Ameisen bekämpfen

Ameisen sind kleine Insekten, die sich nicht nur im Garten ansiedeln, sondern auch schnell den Weg in die Wohnung finden. Damit sich die Tiere nicht ansiedeln, sollten sie genau wie andere ungebetene Insekten rechtzeitig bekämpft werden. Hierbei gibt es hochwirksame Ameisenmittel und Fallen aus dem Handel oder Hausmittel.

Ameisen bekämpfen

Ameisen bekämpfen


Wissenswertes über Ameisen

Ameisen gehören zu den Insekten und sind weit verbreitet. Innerhalb dieser Familie werden sie den Hautflüglern zugeordnet. Eine Ameise kommt jedoch selten alleine, denn die Tiere ordnen sich in sogenannten Staaten an. Ein Ameisenstaat kann mit mehreren Hundert Tieren relativ klein, mit ein paar Millionen Ameisen aber auch sehr groß sein. Im Freien und im eigenen Garten erkennt man sie oft an mehr oder weniger großen Ameisenhügeln. Untereinander werden die Insekten in Arbeiter, Königin oder Weibchen und Männchen eingeteilt. Flügel besitzen nur die Weibchen und die Männchen. Arbeiterameisen sind flügellos. Sobald sich die Ameisen miteinander verpaart haben, werfen die weiblichen Tiere ihre Flügel ab und die männlichen Ameisen sterben.

Ameisen sind mit 0,7 bis 20 mm recht kleine Insekten. Das Körpergewicht einer einzelnen Ameise beträgt zwischen 4 und 12 mg. Die kleinen Tiere können bis zu 20 Jahre alt werden und können das Hundertfache von ihrem eigenen Körpergewicht tragen. Es gibt sie in den Farben schwarz, rot, gelb und braun. Ameisen sind nicht vom Aussterben bedroht, haben aber natürliche Feinde wie Vögel, Spinnen und Amphibien. Für den Fortbestand des Ameisenstaates ist die Königin verantwortlich und legt daher kontinuierlich hunderter von Eiern ab.

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Welche Arten gibt es?

Insgesamt gibt es mehr als 13.000 verschiedene Arten. Davon kommen jedoch nur ca. 200 in Europa vor. Ungefähr die Hälfte davon, also 100 Arten, leben in Deutschland. Zu den bekanntesten Arten in Deutschland gehören die Waldameisen, Wegameisen, die Rote Ameise, die Schwarze Rossameise und die Blattschneiderameisen.

Woran erkennt man einen Befall?

Aufgrund der geringen Größe werden einzelne Ameisen oft übersehen. In der freien Natur ist das Vorkommen normal, sodass sie auch im Garten erst dann auffallen, wenn es sich um sehr viele Ameisen handelt. Dann haben die Insekten in der Regel bereits Laufstraßen und unter Umständen lässt sich auch mit etwas Geduld ein Ameisenhügel finden.

  • Finden sich an den Pflanzen im Garten vermehrt Blattläuse, kann auch das ein Anzeichen für einen Ameisenbefall sein. Die kleinen Insekten schützen die Blattläuse vor ihren natürlichen Feinden, da sie sich an deren süßen Ausscheidungen laben.
  • In seltenen Fällen sind auch einzelne Ameiseneier im Garten zu entdecken. Dabei kann es sich um wenige Exemplare, oder auch mehrere Hundert Ameiseneier handeln.
  • Diese sind relativ klein, haben eine ovale Form und eine weißliche bis gelbe Färbung.
  • Kahle Stellen im Rasen, die mit sehr feiner Erde oder Sand gefüllt sind, können ebenfalls ein Anzeichen für Ameisen sein.

Ameisen in der Wohnung werden leider oft erst dann entdeckt, wenn sich die Insekten dort schon breitgemacht haben. Dann laufen sie in Scharen plötzlich quer durch die Küche und steuern schnell ein bestimmtes Ziel an. Oft lassen sich Ameisen auch am Staub auf den Fußleisten erkennen. Da die Tiere auch vor dem Mauerwerk keinen Halt machen, lösen sich Putz und andere Dinge von der Wand ab und sammeln sich schließlich an den Teppichleisten. Ist das der Fall, dann sind die Insekten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an den Vorräten in der Küche und in den Küchenschränken zu finden.


Bekämpfungsmittel gegen Ameisen

Ameisen können im Haus und in der Wohnung einen großen Schaden anrichten. Zudem möchte niemand seine Lebensmittel und Vorräte mit den kleinen Plagegeistern teilen. Zur Bekämpfung eignen sich verschiedene Mittel. Der Handel bietet Fallen im Kampf gegen Ameisen an, aber auch mit selbst gebauten Fallen und verschiedenen Hausmitteln kann man den Krabbeltieren den Kampf ansagen.

