufbauen, sondern auch mit ein paar einfachen Hausmitteln. Hierbei ist es unter Umständen nötig, mehrere Mittel zu versuchen oder diese miteinander zu kombinieren, um eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Zu den wirkenden Mitteln gehören unter anderem:

  • Backpulver
  • Zimt
  • Chilipulver
  • Puder/Talkum
  • Kieselerdepulver