Ameisenpulver

Ameisenpulver wirkt als trockenes Insektizid und kann zur Bekämpfung von Ameisen eingesetzt werden. Je nach Mittel eignet sich das Ameisenpulver für die Anwendung im Haus und für die Benutzung im Garten. Das Pulver wird direkt auf die Ameisenstraßen gestreut oder kann in den Ecken verteilt werden.

Durch die Ameisen wird es dann weiter verteilt. Der Handel bietet das Pulver in verschiedenen Zusammensetzungen an. Erhältlich ist es als giftfreies Mittel mit dem Wirkstoff Kieselgur. Dieser trocknet die Ameisen aus, ohne sie zu vergiften. Die Tiere nehmen das Pulver über den Körper auf, sodass es sofort zu wirken beginnt. Andere Mittel enthalten den Wirkstoff Cypermethrin, der als Insektizid wirkt.

Das Mittel wird ebenfalls über den Körper aufgenommen und von den Ameisen verteilt und so auch in das eigene Nest getragen, wodurch weitere Tiere mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. Ameisenpulver kann auch im Garten verwendet werden und lässt sich, je nach Mittel, mit Wasser verdünnt zum Gießen von großen befallenen Stellen im Freien verwenden.

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Ameisenfallen

Bei diesen Mitteln handelt es sich eigentlich nicht um echte Fallen, sondern um Stoffe, welche die Ameisen anlocken und eine giftige Wirkung haben. Daher werden sie auch als Köderboxen oder Ameisen-Buffet bezeichnet.

In der Regel eignen sich die Produkte für die Anwendung in der Wohnung, können in einzelnen Fällen aber auch im Freien genutzt werden. Viele Fallen bestehen aus einer Box, die mit dem Lösungsmittel präpariert werden muss. Danach wird die Falle an der Ameisenstraße aufgestellt. Die erste Wirkung zeigt der Lockstoff, indem er die Ameisen anlockt. Diese betreten die Falle, nehmen den Stoff über den Körper auf, und bringen ihn so in das Nest. So kann das Gift direkt im Ameisennest wirken. Viele dieser Fallen mit Lockstoff besitzen den Wirkstoff Spinosad, der als Insektizid gegen Ameisen und auch gegen Kopfläuse eingesetzt wird.

Sofort einsatzbereite Ameisenfallen bestehen aus einer fertig gespickten Box mit einem Lock- und Giftstoff. Diese werden in der Regel nur an einer Stelle eingestochen, um den Ameisen den Zutritt zu gewähren. Vom Lockstoff angezogen, laufen die Insekten durch die Falle und tragen so das Gift zu den anderen Artgenossen. Je nach Wirkstoff dauert es zwei bis fünf Tage, und die Ameisen sterben ab.

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Ameisen lebend fangen

Wer die kleinen Plagegeister nicht töten, sondern lieber lebend fangen möchte, kann sich aus einfachen Mitteln eine Art Falle bauen, und die Ameisen nach dem Fangen wieder ins Freie bringen.

  • Dazu wird ein einfacher Haushaltsschwamm in Obstessig getaucht und damit gut nass gemacht.
  • Anschließend wird der mit Essig durchnässte Schwamm einmal in Haushaltszucker gerollt und dann auf einen flachen Teller gelegt.
  • Der Duft vom Obst und die Süße des Zuckers ziehen die Ameisen an. Die Tiere werden sich an dem Schwamm sammeln und können auf diese Art lebend gefangen werden.

Der Schwamm kann dann einfach in den Garten gelegt werden und wird entsorgt, sobald sich keine Ameisen mehr auf ihm befinden.

Krabbeln die kleinen Tiere immer wieder durch die Balkontür oder den Garten ins Haus, lassen sie sich in vielen Fällen mit einem besonderen Duft abhalten. Hilfreich ist gemahlener Zimt aus dem Handel, den man im Freien an den betroffenen Stellen ganz einfach aufstreuen kann. Auch Fensterbänke und der Eingangsbereich lassen sich so präparieren.

Ameisen reagieren aber auch auf andere Düfte sehr empfindlich. Die kleinen Insekten mögen weder den Duft von Lavendel, noch bevorzugen sie den Geruch von scharfen Chilis oder Gewürznelken. Diese in gemahlener Form eignen sich ideal, um Ameisen aus dem Haus fernzuhalten.

Granulat und Spray gegen Ameisen

Granulat eignet sich für die Anwendung im Freien. Es kann dort direkt auf die Ameisenstraßen aber auch auf Gehwegplatten oder Rasenkanten gestreut werden. Wie bei den anderen Mitteln hat auch das Granulat einen Lockstoff, dem die Ameisen nicht widerstehen können. Sobald die Tiere mit dem Granulat in Berührung kommen, bleibt auch das Gift am Körper haften und wird von den Ameisen selbst verteilt. Zudem lässt sich Granulat leicht in Wasser auflösen, wodurch sich das Mittel auch über das Gießwasser großflächig verteilen lässt.

Sprays im Kampf gegen Ameisen lassen sich leicht und überall anwenden. Die Teppichleisten, Wände und Laufstraßen können gründlich mit dem Mittel behandelt werden. Auch im Außenbereich können Sprays eine gute Bekämpfungsmethode sein, wenn der Ameisenbefall nicht zu hoch ist. Die in Sprays häufig verwendeten Wirkstoffe sind Permethrin oder Lambda-Cyhalothrin. Hat das Mittel keine Langzeitwirkung, muss die Anwendung regelmäßig wiederholt werden, um alle Ameisen abzutöten.

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Ameisen aus Haus und Wohnung fernhalten

Ameisen aus Haus und Wohnung fernhalten

Ameisen aus Haus und Wohnung fernhalten

Im Sommer ist es kaum möglich, den kleinen Insekten den Zutritt unmöglich zu machen. Sie passen durch die kleinsten Ritzen und Türspalten und finden schnell einen Durchschlupf. Besonders schnell sind sie in der Wohnung, wenn sie durch den Garten kommen oder an der Wand hochkrabbeln und schließlich über das Fenster in die Wohnung gelangen. Lebensmittel, Zucker und andere Nahrungsmittel, von denen sich Ameisen angelockt fühlen, sollten möglichst gut verpackt werden.

Am besten eignet sich ein verschließbares Gefäß wie ein Eimer oder eine Dose. So verpackt werden die Lebensmittel möglichst hoch im Schrank gelagert. Auch der Mülleimer kann die kleinen Tiere anlocken. Dieser sollte besonders während der warmen Sommermonate öfters geleert werden.

Bau einer Ameisenfalle

Mit wenigen Mitteln kann man eine gut wirkende Ameisenfalle selber bauen.

Benötigt wird:

  • 1Esslöffel Zucker
  • 1 Becher halbvoll Bier
  • 1 Pappstreifen

Und so wird die Falle gebaut:

  1. In das Bier werden ein bis zwei Teelöffel voll Zucker gegeben
  2. Dann wird die Biermischung in der Nähe der Ameisen in dem Becher platziert
  3. Damit die Ameisen an die Flüssigkeit herankommen, wird der Pappstreifen an einem Ende geknickt. Das geknickte Ende wird oben in den Becher gelegt. So können die Ameisen wie über eine Brücke direkt in die Falle marschieren.

Die Ameisen werden von dem süßen Geruch angelockt und fallen schließlich in die Flüssigkeit, wo sie dann ertrinken. Eine Abwandlung dieser Falle sieht folgendermaßen aus:

Ameisenfalle Skizze

Skizze einer Ameisenfalle


Hausmittel gegen Ameisen

Es gibt viele einfache Hausmittel, mit denen sich Ameisen nicht nur aus der Wohnung, sondern auch aus dem Garten vertreiben lassen. Bei einigen Hausmitteln benötigt man jedoch etwas Geduld, da die chemiefreien Mittel nicht ganz so schnell wirken. Auch Kieselgur kann eingesetzt werden und ist relativ ungefährlich für Mensch und Tier.

Backpulver gegen Ameisen

Hilfreich im Kampf gegen Ameisen sind einfache Backzutaten, die in fast jedem Haushalt vorhanden sind. Ist das nicht der Fall, bekommt man sie in jedem Supermarkt für wenig Geld zu kaufen.

  • Backpulver und Trockenhefe werden zu gleichen Teilen gemischt. Zu Beginn reicht von jedem ein kleiner Beutel aus. Am besten rührt man beide Mittel in einer kleinen Schale zusammen.
  • Mit den Fingern kann die Mischung nun direkt an der Ameisenstraße und überall dort, wo sich die Insekten aufhalten, verteilt werden. Es reicht, ein wenig Pulver zwischen den Fingern gleichmäßig auf den Boden rieseln zu lassen.
  • Als Backtriebmittel bekannt, kommen die Ameisen mit beiden Stoffen in Berührung und nehmen diese oral auf.

Zuckerwasser gegen Ameisen

Eines der ganz einfachen Hausmittel im Kampf gegen Ameisen ist Zuckerwasser. Zucker ist in jeder Küche vorhanden und schon nach wenigen Minuten hat man die ersten Ameisen erfolgreich bekämpft.

  • In eine möglichst große und flache Schale (Untersetzer für Blumen aus Kunststoff eignen sich besonders gut) wird warmes Wasser gegeben.
  • In das warme Wasser kommen nun, je nach Größe der Schale, mehrere Esslöffel voll Zucker. In dem warmen Wasser löst sich dieser schnell auf und bildet so den Lockstoff für die Ameisen.
  • Gut platziert dauert es nicht lange, bis sich der ersten Krabbeltiere zeigen und von dem Zuckerwasser angezogen werden.
  • Sie krabbeln an dem flachen Rand der Schale hoch und fallen schließlich in die Zuckerlösung, wo sie auch ertrinken.